Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon Robi » Mo 25. Jul 2016, 08:57

Wieso das den nicht. Sind doch nur 130 km von Hamburg nach Dille. Wenn AC Ladung nicht geht lädt man eine Stunde am Typ 2 Lader in Buchholz. Dann paßt das schon.

Gruß Dirk
Zoe 12/2013 - 04/2016, Twizy ab 01/2015, Leaf ab 04/2016, 10 KWP Solar Anlage ab 11/2013, Stromtankstelle 43 KW Typ 2, Ladepunkt mit CEE rot 22 KW und Schuko, 24 Std. zugänglich. Mittlerweile 11 Länder elektrisch bereist :D
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Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon rolandk » Mo 25. Jul 2016, 09:05

CompuMedic hat geschrieben:
Wenn wir keinen Druck aufbauen, passiert nix.


Das leidige Problem ist, das man die Aufgaben gerne an Andere deligiert, statt selber etwas zu machen.

Warum sollen Tank & Rast oder die Autohöfe das machen? Lasse sie in ihrer Wohlgefälligkeit pleite gehen, wenn sie nichts machen wollen, und versuche, Andere zu animieren. Wir haben doch die Möglichkeit. Tankstellen aufbauen mit Ölabscheider etc. ist ein Riesenaufwand.

Aber eine CEE-Dose beim Restaurant, Einzelhändler oder Hotel anzudübeln 'ne Kleinigkeit. Das größte Problem da ist, die Leute davon zu überzeugen.

Und was die Fahrzeuge betrifft ist es natürlich problematisch, wenn die nicht wenigstens mit 22kW AC laden können. Aber eben nur problematisch, nicht unmöglich.

Ja, der "normale" Fahrer würde im Leben das Fahrzeug selber nicht pimpen. Aber ich lackiere/foliere meinen Wagen ja auch nicht selbst.

Wichtig ist: man muß es wollen. Und natürlich wird das Eine oder Andere nicht gehen. Dann muß man nach Alternativen suchen. Aber es ist eben nicht unmöglich.

Und wenn die Hersteller, die Kommunen etc. es nicht machen (wollen)... who cares? Dann muß man halt selber Hand anlegen. Das es geht, wurde hier schon an vielen Beispielen gezeigt. Das es das nicht für lau gibt, sollte auch klar sein, aber es ist nicht unmöglich.

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Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon Andrea Müller » Mo 25. Jul 2016, 10:05

Das in Brinkum ist uns im Juni zur Wave Trophy auch schon aufgefallen. In Dille das selbe Spiel. Die FA. VENIOX scheint das aber nicht zu interessieren. Das ist echt schwach.
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Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon CompuMedic » Mi 27. Jul 2016, 06:56

Rolandk, es ist ein nette Idee, dass man selbst aktiv wird, eigene Schnellladeinfrastruktur zu schaffen. Jedoch glaube ich eher, dass es eine Verantwortung an einer zentralen Stelle bedarf, wenn nicht sogar eine BEHÖRDE die, diese Dinge regeln muss. Eine Tankstelleninfrastruktur muss auch niemand suchen.

Es muss eine 24h-Stunden-Erreichbarkeit geben, die schnell eine Störung aufnimmt, eingrenzt innerhalb von 1 Stunde vor Ort diese prüfen und ggf. beseitigen kann. Wer defekte Ladeinfrastruktur nicht instandsetzt muss Sanktionen fürchten.

Vor allem ist doch die Frage, warum man das Rad neu erfinden muss.
Ich bin etwas enttäuscht von dem was sich gerade im Norden abspielt.
Wenn es kein Markt ist, dann wird man offenbar auch nicht aktiver werden.
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Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon mlie » Mi 27. Jul 2016, 07:43

Warum wird immer nach dem Staat gerufen? Der hat momentan andere Probleme und Aufgaben. Wieviele staatlich betriebene Fossiltankstellen kennst du?

Und wenn der Staat sich da erstmal einmischt, dauert es entweder unheimlich lange oder es kommt nix gescheites bei raus. Oder beides. Und bei der europaweiten Ausschreibung kommt dann eh der billigste Noname Krempel ohne gesicherte Funktion zum Einsatz, siehe Allego oder auch direkt Dille...
Also nicht rumjammern, sondern einfach selbst machen. Oder eben noch 20 Jahre auf den Staat warten.
Wenn sich die Ladeinfrastruktur aktuell nicht lohnt, dann ist das traurig, aber wird sich wohl ändern. Auch bei RWE gibt es wohl Mitarbeiter, die bezahlt werden wollen. Wenn sich Projekte nicht lohnen, wird da eben nix weiter investiert. Auch ein großer Konzern verfügt nicht unbedingt über unbegrenzte Resourcen, alleine weil die Hälfte ja schon für die Selbstverwaltung drauf geht.

Wichtig wäre erstmal, Druck zu machen, dass die Fahrzeughersteller sich gefälligst an Europa anpassen. Sprich Drehstromlader 22kW ins Fahrzeug und die CCS Pinöpel für 100kW mit eingebaut. Das würde schon viele Probleme reduzieren.
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Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon CompuMedic » Mi 27. Jul 2016, 08:00

Also ich glaube es ist ein Trugschluss zu glauben dass sich weltweit operierende Fahrzeughersteller einem europäischen Standard unterwerfen, wenn ihr Markt doch weltweit agiert. Natürlich ist es nicht sinnvoll wenn der Staat eigene Tankstellen betreibt oder eigene Ladestationen. Das war auch überhaupt nicht gemeint. Es soll vielmehr eine staatlich regulierte Stelle geben die dafür Sorge trägt dass gewisse Auflagen gelten wenn eine Ladeinfrastruktur betrieben wird. Ich kenne die Ladesäulen Verordnung nicht, aber ich denke das genau dass der Zweck sein soll sicherzustellen dass Ladeinfrastruktur langfristig funktioniert und kurzfristig entstört werden kann. Warum sollte man das Rad neu erfinden während es eine leistungsfähige flächendeckende Ladeinfrastruktur beispielsweise Tesla supercharger bereits weltweit gibt. Das Angebot an alle Fahrzeughersteller sich dieser Infrastruktur anzuschließen ist bereits erfolgt und wurde durch die Hersteller abgelehnt. Da kann nun wirklich niemand mehr behaupten dass man es nicht versucht hätte.
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Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon rolandk » Mi 27. Jul 2016, 08:19

CompuMedic hat geschrieben:
Also ich glaube es ist ein Trugschluss zu glauben dass sich weltweit operierende Fahrzeughersteller einem europäischen Standard unterwerfen, wenn ihr Markt doch weltweit agiert.


Die Fahrzeughersteller wollen doch gar nicht. Und das zeigen sie uns auch. Genau da hat der Staat doch auch "reguliert".
Gleiches gilt doch für Ladesäulen. Es würde kaum öffentliche Ladesäulen geben, wenn es nicht über irgend welche Förderprogramme gelaufen wäre. Und eins sollte man nicht vergessen, die Automobilkonzerne sind recht kreativ, wenn es darum geht Geld abzugreifen (sei es vom Staat oder vom Verbraucher): dort wird sicher einiges getan um den Goldesel (=Verbrenner) möglichst lange am Leben zu erhalten. Und da kann es natürlich nicht gut sein, das E-Auto zu unterstützen. Das hat GM mit dem EV1 auch schon vor Jahren festgestellt. Da hat sich bis heute nichts geändert.
Also muß das Geld der Förderprogramme möglichst ineffizient verbrannt werden mit dem Ergebnis, das das Alles nichts bringt. Weiterer Vorteil: wir müssen weiter forschen. Das kann man dann bis zum Sankt Nimmerleinstag fortführen.
Das es bereits seit Jahren eine Norm gibt die damals von Mennekes ausgegeben und die von Tesla sogar umgesetzt wurde, konnte man bei der Gelegenheit auch gleich konterkarieren mit dem CCS-Stecker.

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Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon mlie » Mi 27. Jul 2016, 08:53

CompuMedic hat geschrieben:
Also ich glaube es ist ein Trugschluss zu glauben dass sich weltweit operierende Fahrzeughersteller einem europäischen Standard unterwerfen, wenn ihr Markt doch weltweit agiert.


Wieso? Der Markt passt sich nicht an die Hersteller an.
Abgesehen davon ist bei nicht-EU Fahrzeugen die Beleuchtung, die Anleitung und manches Andere anders bzw angepasst - warum sollte das bei einem simplen Ladestecker nicht klappen. Dein Eierphone hat ja auch keinen amerikanischen Stecker am Ladegerät und der DVD-Player kommt auch nicht mit japanischem Stecker daher.

In Zweifelsfällen wird eben in die EU-Zulassungsvoraussetzungen geschrieben, dass Fahrzeugseitig mindestens eine Typ2 Buchse sein muss, dann kann der Hersteller frei wählen, ob er in Europa mitspielen möchte oder sich lieber auf Entwicklungsländer mit einphasigem Stromnetz konzentriert. Eigentlich ganz einfach.

Während man sich bei Chademo vs CCS (derzeit ist CCS absoluter Quatsch, DC-MID (Tesla) macht ja derzeit dasselbe) noch auf Diskussionen oder Tripellader einlassen kann, muss dieser unsägliche Typ1 Stecker dringend weg. Sogar Renault hat dem Kangoo Typ2 verpasst.
Langfristig muss jedes Fahrzeug AC22/CCS150kW bekommen, dann hat man eine standardisierte Schnittstelle für Ladesäulen, die man in Stückzahlen fertigen kann, und DANN kann man auch Geld mit Ladepunkten auf Fernstrecken verdienen. Der Rest kommt dann von ganz alleine.
Oder meinetwegen AC22/Chademo, aber selbst der dümmste Hersteller kommt irgendwann darauf, dass es günstiger ist, nur eine Buchse montieren und verdrahten zu müssen. Das ist ja der Hauptvorteil (wenn nicht gar der einzige signifikante) von CCS.
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Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon bernd71 » Mi 27. Jul 2016, 10:51

mlie hat geschrieben:
CompuMedic hat geschrieben:
Während man sich bei Chademo vs CCS (derzeit ist CCS absoluter Quatsch, DC-MID (Tesla) macht ja derzeit dasselbe)


CCS ist derzeit kein Quatsch, da DC-Mid ein absehbares Limit hat sollte man gleich mit der zukunftssicheren Variante anfangen. Dann braucht man für die dann bereits existierenden DC-Mid Autos keinen zusätzlichen Stecker oder Adapter.
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Re: Gestrandet an 3 defekten Schnellladesäulen A1 HH -HB

Beitragvon rolandk » Mi 27. Jul 2016, 11:02

bernd71 hat geschrieben:
mlie hat geschrieben:
CompuMedic hat geschrieben:
Während man sich bei Chademo vs CCS (derzeit ist CCS absoluter Quatsch, DC-MID (Tesla) macht ja derzeit dasselbe)


CCS ist derzeit kein Quatsch, da DC-Mid ein absehbares Limit hat sollte man gleich mit der zukunftssicheren Variante anfangen. Dann braucht man für die dann bereits existierenden DC-Mid Autos keinen zusätzlichen Stecker oder Adapter.
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es ist doch jetzt schon anscheinend zu kompliziert 2 x 50kW DC und einmal 43kW AC an einem Triple-Lader gleichzeitig anzubieten. Derzeit ist CCS Quatsch. Sinnvoller wäre für solche Anwendungsfälle, wenn es denn überhaupt soweit kommt, Alternativen zu entwickeln.

Ich orakel mal: Sobald tatsächlich mit mehr als 150kW geladen wird, wird ein neuer Stecker auf dem Markt kommen, weil man festgestellt hat, das der Großteil des CCS-Steckers zu unhandlich ist und das man die drei Kontakte an anderer Stelle viel kompakter unterbringen kann (z.B. wie beim CCS Typ1 Stecker in den USA).

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