Infrastruktur-Förderung ohne deutsche Hersteller?

Infrastruktur-Förderung ohne deutsche Hersteller?

Beitragvon graefe » Sa 21. Mai 2016, 09:39

Wenn der Bund weitere 300 Mio. € für Ladesäulen ausgeben will, welche deutschen Hersteller werden davon profitieren? Ich sehe da nur noch Mennekes im AC-Bereich. Der DC-Bereich scheint ja fest in der Hand ausländischer Hersteller wie Efacec und ABB zu sein.
Wo sind denn eigentlich die deutschen Hersteller wie Siemens und Bosch? Es kann doch nicht sein, dass die sich dieses Zukunftsgeschäft völlig entgehen lassen. Und das techn. Know-How für so eine Ladesäule ist doch sicherlich da.

Graefe
BMW i3 (94Ah), Smart (451) ED Cabrio mit 22kW-Bordlader
kein Model 3 reserviert
Benutzeravatar
graefe
 
Beiträge: 1984
Registriert: Sa 19. Jul 2014, 08:01

Anzeige

Re: Infrastruktur-Förderung ohne deutsche Hersteller?

Beitragvon Berndte » Sa 21. Mai 2016, 12:38

Als deutscher Hersteller fällt mir noch EBG ein.
Die könnten auch den ein oder anderen Förder- und Forschungseuro gut gebrauchen ;)
Aktuell: Verkauf 11kW Ladebox

Sep 2014: Renault Zoe
Nov 2014: Eigene 43kW Ladesäule
Okt 2015: 2x 43kW und 1x 14kW am Arbeitsplatz
Dez 2015: Kangoo Maxi
Mär 2016: Reservierung Tesla Modell = mit Nummer 11 in Hamburg
Benutzeravatar
Berndte
 
Beiträge: 4976
Registriert: Sa 30. Aug 2014, 18:46
Wohnort: Oyten (bei Bremen)

Re: Infrastruktur-Förderung ohne deutsche Hersteller?

Beitragvon TeeKay » Sa 21. Mai 2016, 15:55

Siemens hatte 2011 mal mit Chademos experimentiert. Die Norweger, die die kauften, waren wohl nicht so zufrieden. Irgendwann hat dann ein Controller bei Siemens mal die Ein- und Ausgaben der Säulensparte verglichen und entschieden, dass man das Geschäft aufgeben sollte.
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
Benutzeravatar
TeeKay
 
Beiträge: 10255
Registriert: Di 15. Okt 2013, 10:40
Wohnort: Berlin und Frankfurt

Re: Infrastruktur-Förderung ohne deutsche Hersteller?

Beitragvon bm3 » Sa 21. Mai 2016, 16:32

ABB, da steht wenigstens ab und zu noch "Made in Germany" drauf. Scheinbar haben die auch noch Produktion in Deutschland. editiert: laut ABB 20 Produktionsstätten in D. . Die Walther-Werke sind jetzt im Geschäft mit der ECOLECTRA-660 , immerhin hat die 21kW Ladeleistung. Manche hier ( ich nicht) werden wohl die Nase rümpfen über "nur" 21kW, das scheint aber ein solides Gerätchen zu sein.Oder kommt das am Ende komplett von einem anderen Zulieferer ?
Benutzeravatar
bm3
 
Beiträge: 4760
Registriert: Di 10. Apr 2012, 22:06

Re: Infrastruktur-Förderung ohne deutsche Hersteller?

Beitragvon PowerTower » Sa 21. Mai 2016, 17:44

Neben EBG und Walther gibt es auch noch Hartmann. Da steht aber bisher wohl erst eine einsame 20 kW Version an einer Hochschule. Von der Walther Säule sind immerhin schon drei Stück im öffentlichen Einsatz. ;) Daran können sogar bei entsprechender Anschlussleistung drei Fahrzeuge gleichzeitig laden (DC, Typ2 und Schuko).

Tatsächlich förderfähig im Sinne von Schnellladeinfrastruktur sind aber nur die EBG Säulen, die Allego einsetzt. Dort fehlt es aber noch etwas an der nötigen Zuverlässigkeit.
Think PIV4 von 10/2012 bis 12/2015
-> Umbau auf Lithium: Batterie Upgrade - ein Praxisbericht
-> Strom@home, nun endlich mit Ladestation am Mehrfamilienhaus
Gekauft! Ab 08/2016 unterwegs mit einem VW e-up!
Benutzeravatar
PowerTower
 
Beiträge: 3253
Registriert: So 27. Jan 2013, 22:52
Wohnort: Radebeul


Zurück zu Öffentliche Lade-Infrastruktur

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste