ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon rolandp » Sa 23. Jul 2016, 09:56

Ich finde es gut wenn wir hier die unterschiedlichsten Erfahrungen austauschen, aber wer sollte den euerer Meinung genug Manpower und Mitglieder haben das so ein Projekt möglich machen kann ?

Es ging und geht ja beim den Projektvorschlag von Günther darum das ein Anbieter der die Plattform für einen Austausch der KWh / Zeit als eine art Tauschring bereit stellt und damit nur für die Verwaltung der Mitglieder einen Beitrag erhält.

Der ÖAMTC hat die Manpower und auch die Mitglieder....und wird sich nach und nach sicher auf mehr E-Autos einstellen...

Zum Thema Service und E-Auto...ich bin mit dem E-Auto in Italien liegengeblieben...und da hat der ÖAMTC 1A geholfen.

Die Betonköpfe in Führungspositionen gib es überall und in Österreich verstärkt durch die Parteibuchlobby !
Wir sind die Kunden und machen unsere Zukunft...nicht die Anderen.

Die Kelag macht es ja gerade in Kärnten vor...wer nicht unsere rRegeln haben will, kann nicht mehr Laden...aber wir haben jeder eine Lademöglichkeit zuhause die genutzt werden sollte.
Die Freischaltung mittels Raspi oder ähnlicher Technik haben schon tolle Leute hier im Forum gelöst z.B. RolandK also was spricht dagegen ? Es gelht nur noch ein Anbieter der die Daten austauscht und das muss Jemand sein der 24h erreichbar ist und dafür einen Verwaltungsbeitrag bekommt.

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Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon ghuck » Sa 23. Jul 2016, 12:17

Etwas irritiert mich schon die negative Einstellung einiger Forumsmitglieder. Anstatt konstruktive Kritik zu üben oder noch besser eigene Vorschläge zu posten lese ich: Mit dem ÖAMTC nicht, die sind gegen uns (Elektroautofahrer) und ähnliche Kommentare.
:?: "Was wollt' ihr eigentlich?" :?:
Jammern, es gibt keine ausreichende Ladeinfrastruktur, die Tarife sind zu teuer, die Elektromobilität wird nicht (ausreichend) (von den Automobilverbänden) unterstützt und ähnliches? Geht's darum sich selbst zu bemitleiden oder was?

Man braucht nicht euphorisch an Alternativen herangehen aber etwas mehr positive Eigeninitiative hätte ich mir von Elektroautopionieren, wie wir uns ja wohl sehen, schon erwartet.
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Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon rudi » Sa 23. Jul 2016, 17:46

Hallo,

sowas ähnliches gibt es schon im http://drehstromnetz.de/

Die Grundidee des Drehstromnetzes ist die gegenseitige Bereitstellung leistungsstarker Stromanschlüsse ohne Voranmeldung. Das bedeutet dass Jeder, der einen Ladehalt nach unserem Konzept zur Verfügung stellt, die Ladehalte des Netzwerkes für seine Fahrziele nutzen kann.
Das gesamte Netz ist nicht-kommerziell, d.h. nicht auf Gewinn ausgerichtet. Wenn man an einem fremden Ladehalt lädt, so gibt man freiwillig eine kleine Geldspende die der entnommenen Strommenge entspricht. Auf diese Weise entfällt ein Abrechnungssystem. Jeder finanziert seinen eigenen Ladehalt und jeder zahlt für den Strom den er an anderer Stelle verbraucht.

Aktuell können schon ca. 500 Lademöglichkeiten genutzt werden.

Das funktioniert in der Praxis recht gut. Mit dem Drehstromnetz war es mir schon vor 2 Jahren möglich mit Renault ZOE ohne Stress über 1.000 km von der Nordsee an den Bodensee zu fahren.

Grüße Rudi
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Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon rolandp » Sa 23. Jul 2016, 18:44

Das Drehstromnetz ist 1A und auch eine gute Grundlage, aber leider gibt es dann immer noch

1. Stromschnorrer
2. Kein gegenseitiges Tauschen von KWh
3. Keine zentrale Info ob der Ladeplatz belegt ist
4. Keinen Typ 2 Anschluss
5. In Österreich so weit ich weis nicht verbreitet.
6. Keine neuen Projekte wie z.B. für Mieter ohne eigene Ladestation die sich an anderen Anlagen PV / Ladestation beteiligen könnten und damit dann KWh als Gutschrift bekommen und dann wäre ein schnelles Wachstum gebremst.


Ich kann nicht ganz verstehen, warum wir im Zeitalter von schrumpfenden Ressourcen und genug Ladesäulen bei privaten oder geschäftlichen Standorten nicht einfach eine zentrale Abrechnung mit allen Vorteilen der heutigen Informationstechnik koppeln sollten !? Das GE Ladeverzeichnis nutzen wir doch auch mehr als genug und pflegen es...

Ein zentraler Abrechnungspartner muss einfach sein, damit man auch eine vernünftige Grundlage für so einen Tauschring hat, sonst gibt es wieder Leute die quer schießen...und die müssen ja nicht dabei sein bzw. halten sich eher an die Spielregeln.

Guy hatte ja leider auch schon einige schwere Attacken von "ungemütlichen Nutzern" hier zu verkraften und hat sich Gott sei Dank für unsere und sein Wohl wieder gefangen, den sonst wäre GE nicht mehr da oder viel schlechter...


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Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon 2moose » Sa 23. Jul 2016, 19:15

ghuck hat geschrieben:
:?: "Was wollt' ihr eigentlich?" :?: .

Ich weiss nicht, was die anderen wollen ... aber was ich will, das hab ich schon: Eine Ladekarte von TheNewMotion. Damit komm ich quer durch ganz Österreich, alle 60km ein Schnelllader entlang den Autobahnen. Bei den paar mal Langstrecke im Jahr ist mir der Preis auch wurscht, die meisten werden eh mit der Bahn zurückgelegt. Aber wenn schon Langstrecke, dann nix unter 50kW Ladeleistung und nix abseits von der Durchzugsroute. Auf den kurzen Strecken in seiner Umgebung kennt man nach kurzer Zeit eh sämtliche Lademöglichkeiten ... und die sind reichlich vorhanden.

Was ich nicht will, sind auf der Bremse stehende, Verbrennerhuldigende Hersteller und Verkehrsclubs ... wie schon geschrieben wurde: Lasst Sie in Ihrer Scheinwelt in Ruhe sterben.

Hab ich das richtig verstanden, dass in Deutschland die E-Zulassungszahlen rückläufig sind und es an CHAdeMOs mangelt? Das gäbs was zu tun ...
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Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon eW4tler » Sa 23. Jul 2016, 19:50

Wieso so kompliziert über den ÖAMTC, der leider wenig Ahnung von der Elektromobiliät und Ladeinfrastruktur hat.

Wie es funktionieren kann seinen die Kollegen aus dem nördlichen DE mit den CrowdFunding-Ladeboxen. So eine Initiative könnte auch in Österreich entstehen. Die kWh wird nicht getauscht sonder gleich über einen PayPal-Spenden-Link abgerechnet.

goingelectric-crowdfunding/

die andere Alternative ist, dass man sich einen Destination-Charger von ELLA aufstellt. Die Mindestausstattung ist eine KEBA P30 von ELLA und eine Abrechnungsgebühr von 150.-€/Jahr. Da braucht man nichts Neues erfinden, ist schon alles da und funktioniert. ;) :)
ELLA_Destination_Charging.pdf
(2.48 MiB) 19-mal heruntergeladen

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Ladestrategie: an öffentlichen Ladesäulen mit Typ2 und zur Not, mit 22kW-NRGkick überall sonst!
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Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon rolandp » Sa 23. Jul 2016, 20:17

Crowfunding in D ist super das wäre ja auch ein Teil mit dem Shared Project.

150,-€ / Jahr für Ella für Denjenigen der das möchte gerne...ich will keine 150,€ / Jahr Fixkosten.

TNM als Lösung geht auch...aber das nutzt immer noch nicht der Gemeinschaft aller Ladesäuleninhaber sondern TNM.

Ich könnte mir auch Vorstellen das Goingelectric als Plattform nutzen zu können...aber Guy hat da jetzt schon eine Menge Arbeit und wer soll da den 24h Support und weitere Arbeiten erledigen ?! Es Bedraf viel Manpower um eine breite Basis zu ermöglichen...und mal so nebenbei geht da leider nichts.

Als Beispiel möchte ich da die Wohnbaugenossenschaften nach dem Krieg erwähnen, die vielen Leuten zu bezahlbarem Wohnraum verholfen haben...das wäre auch eine Möglichkeit.

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Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon 2moose » So 24. Jul 2016, 08:15

rolandp hat geschrieben:
TNM als Lösung geht auch...aber das nutzt immer noch nicht der Gemeinschaft aller Ladesäuleninhaber sondern TNM.


Ist vielleicht in Beitrag nicht deutlich genug rübergekommen:

1) Langstrecke: Da will ich CHAdeMOs direkt an der Durchzugsroute, so wie es auch mit den SuperChargern umgesetzt ist. Das gibts bereits => Da helfen mir keine ÖAMTC-Mitglieder, weil die selten an der Autobahn wohnen und noch seltener einen 50kW-oder-mehr-Anschluss (CHAdeMO gehts bereits in Richtung 150kW) haben.

2) Kurzstrecke: Da gibts es mehr als genug Ladestellen, die (noch) nix kosten ... im Umkreis von 10 Kilometer hab ich hier in der Pampa allein schon 5 von Gemeinden betriebene Ladesäulen. Dazu dutzende private Ladepunkte, die nix kosten und immer mehr betriebliche Stationen => Da helfen mir keine ÖAMTC-Mitglieder, weil es die Infrastruktur schon gibt und das Laden zumeist gratis ist.

Wobei ich nicht auf das "gratis" erpicht bin ... viel Leistung soll viel kosten, wenig Leistung kann ja - wenn es von Elektro-Geiz-Geiern nicht überstrapaziert wird - gratis bleiben. Und wenns überstrapaziert wird, kommt an die Steckdose ein Codeschloss und den Code gibts per Anruf von mir ... oder halt nicht, wenn ein Nachbar glaubt, seine Stromrechnung senken zu müssen. Hab mich selber in ein Verzeichnis mit Gratis-Tankstellen eintragen lassen ... und in den letzten drei Jahren wollte hier keiner laden. Eben weil es unzählige andere Lademöglichkeiten gibt ... jedes Haus hat ne Steckdose. Und das reicht, ein Auto steht im Schnitt >22 Stunden am Tag rum ... da sind 3,6kW mehr als genug. Ich würde bei mir zu Hause auch nie einen Ladepunkt mit 22 oder gar 43kW installieren, meine Anschlussleistung erhöhen und in absehbarer Zukunft (Smart Metering / Grids) für die Verbrauchsspitzen bezahlen. Solche Ladepunkte müssen auch nicht in den Ausläufern des Stromnetzes sitzen ... die sollen in der Nähe von Trafos bleiben, da wo das Netz drauf ausgelegt ist.

Nicht falsch verstehen ... ich bewundere jede Initiative in diese Richtung ... aber ein Verein, der auch in 10 Jahren noch seine Verbrenner-Mitglieder in dem Glauben lassen wird, dass es keinen Grund zum Umdenken geben wird, ist für mich dasselbe wie den Bock zum Gärtner machen. Der ÖAMTC in dieser Form stirbt wenn die Elektromobilität flächendeckend greift. Denn er lebt nicht von seinen Leistungen, sondern von den vielen Mitgliedern, die jährlich zahlen und KEINE Leistungen Anspruch nehmen. Von jenen, die sich voll Stolz die 10er, 20er und 30er-Jubiläumsplaketten ans Heck picken und außer dem Pickerl (das auch nicht mehr jährlich fällig ist) keine Leistungen in Anspruch nehmen. Ich war selber Mitglied ... hab mehr als einmal den Schlüssel im 2er-Golf eingeseperrt ... alleine dafür hat sich die Mitgliedschaft gerechnet. Aber auch nicht permanent ... denn es reichte ja, wenn man beim ersten Problem Mitglied wurde und nach einem Jahr wieder ausstieg. Idealerweise hat man den Schlüssel erst im Juli eingesperrt, dann kostete der Spass nur die Hälfte. Und letztes Jahr dann der Obergag: Schlüssel im Caddy eingesperrt, hinten im Laderaum eines Kastenwagens. Ich nix Mitglied, aber ein Bekannter hat den ÖAMTC gerufen und gemeint, das regeln wir schon. ÖAMTC kam ... und seufzte ... denn hinten kommt er zerstörungsfrei nicht rein. Also vorne versucht ... nach 2 Stunden war die Fahrertür offen ... doch ohne der Zentralverriegelung bringt man auch von vorne die Heckklappe nicht auf. Bin dann mit dem Auto des bekannten die 90km nach hause zum Ersatzschlüssel gefahren. Und das war nur ein popeliger 8 Jahre alter Caddy ... die kommen in immer weniger Autos rein ... egal ... verkauf ma halt Reisen ;-)

=> Allen Einsatz der Sache ... aber keine Energie in unbewegliche Apparate, bei denen vorm ersten Handgriff schon 30.000 Euro angefallen sind.

P.S. Was ich noch sagen wollte: Elektrofahrer, die fremde Gratislademöglichkeiten IN IHRER NÄHE allein des Geizes wegen nutzen, sind für mich unterste Kategorie.
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Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon rolandp » So 24. Jul 2016, 08:28

Hallo 2moose,

das mit den Schnellladern an den Fernstrecken wird sich nur durch DC Lader umsetzen lassen...das ist klar und privat wird keiner 30 000,-€ oder mehr investieren...

Das es noch kostenfreie AC Ladestationen gibt stimmt schon, aber wie in Kärnten ist das bald Vergangenheit und dann wird es bei den Preisen günstiger sein mit dem Verbrenner weitere Strecken zurück zu legen...

Es ist wir bei ebay...wenn es kaum Alternativen gibt, dann steigen die Preise...

Ich warte mal ab was der ÖAMTC aus den Vorschlägen macht, dann kann ich urteilen...vorher urteilen bringt nichts, den dann hätte es auch nie z.B. einen Tesla gegegen, den die machen immer noch Verluste und in Europa hätte das keine Bank finanziert !

Das sind halt die Unterschiede in den Sichtweisen...die einen beziehen sich auf alte Erfahrungen und projezieren das in die zukunft...die anderen sehen Chancen...

Egal was kommt, die Großkonzerne und auch der Staat wird uns E-Fahrer bei stärkerem Marktanteil zur Kasse bitten..die Frage ist wie wir das Abschöpfen etwas begrenzen können.

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Re: ÖAMTC prüft eigene Ladeinfrastruktur

Beitragvon ghuck » So 24. Jul 2016, 09:10

Natürlich gibt es derzeit in einigen Gemeinden "schon" Ladestationen - meist beim Gemeindeamt - und das auch noch! gratis.
NUR, wovon reden wir? Von heute? Oder von morgen, wenn sich vielleicht 2 Millionen Elektroautos auf der Strasse tummeln?
"Letztens war ich auf einen Kaffee auf der Laßnitzhöhe (Stmk), sitze im Gastgarten und lade derweil mein Auto. Innerhalb einer Stunde kamen drei Elektroautofahrer und waren enttäuscht, dass der einzige Ladepunkt besetzt war. Sieht so die Zukunft aus? Na dann, werden wir wohl viel Spaß beim "Ladestationen GO" - laufen (fahren bzw. stehen) mit unseren Autos (Handys) in der Gegend rum und suchen Lademöglichkeiten statt Pokemons :mrgreen:
Ich sehe es wie die "Henne und das Ei", was kommt vorher, Ladestationen oder Elektroautos? Elektroautos haben wir schon, und wer jetzt sagt," Ladestationen gibt's genug!", verkennt sie Situation.
Also bitte Lösungsvorschläge!
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