Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon m.k » Di 11. Okt 2016, 21:25

WinnieW hat geschrieben:
Was man noch bedenken sollte ist dass man bei der Nutzung von drei Phasen auf eine ca. 100 Volt höhere Gleichspannung am Eingang des eigentlichen Laders kommt u. Bauteile dann für diese höhere Spannunung ausgelegt sein müssen.
Das könnte an dieser Stelle an Problem sein. Da sind möglicherweise Kondensatoren nur für 400 Volt ausgelegt, müssten dann aber für 500 Volt ausgelegt sein.

Wie kommt man auf das bitte?
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon WinnieW » Di 11. Okt 2016, 21:48

m.k hat geschrieben:
Wie kommt man auf das bitte?

Das ist elektrotechnisches Fachwissen. Ich hatte im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Anlagenelektronik mit Schaltnetzteilen für höhere Leistungen zu tun.

Wenn du Wechselspannung einphasig mit 230 V in Gleichspannung umwandelst erhältst du etwa 325 Volt DC,
wandelst du Dreiphasenwechselstrom über einen sog. Sechspuls-Brückenschaltung in Gleichspannung um erhält man um die 435 Volt DC.
Mit dieser Gleichspannung wird die eigentliche Ladeelektronik für die Akkus versorgt.

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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon DonDonaldi » Mi 12. Okt 2016, 05:16

mustanse hat geschrieben:
Audi fährt etwas mehr als 190km/h und kommt bei 130km/h ca. 700km weit

Als ich noch klein war, bin ich mit meinem ersten Auto auch jedes Wochenende aus dem schönen Bayernland nach Hause in NRW über 600km mit Vollgasdiesel gependelt. Doppelwopper am Steuer war auch noch drin. Bewahre uns vor dem Tag, an dem wir 130km/h wie in Dänemark, Sektorkontrolle wie in den Niederlanden, Strafen wie in der Schweiz oder Norwegen und die beabsichtigten Dieselverbote für Städte wie in Frankreich bekommen. Keine Sau kauft mehr Porsche o.ä. wie in den USA oder Schweden. </Ironie>


Aha der Ampera muss sich also mit einem Verbrenner vergleichen, wenn ich aber unseren kleinen Audi ins Feld führe gilt das für Tesla nicht mehr. Sehr subjektive Wahrnehmung.
Dieselverbot in D? Das werden wir beide wohl nicht mehr erleben. Eher wird er noch aus dem Portfolio genommen. Denke das einige Hersteller 2030 gar keine mehr anbieten werden. In Österreich wird die Geschwindigkeit ja wohl wieder angehoben. Und in einigen anderen Ländern wird das diskutiert. Hat aber alles null mit der Ausgangsfrage zu tun.
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon Joe-Hotzi » Fr 28. Okt 2016, 09:50

DonDonaldi hat geschrieben:
... Hat aber alles null mit der Ausgangsfrage zu tun.

Da hast Du Recht und ich verweise mal auf einen parallelen Strang.

Dort wird dieses Thema auch diskutiert und ich habe in einem Beitrag aufgezeigt, welche Auswirkungen es auf die Reisedauer haben kann, wenn eben kein DC-Laden und kein Drehstromlader onBoard verfügbar ist - oder wenn man 22kW AC-onBoard hat ...
Das ist für die meisten heutigen E-Autos und bei der vorhandenen Ladeinfrastruktur die Realität. Natürlich hoffe ich auch, dass sich die Ausstattung mit Schnellladesäulen zukünftig verbessert.
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon DonDonaldi » Fr 28. Okt 2016, 09:54

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Dort wird dieses Thema auch diskutiert und ich habe in einem Beitrag aufgezeigt, welche Auswirkungen es auf die Reisedauer haben kann, wenn eben kein DC-Laden und kein Drehstromlader onBoard verfügbar ist - oder wenn man 22kW AC-onBoard hat ...
Das ist für die meisten heutigen E-Autos und bei der vorhandenen Ladeinfrastruktur die Realität. Natürlich hoffe ich auch, dass sich die Ausstattung mit Schnellladesäulen zukünftig verbessert.

Ja wenn. Aber mit 60kWh sieht das im Alltag imho anders aus und mit der wachsenden Ladeinfrastruktur ebenfalls. Opel verweist darauf selbst und zu Recht bzw. die Zahlen 2017 werden Opel Recht geben.
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon Joe-Hotzi » Fr 28. Okt 2016, 10:15

Nichts anderes habe ich geschrieben. Einfach noch einmal lesen!
Allerdings gehe ich halt mehr von der "Ist-Situation" aus - Du von der "zu erwartenden Zukunft".
Aber ich bin jetzt raus, denn ich habe nicht die Zeit für substanzloses Geschreibsel.
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon Joe-Hotzi » Fr 28. Okt 2016, 10:21

Einen hab ich noch:

WinnieW hat geschrieben:
m.k hat geschrieben:
Wie kommt man auf das bitte?
Das ist elektrotechnisches Fachwissen. Ich hatte im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Anlagenelektronik mit Schaltnetzteilen für höhere Leistungen zu tun.

Das ist schön für Dich.
Allerdings macht es m.E.n. absolut keinen Unterschied in der Bauteildimensionierung zwischen 230V AC einphasig und AC dreiphasig (3x230V), wenn am Ende die gleiche Traktionsspannung für die Batterie herauskommen soll.

Sieht man bspw. am Tesla-Lader. Dieser besteht aus drei Einzelllademodulen. In Amerika werden diese parallel auf einer Phase betrieben, in Europa auf die drei Phasen verteilt - identische Technik.
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon m.k » Fr 28. Okt 2016, 10:51

Naja es ging um das Gedankenspiel, einen Einphasenlader möglichst einfach als Drehstromlader umzufunktionieren, statt der der einphasigen Gleichrichterbrücke einen Sechspulsgleichrichter zu nutzen. Beim Tesla Dreiphasenlader (der ja aus 3 seperaten besteht) wollten sie scheinbar nur auf eine Spannung hin optimieren. Ich hatte das auch nicht gecheckt..
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon eDEVIL » Fr 28. Okt 2016, 12:16

WinnieW hat geschrieben:
Wenn du Wechselspannung einphasig mit 230 V in Gleichspannung umwandelst erhältst du etwa 325 Volt DC,
wandelst du Dreiphasenwechselstrom über einen sog. Sechspuls-Brückenschaltung in Gleichspannung um erhält man um die 435 Volt DC.

Wenn da das Problem liegen würde, köntne man mit 3 Einzelladern arbeiten. Einen je Phase
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon limburg11 » So 30. Okt 2016, 08:24

Mit einer 16A-Wallbox 1-phasig = 3.7 kW lädt man 60 kWh in 16 Stunden wieder auf. Also nix "über Nacht"... Für mich ist das eigentlich schon ein Killerkriterium. Ich habe auch einen Leaf, und mein größter Kritikpunkt ist die Schnarchladung (neben dem lächerlich kleinen Kofferraum).

Man muss auch bedenken, dass von den 3.7 kW nur ca. 85 % tatsächlich nutzbar im Akku ankommen, wenn man die Laderverluste und die Ladeeffizienz dazunimmt. Bleiben also nur 3.1-3.2 kW... Die 16 Stunden Ladezeit kommen aber dennoch hin, denn der Akku hat ja auch keine vollen 60 kWh, die nutzbar sind. Das sollte sich so in etwa ausgleichen...

Bei der Ladegeschwindigkeit wirkt es sich aber doch aus, so dass 3.7 kW nun mal nur 20-25 km Reichweite pro Stunde Laden bedeuten (bei sparsamer Fahrweise mit max. 14 kWh/100 km). Was beim Leaf öfter zu der Situation führt, dass er für ein zweites Mal "in die Stadt fahren" noch zu leer ist, obwohl er schon wieder 1 h "dranhängt" an der Wallbox.

Sicher ist das bei 60 kwh deutlich entschärft, aber dennoch ist es für mich ein Muss, das Auto über Nacht (und damit meine ich max. 8 h) auch wieder komplett voll zu kriegen, wenn es denn mal nötig sein sollte. Zu Hause. Und technisch ist es sowohl auf Auto- als auch auf Hausseite überhaupt kein Problem, 16 A 3-phasig zu nutzen.
Leaf Acenta, E.ON-Basisbox 1 (3.7 kW)
Tesla Model S 70, E.ON-Basisbox 2 (11 kW)
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