Standortansprüche für Schnelllader

Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon Fluencemobil » So 7. Aug 2016, 22:40

Helfried hat geschrieben:
Supermärkte sollten schon 50kW-Lader haben. Das ist doch der typische Aufenthaltsort im Alltag kurz nach der Arbeit.

Als ich vor einigen Wochen zum ersten(!) Mal ein Elektroauto aufgeladen habe, habe ich mal das Kabel mehr oder minder irgendwie angesteckt und dann ein paar Minuten lang Zweifel gehabt, was ich da eigentlich tue und ob das überhaupt so passt und so. Dann wollte ich die Gebrauchsanleitung von dem Wagen im Handschuhfach suchen, und plötzlich bemerkte ich, dass der Akku schon zu zwei Drittel voll war.

Heureka, das ging ja schon viel schneller als erwartet. Mein Fahrrad braucht 2 Stunden für eine volle Ladung. :D

Wieso stehen eigentlich diese Ladesäulen so häufig in der Affenhitze ohne Dach?


Meine frage zielte dahin, wo die Schnelllader (>40kw) zuerst stehen sollten, bzw. welche Reihenfolge am wichtigsten ist.
Wenn du evt. Noch dazuschreiben könntest, ob du zuerst den Supermarktparkplatz oder zuerst den Autohof an der Autobahn ausstatten würdest, wäre das Super.

Wenn das Elektroauto als reines Stadtauto verwendet wird, kann man sich natürlich die Ladesäulen an Bundesstraßen und Autobahnen sparen. Dann stellt sich aber die frage, können sich dann elektroautos auf lange Sicht durchsetzen?
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon Helfried » So 7. Aug 2016, 22:45

Fluencemobil hat geschrieben:
Wenn du evt. Noch dazuschreiben könntest, ob du zuerst den Supermarktparkplatz oder zuerst den Autohof an der Autobahn ausstatten würdest, wäre das Super.


In meiner Stadt gibt es nur BMW zu vernünftigen Konditionen zu mieten, die sind sowieso nicht wirklich autobahntauglich. Als Stadtflitzer sind mir daher lokale Ladesäulen wichtiger.
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon drilling » Mo 8. Aug 2016, 00:15

Schnellader sollten erst mal an JEDER Autobahnraststätte stehen, danach auch so circa alle 30km an Bundesstraßen.

Bei Supermärkten finde ich 20Kw Triplecharger besser (so wie Aldi Süd das gemacht hat), das ist schnell genug aber noch langsam genug um die Akkus nicht zu sehr zu strapazieren (besonders wichtig wenn man da öfters lädt).
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon MineCooky » Mi 10. Aug 2016, 23:38

Wie ich bereits sagte, jeder Parkplatz mit 11kW. Im Prinzip reichen da schon 3,6kW ein Phasig wie hier in Oslo:
Bild

Das als Standart und dann an Autobahnen zB natürlich mehr. Aber wenn erstmal fast an jedem Parkplatz ne Steckdose ist, ist das auch nicht mehr so heiß mit dem Schnelladen oder das man ne pp braucht, weils das ja überall gibt. In Oslo zB sind auch alle eParkplätze frei von Verpenner, weile hier eben bekannt ist, das man da nicht mit Verpennet parkt.

Ist echt bemerkenswert in Norwegen, hier fahren Tesla rum wie bei uns 911er. Außer eSmarts und B-Klassen hats hier eigentlich alles, aber die hats hier auch genug ^^
-> Norwegen zeigt wie es geht

hier diskutiert man aktuell, ob man eAutos weiter auf Busspuren fahren lassen will, weis die voll werden. Eben dieses Privileg ist das einzige zum Thema eMobilität, das ich den Norweger nicht nach machen würde. Alles andere läuft hier super gut, einfach der Wahnsinn
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon Berndte » Do 11. Aug 2016, 07:59

Warum 11kW und nicht 22kW?
Wie begründest du diese Einschränkung?
Bist du echt der Meinung, dass 3,7kW dem Teslafahrer oder zukünftig Bold, Modell3 Fahrer reichen?
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon MineCooky » Do 11. Aug 2016, 08:13

11kw weil das einfacher ist, an jedem Parkplatz verfügbar zu machen. Ja bin ich, da hingen eine Hand voll Teslas an der Schukodose.

Wenn Du überall laden kannst, läd das Auto immer wenn es steht und ein Auto steht normalerweise viel und lang. Nur wenn Du irgendwo hin willst brauchst Du mehr, an ner Autobahn wirst Du wohl um die klassischen Schnellader nicht rum kommen
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon Berndte » Do 11. Aug 2016, 08:39

MineCooky hat geschrieben:
11kw weil das einfacher ist, an jedem Parkplatz verfügbar zu machen. Ja bin ich, da hingen eine Hand voll Teslas an der Schukodose....

Inwieweit ist es denn einfacher 11kW anstatt 22kW verfügbar zu machen?
Worauf beziehst du dich mit dieser Aussage?

Nur weil ein paar Tesla an der Schuko hingen, heisst das nicht, dass sie eine 22kW Typ2 daneben verschmäht und die Schuko vorgezogen haben.
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon p.hase » Do 11. Aug 2016, 09:55

wir brauchen generell mehr futtertröge mit 3,7kW schukos in hoher qualität. die e-mobilität wird sich in deutschland erst durchsetzen, und damit auch futtertröge, wenn die deutsche automobilbranche am ende ist. wir dürfen deutschland nicht mit ländern vergleichen die selbst keine autos produzieren. dort fallen auch tests anders aus.
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon Fluencemobil » Do 11. Aug 2016, 22:01

Ich denke auch, das sich an ladestationen innerhalb von Städten die 11kw ausreichend sind. Wenn ich nach dem Restaurantbesuch oder dem Einkaufsbummel soviel Strom bekommen habe, das ich zu Hause wieder mit soviel Strom ankomme wie ich beim losfahren zu Hause schon hatte, ist das ok.
Aus 11kw kann man doppelt so viele ladepunte machen wie aus 22kw, ohne lastmanagement einzubauen. Technisch geht ja heute alles, aber ein kluger Mann hat mal geschrieben, alles was man zusätzlich einbaut auch kaputt gehen kann. ;)

Und inzwischen Gibt es ja schon 3 Autos (Tesla, B-klasse, neuer i3) die Serienmäßig mit 11 kW laden können.
Will ich als großes EKZ natürlich Kunden aus bis zu 100km Entfernung anziehen, muss ich natürlich 22kw anbieten. Ob da auch 20kw in DC (mind. 20tsd.euro teurer) angeboten werden sollten und ob diese extrakosten auch öffentlich gefördert werden sollten, können wir ja separat diskutieren.

Hier wollte ich von euch wissen, wo die teuren triplelader zuerst stehen sollten.
Das jeder normale Parkplatz einen (oder mehrere) AC ladepunte haben muss setze ich mal voraus.
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon MineCooky » Fr 12. Aug 2016, 00:46

Berndte hat geschrieben:
Inwieweit ist es denn einfacher 11kW anstatt 22kW verfügbar zu machen?
Worauf beziehst du dich mit dieser Aussage?


Ich bezieh mich darauf, das ich die Leistung auch bereit haben muss, für den Fall das 2/3 der Parkplätze belegt sind und am laden sind. Das wären bei dem Rathaus bei uns auf dem Land schonmal (ca.) 15 Parkplätze. Wenn da nun 2/3 am 22kW laden sind muss ich 230kW verfügbar haben. Das sind mindestens 5 Hausanschlüsse. Es ist schon eine größere Aufgabe die 11kW bereit zu stellen und seien wir mal ehrlich, an jedem Parkplatz 11kW zur verfügung zu haben wäre auch schon super.

Anfang sollte an jedem Parkplatz Schuko (3,5kW) sein. Wenn Du zu jemandem sagen kannst 'Kuck mal, nun gibts an jedem Parkplatz Strom' ist das für viele auch schon ein Argument. Damit bekämet Du auch mehr Leute zu den eAutos und damit ein mehr potentielle Kunden für einen Ladesäulenanbieter zusammen.
Und meistens bist Du ja nicht auf der Durchreise ans Nordkap sondern zB geschäftlich irgendwo oder bei einem Freund und da bist Du dann auch direkt ein paar Stunden. Leer kommst Du auch nicht an und an der Autobahn hast Du dann wieder schön verteilt 22kW-Lader.

Klar mehr ist nie verkehrt, aber muss ja auch noch machbar sein.
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