Zukunft Ladeinfrastruktur

Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon tonnerre » Sa 10. Sep 2016, 09:34

In den USA wird häufig mit hohen Stromstärken gearbeitet, zum Beispiel um Waschmaschine und Trockner betreiben zu können. Da gibt es dann bei 110V weit mehr als nur 10A.

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Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon BiEmDablju » Sa 10. Sep 2016, 10:04

Neue Trockner werden mit 220-240V betrieben. Hohe Ströme werden si gut wie geht vermieden - brauchen ein dickeres Kabel und haben noch mehr Verluste!
Öhm... Strom in Ohm?! =D
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Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon TeeKay » Sa 10. Sep 2016, 10:10

BiEmDablju hat geschrieben:
3 Phasen Lader sind ein schönes Feature, aber global gesehen nur minimal wichtig.

Deswegen hat Tesla die neuen Ladegeräte auch aus 3 Einzelgeräten aufgebaut. In Europa werden sie an 3 Phasen mit je 24A betrieben, in den einphasigen Gebieten parallel geschaltet mit 72A.
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon Barthwo » Sa 10. Sep 2016, 10:20

Elektroautos wird man in Zukunft im Normalfall nicht zum "tanken" fahren.

Wie man es in Norwegen schon sieht, so muss es gehen: Fast überall, wo ein e-Auto PARKEN will, da steht auch ein AC "destination charger" bei dem 11 kW Leistung dicke reichen. Man steckt einfach überall sein Auto ein und dann muss man sich eigentlich im normalen Alltagsleben um den Ladestand nicht kümmern, in jedem Fall nicht "tanken fahren".

Um das zu erreichen muss man natürlich auch die unterschiedlichen Nutzergruppen im Auge haben. Wer kann nicht zu Hause oder am Arbeitsplatz seine "Normalladung" machen? Das sollte immer weniger werden: SAP baut z.B. seine Flotte von privat genutzten e-Autos für Mitarbeiter massiv aus und in deren Parkhäusern werden zur Zeit gerade Langsamlader in Massen aufgebaut. Das klappt dann auch für Mitarbeiter, die nicht zu Hause laden können. Zu Hause und auf der Arbeit, das muss einfach 90% und mehr der Ladungen ausmachen. Vom Rest dann noch "destination charger" bei Lidl, Aldi, IKEA usw. als Marketinginstrument aber dann auch an Kinos, in Innenstädten in der Nähe der Einkaufszonen, und anderen Fahrzielen, an denen man sich eine Zeitlang aufhält und die Parkzeit für eine Zwischenladung nutzen kann. Wichtig: Das sind PARKPLÄTZE mit Lademöglichkeit, keine "Tankstellen"!

Ansonsten muß man sich da eine Lösung ausdenken für "Laternenparker" ohne Möglichkeit des Ladens am Arbeitsplatz. Da gibt es ja auch tatsächlich die Variante mit Steckdosen an den Laternen, wie sie ubitricity propagiert. Ansonsten müssen Stadtbewohner tatsächlich "e-Tanken" fahren und man wird für diese eine DC-Schnelllader Infrastruktur in den Städten brauchen.

Ansonsten reichen Schnellader an den Durchgangsstraßen, Autobahnen ... für den Fernverkehr.
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Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon Karlsson » Sa 10. Sep 2016, 11:01

BiEmDablju hat geschrieben:
Zuhause ein wenig "dazuladen" wird bleiben, aber sonst nur Stationen mit richtig Power.

Andersrum. Man lädt zu 95% zuhause, die Infrastruktur ist im Alltag unbedeutend. Nur für längere Strecken braucht man Lader mit richtig Bums, die dann auch an den großen Verkehrswegen direkt liegen. Der Strom dort ist aber einiges teurer, man nutzt das nur, wenn man muss.
11 oder 22kW werden Standard für Heimladung, da eine Phase zu wenig ist und Schieflast nicht mehr toleriert wird.
Es wird günstige Tarife geben, wo der Versorger Einfluss auf die Ladeleistung nimmt, um das Netz zu stabilisieren.

Für Leute ohne eigene Lademöglichkeit wird es in der Nähe von Einkaufszentren 50kW Ladepunkte geben oder 20kW am Kino oder der Saunatherme. Als Semi-Destinationcharger, da mit gestecktem Stecker die Uhr tickt.
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Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon Priusfahrer » Sa 10. Sep 2016, 12:49

Also ich komme im normalen Alltag bestens aus. Muss nur selten mit Benzin "nachfeuern"

Auf der Arbeit kann ich laden, im Einkaufszentrum und wenn ich mal in meiner Garage bin, wird auch kurz angestöpselt. Ich fahre auch öfters in die Innenstadt zum Shoppen. Natürlich parke ich da an einer der Ladesäulen.

Den normalen Alltagsverkehr schaffe ich trotz vergleichsweise geringer elektrischer Reichweite nahezu 100% rein elektrisch. Dazu ist die heutige Infrastruktur bereits ausreichend.

Längere Fahrten gehen bei mir natürlich nur mit Benzin. Aber hätte ich einen 60kWh Akku, wäre auch das ohne Dinoblut machbar.

Das Klassische "Tanken" so wie wir es bisher kennen, wird bals der Vergangenheit angehören.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
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Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon Karlsson » Sa 10. Sep 2016, 12:53

Und mit dem 60kWh Akku brauchst Du die Infrastruktur im Alltag gar nicht mehr. Du lädst nur noch zuhause und das auch nicht jeden Tag.
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Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon AndiH » Fr 16. Sep 2016, 08:49

Genau. Die "öffentlichen" Lader werden sich an den Verkehrsachsen konzentrieren, relativ teuer sein und hohe Leistung bieten. Eventuell werden an Punkten mit weiter Anreise und langer Standzeit (Freizeitparks, Parkhäuser etc.) Parkplätze mit Lademöglichkeit mit geringer Leistung und geringem Aufpreis angeboten, aber das hängt am jeweiligen Betreiber und Publikum. Dazu wird es noch ein paar Werbungslader wie bei Aldi oder Lidl geben die allerdings auf die Zielgruppe ausgerichtet ist sprich zumindest nur in den Öffnungszeiten und zeitbeschränkt nutzbar ist.

Der Rest ist auf Dauer nicht in größerem Maßstab finanzierbar.

Gruß

Andi
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Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon Sophia » Sa 17. Sep 2016, 08:53

Hallo zusammen,

etwas eigennützig aber zu dem Thema ganz passend - vielleicht regt das auch noch mehr zu Diskussionen an :)

ich schreibe meine Masterarbeit zum Thema "Anforderungen an eine Schnellladeinfrastruktur aus der Sicht verschiedener Marktakteure" .... dazu auch Endkunden.

Ich würde mich freuen wenn ihr an meiner 5min Umfrage teilnehmt!
https://www.umfrageonline.com/s/366640f


Viele Grüße
Sophia
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Re: Zukunft Ladeinfrastruktur

Beitragvon flow2702 » Sa 17. Sep 2016, 11:27

Sophia hat geschrieben:
Hallo zusammen,

etwas eigennützig aber zu dem Thema ganz passend - vielleicht regt das auch noch mehr zu Diskussionen an :)

ich schreibe meine Masterarbeit zum Thema "Anforderungen an eine Schnellladeinfrastruktur aus der Sicht verschiedener Marktakteure" .... dazu auch Endkunden.

Ich würde mich freuen wenn ihr an meiner 5min Umfrage teilnehmt!
https://www.umfrageonline.com/s/366640f


Viele Grüße
Sophia


Endlich mal andere Fragen als sonst - und man merkt, dass du dich mit der Materie beschäftigt hast! Vielen Dank dafür.
Eine kleine Anmerkung: Du ignorierst teilweise den (einzigen europaweiten) Standard Typ2. Auch damit ist Schnellladung möglich, das kommt mir etwas zu kurz in den vorgegebenen Antwortmöglichkeiten.

Magst du verraten, an welcher Uni du bist?
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