von einer Abhängigkeit in die nächste?

Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon PowerTower » Sa 15. Okt 2016, 14:21

Die Annahme war eher theoretischer Natur. Otto Normal wird schließlich weder eine mobile Wallbox noch einen mobilen DC Lader im Kofferraum beherbergen. Und das muss er auch nicht, denn die Infrastruktur wird ja zumindest bezogen auf den heutigen Stand nicht schlechter werden.
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Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon Joe-Hotzi » Sa 15. Okt 2016, 16:39

Karlsson hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Die 3,6kW Bordlader mögen bei einem 15-25kWh-Akku noch händelbar sein - ab 30kWh sicher kaum noch.

Das hat für mich nichts mit der Leistung zu tun. Es geht darum, wie schnell man wieder genug Strom in den Akku kriegt, um zum Ziel, nach Hause oder zum nächsten funktionierenden Schnelllader zu kommen. ...

Das Thema hatte ich ja schon angesprochen und für mich abgehakt:

Ein AC-Bordlader sollte möglichst mit der Leistung laden können, mit der man die Energie verfährt. Denn sonst läd man mit dem 3,6kW-Lader nicht nur länger wenn der Akku voll werden soll, sondern man versuchst sich unterwegs nach möglichst kurzer Zwischenladung mit "Schleichfahrt" zum nächsten funktionierenden Schnelllader zu retten ...

Die Händelbarkeit bei 3,6kW-Lader mit größerem Akku sehe ich vor allem beim Vertrieb gefährdet:
Natürlich können Sie den Wagen auch zu Hause voll laden: in 10-12 Stunden ... :roll:
Dass dies in der Praxis kaum relevant ist, wissen die Wenigsten. Erst recht nicht die, die auf 300+ km Reichweite bestehen, obwohl sie Tagesstrecken <50km absolvieren.

Die Ausrede der Hersteller, dass der kleine Akku keine dauerhafte schnelle Ladung verträgt, ist mit 11kW spätestens bei einem 22kWh-Akku hinfällig. Denn das sind dann 0,5C und gerade einmal Normallladung nach den Typenblättern der Hersteller.
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Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon Mei » Sa 15. Okt 2016, 18:22

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Mei hat geschrieben:
hab ich auch mal gedacht und hätte den Smart mit 22kW für 3000e mehr bestellt. Heute weis ich es besser.
Ne Schnellladedose ala CCS oder Chademo und Haushaltssteckdose.

Wie viele längere Fahrten so ab 300km hast Du denn schon unternommen? Verkauf halt den Smart - sind mit 22kW-Lader oft gesucht.
......



Ich hab nen iOn.
Die Erfahrung warum 22kW unnütz ist war letztes Jahr mit dem i3 und 4000km.
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Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon Mei » Sa 15. Okt 2016, 20:10

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Mei hat geschrieben:
hab ich auch mal gedacht und hätte den Smart mit 22kW für 3000e mehr bestellt. Heute weis ich es besser.
Ne Schnellladedose ala CCS oder Chademo und Haushaltssteckdose.

Wie viele längere Fahrten so ab 300km hast Du denn schon unternommen? Verkauf halt den Smart - sind mit 22kW-Lader oft gesucht.
......


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Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon Grottenolm » Di 18. Okt 2016, 09:49

Mich wundert warum die Automobilindustrie einem nicht einfach die Wahl lässt.
Wenn ich mir ein E-Auto zum Pendeln und für Besorgungen kaufe (Klassischer Zweitwagen), dann reichen 3,6kW völlig aus und wäre auch nicht bereit einen Aufpreis für 11 oder 22kW zu zahlen.
Für das Hauptauto (Mit CCS-lader) würde ich aber schon war drauflegen für einen 11kW-lader, damit man nicht völlig auf dem Trockenen liegt, wenn der Schnelllader ausfällt. 22kW halte ich grundsätzlich für übertrieben, wenn man 50kW DC hat. Produziert erhebliche Mehrkosten, weil man bei 32A in eine andere Kategorie von Halbleitern und Platinen rutscht. 16A (bzw 26ADC) lässt sich auf einfachen 70µ-Platinen mit Standard-IGBTs umsetzen. Die 300W Abwärme bekommt man auch noch recht einfach weg.
Bei 22kW hat man dann schon 55A auf der DC-Seite, was sonderfertiung der Platinen bedeutet und >500W Abwärme.
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Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon jo911 » Di 18. Okt 2016, 10:31

Klassischer Zweitwagen, das trifft im Moment am ehesten auf meine Zoe zu.
Zuhause mit 11kW bei 22kWh (netto) Akku ist ausreichend. Meine Versuche mit einer Phase habe ich so gut wie aufgegeben, das dauert einfach zulange!
Warum: Weil ich möglichst viel PV laden wollte, scheidet die Nacht komplett aus und am Tag ist für eine Vollladung die Sonne einfach nicht lange genug da (Ausnahmen im Frühsommer gibt es). In der Praxis und wegen der Effektivität ist die 11kW Ladung gerade so ausreichend.
Im obigen Beispiel des Ampera-e würde der gleichen Ladezeit also eine 30kW Ladung entsprechen. Mit der Zoeladezeit bei 3,7kW gleichziehen würde der Ampera-e mit ca. 9kW. Der braucht also die 11kW/3ph-Ladung Minimum um es noch erträglich zu haben.

Eigentlich sollte der Ampera-e den Erstwagen ersetzen können. Außer den beanstandeten Sitzen und der Platzfrage bedeutet das aber für mich, daß er nicht nur 90 sondern min. 99% meiner Fahrten abdecken muß. Also längere Ausflüge und Urlaubsfahrten sind da dabei.

Da kommt es vor, daß ich am Freitag Abend mit leerem Akku(unter 30%) zuhause ankomme und Nachts um 02:00 wieder mit vollem Akku, der ausbalanciert ist, starte. Das wären min. 42kWh in 7h max. Eine Stunde zum Balancieren abgezogen(lieber 2, naja...)bleiben 6h zum laden. Also 7kW sollte der Lader schon haben. Auf einer Phase sind bei mir nur 16A möglich, also bräuchte so ein Wagen mindestens 2ph-Ladung(halte ich für Schwachsinn), sinnvollerweise 3Phasen.

In der Regel werde ich den Akku, da er ja mir gehört im Bereich von 30-90% Nettokapazität fahren wollen. Und trotzdem müssen kurzfristig Ausflüge möglich sein. CCS Ladung mit 2C wäre normal-angenehm, 0.8- 1C gerade so noch zu erdulden.
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Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon Karlsson » Di 18. Okt 2016, 14:01

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Dass dies in der Praxis kaum relevant ist, wissen die Wenigsten. Erst recht nicht die, die auf 300+ km Reichweite bestehen, obwohl sie Tagesstrecken <50km absolvieren.

Das eine hat doch nichts mit dem anderen zu tun. Ich fahre oft am Tag unter 20km, will aber trotzdem 300km+, weil ich eben oft auch 300km+ fahre in unregelmäßigen Abständen und da durchaus ein nennenswerter Anteil meiner Jahreskilometer durch zustande kommt.

jo911 hat geschrieben:
Außer den beanstandeten Sitzen und der Platzfrage bedeutet das aber für mich, daß er nicht nur 90 sondern min. 99% meiner Fahrten abdecken muß. Also längere Ausflüge und Urlaubsfahrten sind da dabei.

Richtig! Ein einziger Urlaub mit 14 Übernachtungen und nur 2 Reisetagen führt aber schon zu 15 Kalendertagen im Jahr, wo man einen Mietwagen bräuchte. Wenn das nicht geht, ist die Verfügbarkeit schon auf unter 96% unter gesunken.

jo911 hat geschrieben:
Meine Versuche mit einer Phase habe ich so gut wie aufgegeben, das dauert einfach zulange!

Nö, ich kann zuhause nur mit dem Notladekabel 14A 1-phasig laden mit effektiven 2,5kW / 10% pro Stunde.
Da mir der Akku im Alltag aber oft eine Woche und länger reicht, ist das überhaupt kein Problem.
Liegt hier jetzt dran, dass das wohnen auf Zeit ist und ich nicht investieren will. Nach dem nächsten Umzug sind es dann auch 22kW.
Aber 3-phasig mit PV laden wird wohl eh nichts werden, da die PV sicher nicht größer als 8kW Peak wird. Also eher 20A eine Phase.
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Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon Syon » Di 18. Okt 2016, 17:02

Ladet ihr wirklich mit geringerer Leistung über Nacht?
Ich habe zwar auch drei Einstellmöglichkeiten an meiner Box (3,7 - 11- 43), doch ich habe die Leistung noch nie gedrosselt. Das obwohl meiner nur 22kW kann. Die Widerstände für die 3,7kW Einstellung sind auch immer noch falsch, aber ich sah bisweilen keinen Handlungsbedarf.
Warum auch? Sind die Ladeverluste bei 11kW nicht viel höher gegenüber 22kW? Wenn ich den Akku hätte kaufen können... OK, dann würde ich den vielleicht schonen. So wird er meist bei 99% abgezogen um die Stromkosten zu schonen.
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Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon Joe-Hotzi » Mi 19. Okt 2016, 06:48

Mei hat geschrieben:
Heute weis ich es besser. Ne Schnellladedose ala CCS oder Chademo und Haushaltssteckdose.
...
Ich hab nen iOn. Die Erfahrung warum 22kW unnütz ist war letztes Jahr mit dem i3 und 4000km.
...
Testfahrten waren mit dem i3 Rex.


Ja, ein Hybrid braucht nicht unbedingt 22kWAC-Bordlader. Da hat man hat ja schon viel Geld für eine "Ersatzlösung" zum mickrigen Bordlader ausgegeben und führt reichlich Energie (Kraftstoff) mit, falls es mit dem Laden nicht reicht.

Aber dass Du Dir beim iOn nicht schon mal 11kW...22kW gewünscht hättest, das wage ich zu bezweifeln. Dabei hat der doch auch die ChaDeMo-Schnellladebuchse onBord. :roll:
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Re: von einer Abhängigkeit in die nächste?

Beitragvon drilling » Mi 19. Okt 2016, 07:00

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Aber dass Du Dir beim iOn nicht schon mal 11kW...22kW gewünscht hättest, das wage ich zu bezweifeln.


Warum?
Bei uns z.B. wird der iOn einmal pro Woche aufgeladen, wofür braucht man da 11kW oder gar 22kW?
Die 16KWh Batterie bekommt man auch mit dem 14A Ziegel in maximal 6 Stunden voll, in der Praxis sind es meistens eher 5 Stunden, da er nie ganz leer ist.

Aber auch wer ihn jeden Tag aufladen muß sollte das problemlos über Nacht schaffen, weniger als 6 Stunden Schlaf wäre sehr ungesund, weswegen er über Nacht immer wieder voll wird, auch wenn man spät nach Hause kommt und früh wieder los muß.
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