Welche Ladeleistung macht fürs Destinition Charging Sinn?

Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon twiker01 » Mi 27. Jan 2016, 20:44

Kostenlos während des Einkaufs endet zu Recht bei 20 kW. Auch wenn dabei alle Ladestandards angeboten werden ist das kein Schnellladen. ALDI ist Vorreiter einer sinnvollen urbanen Ladeinfrastruktur. Applaus und Chapeau.

Daneben brauchen wir eine Gleichstromschnellladeinfrastruktur künftig mit 300 kW an den Fernstraßen :-)
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Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon Berndte » Mi 27. Jan 2016, 20:45

*gähn*

Dann bricht das Netz genauso schnell zusammen, wie wenn an einem Sommermittag am Wochenende alle Windräder drehen und alle Photovoltaikanlagen "Flatterstrom" produzieren.
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Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon umberto » Mi 27. Jan 2016, 21:13

twiker01 hat geschrieben:
Daneben brauchen wir eine Gleichstromschnellladeinfrastruktur künftig mit 300 kW an den Fernstraßen :-)


Ach herrje...bis es Autos gibt, die diese Leistung auch nutzen können, sind die Lader längst kaputt...

Gruss
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Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon bernd71 » Mi 27. Jan 2016, 21:30

DCKA hat geschrieben:
Wenn Akkus 100 kWh und mehr haben ist mindestens 22 kW besser noch 43 kW AC zu Hause und als Destination Charger Pflicht! Für unterwegs gebe ich dir recht, dass kein Weg an DC vorbeigeht. Tesla macht es ja heute schon vor wie es geht.


Nicht das es etwas mit dem Thema zu tun hätte, aber warum man 43KWh zuhause brauchen sollte, wenn man 100Kwh Akku hat, erschließt sich mir nicht so ganz. Fährt man dann mehr? Muss man wirklich nachdem man gerade ca. 500km gefahren ist innerhalb von 2,5 Studen wieder 500km fahren? Und wenn man das muss kann man da nicht "kurz" an einem Schnelllader anhalten?
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Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon TWIKER » Mi 27. Jan 2016, 22:07

@ bernd71: Sehe ich ganz genauso. Zu Hause reicht jede Schuko um 150 km über Nacht zu laden. Wer mehr benötigt: Die in vielen Garagen vorhandenen kleinen CEE16 mit 11kw reichen über Nacht für mindestens 600km und machen Sinn für Vielfahrer bzw. Fernpendler - vorausgesetzt man hat schon einen 110 kwh Akku :-)

Anmerkung zur oben erwähnten Gleichstromschnellladeinfrastruktur: 300kw MÜSSEN natürlich Akku-gepuffert sein. So macht es Tesla bereits an einigen stromseitig kritisch angebundenen Stationen um eine gleichmäßige und niedrigere Netzentnahme sicher zu stellen. Dafür können alte Akkus gut eingesetzt werden, die ohne ladendes Fahrzeug auch gleich zur Netzstabilisierung genutzt werden können :-)

Kleines Einmaleins der Starkstromtechnik: Tesla lädt heute bei unter 400 Volt mit bis zu 130kw. Bei Erhöhung auf 800 Volt, so wie das Porsche und Audi angekündigt haben, können mit dem gleichen Kabel, also ohne Querschnittserhöhung, 260 kw geladen werden. Für einen 90 kwh Tesla-Akku sind das weniger als 3C, also vollkommen im grünen Ladebereich. Damit sind bereits rund 1000 km Reichweite pro Ladestunde problemlos zu erreichen. Der Standardardisierungsprozess für wirklich schnelles Gleichstromladen bleibt aber noch eine Weile "spannend" :-)
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Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon Spürmeise » Mi 27. Jan 2016, 22:13

Berndte hat geschrieben:
*gähn*

Dann bricht das Netz genauso schnell zusammen, wie wenn an einem Sommermittag am Wochenende alle Windräder drehen und alle Photovoltaikanlagen "Flatterstrom" produzieren.


Die Einspeiseleistung kann man ja recht problemlos begrenzen, so dass keine derartigen Probleme auftreten. Aber was macht man mit 44 Mio. dieser 43 kW-Heimlademöglichkeiten am Abend? Wenn man deren Leistungsabgabe mit einem intelligentem Netz jeweils einzeln dynamisch begrenzt, kommt man bei 20 GW (machbarer) zusätzlicher Kraftwerksleistung (statt 2.000 GW) auf gerade ein Prozent Voll-Verfügbarkeit zu dieser Zeit.

Welchen Sinn sollte es machen (also außer für den ausführenden Elektriker...), sich eine Netzinfrastruktur für eine fette, aber zu 99% der Zeit (von außen) heruntergeregelten Heimladestation zuzulegen?
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Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon eDEVIL » Mi 27. Jan 2016, 22:30

Bei entsprechender Verreitung von eAutoswird es dann diese intteligenten Aldestationen geben.
Die 43KW LAdung macht man dann ja nur, wenn man dringend los muss oder grad der "pöse" EE-Strom ins Netz drückt, welcher "vernichtet" werden muss 8-) :twisted:

Solche ldestationen stbailisierne das netz und belasten es nicht.
Wenn eben um 4 Uhr morgens kaum Strom benötigt wird und der wind ordnetlich bläßt, dann Werden eben mal eAutos geladen, welche Auf Abfahren 7 Uhr vorprogrmmiert sind.
Wann das eAuto zw. 22 und 6 Uhr läd, ist ja fast egal.
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Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon umberto » Mi 27. Jan 2016, 22:35

TWIKER hat geschrieben:
Kleines Einmaleins der Starkstromtechnik: Tesla lädt heute bei unter 400 Volt mit bis zu 130kw.


Und reduziert relativ zügig, so daß 70 kW im Mittel übrig bleiben.

Für einen 90 kwh Tesla-Akku sind das weniger als 3C, also vollkommen im grünen Ladebereich.


Grün ist das nur, wenn die Lebensdauer total egal ist. Und weggekühlt bekommst Du die 300 kW beim Laden auch nur mit 3 Leitungen (eines für den Strom und 2 für die Wasserkühlung)

Gruss
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Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon Spürmeise » Mi 27. Jan 2016, 22:56

eDEVIL hat geschrieben:
Wenn eben um 4 Uhr morgens kaum Strom benötigt wird und der wind ordnetlich bläßt, dann Werden eben mal eAutos geladen, welche Auf Abfahren 7 Uhr vorprogrmmiert sind.

Die Dimensionen sind offenbar noch nicht rübergekommen. Wir reden hier nicht von ein paar GW sondern von über Tausend GW für den (hoffentlich nur theoretischen) Parallelbetrieb der 43 kW-Heimladesäulen.

Daher wirkt sich die Stromnachfrage-Senke Nachts so gut wie nicht aus: wenn um 4 Uhr morgens von den anderen "üblichen" Verbrauchern im Land sagen wir nur 30 GW gezogen werden (und sonst 70 GW), kann man trotzdem nur 40 GW auf die 40 Mio. Heimlader verteilen. Das sind gerade 1000 Watt pro Ladestation, die man zusätzlich zu der (angenommen handhabbaren) 20 GW-Kraftwerkserweiterung hat, oder anders betrachtet, bei geschalteten 43 kW-Heimladesäulen könnten während der Zeit mit bestem Stromangebot auch nur 3,5% der Heimladesäulen mit vollem Strom laden.

Im Schnitt (es ist ja nicht immer 4 Uhr morgens) wird der zeitliche Anteil der Fernabschaltung aber bei 99% liegen.
Daher nochmal die Frage: was will man mit einer fetten 43 kW-Heimladesäule, die doch zu 99% der Zeit fernabgeschaltet sein wird?
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Re: Zieht ALDI-Nord nach ? ALDI-Nord zieht nach !

Beitragvon TeeKay » Mi 27. Jan 2016, 23:22

TWIKER hat geschrieben:
Anmerkung zur oben erwähnten Gleichstromschnellladeinfrastruktur: 300kw MÜSSEN natürlich Akku-gepuffert sein. So macht es Tesla bereits an einigen stromseitig kritisch angebundenen Stationen um eine gleichmäßige und niedrigere Netzentnahme sicher zu stellen.

Nenn mir einen Standort. Ich kenne nur Köge in Dänemark, der augenscheinlich für ein Tesla Powerpack vorbereitet wurde. Dort stand aber zumindest im Frühjahr 2015 noch kein Batteriepuffer. Alle anderen mir bekannten Standorte haben weder Puffer, noch einen dafür vorbereiteten Anschluss.
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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