Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladung

Wieviele Schnelllader je 100000 EW in größeren Städten ohne Drehstromladung ?

Umfrage endete am Do 3. Nov 2016, 11:35

>20
7
39%
10-20
4
22%
5-9
2
11%
1-4
2
11%
<1
3
17%
 
Abstimmungen insgesamt : 18

Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon eDEVIL » Di 4. Okt 2016, 12:27

@AbRiNgOi für Kernbereiche ist so ein Ansatz durchaus denkbar. Innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings kann sowas mal kommen, wenn man durch eine Citymaut einen großen Teil der Verbrenner draussen läßt und Parkflächen entsprechend gebündelt effizient elektrisch anbindet.

Ein Schnelllader ist zwar sehr kostspielig, aber wieviel kostet die Elektrifizierung von 20 verteilten Stellplätzen mit je 3,6KW?
Wenn man von 10 kwh Tagesladung aus geht, kann man mit einem 3,6KW-Stellplatz wohl etwa ein Fahrzeug versorgen.
Das wären 20 Fahrzeuge, welche pro Schnelllader am Tag versorgt werden müssten. Bei 10 kWh je Fahrzeug wären das bei 50kW etwas 15min pro Fahrzeug d.h. 5h durchschnittliche Nutzung pro Tag. Bei einem 40-60 kWh Akku läd man aber eher länger und dafür nicht jeden Tag.

Bei weniger als 10 kWh je tag und einem schlechteren Verhältnis zwischen Parkzeit und Ladezeit an einer 3,6kW Säule verschiebt sich das dann noch weiter.

basis meine Umfrage ist ja:
Wieviele Schnelllader (min. 20kW)** sind je 100000 Einwohner in größeren Städten nötig, um ohne Drehstromladung und ohne eigene Lademöglichkeit praktikabel durch den Alltag zu kommen?

Vielleicht kam das nicht bei alle so rüber und daher habe ich das zweite "ohne" ergänzt.

Das man für eine Vollversorgung entpsrechend sehr viel mehr benötigt is selsbtverständlich. Gemeint war die Anzahl, die für die pot. aktuelle Zahl und etwa 1 Jahr Planungsvorlauf für Erweiterungen kalkuliert werden müsste. Mit den Modellen mit größerem Akku, kann die Zahl der eFahrzeuge auch stark ansteigen, wenn diese zu attraktiven Preisen angeboten werden und auch entsprechend schnell lieferbar sind.

Auch ohne einen großen Anteil an eFahrzeugen ist die Bereitschaft nicht all zu groß, wenn man alle paar tage größere Umwege in Kauf nehmen muss, um sein Fahrzeug zu laden. Basis für so eine Auslegung sollte ja sein, das man nicht nur "ein paar Freaks", sondern möglichst jeden erreicht. Ohne entpsrechende Attraktivität wird man die "Masse" nicht erreichen d.h. die Ladesäulen müssen Kurzzeit im Überangebot sein, um Probleme wie Wartezeiten an Schnelladern das Interesse nicht im keim zu ersticken.

Durch die wilde Mischung der verschiedenen Konzepte kommen ja viele auch heute ohne DC-Schnellader und Heimlademöglichkeit im Nahbereich aus. Mit einem ZOE, Model S/X, 22KW smart ist jede AC22KW nach meiner Definition ein Schnellader.
Denkansatz war aber, dass man nur AC 3,6kW hat.
ein Umfrage hier im forum hat ergeben, dass 90% zu hause laden können. Wenn man aber menschen ohne diese Möglichkeit erreichen möchte, steigt die nötige Zahl der Schnelllader erheblich oder man muss entsprechend sehr viel langsmae AC-Ladepunkte errichten.

@DonDonaldi
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon DonDonaldi » Di 4. Okt 2016, 12:30

Noch mal. Kurzfristig reichen ca. 8.
Von 170 oder 200 habe ich nichts geschrieben.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon Tho » Di 4. Okt 2016, 12:30

Wir haben in Dresden z.B. zwei Händler CCS Stationen auf 500.000 Einwohner.
D.h. je nachdem wo ich mich in der Stadt aufhalte ist das über 1h Anfahrt/Rückfahrt ohne Ladezeit.
Das habe ich mich als unpraktikabel erkannt.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon eDEVIL » Di 4. Okt 2016, 12:35

Tho hat geschrieben:
je nachdem wo ich mich in der Stadt aufhalte ist das über 1h Anfahrt/Rückfahrt ohne Ladezeit.
Das habe ich mich als unpraktikabel erkannt.

genau das ist der springende Punkt. Selbst wenn es nur einen eAutofahrer in DD geben würde und diese nicht optimal zu den Standorten passt, genügen selbst 2 Säulen pro Nutzer nicht.

Wenn erstmal ein gewissen Grundstock erreicht ist, muss der Ausbau dann nur noch dort voran getrieben werden, wo die Auslastung zu hoch ist und Nutzer häufig warten müssen.

Bitte mal bei folgender Umfrage abstimmen: wer-kann-direkt-zuhause-laden-okt-2016
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon SL4E » Di 4. Okt 2016, 12:38

Tho hat geschrieben:
Wir haben in Dresden z.B. zwei Händler CCS Stationen auf 500.000 Einwohner.
D.h. je nachdem wo ich mich in der Stadt aufhalte ist das über 1h Anfahrt/Rückfahrt ohne Ladezeit.
Das habe ich mich als unpraktikabel erkannt.


Das ist speziell Dresden, ich schrieb ja schon das man es nicht pauschalisieren kann. Nürnberg hat auch 500000 EW und hier würden (derzeit) 2 Schnelllader reichen, Einer im Bereich der Fürhter Str. z.b. bei der ehemaligen Quelle und der 2. im Bereich nördlich des Hbf. Damit könnte man von jeden Punkt der Stadt in <20min einen Schnelllader erreichen.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon Tho » Di 4. Okt 2016, 12:41

Wenn die Stadt flächig ist, brauchst du tendenziell mehr. Evtl. sollte man Einwohner/km² mit einbeziehen.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon eDEVIL » Di 4. Okt 2016, 12:45

SL4E hat geschrieben:
Nürnberg hat auch 500000 EW und hier würden (derzeit) 2 Schnelllader reichen, Einer im Bereich der Fürhter Str. z.b. bei der ehemaligen Quelle und der 2. im Bereich nördlich des Hbf. Damit könnte man von jeden Punkt der Stadt in <20min einen Schnelllader erreichen.

20 min heist dann aber bei 50KW und fast voller Ladeleistung mit heutigen Akkus 20min Anfahrt + 30min laden + 20min Abfahrt bzw. entsprechend mehr bei größerem Akku.
Welcher "nichtfreak" ist bereit sich diese zeit dafür regelmässig ans bein zu binden?

"Einwohner/km² " genügt da ja auch nicht, da das komplette Stadtgebiet ja nicht der wesentliche Punkt ist, sondern wie die Verteilung der Einwohner und die Verkehrswege sind. Jeden kann man da natürlich nicht mit glücklich machen, aber es sollten schon potentiell 3/4 der Einwohner sein.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon Tho » Di 4. Okt 2016, 12:47

Wer ist eigentlich die Zielgruppe eurer Schnellladeransammlung in den Städten?
Stadtbewohner in der Stadt mit kurzen Arbeitswegen?
Auspendler?
Einpendler?
Gäste?

Ich bin immer noch der Meinung wer nicht schnell laden muss, der sollte nicht zum Schnellllader müssen. Sprich Stellplätze für Destionation Charging befähigen.
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon SL4E » Di 4. Okt 2016, 12:56

In welchem Nutzungsverhältnis?
Schnelllader für Leute in der Stadt? Wer nur in der Stadt fährt keine 100+x km am Tag. Somit denke ich beschränken sich die Ladeaufenthalte auf 1x pro Woche im Stadtgebiet. Das heißt das man sicherlich den Ladevorgang mit dem wöchentlichen Einkauf verbinden kann. Somit halte ich das für kein relevantes Problem.
Wer natürlich mehrere 100km täglich in der Stadt zurück legt, wie z.b. Taxifahrer, die fallen da natürlich durch's Raster.
Pendler? Die meisten Pendler aus dem Umland laden doch daheim im Eigenheim.

Schnelllader in der Stadt sollte nur ein Notnagel sein zur Ergänzung fehlender "Laternenparker-Infrastruktur".
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Re: Wieviele Schnelllader in gr. Städten ohne Drehstromladun

Beitragvon eDEVIL » Di 4. Okt 2016, 13:02

Tho hat geschrieben:
Ich bin immer noch der Meinung wer nicht schnell laden muss, der sollte nicht zum Schnellllader müssen. Sprich Stellplätze für Destionation Charging befähigen.

Destionation Charging heisst aber eine große Zahl von Ladeplätzen, wenn man nur von 3,6 kW ausgehen kann.
Da ist man dann im Schnitt schnell bei 3-5 Ladespunkte je 10 Elektroautos.
Ein Mieter, der 50km je Richtung aus einer Mittelstadt in eine andere pendelt benötigt dann an beiden Orten jeden Tag eine 3,6 kW Säule und jemand, der nur 5km zu Arbeit fährt, muss nur 1x die Woche langsam laden. Aber wer garantiert den freien Ladeplatz, wenn der Akku leer ist?

Spannend ist dann natürlich noch die Frage, wieviel Schnelllader man benötigt, wenn man als Parameter die Drehstromladung mit 22kW einführt und an nimmt, das es 10x Typ2 22KW je 100000 EW gibt. In Großserienfertigung kostet die 22KW Ladung pro Fahrzeug auch ohne Tricks wie bei ZOE doch keine 1000 EUR mehr als 3,6 kW
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