Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingeweiht

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon madcow » Di 18. Okt 2016, 21:31



Kann mir als absolutem Anfänger, der nur auf diesen Tarif gewartet hat (E-Motorrad, das mit 1,3kW lädt), jemand sagen, wie TNM und/oder allego erkennt, dass ich nur einphasig lade? Geht das schlicht über die gezogenen kW oder kann die Säule das auch so "erkennen"? Meine letzte Rechnung von TNM (vor mehreren Monaten) wurde noch mit dem alten Tarif abgerechnet.

Danke schon mal im Voraus und man korrigiere mich, wenn ich irgendwas technisches offensichtlich missverstanden habe.

PS: Mit dem neuen Tarif kann ich jetzt nachts für ~5€ >250km bzw 11.5 kWh laden. Das ist nicht mal der doppelte Preis vom Heimstrom. Werde das jetzt öfter machen. Vorausgesetzt, ich habe es richtig verstanden, dass man nur die ersten 4h zwischen 20.00-08.00 Uhr zahlt. Die Preise sind jetzt praktisch auf Pariser Niveau und damit günstig und praktisch.
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Beitragvon Volker.Berlin » Mi 19. Okt 2016, 10:36

madcow hat geschrieben:
Kann mir als absolutem Anfänger, der nur auf diesen Tarif gewartet hat (E-Motorrad, das mit 1,3kW lädt), jemand sagen, wie TNM und/oder allego erkennt, dass ich nur einphasig lade?

Das steht in dem von Dir zitierten Link. Sie erkennen es gar nicht. :o
Tarif-Struktur für be-emobil-Ladestationen in Berlin hat geschrieben:
AC 1-phasiges Laden (gültig nach 2 Stunden 3-phasig Laden)
Nach einer Ladezeit von 2 Stunden reduziert sich der Preis deutlich; statt dem Tarif für 3-phasiges Laden wird nur noch der Preis für 1-phasiges Laden berechnet.

Anders ausgedrückt: Während der ersten zwei Stunden zahlt jeder dreiphasigen Strom, auch Du. Und nach den zwei Stunden zahlt jeder einphasigen Strom, auch mein Tesla, der (wenn er leer war) munter noch sechs Stunden weiter mit 3 Phasen lädt. Brillant, oder? :roll:

Wie Großstadtfahrer schon richtig festgestellt hat, werden die kleinsten Fahrzeuge (Twizy und E-Motorräder) am meisten benachteiligt: Die sind nämlich nach 2 Stunden einphasigem Laden häufig schon voll, haben dafür den dreiphasigen Tarif bezahlt, und haben nicht genug Kapazität, um nach 2 Stunden noch in den Genuss des einphasigen Tarifs zu kommen. Ist doch perfekt! :twisted:
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon mweisEl » Mi 19. Okt 2016, 10:53

Volker.Berlin hat geschrieben:
AC 1-phasiges Laden (gültig nach 2 Stunden 3-phasig Laden)

Es könnte aber auch heißen, dass der 1-Phasen-Tarif nur für die gilt, die vorher 2 Stunden lang 3-phasig geladen haben. Als niemals für 1-Phasenlader.

Aber wie gesagt, die Bedeutung der ganzen Tabelle ist unklar, wohl von einem Nicht-Muttersprachler verfasst, und die Berliner be emobil krümmt sich vor Lachen (ohne etwas zur Klärung beizutragen).
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon TeeKay » Mi 19. Okt 2016, 11:00

Volker.Berlins Interpretation der Tabelle kann ich nicht folgen. Gäbe es in den ersten zwei Stunden keine Differenzierung zwischen ein- und dreiphasiger Ladung, würde ein spezieller Starttarif für einphasige Ladung keinen Sinn ergeben. Einen eben solchen Starttarif gibt es aber für die einphasige Ladung, und der ist geringer als bei dreiphasigem Ladestart. Für mich ist die einzig logische Schlussfolgerung aus diesen unterschiedlichen Starttarifen, dass auch in den ersten zwei Stunden nach Anzahl der genutzten Phasen differenziert und nach 2h unabhängig von der Anzahl der genutzten Phasen nur der einphasige Tarif berechnet wird.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volker.Berlin » Mi 19. Okt 2016, 11:17

In diesem Fall wäre ich glücklich, nicht recht zu haben. Bin gespannt auf die entsprechenden Rechnungen, wenn/falls die mal jemand kriegen sollte...
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volt » Mi 19. Okt 2016, 12:15

Mutige vor, bitte mal laden und bitte im nächsten Jahr dann mal die berechneten Preise bekannt geben.

Also man könnte meinen, dass wirklich nur die ladezeit berechnet wird,
NICHT die Standzeit.

Da würde ich als Richter zumindest mitgehen,
denn dort steht:

a) AC 3-phasiges Laden
b) AC 1-phasiges Laden
c) Nach einer Ladezeit von
d) 3-phasiges Laden wird nur noch
e) Besonders attraktiv ist das Nachtladen
f) nur die ersten 4 Stunden für AC-Laden
g) fallen während eines Ladevorganges keine Parkgebühren an

Demnach suggeriert es einem unbeholfenen Nutzer,
dass die Standzeit nebensächlich ist.
die frau mit dem zoe weiß halt ich kann 22 KHh laden,
sie rechnet aus, das sind 2 stunden ladezeit, prima passt und geht 8 stunden shoppen.

jetzt sagt bestimmt einer ha ha, darf ja nur 4 stunden stehen, falsch.
die zoe frau ist natürlich schlau und geht erst ab 16 uhr einkaufen.

alles andere als 1x€ 0,476 + 7x € 0,714 = 5,474 + Abrechnungsgebühr_je_Ladung + Abrechnungsgebühr_je_Rechnungsstellung
würde ich als Richter nicht durchgehen lassen.

Aber dem wird wohl nicht so sein.

Also müßte da stehen:
a) Standzeit incl. kostenlosem Strom AC 3-phasig 11 KW
b) Standzeit incl. kostenlosem Strom AC 1-phasig 3,7KW
c) Nach einer Standzeit von
usw.

Übrigens hat tnm immer noch kein impressum auf der website.
wer ist für abmahnung?
frei nach dem motto: wie du mir, .......

Stefan
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volker.Berlin » Mi 19. Okt 2016, 12:36

Volt hat geschrieben:
Also man könnte meinen, dass wirklich nur die ladezeit berechnet wird, NICHT die Standzeit.
Da würde ich als Richter zumindest mitgehen, denn dort steht: [...]

Die Frage ist nur, wie "laden" definiert ist. be emobil wird sich auf den Standpunkt stellen: Laden ist, wenn das Kabel in der Säule verriegelt ist.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volt » Mi 19. Okt 2016, 13:01

Volker.Berlin hat geschrieben:
Die Frage ist nur, wie "laden" definiert ist. be emobil wird sich auf den Standpunkt stellen: Laden ist, wenn das Kabel in der Säule verriegelt ist.

das können sie gerne tun, sie müssen dies aber auch kundtun.
wäre ich in einem prozess richter, so würde ich be-emobil abblitzen lassen.
denn: es suggeriert einem nutzer das "DAS LADEN" das teure ist, das "DER STROM"
das teure ist, nicht das stehen.

finde das sowieso lächerlich.
es ist einfach niemanden unbedarften erklärbar.

und wenn die von tnm meine berchtigten fragen nicht beantworten,
dann, sorry. freue mich schon auf meine nächste rechnung.
da werde ich korrigieren müssen.
daher tnm? nein danke.

falls ich trotzdem jemals da laden sollte und die mehr berechnen als ich das dachte,
dann wird die rechnung gekürzt, kenne ich gar nichts.

ziehen die aus meiner sich zuviel ein, wird nach einer fristsetzung dem
einzug widersprochen. ich habe ja sonst nichts zu tun.

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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon TeeKay » Mi 19. Okt 2016, 13:12

Be Emobil wird das völlig egal sein. Die dürften Allego zu einem Zeittarif gezwungen haben, den sie TNM abnehmen müssen. Wenn TNM sich dann entscheidet, nur 2h davon weiterzuberechnen oder jedem die Ladung freizuschalten, der ein paar Haschkekse und Tomaten ins Büro bringt, ist das ihre Sache. Wird sich nur wirtschaftlich nicht darstellen lassen und daher nicht so gemacht werden.

Nach meiner Erinnerung stellt sich Be Emobil ja schon auf der Website auf den Standpunkt, dass es Sache des Fahrstromanbieters ist, was er wie berechnet. Ist natürlich Quatsch, da ein Fahrstromanbieter niemals einen kWh-Tarif anbieten kann, wenn ihm die Stadt Berlin pro Stunde 3 Euro abknöpft und vermutlich nicht einmal Daten zur bezogenen Energiemenge liefert.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon gthoele » Mi 19. Okt 2016, 13:37

Doch, grundsätzlich ist es möglich, gegenüber Kunden Pauschalpreise ode irgendwelche anderen Modelle anzubieten während die Vorleistung per Minuten gegenüber dem eigenen Vorlieferanten abgerechnet wird.
Es ist halt im momentanen Marktumfeld mutig und wenn man nicht gaaanz viele Kunden hat äußerst riskant. Und ich würde es niemals tun.

Telefonflatrates funktionieren so.
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