Rentabilität Ladesäulen

Re: Rentabilität Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 25. Dez 2015, 17:48

Aber bei BHKW-betreiber schon lange als Einspeisevergütung. Die richtet sich nach dem Baseload-Preis am EEX. Die wird auch in den nächste jahre nicht wesentlich steigen eher noch weiter sinken.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Rentabilität Ladesäulen - mit halbschneller Ladegeschwindigk

Beitragvon Kay-Pi » Mo 4. Jan 2016, 23:35

Darf ich den Fokus mal auf einen französischen Unternehmer namens Bolloré lenken und sein Projekt, bis 2019 quer über Frankreich 8.000 Ladesäulen (16.000 Ladepunkte) zu verteilen - immer höchstens 40 km weit entfernt von Monsieur Tout-le-Monde, dem frz. Herrn Jedermann. Er will dafür 150 Mio. EUR in die Hand nehmen (~ 19.000€ pro Standort) und zur Schonung der frz. Infrastuktur "Halbschnell-Lader" mit 7 kW/h Leistung installieren. Und verlangt dafür kein Steuerzahlergeld außer dem Verzicht der Geibietskörperschaften auf Konzessionabgaben. Sein Vorschlag wurde im Februar 2015 von der Regierung akzeptiert.

Wenn ich unsere Diskussion hier verfolge, rechnet sich das nie für ihn bzw. sein börsennotiertes Unternehme "Blue Solutions" (Börse Paris ISIN FR0011592104). Immerhin verfügt das Unternehmen über Erfahrung mit Ladesäulennetzen in Paris, Lyon, Bordeaux und London.
spark-ed hat geschrieben:
Tankstellen leben ja auch mit einer sehr geringen Marge am Kraftstoff, der Sprit macht bei 3/4tel des Umsatzes nur 1/3tel des Gewinns. Bedingung wird daher immer sein, Stromverkauf darf nicht die alleinige Einnahmequelle sein.
Nicht nur Spark-ed weiß wie es gehen kann, auch der Entwicklungsleiter des Unternehmens, Cédric Bolloré erklärte in einem Interview vom März 15, dass er wie Tankstellen mit Nebengeschäften Geld verdienen will und kündigt Dienstleistungen "einer neuen Generation" rund um den Stromlieferungs-Service an.
(Quelle http://www.assises-irve.com/pdf/Assises ... ollore.pdf )

Was meint ihr: Kann das funktionieren?
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Re: Rentabilität Ladesäulen

Beitragvon Alex1 » Mo 4. Jan 2016, 23:44

Klar kann das!

Bei 7 kW Ladeleistung MÜSSEN die Leute sich ja viel Ladeweile vertreiben :lol:
Herzliche Grüße
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Re: Rentabilität Ladesäulen

Beitragvon Berndte » Mo 4. Jan 2016, 23:55

7kW Ladedosen fährt doch in Zukunft keiner extra zum Laden an... da lädt man, weil man sowieso vor Ort ist.
Wenn man dann auch nur einen Cent mehr für die kWh als daheim nimmt, dann kannst die Spinnen wieder aus den Dosen pulen...
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Re: Rentabilität Ladesäulen

Beitragvon Karlsson » Di 5. Jan 2016, 00:44

@Berndte
Exakt mein Gedanke.
Aber auch bei 50kW oder in wenigen Jahren 100kW+ bei größeren Akkus ist man lang genug vor Ort, um einigen Umsatz zu machen.

An 7kW lädt man doch nur wenn man unbedingt muss oder eh dort was erledigen muss.
Selbst wenn es kostenlos ist....wer wartet denn neben dem Auto, um für 2€/h Strom mitzunehmen?
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Re: Rentabilität Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Di 5. Jan 2016, 07:06

Karlsson hat geschrieben:
An 7kW lädt man doch nur wenn man unbedingt muss oder eh dort was erledigen muss.
Selbst wenn es kostenlos ist....wer wartet denn neben dem Auto, um für 2€/h Strom mitzunehmen?

Ich habe Gestern den Auftrag von einem Hotel bekommen zwei Wallboxen als Erstausrüstung zu installieren. Da war die Diskussion auch wie der Bedarf an Ladestellen sich darstellen wird. Ich bin der Meinung, wenn die Fahrzeuge einen Akku mit einer Reichweite von ca. 400 km haben, wird der überwiegende Teil zu Hause laden. Nur bei Fernfahrten wird man Schnelllader benötigen. Daher wird man diese überwiegend an den Raststätten benötigen. Bei mehrtägige Reisen wird man an seinem Übernachtungsort laden. Daher wird der Bedarf an öffentlichen Ladestationen mit Leistungen unter 22 kW nicht sehr ausgeprägt sein.
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Re: Rentabilität Ladesäulen

Beitragvon Berndte » Di 5. Jan 2016, 08:21

Wobei man Hotels hier ja irgendwie auch wie "daheim" deklarieren kann.
Mit 1-2 11kW Boxen macht ein Hotel nichts verkehrt. Je nach Anschlussleistung und Hotelgröße dann evtl. auch mehr.
Als Sparvariante für kleine Hotels oder Pensionen einfach ein paar frei zugängliche Schukos oder meinetwegen auch CEE.

Ich suche mir schon meine Hotels aus, ob es eine Lademöglichkeit gibt.
Dieses Jahr geht's zu einer Hochzeit nach Düsseldorf, da werde ich wohl hier übernachten:
http://www.goingelectric.de/stromtankst ... e-23/3077/
oder hier:
http://www.goingelectric.de/stromtankst ... tz-5/3078/
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Re: Rentabilität Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Di 5. Jan 2016, 10:01

Berndte hat geschrieben:
Mit 1-2 11kW Boxen macht ein Hotel nichts verkehrt.

Eine wird 22 kW haben und in der nähe vom Eingang platziert um auch von Durchreisende genutzt werden zu können. Bei der anderen wird es eine 11 kW werden, die, wenn es weitere gibt, auf 3,7 kW reduziert und im Hof installiert wird und somit mehr für Übernachtungsgäste zur Verfügung steht. Beide sind vom Typ 2 mit fest angeschlossenem Kabel, denn es wird mit Sicherheit immer mal Gäste geben, die ihr Ladekabel zu Hause vergessen haben. Dem Hotelier ist klar, dass er damit direkt kein Geld verdienen wird. Er will aber ein Ökolabel bekommen. Er hat von mir schon 22 kWp PV und zwei BHKWs mit 9,4 kW bekommen. Für das Ökolabel muss man aber noch viel mehr machen als nur die Energieversorgung umweltfreundlich zu gestalten.
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Re: AW: Rentabilität Ladesäulen

Beitragvon bash_m » Di 5. Jan 2016, 10:12

ecopowerprofi hat geschrieben:
Eine wird 22 kW haben und in der nähe vom Eingang platziert um auch von Durchreisende genutzt werden zu können. Bei der anderen wird es eine 11 kW werden, die, wenn es weitere gibt, auf 3,7 kW reduziert und im Hof installiert wird und somit mehr für Übernachtungsgäste zur Verfügung steht. Beide sind vom Typ 2 mit fest angeschlossenem Kabel, denn es wird mit Sicherheit immer mal Gäste geben, die ihr Ladekabel zu Hause vergessen haben.


Schade, dann werden alle Fahrzeuge mit Typ1 ausgeschlossen sein. Er soll Typ2 Buchsen nehmen und ein Typ2 Kabel hinterm Thresen bereit halten falls mal wirklich jemand sein Kabel vergessen hat.
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Re: Rentabilität Ladesäulen - mit halbschneller Ladegeschwin

Beitragvon HubertB » Di 5. Jan 2016, 11:30

Kay-Pi hat geschrieben:
Er will dafür 150 Mio. EUR in die Hand nehmen (~ 19.000€ pro Standort) und zur Schonung der frz. Infrastuktur "Halbschnell-Lader" mit 7 kW/h Leistung installieren.


7 KW würde ich nicht als "Halbschnell" bezeichnen, eher als "Doppelschnarch" :lol:
Was bekommen denn Einphasenlader an so einem Anschluss? 1*32A oder 1*10A (bei ca. 3*10A Anschlussleistung)?
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