Volkswagen wird in den USA ein Schnelladenetz bauen

Re: Volkswagen wird in den USA ein Schnelladenetz bauen

Beitragvon Naheris » Mi 29. Jun 2016, 13:48

Jetzt wird alles klar! Die kündigen an ohne bauen zu wollen und schreiben dafür die Stellen aus, damit es plausibler wirkt! Ganz schon hintertrieben von denen! ;)

Ist aber trotzdem irrelevant, weil sie es ja jetzt bauen müssen und dadurch das Geschäftsfeld aufmachen werden. Die Lader werden hinterher VW gehören und in den Büchern stehen. Somit ist es doch wieder eine Investition.
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Beitragvon Naheris » Di 18. Okt 2016, 21:56

Neuigkeiten zum VW-Schnellladenetz in der USA: das Bau könnte gestoppt werden. Schuld daran ist aber nicht VW, sondern die restlichen Ladenetzbetreiber. Die haben eine Klage eingereicht, da sie eine Wettbewerbsverzerrung sehen. Sie selber wollen nämlich nicht annähernd so viel in Ladenetze investieren wie VW es müsste...

http://www.hybridcars.com/chargepoint-asks-court-to-intervene-in-vw-settlement-to-avoid-potentially-disastrous-market-impact/

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Re: Volkswagen wird in den USA ein Schnelladenetz bauen

Beitragvon TeeKay » Mi 19. Okt 2016, 08:39

Darum wäre es ja das cleverste gewesen, der Staat hätte das Geld eingesammelt, selbst die Säule gebaut und den Betrieb an den meistbietenden für einen bestimmten Zeitraum vergeben. Das gleiche Prinzip wäre auch in Europa anwendbar.
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Re: Volkswagen wird in den USA ein Schnelladenetz bauen

Beitragvon Naheris » Mi 19. Okt 2016, 09:27

Mit dem eingesammelten Strafzahlungen kann die USA noch viel mehr Lader bauen - wollen sie aber nicht. Sie wollen, dass VW das macht. So steht es in der Einigung. Das ist auch sinnvoll, denn dann werden andere Hersteller und Ladenetzbetreiber gezwungen, nachzuziehen und mit zu investieren. Genau das ist es, was CARB will, und wobei die EPA nun mitmacht.

Die USA wollen dieses Ladenetz. Und sie wollen Arbeitsplätze - weshalb VW ja auch E-Fahrzeuge in der USA bauen wird. Nur Geld einsammeln und Säulen wäre dabei nicht förderlich, weil dann andere diese günstig betreiben aber nicht weiter ausbauen müss(t)en.

Zudem ist die Strafe eine Einigung, um ein 10+ Jahre dauerndes Verfahren zu beenden, bei dem ein Sieg der USA laut praktisch allen Beobachtern alles andere als gesichert ist (!) - denn auch die US-Aufsicht war ja untätig bis eine neutrale Stelle es herausfand, und hat es über ein Jahr verschleppt bis die die EPA in einer Krise um gelöschte E-Mails und einen (weiteren) selbstverschuldeten Umweltskandal eine Ablenkung brauchte.

Wenn sie also das Geld einsammelten, müsste VW für den gleichen Effekt vermutlich 8-10 Mrd. für Ladesäulen zahlen, von denen sie nichts haben. So dumm eine Kuh zu übermelken sind die Behördenvertreter dort aber auch nicht. VW könnte kurzfristig 50-100k Arbeitsplätze kosten wenn sie einfach gehen. Und ob sie dann noch die Strafe zahlen ist auch fraglich. Und diesen Arbeitsplatzverlust müsste dann CARB und EPA dem US-Gouverneur und Bürgern eines der ärmsten Staaten der USA erklären, die mit dem US-Werk von VW und den Zulieferern eine ganze Wirtschaftsregion verlieren würden.

Die Investition durch VW ist für die USA ein Gewinn (Ladenetz), und für VW kein wirklicher Verlust (sie erhalten Werbefläche und eine Dienstleistungsmöglichkeit, welches sie zwar nicht wollten, aber nun haben).
_______________________________

Wieder näher am Thema:

Die Einigung zum Dieselbetrug mit der USA ist noch nicht rechtskräftig, sondern muss noch von einem Gericht bestätigt werden. Es ist aber eigentlich nicht mehr Änderbar, da beide Seiten sich darauf geeinigt und diese Einigung vorgelegt haben. Laut einigen Kommentaren ist das jetzt eine sehr komische Situation, ggf. sogar einmalig.

Ob das Gericht diese "Marktschutzklage" anerkennt ist fraglich. In der USA ist das nämlich nicht unbedingt gegeben. Die Kläger könnten ja einfach mehr Geld investieren um ein Gegenpol zu schaffen (freier Markt und so). Das wäre ja sogar im Interesse der U.S.-Regierung, ist also ggf. nicht ganz unwahrscheinlich.

Zudem hat VW zehn Jahre Zeit 2 Mrd. USD in ein Null-Emissionsnetz zu investieren. Das sind 200 Mio. je Jahr, oder laut den Berichten etwa zwei Drittel von dem, was die Kläger zusammen in den ersten drei Jahren der Gültigkeit ins gesamte Netz investieren wollen (also nicht nur Schnelllader, wie es VW müsste). VW muss von dem Geld aber nicht nur Ladesäulen bauen, sondern insgesamt ein Nullemissions-Ladenetz aufbauen und (markenneutrale) Werbung & Bildung für Nullemissionsmobilität durchführen. Klar wird VW nicht 2 Mrd. USD in absolut markenneutrale Werbung stecken, das ist komplett sinnlos - und nicht im Interesse der U.S.-Regierung und Carb, die ja Mitspracherecht bei der Mittelverteilung haben. Also bleiben maximal reduzierte Investition in das Ladenetz, sowie ein - Trommelwirbel - Wasserstoffnetz.

Somit könnte das eigentlich nicht rentable Wasserstoff nur durch die Klage der Ladenetzbetreiber nun doch einen Markt erhalten - mit VW als de-facto Monopilist in der USA. :roll: Außer natürlich, dagegen klagt dann Dow Chemicals und andere Chemiekonzerne. :lol:
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Re: Volkswagen wird in den USA ein Schnelladenetz bauen

Beitragvon MineCooky » So 23. Okt 2016, 15:19

Heute hat mir wer erzählt, VW, BMW und Mercedes wollen jetzt auch in Deutschland ein eigenes Ladenetz auf bauen, weis da wer was?
Stolzer Fahrer seines Smart EDs, ohne 22kW-Lader und gelegentlich glücklicher Fahrer der Zoe seiner Eltern(R240), für Schnellladefälle.

Mitglied bei Electrify-BW, ein gemeinnütziger Verein von eFahrer für eFahrer und interessierte.
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Re: Volkswagen wird in den USA ein Schnelladenetz bauen

Beitragvon Naheris » Do 24. Nov 2016, 11:54

Neuigkeiten zum VW Ladenetz in der USA:
http://www.automobilwoche.de/article/20161123/NACHRICHTEN/161129958/volkswagen-290-ladesaulen-fur-die-usa

Zusammenfassung:
- 290 DC-Lader entlang Hauptverkehrsrouten sowie weitere Lader in Städten und Wohngebieten.
- Es werden Partner gesucht. Notfalls wird aber alleine umgesetzt.
- Auf ähnliche Weise soll in Europa ein Schnellladenetz von 400 Stationen entstehen (in Kooperation mit anderen Herstellern, v.A. BMW und Daimler, Raststätten und dem Bund).
- Zusätzlich noch ein paar irrelevante Informationen zum VW I.D.
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