Schreiben von Park&Charge Schweiz

Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon TeeKay » Mi 30. Dez 2015, 19:47

So Markus, nun löse mir doch mal bitte folgendes Problem:
Es gibt in Berlin 3 P&C Standorte - davon ist einer dauerbesetzt vom i-Miev des Besitzers (nur ein einziger Parkplatz). Macht 2 Standorte. In ganz Ostdeutschland gibts vielleicht 10.

Aufgrund dieser enormen Verbreitung des genial einfachen P&C Standards in Ostdeutschland dürfte es keinen Berliner und wahrscheinlich auch keinen Ostdeutschen mit P&C Plakette geben. Selbst als die Plaketten bei der ETour Berlin-Brandenburg gratis auslagen, fanden die keinen Absatz. Und weil es keine Berliner/Ostdeutschen Nutzer gibt, gibts auch niemanden, der sich noch so einen P&C-Kasten an die Wand hängt.

Die einzige Lösung ist Roaming, damit nicht die Berliner/Ostdeutschen für zunächst 2 bzw. 10 Standorte 60 Euro pro Jahr ans Bein binden müssen und sich das Netzwerk langsam entwickeln kann. Roaming mit einem gefrästen Stück Stahl und einer Klebeplakette an der Scheibe wird aber schwierig.

Ergo: P&C in der aktuellen Form ist zur Stagnation verdammt. Nicht ohne Grund will der deutsche Ableger das System ja weiterentwickeln.
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Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon MarkusD » Mi 30. Dez 2015, 22:36

TeeKay hat geschrieben:
Nicht ohne Grund will der deutsche Ableger das System ja weiterentwickeln.
Wo ist der Widerspruch zu meiner Aussage?
Ich habe nichts dagegen, daß das System weiterentwickelt wird, nur soll es einfach bleiben.
Sobald irgendeine Art von weiterer Technik dazukommt, die mehr ist als nur die "Widerstandsschaltung", geht die Zuverlässigkeit zwangsläufig nach unten. Und das darf nicht sein.


TeeKay hat geschrieben:
Es gibt in Berlin 3 P&C Standorte - davon ist einer dauerbesetzt vom i-Miev des Besitzers (nur ein einziger Parkplatz). Macht 2 Standorte. In ganz Ostdeutschland gibts vielleicht 10.

Aufgrund dieser enormen Verbreitung des genial einfachen P&C Standards in Ostdeutschland dürfte es keinen Berliner und wahrscheinlich auch keinen Ostdeutschen mit P&C Plakette geben.
Henne-Ei-Problem?

Gruß
Markus
MarkusD
 

Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon Großstadtfahrer » Mi 30. Dez 2015, 22:54

MarkusD hat geschrieben:
Henne-Ei-Problem?
Gruß
Markus


Und wer soll das auflösen? Der Nutzer?
Wirst lachen, kenne 2-3 eMobilisten die tatsächlich einen Schlüssel besitzen, ihn aber noch nie benutzt haben.
O-Ton "Ich wollte die ein wenig Fördern"

Ok. Berlin ist ein Problem für sich und die LSV macht es auch nicht einfacher, aber 3 Jahre beobachtete Null-Entwicklung der Lademöglichkeiten in Brandenburg ist schon Symptomatisch!

Für einen Verein der in Berlin gegründet wurde eine sehr spärliche Bilanz.

Dabei wäre es die Chance gewesen die Präsenz ohne Mitbewerber aber mit ordentlichen Bedarf und konkurrenzlos günstigen Ladeboxen Standorte zu sichern und Fakten zu schaffen.

Stattdessen hangel ich mich immer noch von einer Burgermeistersäule zur anderen und P+C wirkt auf mich wie ein Verein schlecht organisierter Idealisten.( Mit einem "Internationalen" Verband im Nacken dessen Vorsizender die Medici gleich adoptiert hätten)
Gruß
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Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon André » Do 31. Dez 2015, 11:58

Mal zur Abwechslung ein verspätetes Weihnachtsbilderrätsel?
Frage: An welcher Box möchtet ihr in einer millieugeschädigten Großstadt elektrisch aufladen, ohne das euer Ladeziegel von schrägen Spaßvögeln wieder rausgezogen werden kann?
Variante 1:
IMG-20150822-WA0001.jpg

Oder lieber Variante 2:
DSC_0190.JPG

Frage 2:
Welches Foto zeigt die P&C-Box??
Frage 3:
Welche Box ist auch tatsächlich abschließbar???
Frage 4:
Welche Box ist durchdacht und welche könnte Murks sein????
P.s.: Für Variante 2 hätten ich noch eine nett anders lackierte Box in wirklich allerbester Hauptstadtlage gleicher Bauart anzubieten.
Ausdrücklich möchte ich mit meinen Text, nicht die Pioniere der emobility diskriminiert wissen. Das liegt mir fern! Aber Zeit und Entwicklung sind halt nicht stehen geblieben bei Schuko & Co.
Bundesweit: http://www.ews-schoenau.de weil atomstromlos. klimafreundlich. bürgereigen. Genossenschaft.
Niemand sollte mit eigenen Initiativen warten, bis andere zum Mitgehen bereit sind.
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Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon TWIKER » Do 31. Dez 2015, 14:28

Hallo André,

wie man am Bild-2 gut erkennt, ist der Ziegel an der Schuko-Steckdose der P&C-Box eingesteckt. Der Ziegel hängt daran ziemlich unpraktisch, ich würde sogar sagen etwas unsicher. Warum legst Du nicht einfach ein Schuko-Verlängerungskabel von der P&C-Box in Dein Auto und legst den Ziegel sauber aufgeräumt ins abgeschlossene Innere des Wagens. Dann lässt sich die Tür der P&C-Box wunderbar abschließen und alle Steckverbindungen sind im Wagen sicher verstaut.

Gleiches geht auch mit einem 3-phasigen Verlängerungskabel an der CEE-rot. Im Inneren des Wagens hast Du auch genug Platz für eine Stromkuh, so dass noch mindestens zwei weitere Emobilisten sicher laden können, ohne dass ein Witzbold etwas ausstecken kann.

Dann stellt sich mir die Frage wie wenig so eine P&C-Box auf Bild-2 doch im Vergleich zu der sehr aufwändigen Lösung auf Bild-1 (die sicher schön und gut sein mag) kostet?

Damit will ich sagen, dass die P&C-Boxen das Non-Plus-Ultra sind. Aber wenn das Prinzip der einfachen Box zusätzlich um einen Typ-2 Anschluss erweitert würde, dann wäre das eine sehr einfache und günstige AC-Ladestation. Wir reden hier ja nur von langsamem AC-Laden mit maximal 11 kw (bzw. eventuell noch 22 kw) und nicht von schnellem DC-Laden. Pro Ladestunde also von maximal 2,50 Euro, meist mit Schuko/ICCB nur von 0,60 Euro. Braucht man da wirklich an allen Stellen (Wanderparkplatz, Gaststätten, Hotels, Café, Skilift, .....) sündhaft teure Lösungen?

Bei Tesla ist sogar das schnelle Gleichstromladen an den Superchargern umsonst. Für ein paar Euro könnte doch der P&C-Verein einen Vertrag mit Autoherstellern abschließen. Dann gibt es den Schlüssel gleich mit dem Auto kostenlos dazu. A

Viele Grüße
TWIKER
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Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon herbhaem » Do 31. Dez 2015, 14:39

Ich habe nun 5 Jahre meinen i-MiEV und seit Anbeginn den Ziegel im Auto. Ein Kollege hat mir so was ähnliches wie einen http://www.lufty.eu gebastelt, um das Kabel nicht einzuklemmen. Das Kabel ist dreiphasig und die 2 anderen Phasen verfügbar für Heizlüfter etc. oder auch 2 weitere EVs bei Treffen. Die Ladephase läuft über einen Zähler, der damit auch geschützt untergebracht ist. Als Stecker dient ein CEEPlus 16A, für unsere grünen VLOTTE-Säulen.
Für den Drilling ist dies praktisch, da der Typ1-Anschluß "gleich um die Ecke" beim Kofferraum ist. Beim Leaf wäre es eher unpraktisch.

Damals gab es noch kein Typ2.
Mit zunehmender Anzahl der Typ2-Ladepunkte habe ich dann einen Adapter gebaut:

Am Typ2 verwende ich einen Adapter auf CEE 16A rot, damit bleibt alles dahinter gleich.

Wenn ich mal auf ein Typ2 - Fahrzeug umsteigen werde, hat diese Lösung dann ausgedient.
Gruß aus dem Vorarlberger Rheintal,
Herbert
Bild Stromverbrauch Mitsubishi i-MiEV - seit 03.02.2011 kein eigener Verbrenner mehr!
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Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon TWIKER » Do 31. Dez 2015, 15:10

Hallo Herbert,

gute Idee mit dem "Lufty". Wem das zu aufwändig ist: Nach meiner Erfahrung lässt sich ein dreiphasiges Verlängerungskabel nicht nur bei einem TWIKE, sondern bei jedem Auto auch ohne Lufty gefahrlos an einer Gummidichtungen an Tür oder Heckklappe durchführen, so dass sich die Tür/Heckklappe noch problemlos schließen lässt. Notfalls geht immer ein Lüftungsschlitz am Fenster.

Aber zurück zum Thema: Wenn das P&C-System wirklich Zukunft haben will und zur Verbreitung der Elektromobilität beitragen möchte, dann wäre meine Empfehlung an den Verein, eine automatische, kostenlose Mitgliedschaft mit Schlüssel bereits beim Kauf eines Elektrofahrzeugs einzuführen. Die geringen Stromkosten werden ja heute schon meist vertragsgemäß vom Betreiber der jeweiligen P&C-Box getragen (ich glaube es ist so geregelt, wenn er selbst einen Schlüssel hat und auch an der Box lädt). Die Boxen stehen ja sinnvollerweise auch an solchen Stellen, wo ein Betreiber (Gastwirt, Hotelier, Skilift, etc) ein Interesse hat, damit Kunden zu locken. Damit würde sich auch das Henne-Ei-Problem lösen und endlich mal was noch Gescheiteres als die kostenlosen Tesla-Supercharger auf den Weg gebracht, weil das P&C-System dann von allen Elektrofahrern genutzt werden könnte.

So mit dieser Idee wünsche ich alle Emobilisten einen guten Rutsch ins neue Elektrozeitalter 2016 :)
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Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon TeeKay » Do 31. Dez 2015, 15:16

MarkusD hat geschrieben:
Wo ist der Widerspruch zu meiner Aussage?
Ich habe nichts dagegen, daß das System weiterentwickelt wird, nur soll es einfach bleiben.
Sobald irgendeine Art von weiterer Technik dazukommt, die mehr ist als nur die "Widerstandsschaltung", geht die Zuverlässigkeit zwangsläufig nach unten. Und das darf nicht sein.

Und damit fällt jede Art von Weiterentwicklung flach. Mit deiner Argumentation kannst du auch Fred Feuerstein Motors gründen.
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Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon Großstadtfahrer » Do 31. Dez 2015, 15:18

Ich seh schon, ihr werdet noch lange mit P+C glücklich bleiben. :lol:

Ich werde mal BMW anschreiben und fragen warum sie den keinen P+C schlüssel bei ihren Fahrzeugen beilegen und stattdessen lieber eine ChargeNow Karte beilegen für 19,95€/Monat :twisted:
Gruß
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Re: Schreiben von Park&Charge Schweiz

Beitragvon TWIKER » Do 31. Dez 2015, 15:25

@Großstadtfahrer: Spielverderber :D BMW hat daran sicher kein Interesse.

Die richtige Adresse wäre Park&Charge Deutschland:

Park + Charge e. V.
Wilhelmstr. 93
10117 Berlin
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