Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon kai » Mi 15. Jun 2016, 23:02

Moin Leute,

ich möchte eine Ladesäule von TNM in meiner Gemeinde bereitstellen.
Es soll die ICU eve mit Lastmanagement und 2 Ports werden.

Sie soll auf Gemeindeboden am Bauhof bzw. Feuerwehr aufgestellt werden (Pfahl)
Die ICI eve nutzt den Hausanschluss des Bauhofes mit und soll 22kw Anschlussleistung bekommen.
Also wenn nur ein Auto lädt: 22kw
Wenn ein zweites kommt: 2 x 11kw

Der Bauhof hat laut SH-Netz AG 44 kw Anschlusswert, und laut SH-Netz AG stellen die 22kw kein Thema als Verbraucher dar.
Der Bauhof hat noch eine PV Anlage, die ebenfalls der Gemeinde gehört. Wir überlegen die PV auf Eigenverbrauch umzustellen um "offiziell" eigenen Solarstrom tagsüber zu laden.

Parkplatz wird 24H freigehalten, der Boden bemalt, Beschilderung findet statt, ist ja alles Gemeindegrund.

Der Dorfelektriker setzt den FI-B, eine Sicherung 40A mit Auslösecharakteristik B in den Schaltkasten und verlegt ein Erdkabel und schliesst die Box an.

Strom wird 30ct / kWh für Durchreisende kosten, für Mitarbeiter des Kindergartens jedoch 0 ct/kWh, für Bürger 15ct /kWh
All das kann ich selber einstellen.

Was muss ich noch beachten ?

Wer ist Betreiber der Säule ? Die Gemeinde oder muss eine Person der Gemeinde benannt werden ?
Müssen eine jährliche Wartung durchgeführt werden nach DIN/VDI ?
Ist das vorgeschrieben ? Was beinhaltet die ? Test des FI-B ? Test der Ladesäule ?
Reicht eine Wartung im Jahr ?
Muss das wo stehen das die Wartung gemacht ist (Aufkleber ?)
Sonst noch was ? Ist immerhin öffentlich zugänglicher Grund.

Danke

Kai
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Re: Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon Michael_Ohl » Mi 15. Jun 2016, 23:27

Unterschiedliche Tarife für Eingeborenen und Fremde wird sicher schnell riesige Strafen der EU nach sich ziehen. Wie ich finde auch zu Recht. Elektron Sicherheitsprüfung ist z. B. Nach BGV A3 Durchzuführen, zu Dokumentieren und durch einen Entsprechenden Aufkleber kenntlich zu machen. Bei Säule ohne Festes Kabel dürfte das Prüfintervall bei 2 Jahre liegen, mit Kabel eher wie Schwerlast auf Baustellen alle 6 Monte oder häufiger.



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Re: Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon kai » Mi 15. Jun 2016, 23:44

Michael_Ohl hat geschrieben:
Unterschiedliche Tarife für Eingeborenen und Fremde wird sicher schnell riesige Strafen der EU nach sich ziehen. Wie ich finde auch zu Recht. Elektron Sicherheitsprüfung ist z. B. Nach BGV A3 Durchzuführen, zu Dokumentieren und durch einen Entsprechenden Aufkleber kenntlich zu machen. Bei Säule ohne Festes Kabel dürfte das Prüfintervall bei 2 Jahre liegen, mit Kabel eher wie Schwerlast auf Baustellen alle 6 Monte oder häufiger.

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Danke für Feedback !

Wie begründest Du das ? TNM bietet exakt diese Möglichkeit, den Strom unterschliedlich zu bepreisen, bzw. zu verschenken.
Warum sollte eine Gemeinde die selber Strom herstellt das nicht nutzen dürfen ? Wir stellen ja auch andere Gemeindeobjekte bevorzugt den eigenen Bürgern zur Verfügung. Das müsste dann ja auch verboten sein.
Alternativ könnte die Gemeinde einen Preis machen, und den Kartenbesitzern aus Tangstedt am Ende des Jahres eine Gutschrift geben, was finanziell identisch wäre aber mehr Aufwand darstellt.
Im übrigen sind die MA der Kita/Bauhof Angestellte der Gemeinde und keine Bürger.

Du schreibst: "Elektron Sicherheitsprüfung ist z. B. Nach BGV A3 Durchzuführen, zu Dokumentieren und durch einen Entsprechenden Aufkleber kenntlich zu machen."
Kann das mein Dorfelektriker ? Woher bekommt man die genauen Prufintervalle ? 6 Monate oder 2 Jahre sind schon ein Unterschied.

Danke

Kai
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Re: Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon Michael_Ohl » Mi 15. Jun 2016, 23:57

Ob das der Dorfelektriker kann weiß ich nicht. Die Befähigung hätte er. Bei Säulen ohne Kabel - sprich Type 2 Buchse, ist die Gefährdung nicht so hoch, da keine Freiliegenden Kabel. Eine Leitung mit Stecker, die auch mal vom Auto überfahren werden könnte, würde ich nach BGV A3 wie eine Kabeltrommel auf den Bau mindestens alle 6 Monte prüfen, weil offene Andern da schon ein gewisses Risiko des Stromschlag darstellen können zumal in der Nähe einer Kita.

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Re: Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon TeeKay » Do 16. Jun 2016, 00:02

Warum installiert der Elektriker für eine 32A-Box eine 40A-Sicherung? Und wie kann man bei TNM unterschiedliche Preise einstellen? Das geht doch sicher nur mit dem 15 Euro teuren Profi-Abo, oder? Lohnt das?

Die je nach Einwohnerstatus unterschiedlich bepreiste Autobahnmaut in Deutschland verstieß auch gegen EU-Regeln. Und unterschiedliche Preise bei Disneyland je nach Land, aus dem man bestellte, waren auch nicht rechtens.
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Re: Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon kai » Do 16. Jun 2016, 06:42

Michael_Ohl hat geschrieben:
Ob das der Dorfelektriker kann weiß ich nicht. Die Befähigung hätte er. Bei Säulen ohne Kabel - sprich Type 2 Buchse, ist die Gefährdung nicht so hoch, da keine Freiliegenden Kabel. Eine Leitung mit Stecker, die auch mal vom Auto überfahren werden könnte, würde ich nach BGV A3 wie eine Kabeltrommel auf den Bau mindestens alle 6 Monte prüfen, weil offene Andern da schon ein gewisses Risiko des Stromschlag darstellen können zumal in der Nähe einer Kita.

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Hallo Michael,

Thema Dorfelektriker: Meine 22kw crOhm Box hat er vor 3 Jahren incl. Zähler im Schaltschrank auch angeschlossen.
Danke für den Hinweis mit dem festen Kabel, ich werde das feste Kabel an einem Port nun wahrscheinlich weglasssen.

Aber was beinhaltet nun diese ominöse Wartung ? Nur die Überprüfung des FI-B ?

Danke

Kai
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Re: Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon kai » Do 16. Jun 2016, 07:12

TeeKay hat geschrieben:
Warum installiert der Elektriker für eine 32A-Box eine 40A-Sicherung? Und wie kann man bei TNM unterschiedliche Preise einstellen? Das geht doch sicher nur mit dem 15 Euro teuren Profi-Abo, oder? Lohnt das?

Die je nach Einwohnerstatus unterschiedlich bepreiste Autobahnmaut in Deutschland verstieß auch gegen EU-Regeln. Und unterschiedliche Preise bei Disneyland je nach Land, aus dem man bestellte, waren auch nicht rechtens.

@Keekay
40A steht in der Installationsanleitung für 2x16A, siehe:

Typ:
2 x Typ 2 Ladebuchse,
3-phasig, 16 A

Option 1
3 x 35 A gG Patronen + 40 A - 30 mA RCCB

Option 2
40 B - 30 mA 4p RCBO

Kabelquerschnitt:
5 x 6 mm2

Ich habe aber auch nur 32A an meiner crOhm Box, denke man kann auch 32A nehmen.
Was mich wundert ist die Auslösecharakteristik B, wo Z.E. Ready ja Charakteristik D vorschreibt.
Am Ende kommt es wahrscheinlich aufs Gleiche hinaus. B40A oder D32A

@TeeKay

Danke für den Hinweis !

Als Betreiber der Ladestation und Kunde des 4€ Abos kannst Du für benannte Karten einen eigenen Preis festlegen zwischen 0 und 30 cent. Das machst Du selber im Portal.
Du benötigst das "Commercial" Package nur, wenn du "Gewinn" machen möchtest mit Preisen über 30ct/kWh.

Gedacht ist es für eigene Mitarbeiter.
Nach TNM verkaufst Du ja auch keinen Strom, sondern stellst Deinen Anschluß anderen bereit.
Du als Betreiber sollst natürlich für 0ct laden können. Gleiches gilt für Mitarbeiter.

Mir ist klar das man das nicht für 500 Karten machen kann. Ich würde maximal 20-30 TNM Karten mit eigenem Tarif eintragen.
An Mitarbeitern der Gemeinde bzw. der Kita/Kindergarten wären es z.B. max. 10 Personen. In der Bevölkerung haben nur 2 ein E-Auto. Vielleicht auch nur das erste Jahr.

Alternativ kann man die Ladestation für alle z.B. am Samstag/Sonntag auf kostenlos schalten oder täglich von 11:00 bis 14:00 Uhr, da dann meist PV-Strom anfällt.

Gruß

Kai
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Re: Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon spark-ed » Do 16. Jun 2016, 07:44

kai hat geschrieben:
Aber was beinhaltet nun diese ominöse Wartung ? Nur die Überprüfung des FI-B ?


Die Prüfung (seit 2014 nicht mehr BGV A3 sondern DGUV Vorschrift3) sollte auf alle Besonderheiten der DIN VDE 0100-722 (Errichtung von Ladeinfrastruktur) ausgelegt sein.
In diesem Fall neben den üblichen Messungen (Sichtpüfung, Isolationswiderstände, Erdungs- und Schleifenwiderstände) auch die korrekte Auslösung des RCD-Typ B (oder A EV).
So ganz sattelfest bin ich in dem Thema leider auch nicht.

Auch wenn Sicherheit nicht zu vernachlässigen ist, in meinen Augen ist das wieder mal so eine Sache die den Ausbau von Ladeinfrastruktur zusätzlich bürokratischer, teuerer und für den Errichter damit unattraktiver macht
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Re: Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon Michael_Ohl » Do 16. Jun 2016, 08:08

Die DGV Prüfung ist kein so großer Aufwand und in Firmen vorgeschrieben. Es halten sich zwar eher wenig Firmen dran, aber wenn es ärger gibt, wird der sehr groß. Die Prüfung als unnötigen Kostentreiber zu sehen, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn Du öffentlich lädst möchtest Du auch nicht, das Dein Auto Ladegerät zerstört wird, die ganze Kiste unter Spannung steht oder das Kabel Dir einen Stromschlag verpasst weil es blankgescheuert ist. Etwas Sicherheit sollte schon sein. Was Du privat in Deiner Garage tust bleibt Dir überlassen, öffentlich solltest Du schon ein paar Regeln beachten.


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Re: Gemeinde Tangstedt - TNM - Was muss ich beachten ?

Beitragvon kai » Do 16. Jun 2016, 08:21

@Spark-ed und Michael

Ich als Planer der öffentlichen Säule einer Gemeinde muss sicherstellen das 100% alles korrekt ist und ich keine Sachen ausgelassen habe, wofür man uns hinterher ans Bein pinkeln kann.

Wir haben einen Elektriker im Dorf der auch Gewerbe macht.
Der wird da eben mal 1x im Jahr ne Sichtprüfung und Messung machen, Sticker drauf und fertig. Muss er ja dann auch woanders mal gemacht haben.
Denke das geht locker in 1 abgerechneten Stunde.

Gruß

Kai
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