Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon midimal » Mo 10. Okt 2016, 20:50

Hamburger hat geschrieben:
Der Nissan Leaf kann derzeit an AC aber auch nur einphasig laden.

Dreiphasig kann IMHO derzeit nur:
Tesla S & X
Mercedes B-Klasse
Smart
BMW i3 94Ah
Renault Zoe


Wobei B-Klasse kann NUR 11kW 3-phasig und NIX anderes - völlig daneben von Daimler (Tesla fragte: Wollt Ihr einen SC Zugang ? DB: NEIN wollt Ihr wenigstens 22kW Lader? DB: Nein )
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon EV Fahrer » Di 11. Okt 2016, 15:26

Wann will Opel bekannt geben wie die Ladeoptionen so aussehen werden? Würde ja Wünschen DC 100KW und AC 22KW, 11KW, 7,4, 3,7 und 2,4KW als Notfallstecker :)
Ein Lächeln ist der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen :)
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon mustanse » Di 11. Okt 2016, 19:27

m.k hat geschrieben:
Privat wäre mir dreiphasenladen zu teuer (teure Absicherung notwendig) und die Ladezeit spielt sowieso eine untergeordnete Rolle (3,7-4,6kW sind leicht ausreichend). Muss man dann für sich selbst entscheiden wie oft man solche Ladungen wirklich durchführt.

Jau, 60kWh reichen für die ganze Woche und Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag lade ich dann an Schuko. Ich lach mich tot.
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon DonDonaldi » Di 11. Okt 2016, 19:34

mustanse hat geschrieben:
Es kommt mir gar nicht darauf an, ob man mit einem 3,7-4,6KW-Lader auskommen kann, oder nicht. Für viele Einsatzzwecke mag das sogar reichen. Für den vollwertigen Verbrennerersatz reicht das aber nicht, weil es eben doch Kompromisse erfordert. Für das elektrische Allzweckauto sind drei Faktoren wichtig:
- großer Akku (also 60kWh+) für große Reichweite, selteneres Laden,
- Schnelllader für lange Strecken, wobei wir hier von 100KW aufwärts reden und
- zügiges Normalladen >=11KW, weil öffentliches Zielladen immer überwiegend AC sein wird.
Beispiel: Wochendausflug 200-300km einfach, unbeaufsichtigt drei Stunden an AC 22KW, kein Problem. Soll ich hier 1-2 Stunden am 50KW CSS-Lader rumlungern, oder 40min am 100KW-Lader tanken?
Wenn (20KW)-DC-Lader so billig und klein wären, dass ich mir soetwas in die Garage hängen könnte, dann kann der auch (zumindest optional) im Auto verbaut sein.
Anscheinend wollen die Hersteller (außer Tesla) noch keine "Verbrennerkiller" bauen.


Für vollwertig reicht auch Tesla nicht nur mal am Rande. Unser Audi fährt etwas mehr als 190km/h und kommt bei 130km/h ca. 700km weit und nach 4-5 Minuten wieder 700km. Das kann der Tesla bei weitem nicht. Und unser Tank degradiert nicht.
Diese Vergleiche sind nicht hilfreich da man beide nicht vergleichen kann. Außerdem sind die meisten Nutzungsprofile so das ein aktuelles E-Auto reicht. Ein Tesla ist gar nicht mal nötig.
Und ein Wochenendausflug wäre beim Ampera einfach bis 350km locker möglich vorausgesetzt am Ziel gibt es CCS. Aber so einen Ausflug wo man 350km weit fährt und am selben Tag wieder zurück haben wir nur einmal in 25 Jahren gemacht, weil das zumindest für uns nicht entspannend ist. Und das war nach Dänemark.
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon DonDonaldi » Di 11. Okt 2016, 19:40

mustanse hat geschrieben:
m.k hat geschrieben:
Privat wäre mir dreiphasenladen zu teuer (teure Absicherung notwendig) und die Ladezeit spielt sowieso eine untergeordnete Rolle (3,7-4,6kW sind leicht ausreichend). Muss man dann für sich selbst entscheiden wie oft man solche Ladungen wirklich durchführt.

Jau, 60kWh reichen für die ganze Woche und Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag lade ich dann an Schuko. Ich lach mich tot.


Die Woche (Werktage außer Samstag) hat 5 Tage oder 120 Stunden. Davon fahren wir höchstens 15 meinetwegen 20 Stunden und aktuell maximal 600km.
Der Ampera macht sicher 400km. Also 2/3 schon mal mit einer Ladung. Und wenn er bis zu 100 Stunden am Stecker mit max. 4,6kW lädt kommen massig kWh zusammen. Und dann gäbe es noch CCS Lader. Wo zur Hölle sollten wir z.B. da ein Problem bekommen. Und wir fahren im Verhältnis rel. viel. und kommen im Jahr auf bis zu 30.000km.
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon Barthwo » Di 11. Okt 2016, 19:42

DC 50 kW sind wohl gesetzt. Wahrscheinlich als bezahltes Extra.
Immerhin, wenn der Akku sehr leer ist kann man 50 kWh wohl wirklich in einer Stunde reindrücken, da die Batterie dann ja nur bis ca. 80 % geladen wird.

AC wird mit hoher Wahrscheinlichkeit bis 7,4 kW gehen.
Die einzige Frage ist nur, sind das 32 A einphasig, wie in USA üblich an den dortigen Wallboxen oder 16 A zweiphasig, was für Europa, speziell Deutschland, vorzuziehen wäre. Technisch machbar sollte das schon sein, wenn man zwei 3,7 kW Lader einbaut, die in USA hintereinander und bei uns parallel schaltet. Dann wäre praktisch die gleiche Hardware verwendbar, nur ein bisschen anders verschaltet.

An einer haushaltsüblichen Kraftstrom-Steckdose rot oder blau, die mit 16 A Dauerlast pro Phase belastbar ist, also mit 3,7 kW, da bräuchte man bei einem leeren 60 kWh Akku sehr lange um ihn aufzufüllen, wenn er richtig leer ist. Das wäre schon recht ärgerlich.
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon E03 » Di 11. Okt 2016, 19:59

"Große" AC-Bordlader werden mit zunehmendem Ausbau des DC-Ladenetzes obsolet, selbst ein 22kW Lader ist für unterwegs kaum brauchbar. Dieser Trend ist bei allen Herstellern mittlerweile nicht mehr zu übersehen, zukünftig werden wir einstellige AC- und dreistellige DC-Ladeleistungen bei den Fahrzeugen sehen.

Ist auch sinnvoll, denn über Nacht lädt man schon an 3,7kW immerhin 150km in den Akku, wer mehr braucht, fährt mal eben an die DC-Säule. Mach´ich mit dem e-Golf heute schon so, immerhin 40-50km in rund 10min.

Außerdem gehe ich davon aus, daß 10-20kW DC-Wandlader für die Garage in absehbarer Zeit deutlich billiger werden, Stichwort "technische Deflation". Die vielen 22kW-Säulen hatte man anfangs vielleicht für zielführend? befunden, waren aber trotzdem ein Irrweg, damit ploppt Elektromobilität jedenfalls nicht.
:) 2014er e-Golf seit Oktober 2015 :)
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon mustanse » Di 11. Okt 2016, 20:23

Ein großer Vorteil des Emobils ist, dass man idR nicht mehr "tanken" fahren muss. Typ 2 AC-Steckdosen werden immer um Welten preiswerter sein, als DC-Lader. Wenn ein 10-20KW Lader so billig und klein ist, dass sich jeder einen in die Garage hängt , baue ich ihn lieber ins Auto ein. Typ 2 in jedem Parkhaus, bei der Arbeit und Hotels sind locker denkbar. Was soll ich mit 3KW beim Einkaufen oder im Kino?
DC ist wichtig für die Langstrecke, dann aber mit Dampf. Hat Kia nicht theoretisch schon 100KW?
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon mustanse » Di 11. Okt 2016, 20:37

Audi fährt etwas mehr als 190km/h und kommt bei 130km/h ca. 700km weit

Als ich noch klein war, bin ich mit meinem ersten Auto auch jedes Wochenende aus dem schönen Bayernland nach Hause in NRW über 600km mit Vollgasdiesel gependelt. Doppelwopper am Steuer war auch noch drin. Bewahre uns vor dem Tag, an dem wir 130km/h wie in Dänemark, Sektorkontrolle wie in den Niederlanden, Strafen wie in der Schweiz oder Norwegen und die beabsichtigten Dieselverbote für Städte wie in Frankreich bekommen. Keine Sau kauft mehr Porsche o.ä. wie in den USA oder Schweden. </Ironie>
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Re: Laden an Drehstrom/Wechselstrom nur mit 1 Phase?

Beitragvon WinnieW » Di 11. Okt 2016, 21:11

Barthwo hat geschrieben:
AC wird mit hoher Wahrscheinlichkeit bis 7,4 kW gehen.
Die einzige Frage ist nur, sind das 32 A einphasig, wie in USA üblich an den dortigen Wallboxen oder 16 A zweiphasig, was für Europa, speziell Deutschland, vorzuziehen wäre. Technisch machbar sollte das schon sein, wenn man zwei 3,7 kW Lader einbaut,
die in USA hintereinander und bei uns parallel schaltet. Dann wäre praktisch die gleiche Hardware verwendbar, nur ein bisschen anders verschaltet.

Also technisch betrachtet arbeiten die eingebauten Lader ebenfalls mit Gleichstrom da die Akkus mit Gleichstrom aufgeladen werden. Die Frage ist nur wie das eigentliche Ladegerät für die Akkus mit el. Strom versorgt wird.
Moderne Ladegeräte arbeiten nach dem Schaltnetzteilprinzip. Das eigentlich kostspielige ist die Ladesteuerung der Akkus weil Li-Ion-Akkus sehr empfindlich auf zu hohe Spannungen u. zu hohe Temperaturen reagieren.
Dem Ladegerät dürfte das egal sein ob dieses über eine Phase, zwei oder drei Phasen mit Wechselstrom versorgt wird.
Der Unterschied ist technisch betrachtet ledglich ein paar "fette" Dioden und Kondensatoren, ergänzt um ein paar Spulen zur HF-Entstörung. Evt. noch zusätzliche Schmelzsicherungen. Was noch dazu kommt ist die Unterspannungserkennung jeder einzelnen angeschlossenen Phase.
Allerdings lässt sich so die Leistung des eigentlichen Ladegerätes nicht erhöhen, die elektrische Leistung wird dadurch aber auf mehrere Phasen verteilt.
Es spielt vom Aufwand her keine große Rolle ob die 7,4 kW auf zwei oder drei Phasen aufgeteilt werden. Die eigentliche Ladeleistung wird ohnehin durch die Dimensionierung der Ladeelektronik begrenzt.
Was man noch bedenken sollte ist dass man bei der Nutzung von drei Phasen auf eine ca. 100 Volt höhere Gleichspannung am Eingang des eigentlichen Laders kommt u. Bauteile dann für diese höhere Spannunung ausgelegt sein müssen.
Das könnte an dieser Stelle an Problem sein. Da sind möglicherweise Kondensatoren nur für 400 Volt ausgelegt, müssten dann aber für 500 Volt ausgelegt sein.

Barthwo hat geschrieben:
An einer haushaltsüblichen Kraftstrom-Steckdose rot oder blau, die mit 16 A Dauerlast pro Phase belastbar ist, also mit 3,7 kW, da bräuchte man bei einem leeren 60 kWh Akku sehr lange um ihn aufzufüllen, wenn er richtig leer ist. Das wäre schon recht ärgerlich.

Das sehe ich genauso. Ich möchte es vermeiden Umwege fahren zu müssen nur um an einer Schnellladsäule aufladen zu können. Ich fahre 90% Landstraßen in meinem Alltag, u. meine tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz führt mich nicht auf eine Autobahn.
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