Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon Nichtraucher » Fr 31. Okt 2014, 14:09

Ich finde es übrigens völlig in Ordnung, wenn sich jemand mit irgendwas eine goldene Nase verdient.
Wenn alle Beteiligten zufrieden sind, nennt man das eine win-win-Situation.
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Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon Spürmeise » Fr 31. Okt 2014, 14:11

Nichtraucher hat geschrieben:
Wenn alle Beteiligten zufrieden sind, nennt man das eine win-win-Situation.

Wenn es so wäre - ich denke eher, die Preise dienen der Abschreckung potentieller Nutzer, so dass man sagen kann: seht, es kommt eh kein E-Autofahrer.
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Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon energieingenieur » Fr 31. Okt 2014, 14:33

Nur weil bisher der Strom noch fast überall kostenlos ist, oder größere Konzerne den kWh-Preis erstmal niedrig halten, um den Kunden zu zeigen, dass ihr System funktioniert, heißt das für mich nicht, dass ein betriebswirtschftlich sinnvoll gerechneter Preis als Wucher zu beizeichnen ist. Die Infrastruktur kostet halt einfach Geld. Wir werden uns langfristig daran gewöhnen müssen, dass der Strompreis an Ladesäulen (je nach Leistung) sich vom Preis zu Hause unterscheidet.

Das ist bei Tesla nicht anders. Die Superchargerfreischaltung kostet ja auch etwa 2.000 EUR. Bei einem Strompreis von 0,28 EUR/kWh sind das 7142 kWh Strom. Bei ca. 75 kWh/Ladung muss man erstmal 95 Ladungen durchführen, damit sich das lohnt. Anders gesagt: Alle 4 Tage am Supercharger 400km Nachladen. => Jeden Tag 100km fahren. Wer nur einmal pro Woche am Supercharger steht, braucht 4 Jahre, bis die Kosten am Supercharger unter denen zu Hause liegen. Wer nur alle 2 Wochen am Supercharger lädt 8 Jahre...

Wenn die Stadt den Strom sponsort ist es eine Subvention. Kann man machen. Habe ich nichts dagegen. Zahlen tun wir es alle am Ende ja aber sowieso. Und ich bin tendenziell eher ein Freund des "Verursacher/Nutzer trägt Kosten"-Prinzips ;-)
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Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon eDEVIL » Fr 31. Okt 2014, 15:11

Wobei die SuC so geil sind, das die Option wohl fast genau so oft gebucht werden würe, wennd er Strom dort 30 ct/kwh zusätzlich kosten würde.
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Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon kai » Fr 31. Okt 2014, 15:43

Spürmeise hat geschrieben:
kai hat geschrieben:
Schließlich möchte man verhindern das der PlugIn SUV mit 3,7kw stundenlang die Säule blockiert bzw. günstig parken möchte.

@3,7 bzw 3,0 kW. Habe ich nachgetragen. Es sind reine Zeittarife. Noch gibt es auch für <22 kW Fahrzeuge kein Verbot, öffentlich zu laden.


Wie sind denn die Tarife bei Schnelladung von 22kw ? 1/6 vom Preis ?
Und soweit ich mich erinnere war ja DC auch doppelt so teuer wie AC an der A9.

Das wäre dann doch völlig OK.

Denn mit einem 3,7kw Lader fährt ja auch keiner die A9 lang und blockiert dann 8 Stunden die Säule (z.B. e-Golf). Das ist praxisunrelevant da einen die Frau/Familie vorher killt.

Man könnte auch die Stunde 2€ nehmen fürs Parken und den Strom verschenken und ein Abrechnungssystem sparen.

Gruß

Kai
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Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon i3Prinz » Fr 31. Okt 2014, 18:06

Spürmeise hat geschrieben:
1. TNM an den A9-CCS/AC: bis zu 5,84 €/kWh@ 3,7 kW
2. Messe Nürnberg: 1,66 €/kWh (20 € für 12 kWh per Schuko@ 3,0 kW) zzgl. Parkgebühren
3. Parkhaus Aalen: 0,87 €/kWh@ 3,7 kW zzgl. Parkgebühren


Zur Messe Nbg., die habe ich ja eingetragen: Der Tarif stört mich auch, ich habe dort auch nicht geladen.
Für den i3 oder andere langsamere Lader sicher ungeeignet, aber wenn man 22kW pro Stunde ziehen kann, sieht die Rechnung schon anders aus. Also 4X22kW/h=88 kWh; 1kWh= 0,22 EUR

Soweit ich weiß, muß man keine Parkgebühren zahlen, ich war zweimal während der Messe dort. Abends gehen die Schranken hoch, also keine Parkgebühr.
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Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon Elektrolurch » Sa 1. Nov 2014, 08:16

Und wenn jetzt plötzlich so E-Spinner Pionierarbeit leisten und in Eigenregie privat finanzierte Schnellladestationen errichten, wo der kWh-Preis deutlich niedriger ist - dann, ja dann werden E-Fahrer/innen ja lieber dort und noch weniger an teuren mit Gewinnabsicht errichteten Ladestationen laden. Wie unsolidarisch! Dann muss da der Preis ja noch höher werden, damit sich das rentiert. Haben wir's nicht schon immer gewusst: E-Spinner sind E-Goisten.

Ich finde ja nach wie vor, dass Abrechnung Quark ist und dass der Strom an öffentlichen Säulen generell kostenlos sein sollte. Sponsoren, die die Ladestationen als Werbeträger nutzen, sollten sich doch finden lassen, die pflastern doch sonst auch alles zu, was größer als 1cm² ist und wo ein Mal am Tag einer für 1s draufguckt. Oder die Krankenversicherungen finanzieren das, schließlich werden bei flächendeckender E-Mobilität viel weniger Leute krank. Da sollte sich doch ein fetter Überschuss einstellen. Na ja, vielleicht nicht gleich. Erstmal muss die Krebsgeneration weggestorben sein.

Ah, wie bin ich denn heute schon wieder drauf? :roll:
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Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon Spürmeise » So 2. Nov 2014, 09:18

i3Prinz hat geschrieben:
Zur Messe Nbg., die habe ich ja eingetragen: Der Tarif stört mich auch, ich habe dort auch nicht geladen.
Für den i3 oder andere langsamere Lader sicher ungeeignet, aber wenn man 22kW pro Stunde ziehen kann, sieht die Rechnung schon anders aus. Also 4X22kW/h=88 kWh; 1kWh= 0,22 EUR.

Bei der "Mindestabnahme" von 88 kWh käme aber nur ein leer gefahrener Tesla Model S auf seine Kosten... hier ein weiterer "Erfahrungsbericht"
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Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon Spürmeise » So 2. Nov 2014, 09:33

kai hat geschrieben:
Denn mit einem 3,7kw Lader fährt ja auch keiner die A9 lang und blockiert dann 8 Stunden die Säule (z.B. e-Golf). Das ist praxisunrelevant da einen die Frau/Familie vorher killt.

Von wegen. Entlang der bergigen A9 zwischen Hof/Saale und Bayreuth gibt es keine weiteren Säulen. Falls es da mal knapp wird, dürfen auch "praxisunrelevante Fahrzeuge" in Himmelkron 1/2 Stunde nachladen und die Insassen währenddessen zum McD. Via TNM kostet das 10,80 € (für 1,85 kWh). Die Freischaltung per SMS kostet an der gleichen Säule für die gleiche Zeit 2,00 € (ist aber umständlicher). An der Preisabzocke verdient der (nebenbei zum 10fachen der tatsächlich entstandenen Kosten staatlich geförderte) Ladesäulenbetreiber anscheined nichts, wohl aber der Zwischenhändler Hubject (mKn).
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Re: Ladesäulen mit Wucherpreisen - Rangliste

Beitragvon Torwin » So 2. Nov 2014, 10:08

Alle Systeme mit der Abrechnung nach der Ladezeit sind unfair, weil sie nicht berücksichtigen, dass verschiedene Fahrzeuge unterschiedlich schnell laden. Fair wäre nur nach kW-Zähler, dass man nur das bezahlt, was man tatsächlich bekommen hat. Ich kann mir höchstens einen Aufschlag bei Schnelladern (ab 50 kW) vorstellen.
Aber eigentlich sollte in einem Staat, der angeblich an der Verbreitung von E-Mobility interessiert ist und den Kauf von E-Fahrzeugen ansonsten nicht wirklich fördert, zumindest die öffentliche Ladeinfrastruktur kostenlos sein.
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