Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Re: Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Beitragvon ev4all » Mi 27. Jul 2016, 10:58

Wie lange muss in Deutschland noch zu diesem Thema geforscht werden? Die Fragen sind so einfach zu beantworten. Werft einfach mal einen Blick in die Nachbarländer, in denen die Ladeinfrastruktur schon funktioniert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man z.B. in Holland problemlos elektrisch durch's Land kommt. Freischaltung und Abrechnung überall per TNM oder Fastned.

Die Fastned Stationen sind DAS Beispiel für einen perfekten Autobahnlader: Überdacht, PV-unterstützt, redundant, Qualitätslader, multi-Standard, funktionsfähig, 24 Std-Hotline, separate Ladezone auf Höhe der Tankstelle und nicht des Restaurants, videoüberwacht, Free WiFi für Kunden, faire kWh-Tarife.

Von anderen Ländern habe ich nur gelesen und gehört. Dazu fallen mir ein Dänemark, Norwegen, Österreich, England. Es ist überall besser als hier, wo man es nur unnötig unendlich erforscht, kompliziert macht und reguliert.
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Beitragvon harlem24 » Mi 27. Jul 2016, 11:02

Hi,

ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass es einen signifikanten Unterschied gibt, ob man einen 1- oder 3-Phasenlader einbaut.
Die zwei Kabel mehr werden den Braten nicht fett machen...
Und bei 11kW im Gegensatz zu 6,6 oder 7,4 wird auch das Ladegerät nicht viel mehr Aufwand bedeuten.
Bei 22kW und mehr okay, bei 11 eher nicht.
Von daher spricht aus meiner Sicht nichts gegen einen vernünftigen AC-Lader in jedem Auto.
Und jetzt komm bitte nicht mit dem DC-Argument, in den kommenden 10 Jahren wird es keinen DC-Lader geben, der preislich in der Nähe eine CEE-Dose kommt...
Gruß

CHris

Wenn Ihr Euch für Fotografie interessiert, schaut doch mal im http://forum.digitalfotonetz.de vorbei.
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Re: Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Beitragvon mweisEl » Mi 27. Jul 2016, 11:18

MaVo75 hat geschrieben:
Aber dieses Feedback hier im Forum in diesem Thread wollen wir natürlich nicht ungenutzt lassen und zu den Erkenntnissen aus den Fokusgruppen sowie der Online Umfrage, die bald dazu erscheint noch als 3. Informationsquelle berücksichtigen.

Dabei bitte berücksichtigen, dass dieses Forum eigentlich "Renault das ein und alles" heißen müsste und ungeeignete Meinungen in sämtlichen Unterforen standardmäßig niedergebrüllt werden (Diktatur des Proletariats).
1 smart fortwo electric drive, 3 Fahrräder und seit 25 Jahren verbrennerfrei. Uneinsichtiger Ladesäulennutzer!
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Re: Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Beitragvon rolandk » Mi 27. Jul 2016, 11:22

ev4all hat geschrieben:
Wie lange muss in Deutschland noch zu diesem Thema geforscht werden? Die Fragen sind so einfach zu beantworten. Werft einfach mal einen Blick in die Nachbarländer, in denen die Ladeinfrastruktur schon funktioniert.


+1

MaVo75 hat geschrieben:
So einfach wie Du das darstellst scheint es wohl nicht zu sein, denn sonst wäre die Ladeinfrastruktur wohl schon so, wie es sich jeder klar denkenden Mensch vorstellt.


Doch, es ist so einfach. Nur leider gibt es da bestimmte Partikularinteressen, die das anders sehen. U.a. weil sie alles daran setzen, die E-Mobilität nach allen Möglichkeiten auszubremsen. Mal 'ne Frage: Fährst Du selbst schon elektrisch? Wenn nicht, unbedingt nachholen. Wenn elektrisch unterwegs wären viele Fragen schon beantwortet. Und wenn man sich die erste Antwort hier im Thread anschaut und sich die in anderen Ländern aufgebaute Infrastruktur dazu, wird man sehen, das es praktisch deckungsgleich ist.

Ganz davon ab gibt es bereits jede Menge Ladesäulenhersteller, die ganz hervoragende Produkte auf dem Markt haben.

Und das es möglichst viele Lademöglichkeiten geben sollte, sagt einem der gesunde Menschenverstand.


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Re: Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Beitragvon Poolcrack » Mi 27. Jul 2016, 11:27

AndiH hat geschrieben:
Wünsche für die Autohersteller bitte auch dort plazieren, das hat nichts mit Ladeinfrastruktur zu tun. Außerdem ist ein 3-Phasen Lader schön als Option, aber bitte nicht als Preistreiber in der Grundausstattung. Das größte Problem der E-Autos ist der Preis, nicht die Technik. Für viel Geld erhält man heute schon (fast) alles im E-Auto Markt, für wenig Geld leider gar nichts.

Der Threadersteller hat aber folgendes geschrieben
"Wir wollen das Wissen, die Erfahrungen und die Anforderungen von erfahrenen Elektromobilisten nutzen und dieses direkt an die relevanten Stellen wie Energieversorger, Ladeinfrastrukturbetreiber, Kommunen, Autohersteller, aber auch die Bundesministerien kommunizieren, damit die öffentliche Ladeinfrastruktur bedarfsgerechter und benutzerorietierter wird."

Das halte ich für eine sehr gute Idee, denn auch die Hersteller sollen Autos produzieren, die zur (kommenden) Ladeinfrastruktur passen. Es gibt zwar Standardisierungsbestrebungen, aber die gehen zu langsam. Wieso werden z.B. in D immer noch neue Autos mit Typ1-Buchse verkauft? Das ist unnötig und in Europa eine veraltete Technologie. Batterien >=60 kWh bekommt man damit in einer Nacht nicht mehr voll, denn nicht jeder darf mit mehr als 20A Schieflast daheim laden. Siehe auch in den AGBs von RWE, die lassen an ihren öffentlichen Ladesäulen auch keine Schieflast mit >20A mehr zu.

Und zum Preis: Siehe Preisliste neuer i3. Schnellladeoption (CCS+"Doppellader" 7,4 kW statt 3,7 kW) = 990€. Aber wenn man die größere Batterie (+50%) für gerade mal 1200€ wählt, dann ist auch ein 11 kW statt 7,4 kW Lader mit dabei. Also entweder verschenkt hier BMW die größere Batterie oder den 3-Phasen-Lader mit der geänderten Verkabelung und anderem Fahrzeug-Inlet. Ich vermute eher Letzteres. Kann also in Serie nicht so teuer sein.
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Re: Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Beitragvon Gigafarad » Mi 27. Jul 2016, 11:40

Was habt ihr denn alle? Ich finde die Idee grundsätzlich gut, sofern das Ergebnis der Diskussion auch an die Verantwortlichen weitergeleitet wird. Wie man aus den obigen Forenbeiträgen festgestellt hat, sind wir in D, trotz einiger gut ausgebauter Inseln, mit der Elektromobilität nach wie vor Neuland. Und sowohl bei den Auto- als auch den Ladeinfrastrukturanbietern scheint so etwas wie der Kundenwille weitgehend unbekannt zu sein. Beispiele wurden ja teils schon genannt.

  • Autos die keine brauchbare Drehstrom-Lademöglichkeit haben (nach wie vor nur Tesla, Renault und Daimler). "Use-Case": Leute die heimkommen und vielleicht abends nochmal wegwollen und nicht die nächsten 16h zum laden Zeit haben.
  • Insellösungen beim Laden. Während TNM z.B. deutschlandweit schon ziemlich gut geht, braucht man im Extraweißwurstland ganz eigene Ladekarten.
  • Verlässlichkeit der Ladesäulen, da sieht es nach wie vor ganz ganz übel aus...
  • etc.

Klar, wer nicht in der Nähe eines Diskussionsortes wohnt, wird wohl nicht kommen, aber ich komm gern. Allein schon zum Fachsimpeln.

Grüßle aus'm Ländle,
Roland
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Re: Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Beitragvon rolandk » Mi 27. Jul 2016, 12:01

Gigafarad hat geschrieben:
Was habt ihr denn alle? Ich finde die Idee grundsätzlich gut, sofern das Ergebnis der Diskussion auch an die Verantwortlichen weitergeleitet wird.


Natürlich ist es gut über die Dinge zu reden. Nur: es gibt keinen Grund, denn alles, was es zu sagen gibt, wurde bereits gesagt, nur von jeweils anderen Leuen. D.h. statt endlich mal etwas zu tun, wird Zeit und vor allem Geld für sinnlose "Forschungen" ausgegeben.

Wer wissen will, was wichtig ist, soll zu einem der zahlreichen Treffen gehen, wo man die E-Fahrer trifft. Und vor allem selbst in dem Bereich tätig werden: z.B. elektrisch fahren. Die meisten dieser "Forschenden" tun das nicht bzw. nur in homöopatischen Mengen (bloss nicht runter vom Campus, ich komme ja nicht zurück).

In Zarpen hat sich tatsächlich jemand die Mühe gemacht und hat dort eine Umfrage gemacht in dem einzelne Personen zum Interview herangezogen wurde. Übrigens mit einem ähnlichen Thema.

Gruß
Roland
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Re: Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Beitragvon AndiH » Mi 27. Jul 2016, 12:47

Poolcrack hat geschrieben:
Und zum Preis: Siehe Preisliste neuer i3. Schnellladeoption (CCS+"Doppellader" 7,4 kW statt 3,7 kW) = 990€. Aber wenn man die größere Batterie (+50%) für gerade mal 1200€ wählt, dann ist auch ein 11 kW statt 7,4 kW Lader mit dabei. Also entweder verschenkt hier BMW die größere Batterie oder den 3-Phasen-Lader mit der geänderten Verkabelung und anderem Fahrzeug-Inlet. Ich vermute eher Letzteres. Kann also in Serie nicht so teuer sein.


Es ist schön wenn für dich BMW "Standard" ist, es gibt aber Leute die kaufen genau dort nicht weil Sie einfach von A nach B wollen. Für diese Leute sind auch 1000 Euro Mehrpreis ein Ausschlusskriterium, da Sie sich eh kein Auto für >30K kaufen wollen. Mit der gleichen Argumentation könnte man auch ein Pflicht-Sonnedach fordern, kostet ja auch nicht die Welt. Wenn ich keinen 3-Phasenlader brauche, will ich den auch nicht bezahlen und wenn dieser Lader bei einphasigen laden dann auch noch Nachteile bei Effizienz oder sonstwas hat will ich den nichtmal geschenkt. Deshalb großer AC Lader als Option auf jeden Fall, als Pflichausstattung ist das aber ein Schuss ins Knie.

Gruß

Andi
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Re: Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Beitragvon mlie » Mi 27. Jul 2016, 13:38

Wenn du keinen 22kW Onboardlader brauchst, dann nutze ihn eben wie die anderen Übernachtlader in Deutschland nur mit dem Ziegel. Alle anderen freuen sich über das richtige Ladegerät für effektiv vielleicht 200€ Aufpreis durch Massenfertigung, wenn die wirklich defaultmässig in JEDEM Auto eingebaut sind. Das kann doch für Nissan, BMW, VW und alle anderen nicht so dermassen schwer sein.
Es soll ja mal vorkommen, dass man auch im Winter mit dem Auto mal weiter fahren möchte, und DC-Lademöglichkeiten sollte man bis 2019 rum erstmal als nicht existent/defaultmässig nicht funktionsfähig deklarieren, bis die ganzen Nonamefirmen pleite sind und flächendeckend ABB-Säulen stehen und ggf. TNM-Roaming verbaut wird.

Im Winter kommt man hier in der Region nicht mal nach Celle hin und zurück, sondern muss zwischen-laden im Parkhaus. Wenn man also nur kurz bei Obi was kaufen möchte, dann doch so sinnvoll mit 11-22kW AC, dann ist das Auto nach dem bezahlen wieder voll genug für die Rückfahrt. Mit 3,7 kW wird das nix. Über Nacht lädt das dann natürlich nur mit 4kW.

Und genau diese Probleme (das beträfe alleine hier im nördlichen Landkreis 60.000 Leute) löst man nur durch Default 22 kW onboard. Ist zwar dann traurig für dein Einzelschicksal eines 200€ höheren Kaufpreises, aber der Großteil der Leute erwartet eben brauchbare Ladeleistung. Und ich habe mit sehr, sehr vielen Leuten gesprochen...

Die Leute, die nur 3,7kW Ladegeräte brauchen, haben in aller Regel noch ein Zweitfahrzeug oder brauchen für 10.000km im Jahr eigentlich gar kein Auto, insofern ist die Diskussion müssig und sollte nicht die Leute behindern, die ihr Auto auch tatsächlich benutzen. Ansonsten könnte man ja aufpreispflichtig statt des 22er Laders einen 3,7er anbieten, das wäre auch auch OK. Hauptsache, wir bekommen langsam mal Stückzahlen ran!
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Ladeinfrastruktur aus Kundensicht - Teilnehmer gesucht!

Beitragvon AndiH » Mi 27. Jul 2016, 14:04

Das Problem beim AC Lader sind nicht die Stückzahlen, sonst müssten die einphasigen so teuer sein wie die dreiphasigen da sämtliche E-Auto Lader nur in geringen Stückzahlen gefertigt werden. Der reale Aufpreis dürfte bei großen Stückzahlen eher im Bereich 500 bis 1000 Euro liegen und das sind im Kleinwagen Bereich unter Umständen 10% des Fahrzeugpreises. Die Kosten die man selbst nicht tragen will auf die anderen abzuwälzen ist natürlich billiger. Wer einen tollen AC Lader haben will soll das haben, aber nicht die anderen dafür zahlen lassen die unter AC Lader Schuko verstehen und auch nicht mehr benötigen.
Ich verlage auch nicht Alu Felgen und Breitreifen als Serienausstattung damit es für mich billiger wird.

Gruß

Andi
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