Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon TeeKay » So 5. Jun 2016, 19:24

Entweder langfristig fahren alle wie wir Freaks oder Fahrrad. Ist mir gleich.
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Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon Rudi L. » So 5. Jun 2016, 19:36

Das sehe ich nicht so, außer Umstände erzwingen es. Solange die Wahl besteht wird man das nehmen was einem zusagt. Das wird in den meisten Fällen, nach heutigem Stand, kein BEV sein.

Dazu sind sie noch zu speziell und häufig zu teuer. Auch wenn ich mich wiederhole, da ist noch viel Luft nach oben.
Rudi L.
 

Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon iOnier » So 5. Jun 2016, 19:39

Rudi L. hat geschrieben:
Um keine halb- bis einstündige Zwangspause zu haben. Pause machen ist ok, aber das sollte nicht das Auto bestimmen.
Da ist noch viel Luft nach oben.
Um keine halb- bis einstündige Zwangspause zu haben. Pause machen ist ok, aber das sollte nicht das Auto bestimmen.

Da ist noch viel Luft nach oben.
Es kommt ja sehr auf den Anwendungszweck an. Ich z.B. bin total glücklich mit Schnarchladung über Nacht. Das Auto wird eh fast nur zum Pendeln über 22 km (einfache Strecke) benutzt. Ich bin aber auch in der glücklichen Situation, dass meine Frau, Tochter und ich

- auf dem Land leben :)

- 2 Autos brauchen :| (und da wir uns keinen Tesla leisten können fährt meine Frau noch einen Diesel).

Sprich ich muss mir keine Gedanken um eine Lösung für Langstrecken machen. Und ich habe einen Stellplatz mit Stromversorgung.
Hier in der Region bin ich damit zwar alles andere als ein Einzelfall, aber S-H ist nicht der Nabel der Welt ;-)
Sprich, mir ist klar: vielen taugt das so nicht wie mir mit meinem Drilling. Aber mit einem Zoe oder Leaf bzw. einem anderen E-Auto mit vernünftiger Lademöglichkeit an Typ 2 sieht das schon wieder anders aus. Und mit zunehmender Verbreitung von "Schwachstrom"-Ladestationen (idealerweise: an Straßenlaternen) in Wohngebieten zumal.
Gruß
Werner
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Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon Bogenfisch » So 5. Jun 2016, 20:51

Ich sehe das genau so wie iOnier. Das Schnellladen ist nur interessant für die die Viele Km in einer Strecke fahren mussen.
Ich fahre täglich 65 zur Arbeit und Zurück. also ca 32 km einfacher Fahrt. Ich lade hauptsächlich über Nacht zu Hause da ich die Zeit lieber Zuhause oder im Verein konstuktiv nutze statt irgendwo beim Schnelllader oder Schnarchlader rum sitzen zu müssen. Wenn meiner Arbeitgeber das Laden am Arbeitsplatz ermöglichen würde, könnte ich die Tagesbedarf mit einen Schuko in die 7 Stunden meines Arbeitstag erfüllen. Nach 10 Monaten i3 REX habe ich 20,5 tkm, 6 mal die CCS Ladesäule besucht, und 50 Liter Super+ verbrannt.
BMW i3 CCS REX
I001-16-07-503
37200 km // 96,5% Elektrisch seit 28.07.2015
22kW Grubentelefon
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Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon Bernd_1967 » Mo 6. Jun 2016, 06:18

Bogenfisch hat geschrieben:
Ich sehe das genau so wie iOnier. Das Schnellladen ist nur interessant für die die Viele Km in einer Strecke fahren mussen.
Ich fahre täglich 65 zur Arbeit und Zurück. also ca 32 km einfacher Fahrt. Ich lade hauptsächlich über Nacht zu Hause da ich die Zeit lieber Zuhause oder im Verein konstuktiv nutze statt irgendwo beim Schnelllader oder Schnarchlader rum sitzen zu müssen. Wenn meiner Arbeitgeber das Laden am Arbeitsplatz ermöglichen würde, könnte ich die Tagesbedarf mit einen Schuko in die 7 Stunden meines Arbeitstag erfüllen. Nach 10 Monaten i3 REX habe ich 20,5 tkm, 6 mal die CCS Ladesäule besucht, und 50 Liter Super+ verbrannt.


Bei meiner Überlegung, ob ich noch ca. 4-10 Jahre auf einen e-Golf Variant mit 300-500km Reichweite warte, oder
bald einen Passat Variant GTE kaufe, spielt es eine große Rolle, wie viel ich an fremden Ladestationen für die KWh zahlen muss.
Meist fahre ich Kurzstrecke und kann an der eigenen PV-Anlage für umgerechnet ca. 8ct/KWh laden.
Wenn ich dann unterwegs bin, wird es mit dem reinen E-Auto eher teurer als mit einem Hybrid.
Wenn ich schon für ein E-Auto oder einen Hybriden eine ganze Menge mehr Geld ausgebe - der Umwelt zu Liebe- , dann will ich aber wenigstens unterwegs günstiger sein als mit einem Verbrenner.

Eine große Motivation für Umstellung auf elektrische Antriebe ist bei uns, dass der zusätzliche Km, den wir in der Freizeit fahren, nur ca. umgerechnet 1,50€/100km kostet. Da kann man schon mal sagen, lass uns mal 'ne halbe Stunde fahren und was unternehmen (Wandern, etc.), wo man das sonst aus Umwelt- und Kostengründen gelassen hätte.

Fazit: In Zukunft verbrauchen wir statt 50% Benzin und 50% Diesel, nur noch 25% Benzin und 75% elektr. Energie / Jahr.
Golf7 Variant 2,0 TDI HS zu verkaufen, Bj 12/2015, 5J Garantie
PLZ 55471 10.000km Pacific Blue Metallic, AHK, siehe Mobile
Bald e-Golf bestellen, Passat Variant GTE ist bestellt
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Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon Michael_Ohl » Mo 6. Jun 2016, 07:14

Interessant fand ich vor ein paar Jahren mal die Aussage von einem Fraunhofer Institut, die ein Batterie mit Kohlenstoff Nanoröhrchen entwickelt hatten, die sich in weniger als drei Minuten vollständig laden und auch Entladen lässt. Leider bis jetzt nichts mehr davon gehört.
Es währe imho völlig ausreichend ein Auto in drei bis fünf Minuten vollständig zu laden, und es würde sicher auch ausreichen selbst für Tankstellen ein Geschäft daraus zu generieren.
Bei kommenden 50kWh Akkus sind das schon sportliche 1000kW Ladeleistung. Selbst einen noch für alte Menschen gut Handhabbare Stecker zu entwickelt ist für 1MW schon eine Herausforderung.
Vielleicht war das die Intention von Tesla mit dem Flexiblen Roboterarm der den Ladestecker einsteckt.


mfg
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Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon PowerTower » Mo 6. Jun 2016, 08:50

Rudi L. hat geschrieben:
Teekay, noch vor 10 Jahren wären Akkus geplatzt wenn man sie mit den heutigen hohen Strömen laden und entladen würde. Daher, es wird sich weiterentwickeln, wer weis vielleicht gibt es in nicht zu ferner Zukunft Induktionsladung in Fahrt. Der Maßstab ist der heutige Verbrenner in Punkto Handling und Leistung.

- PSA Fahrzeuge ab 1994: 150 A Ladestrom und damit mehr, als eine 50 kW Station aktuell liefern kann.
- Handling sehe ich beim Verbrenner nicht als Maßstab. Den kann ich nicht zu Hause bzw. während Standzeiten tanken.

Die billigere und bequemere Lösung ist selten die Bessere. Das gilt für alle Bereiche des Lebens (z.B. Massentierhaltung). Ich habe es schon einmal irgendwo geschrieben, eine lebenswerte Welt muss man sich schon leisten wollen. Und als Stadtbewohner kann ich nur sagen, dass Verbrenner die Lebensqualität garantiert nicht verbessern.
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Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon AbRiNgOi » Mo 6. Jun 2016, 09:41

Wir müssen aufpassen das für uns Erträgliche von der Eingangsfrage zu unterscheiden. Da war die Frage zum Ladeleistung-Äquivalent.
Ich würde bei der Berechnung nicht die Leistung des Benzin pro Minute Rechnen, sondern die Reichweite die ich pro Minute auftanke. Auch würde ich nicht mit einem Ferrari rechnen, weil der kommt mit dem Benzin einfach nicht weit genug.
Also ein vergleichbares Fahrzeug hat so in etwa 6l Verbrauch auf 100km. Der Tank ist 60l groß und damit komme ich Best-case 1000km. Eine gute Tankstelle kann diese 60l in einer Minute einfüllen. Sehr Großzügig gerechnet haben wir also: 1000/km Reichweite pro Minute.
Jetzt rechnen wir das ungeachtet der technischen Möglichkeiten auf den Elektroantrieb zurück, da benötigen wir bei einem Verbrauch von 14kWh/100km eine 140kWh Batterie und um diese in einer Minute voll zu kriegen eine Ladeleistung von 8,4MW.

Das sehe ich auch in der fernen Zukunft nicht.

Was wäre real und was erträglich? Ich habe folgende Zahlen schon vor zwei Jahren ausgesprochemn, und dstehe noch immer dazu, auch wenn diese heute fast schon real klingen:
Ladeleistung 400kW
Batteriegröße 100kWh für eine Reichweite von ca. 700km
Das ergibt eine C4 LAdung, welche ich in Zukunft realistisch sehe, also sind wir in 15Minuten fertig.

Die 100kWh Batterie ist schon Realität, die 350kW Ladeleistung wird gerade angedacht. Man sieht, mein Traum wird Wirklichkeit... :) Aber ein Ladeleistung-Äquivalent? ne, das sehe ich nicht. Wozu auch, ich muss ja fast nie extern Laden, mache ich alles zu Hause in Ruhe.
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Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon AndiH » Mo 6. Jun 2016, 10:29

Sehe ich auch so, das laden (tanken) früher mit Umweg fahren und Unterbrechung der Fahrt z.B. zur Arbeit war verschwendete Lebenszeit zum umfüllen schädlicher Flüssigkeiten an einem ungemütlichen Ort. Heute stelle ich das Fahrzeug am Zielort ab und hänge das Kabel dran. Wenn ich weiterfahren will ist der Akku wieder voll. Das "Laden" unterwegs war früher schon nur eine Notlösung aber leider nicht vermeidbar, heute ist es eine Notlösung wenn es sich nicht vermeiden lässt und mit steigender Akku Größe werden die Notlösungen weniger. Deshalb ist es meiner Meinung nach ein Äpfel-Birnen Vergleich wenn man Tankstellen mit Ladestationen vergleicht.

Gruß

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Re: Ladeleistung-Äquivalent zu Kraftstoff-Tankstellen

Beitragvon Rudi L. » Mo 6. Jun 2016, 11:43

Naja, solange ich mit einer Reichweite von 300-400km zurechtkomme ist das kein Problem. Fakt ist, eine Fahrt im Elektroauto (Tesla) über 800km dauert mit selbigem locker eine Stunde länger. Das nimmt nicht jeder in Kauf, wir schon, es sollen aber auch andere überzeugt werden umzusteigen. Das geht nur wenn die Ladeleistung und die Kapazität steigen.
Rudi L.
 

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