Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladung

Wieviele Schnelllader je 100000 EW in größeren Städten ohne Drehstromladung ?

Umfrage endete am Do 3. Nov 2016, 11:35

>20
7
39%
10-20
4
22%
5-9
2
11%
1-4
2
11%
<1
3
17%
 
Abstimmungen insgesamt : 18

Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon Tho » Di 4. Okt 2016, 13:08

Dann bezieht du aber auch wieder das "Parkplatz-Wechsel-dich" Spielchen wieder mit ein. Im Gegensatz zu einem Schnellader, wo man im Regelfall im oder am Auto bleibt, gelingt die Auslastung an einem Destionation Charger nicht. Auch nicht bei 22kW.
soviel Unterschied ist da zwischen 22kW oder 3.6kW Ladung nicht.
Wieviel Autos schleust ein Destination Charger am Tag durch? Sicher nicht mehr als 3-4, auch bei 22kW.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon SL4E » Di 4. Okt 2016, 13:13

Und wer garantiert, das die 10x 22kW auch frei sind und frei gehalten werden und ich nicht gezwungen bin 20min durch die Stadt zu fahren auf der Suche nach einer anderen freien 22kW Lademöglichkeit, wenn ich ausgerechnet 1x die Woche da Lade und da hängt ein Tesla dran der mit 11 oder 16,5kW seinen 90/100kWh Akku voll tröpfelt?
Dies geht nur im Zusammenhang mit Ladezeitbeschränkungen und hier ist 22kW nicht Fisch und nicht Fleisch. Das macht das ganze wieder nicht alltagstauglich, wenn man nach 2-3h oder so sein Auto umparken muss.
An einem Schnellader >43kW ist man üblicherweise nach 30-60min wieder weg, an einen 22kW Lader steht man länger.

In der Stadt braucht es viele AC-Parklademöglichkeiten mit 3,7 oder 11kW und einige wenige Schnelllader, nur so wird ein Schuh draus. Von Gesetzeswegen müsste nur beschlossen werden das in neu geschaffenen Parkraum x% an Ladeplätzen vorgehalten werden müssen. Egal ob an Laternen oder Parkhäusern oder bei Arbeitgebern. Nur so bekommt man das Problem in den Griff.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon AbRiNgOi » Di 4. Okt 2016, 13:40

SL4E: volle Zustimmung. Genaue und eindeutige Trennung zwischen:

1.) Schnelllader (bis zur Ladeleistungsbegrenzung laden und weg,)
2.) Destination Lader ( solange dastehen bis ich die Destination verlasse, Einkaufszentrum, Kino, Schwoimmbad, Arbeitsplatz...)
3.) Laternenladeplatz (Solange stecken wie ich halt dort stehe, auch wenn es das ganze Wochenende oder mehr ist)
4.) private oder angemietete Ladestellen (geklärt durch die jeweilige Hausordnung)

Und 22kW ist da nicht drinnen, als was auch? Wurde halt oft verwechselt mit einer für alles und dann streiten plötzlich die Leute. (Vielleicht als Destination Lader bei Aldi, wo man nur eine Stunde drinnen ist) Daher noch immer meine Meinung, Schnelllader haben in der Stadt weniger bis gar keine Bedeutung. Sicher wird es vorkommen (bei mir erst einmal in 3,5 Jahren) dass man zurückkommt und schnell wieder weg muss. Dann brauch ich in der Nähe einen Schnelllader. Ansonsten nicht. Ich glaube nicht daran, dass alle ohne Ladestelle Nummer 4 immer an einer Schnelladesäuel glücklich werden, entweder weil ich wegfahren muss statt in der Badewanne zu bleiben oder weil ein anderer in der Badewanne geblieben ist statt weg zu fahren...
Ein Stadt barucht all diese vier Lademöglichkeiten und die Verwendung muss genau geregelt sein und natürlich überwacht. 3 und 4 muss in Summe den zugelassenen Fahrzeugen einer Stadt entsprechen, 1 dem Durchreiseverkehr gerecht werden, daher unabhängig von der Größe der Stadt und 2 muss der Zahl der Einpendler entsprechen. Ohne Quoten, 1:1
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 5. Okt 2016, 15:15

Weil ich gerade darüber gestolpert bin, China im Wandel:168 DC Schnelllader in 1 Tiefgarage...

2016-06_ABB_EV_Ladeinfrastruktur.jpg
Quelle ABB


Den Trafo dazu und die Hochspannungsleitung würde ich auch gerne sehen.....
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon Tho » Mi 5. Okt 2016, 15:16

Kraftwerkskeller? :lol:
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon eDEVIL » Mi 5. Okt 2016, 15:45

Tho hat geschrieben:
soviel Unterschied ist da zwischen 22kW oder 3.6kW Ladung nicht.

Doch! Faktor 6. 8-)

22kW sind Destinition Charger. Wenn man diese auf 1/6 der möglichen Leistung beschränkt stehen die Ladenden da potentiell auch 6x so lange d.h. die Auslastung steigt vielleicht, aber auch die kosten pro geladener kWh.
Ein 3,7 kWh Lademöglichkeit ist dafür einfach zu langsam und 11kW spart wieviel beiden Kosten???
Mit lastmanagement erhöhen sich die Kosten für den Stromanschluss nicht. Bei entpsrechend großen Anschlüssen, wo nach Peakleistung bezahlt wird, kann man damit ggf. auch in Lastspitzen auf 16A runter regeln. Also 32A wenn man nicht am Limit des anschlusses ist. Das erhöht dann bei peaks die Ladezeit um ein paar Minuten, aber spart kräftig Geld.

Laternenladeplätze kosten halt Unsummen. Ich habe bisher noch kein Angebot gesehen, wo man nicht fürs gleiche oder weniger geld einer 3,7 kW lösung 2x 22KW in Wandmontage realisieren könnte. An so einer 2x22KW säule müssen geeignete Fahrzeuge habe oftmals nur 1-2x die woche laden.

Teure Laternenladesäulen werde dann oft nur aus Alibigründen genutzt, um einen für eAutos reservierten Parkplatz zu haben und nicht weil das Laden unbedingt nötig ist. Das heist aber nicht das dieser Platz an ein estimmtes eAuto gebunden ist. im worst case kann dieser auch belegt sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, dass der platz frei ist.

Man könnte auch einfach gesetzlich festlegen, das jeder eAuto-Fahrer in 500m Umkreis per Fussweg einen Anspruch auf einen Parkplatz hat. Das Schild kostet erheblich weniger als eine Ladesäule und wenn der Weg zum Parkplatz kürzer als zur Ladesäule ist, wird man den Ladeplatz nicht unnötig blockieren.
Eine 2x22kW Säule könnte somit 4-8 Fahrzeuge der Anwohner im Umfeld versorgen, wenn diese nicht nur auf sich bedacht sind. Bei der positionierung dieser Säule kann man einen Standort wählen, der recht an an einem Trafo liegt und somit die installationskosten minimieren.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon Super-E » Mi 5. Okt 2016, 16:26

Für jede konventionelle Tankstelle benötigen wir langfristig eine mit 10 Schnelladesäulen, wobei alles unter 150kW keine Schnelladesäulen sind. Bis das aufgebaut ist, fährt jeder elektrisch... Man könnte damit anfangen, dass jede Tanke zumindest eine Säule aufstellen muss - meinetwegen mit 50k€ Zuschuss vom Staat. Die liegen meist recht verkehrsgünstig und man kann dort an der Kasse zahlen. Sowas umzusetzen dauert bei uns doch auch ewig...

Blöd ist aufgrund der Ladestandards, dass die neuen 150kW Säulen zwar die Leistung verteilen können, aber bei zwei Fahrzeugen der gleichen Art hat man nix gewonnen. Gut wäre daher, wenn man ähnlich wie bei Tesla einen Gleichrichterschrank auf zwei oder drei Säulen hätte, an denen man dann je drei Kabel dranhängt. Sprich eine Säule versorgt zwar maximal 3 Autos, aber es hängen 9 Kabel dran. Das sollte deutlich billiger sein als drei 50kW Tripple und man kann Lastmanagement betreiben. Sollte ein Ladestandard aussterben muss man auch nicht mehr alle mit allen dreien ausrüsten. Weiterhin fraglich, ob man AC43 überhaupt an einer teuren DC Ladesäule anbietet, oder nicht daneben eine Extrasäule mit 2x43AC aufstellt...

Nachtrag 1: Irgendwelche Regelungen die in 5 Jahren obsolet sind, sollte man gar nicht erst einführen.

Nachtrag 2: Und natürlich sollte der kWh Preis an der Anzeigetafel angeschrieben sein (ich bin so 20. Jahrhundert, ich weiß).
Zuletzt geändert von Super-E am Mi 5. Okt 2016, 16:37, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon harlem24 » Mi 5. Okt 2016, 16:30

Hi,

Wenn ich mir z.B. Essen anschaue, über knapp 600000 Einwohner und nicht ein öffentlicher 24/7 Schnelllader.
Und wenn ich mir dann anschaue, dass Kusel in Rheinland-Pfalz sich seine Schnelllader zu 90% fördern lassen kann, dann glaube ich, dass es nicht an den Mitteln, sondern einfach am Willen scheitert!
Für den Anfang würden zwei strategische günstig gelegene Lader völlig ausreichen.
Könnte man wahrscheinlich auch mit SLAM oder der EU-Förderung hinbekommen, Autobahnen gibt es hier genug. ;)
Gruß

CHris

Wenn Ihr Euch für Fotografie interessiert, schaut doch mal im http://forum.digitalfotonetz.de vorbei.
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