Welche Ladesäule?

Welche Ladesäule?

Beitragvon volker » Fr 19. Aug 2016, 16:09

Es passiert was in meiner Gemeinde Richtung Lademöglichkeiten!

Da ich als erster und bisher einziger so etwas anbiete (Drehstromkiste), wurde ich vom örtlichen Verein um Rat gefragt. Wir sind Einzugsgebiet EnBW und liegen autobahnnah an der A81.

Nun ist die Frage, was für Säulen wären zu errichten, wo, und durch wen getragen. Es gibt eine Handvoll Parkplätze vor dem Rathaus. Gegenüber ist eine Volksbank (noch nicht kontaktiert). Es gibt einen S-Bahn Anschlus (nähe Stuttgart) mit Park&Ride Parkplätzen. Oder besser die örtliche Großbäckerei ansprechen? Die ist von nachts bis nachmittags offen, eigener Backshop & Verkauf.

Ich finde die EnBW-Säulen sehr teuer. Dafür bietet EnBW zusätzlich Wartung an. Im öffentlichen oder halböffentlichen Raum favorisiere ich sonst TheNewMotion. Das GE crowdfunding-Projekt verfolge ich auch, aber m.E. ist ein einzelner 43kW Ladepunkt kein Weg, der sich gut in die Zukunft skalieren lässt. Lieber mehr Ladepunkte und notfalls ein Lastmanagement, dass sich auch mit der am Standord verfügbaren Leistung dynamisch steuern lässt. Oder träum ich da von Einhörnern.

Dann die Frage wer die Säule errichtet und betreibt: Gemeinde, privater Trägerverein, Gewerbetreibender oder Bürger-Spendenprojekt für Hardware, Installationskosten, Spenden, öffentliche Gelder, laufende Kosten für Strom und Wartung, ggf. Abrechnung - alles noch offen.

Was sind eure Tipps. Ich werde das über's Wochenende sammeln, Montag ist die nächste Sitzung.
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Re: Welche Ladesäule?

Beitragvon wasserkocher » Fr 19. Aug 2016, 16:28

Ohne die lokalen Verhältnisse zu kennen: Wenn Park&Ride, dann viele Ladepunkte mit geringer Leistung. Da reichen 3,7kW völlig aus. Den Rest kann ich nicht beurteilen.
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Re: Welche Ladesäule?

Beitragvon HubertB » Fr 19. Aug 2016, 16:34

Man müsste schon etwas mehr über den Ort wissen, z.B. was in der Umgebung schon vorhanden ist.
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Re: Welche Ladesäule?

Beitragvon Vanellus » Fr 19. Aug 2016, 16:52

Hallo Volker,
für P+R-Plätze sehe ich da so wie Wasserkocher, vorausgesetzt, der P+R-Platzwird auch bestimmungsgemäß genutzt, also von einer größeren Anzahl von Pendlern. Ich kenne auch welche, da parken keine Pendler sondern Leute, die direkt im Umfeld wohnen :roll:
Zum Betreiber: erste Wahl wären die Stadt-/Gemeindewerke. Die dürfen schon heute Strom verkaufen. Und können sich um Abrechnung usw. kümmern. Meine erste Wahl wären auch eine oder zwei TNM-Ladeboxen, gern mit 22 kW Typ 2. Da gibt es welche von TNM mit 2 x 22 kW mit Lastmanagement. 22 kW schadet nie, hilft aber vielen, die mit 11 kW Stunden warten müssten, zumal die Kapazität der Akkus deutlich zunimmt. TNM übernimmt dann auch die Abrechnung. Hardwarepflege müssten die Stadtwerke übernehmen.
Auf keinen Fall eine Insellösung mit Ladesäulen, die nur mit der RFID-Karte der lokalen Stadtwerke funktionieren und mit sonst keiner.
Gruß
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Re: Welche Ladesäule?

Beitragvon volker » Fr 19. Aug 2016, 17:23

Insellösungen scheiden aus, geht klar.

Stadtwerke gibt es nicht, dafür ist der Ort zu klein. Netzbetreiber ist EnBW. Ein hoher Anteil der berufstätigen Einwohner pendelt. Die A81 ist 2km weit weg. Welche lokalen Gegebenheiten müsste ich noch schildern?
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Re: Welche Ladesäule?

Beitragvon Berndte » Fr 19. Aug 2016, 17:40

Meiner Meinung nach versteife dich nicht auf einen Platz mit 10 Ladepunkten.
Besser ist es dann an jeder Bäckerei, an jedem Supermarkt, an jeder normalen Tankstelle eine oder maximal zwei Anschlüsse zu haben.

Das zieht in der Öffentlichkeit mehr, weil man egal wo man hinkommt eine Ladedose findet.

Betreiber könnte dann zum Beispiel der "Verband der Selbständigen" sein... oder wie das bei euch heißen mag.

PS: Bei den CF-Boxen ist nicht festgelegt, was und wie viele Anschlüsse es gibt.
Das ist einfach eine Preissache. Technisch ist zB eine Box mit zwei festen Typ2 Kabeln mit 43kW und 2 Dosen mit 22kW problemlos an einem 63A Anschluss mit Lastmanagement möglich.
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Re: AW: Welche Ladesäule?

Beitragvon Helfried » Fr 19. Aug 2016, 17:49

Berndte hat geschrieben:
Besser ist es dann an jeder Bäckerei, an jedem Supermarkt, an jeder normalen Tankstelle eine oder maximal zwei Anschlüsse zu haben.

Das scheint mir in einem Dorf aber nicht so realistisch.
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Re: Welche Ladesäule?

Beitragvon Berndte » Fr 19. Aug 2016, 18:06

Ach, warum hältst du das für keine gute Idee?
Kennst du Volker sein "Dorf"?

Bitte etwas tiefgründiger... :roll:
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Re: Welche Ladesäule?

Beitragvon Flymaik » Fr 19. Aug 2016, 20:00

Hi Volker,

Da ich das "Dorf" auch ein bischen kenne mal ein paar Anmerkungen von mir:

1. Beim P&R / S-Bahn finde ich es nicht so gut. Hier würden dann wenige Pendler (ich gehe davon aus, das nicht mehr als zwei Lademöglichkeiten zu Beginn kommen) den ganzen Tag wenn sie bei der Arbeit sind die Plätze belegen und dazu könnten sie auch besser in der Nacht zu Hause laden.

2. Bei der Großbäckerei wäre toll für Schnellladen für Durchgangsverkehr der Autobahn. Hier wäre 22/43KW AC und/oder 50 Kw DC toll - da stellt sich aber die Frage wer die Kosten bei Einrichtung und auch später bei den Stromkosten trägt. Für Destination Charging ist das aber zu weit ausserhalb (Industriegebiet) und bietet zu wenig "Ladeweile".

3. Für Destination Charging wäre es in der Ortsmitte super. Hier ggf. die Volksbank einbeziehen. Hier gibt es ja schon einige Erfahrungswerte von anderen Banken, es ist schön Zentral für alle Erledigungen im Ortskern, eventuell kostenloses laden für Kunden und abrechnen der Stromkosten per Parkgebühr bei Nichtkunden (somit kein Stromverkauf).

4. Ggf. auch Kooperation mit den Stadtwerken des Landkreises. Die Fördern doch auch schon Elektromobilität durch Subventionierung bei Fahrzeugkauf bei Kunden und durch Stromkostenermäßigung bei Werbebeklebung des Stromers.

Auf jeden Fall ein "Standard-Zugangsverfahren" und keine Insellösung.

Ich wünsch Dir viel Erfolg bei den Gesprächen und Planungen.

Grüße

Flymaik
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Re: Welche Ladesäule?

Beitragvon p.hase » Fr 19. Aug 2016, 20:28

wir kriegen amerikanische verhältnisse: jeder supermarkt buhlt um seine kunden und bietet ein/zwei/drei seriöse hochwertige steckdöschen an. niemand!!! benötigt 22kW etc. zum einkaufen ausser zum schnorren/schmarotzen. alle fahrer die kommen haben mindestens 120km reichweite. so jetzt kommt der nächste und sagt: wegen dem bischen strom pack ich das kabel nicht aus. richtig: in den USA hat auch jeder supermarkt ein typ1/typ2 kabel zum direkt zapfen. PS: bei uns haben sie eine der ersten solartankstellen deutschlands rückgebaut.
VERKAUFE Ständig WALLBOX original RENAULT 10/14A mit 6m TYP2 Kabel (Notladekabel) lagernd.
VERKAUFE Immer mal wieder günstige E-Autos von Nissan, Mitsubishi, Renault im Vorlauf.
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