Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingeweiht

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon fridgeS3 » Mi 12. Okt 2016, 13:38

Auch wenn ich noch nicht so lange dabei bin, ja, weiß ich doch , und im Grunde haben wir alle ein bisschen Recht. Nur was soll die Senatsverwaltung in Form eines bekannten Beamten machen, wenn er auf andere angewiesen ist?? Wenn er die Anordnung hat, dass so oder so zu machen, dann würde ich als Vorgesetzter auch erwarten das er das das tut.

Manchmal kommt es hier so rüber, als wenn hier in Berlin ein Einzelner Entscheidungen trifft. Scheint nicht ganz so zu sein. Und nein, ich heiße diese Vorgehensweise auch nicht gut, einem wiehernden Amtsschimmel werden wir aber nicht auf Trab bringen, leider. Ich habe nämlich auch gefragt, ob wir das irgendwie beschleunigen können.

Und Teekay, ich bin mit meinem i3 unmittelbar von diesem blöden Zeittarif betroffen, ich kann nun froh sein, dass ich mir zu Hause, trotz Mietshaus, eine Säule habe montieren lassen dürfen.

Ich habe das gepostet, weil es mal wieder einmal ein paar Fakten und Informationen sind, die zu einem besseren Verständnis beitragen als ständig (zurecht) bittere Ironie zu lesen.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon eDEVIL » Mi 12. Okt 2016, 13:59

fridgeS3 hat geschrieben:
Das wirklich postive lese ich aus dem Text, dass RWE und Vattenfall vielleicht doch nicht aus dem Rennen sind.

Und deswegen baut man schon mal die Schilder ab??? :roll: :roll: :evil:
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon fridgeS3 » Mi 12. Okt 2016, 14:00

fridgeS3 hat geschrieben:
....vielleicht doch nicht aus dem Rennen sind.


Die Hoffnung stirbt zu letzt
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon i300 » Do 13. Okt 2016, 03:48

Das ist aber doch ein tolles Thema als Nachfolger...
Während E-Autos durch neue (angekündigte) Modelle endlich zu plöppen scheinen, werden die bewährten und funktionierenden Ladesäulen in Berlin abgebaut.
...über den BER (also den Flughafen, nicht den Schnelllader;-) lacht ja schon langsam keiner mehr.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volt » Do 13. Okt 2016, 09:11

Übrigens schrieb ich am 26.2.2016 an die entsprechende berliner behörde:

------------------------ZITAT-ANFANG--------------------------------

Hallo,

ich freue mich über die vielen neuen Ladestationen in Berlin.

Allerdings meide ich diese und werde dort auch nicht laden.

Grund:

es werden mir dort 3 Euro pro Stunde und 0,77 Cent
und eine Abrechnungsgebühr in Rechnung gestellt.
Das ergibt für mich und den meisten anderen Elektrofahrern
bei einer Ladedauer von 2 Stunden einen Preis von ca' 6,80 Euro.
Dafür bekomme ich dann unglaubliche 6 KWh in meinen Akku.
Das beudeutet umgerechnet ca' 1,13 Euro / KWh
Im Winter sind das dann bei 30 Kwh / 100 km so um die 33,90 Euro / 100km.
Ich selber fahre das 7. Auto von oben in der nachstehenden Liste.
Das Betrifft alle Fahrzeuge wo steht:
"Fahrzeug lädt mit" "16A, 1 Phasen"
Das sind im Moment allerdings die meisten Fahrzeuge auf den Straßen.

Hier die Liste mit den derzeit handelsüblichen Elektrofahrzeugen (allerdings nicht ganz vollständig):


Modell Elektro-Typ Anschluss Fahrzeug lädt mit
Audi A3 e-tron Reichweiten-Erweiterung Typ 2 16A, 1 Phasen
BMW i3 Elektrisch und Plug-In Hybrid Typ 2 32A, 1 Phase
BMW i8 Elektrisch und Plug-In Hybrid Typ 2 32A, 3 Phasen
BYD E6 Elektrisch Typ 2 16A, 3 Phasen
Cadillac ELR Reichweiten-Erweiterung Typ 1 16A, 1 Phase
Chevrolet Spark EV Elektrisch Typ 1 32A, 3 Phasen (Combo)
Chevrolet Volt Hybrid Typ 1 16A, 1 Phase
Citroën C-Zero Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Ecar 500 EV Elektrisch - Schuko
Ecar Ka EV Elektrisch - Schuko
Fisker Karma E-REV Typ 1 16A, 1 Phase
Ford Focus Electric Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Honda Jazz Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Mercedes Benz
SLS AMG Electric Drive Elektrisch Typ 2 32A, 3 Phasen
Mercedes Benz
Vito E-cell Elektrisch Typ 2 32A, 3 Phasen
Mercedes Benz
A Klasse E-cell Elektrisch Typ 2 32A, 3 Phasen
Mercedes Benz
B Klasse E-cell Elektrisch Typ 2 32A, 3 Phasen
Mini-E Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Mitsubishi Outlander PHEV Plug-In Hybrid Typ 1 16A, 1 Phase
Mitsubishi iMiEV Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Nissan E-NV200 Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Nissan LEAF Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
ab 2013: 32A, 1 Phase
Opel Ampera Plug-in Hybrid (E-REV) Typ 1 16A, 1 Phase
Peugeot iOn Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Peugot Partner Electric Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Porsche 918 Spyder Plug-in Hybrid Typ 2 16A, 3 Phasen
Porsche Panamera S E-Hybrid Plug-in Hybrid Typ 2 16A, 1 Phase
Renault Fluence Z.E. Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Renault Zoe Z.E. Elektrisch Typ 2 32A, 3 Phasen
Renault Twizy Elektrisch - Schuko
Renault Kangoo Z.E. Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
ab 2013: Typ 2 32A, 3 Phasen
Smart Fortwo Electric Drive Elektrisch Typ 2 32A, 3 Phasen
Smith Edison Elektrisch Typ 2 16A, 1 Phasen
Smith Newton Elektrisch CEE 5 -
Spijkstaal Spijk-e Elektrisch - Schuko
Still Mia Electric Elektrisch - Schuko
Tesla Model S Elektrisch Typ 2 32A, 3 Phasen
Tesla Roadster Elektrisch Tesla 32A, 1 Phase
Toyota Prius Plug-In Plug-in Hybrid Typ 1 16A, 1 Phase
VW E-up Elektrisch Typ 2 16A, 1 Phase
VW E-Golf Elektrisch Typ 2 16A, 1 Phase
Volvo C30 EV Elektrisch Typ 1 16A, 1 Phase
Volvo V60 PIH Elektrisch Typ 2 16A, 1 Phase


Bei einem 1 Phasentarif würde ich evtl. in Erwähgung ziehen dort zu laden,
könnte ich aber nicht garantieren. Weil......

Diese mail dient nur zu Ihrer Information.

Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich aber trotzdem freuen.

mit freundlichen Grüßen

Stefan Sakowski

------------------------ZITAT-Ende--------------------------------

ich bekam am 1.3.2016 folgende Antwort:

------------------------ZITAT-ANFANG--------------------------------

Sehr geehrter Herr .........,

die von Ihnen beschrieben Situation ist hier von vergleichbaren mails bekannt.

Das Tarifniveau wird vom Land Berlin nicht vorgegeben. Es ergibt sich aus den hohen Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Ladeinfrastruktur. Diese beträgt - als Orientierungsgröße - ca. 10.000 EUR Invest für eine Ladesäule, laufende Kosten für den Betrieb in Höhe von größenordnungsmäßig 300 EUR pro Quartal. Die Tarifeinnahmen sind auch in den nächsten Jahren nicht ansatzweise geeignet, diese Kosten zu decken, da viele Ladesäulen in Berlin größenordnungsmäßig nur 500 kWh pro Jahr "verkaufen". Die Förderung durch das Land Berlin in Höhe von insgesamt rd. 8,5 Mio EUR bis Mitte 2020 trägt ganz entscheidend dazu bei, dass die realen Kosten nur zum Bruchteil an die Nutzer weitergegeben werden müssen.

Eine Ergänzung der bestehenden Tarifstruktur um einen 1-Phasen-Tarif ist derzeit in Vorbereitung.

Vielfalt der Steckersysteme, der fahrzeugseitigen Ladetechnik, der Authentifizierungsmedien und der Ladesäulennutzungen wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bereits seit Jahren auf Bundes- und Europaebene kritisch gesehen. Mit der am vergangenen Freitag auf Initiative von Berlin vom Bundesrat verabschiedeten Aufforderung an die Bundesregierung, bis zum 18.11.2016 durch eine umfassende Ladesäulenverordnung 2 alle Funktionen zu regeln, wird zumindest mittelfristig eine Harmonisierung der technischen Standards herbeiführen.

Mit freundlichen Grüßen/Kind regards,

Name des Absendes

------------------------ZITAT-Ende--------------------------------

Und:
das ging flott. Jetzt im Oktober kam der einphasentarif.

Am 5.7.2016 schrieb ich erneut etwas,
zugegeben, ich war etwas geladen,
die formulierungen hätten von mir "weicher" gewählt werden können.
Auf das Schreiben vom Juli bekam ich keine Antwort, obwohl ich um Antwort gebeten hatte.

Stefan
Plug-in-Hybrid mit nun unter 20.000km rein elektrisch pro Jahr plus die hier meist verschmähten "Stinker" km.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon i300 » Do 13. Okt 2016, 10:12

Wie jetzt? Seit Oktober gibt's 1-Phasen-Tarif?!?
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon mweisEl » Do 13. Okt 2016, 11:01

https://www.thenewmotion.com/de/tarif-struktur-be-emobil/

Volt hat geschrieben:
Und ich behaupte immer noch, dass die Preisgestaltung falsch in Worte gefasst wurde.
Habe schon bei tnm nachgefragt was die mir genau für 16 Minuten Laden berechnen wollen.


Kann durchaus sein, denn die Tabelle auf TNM scheint nicht von Muttersprachlern verfasst worden zu sein (z.B. wurde man im Deutschen bei der Stelle mit "gültig nach" ein "auch" dazwischen setzen, wenn der Text das ausdrücken soll, was er nur ausdrücken kann).

Man könnte TNM bitte, die Tabelle auf Niederländisch oder Englisch wiederzugeben, dann hätte man bestimmt die benötigten Infos.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Großstadtfahrer » Do 13. Okt 2016, 14:35

Das Tarifniveau wird vom Land Berlin nicht vorgegeben. Es ergibt sich aus den hohen Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Ladeinfrastruktur. Diese beträgt - als Orientierungsgröße - ca. 10.000 EUR Invest für eine Ladesäule, laufende Kosten für den Betrieb in Höhe von größenordnungsmäßig 300 EUR pro Quartal. Die Tarifeinnahmen sind auch in den nächsten Jahren nicht ansatzweise geeignet, diese Kosten zu decken, da viele Ladesäulen in Berlin größenordnungsmäßig nur 500 kWh pro Jahr "verkaufen". Die Förderung durch das Land Berlin in Höhe von insgesamt rd. 8,5 Mio EUR bis Mitte 2020 trägt ganz entscheidend dazu bei, dass die realen Kosten nur zum Bruchteil an die Nutzer weitergegeben werden müssen.


Ahm, mal rechnen:

200 Ladesäulen * 10000 = 2.000.000 €
200 Ladesäulen * 300€ * 4 Quartale * 4 Jahre bis 2020 = 960.000 €

Wie setzen sich die 300€ eigentlich zusammen? Standortmiete?
(Ware ja ein Schildbürgerstreich. 8,5 Mio Fördern und 1 Mio gleich wieder einkassieren über die Bezike)

Macht zusammen also knapp 3 Mio €. da sind dann noch 5,5 Mio übrig für Schnelllader oder sehr teure Installationsstandorte.

Wo mach ich da einen Denkfehler?

be-emobil hat bis 2020 ja den Auftrag weitere Ladestandorte aufzubauen.
Wenn diese auch aus dem Topf von 8,5 Mio € stammen müssen, dann können wir uns ja ausmalen wie die Zukunft in Berlin aussieht ;-)
Zuletzt geändert von Großstadtfahrer am Do 13. Okt 2016, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon EVduck » Do 13. Okt 2016, 14:56

5,5 Millionen braucht die eMO um die Standorte auszuwürfeln. Deren Mitarbeier wollen doch auch leben...
eMobilität: Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe
eFahrzeug: Zoe Intens perlweiß
ORDER≡D 2016-04-01 03:58
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon TeeKay » Do 13. Okt 2016, 15:04

Die Argumentation ist ohnehin Quatsch. Der Bau der Ladeinfrastruktur ist teuer, weiß jeder. Kostendeckung kriegen sie auch mit dem aktuellen Tarifsystem nicht hin. Das aktuelle Tarifsystem verhindert aber die Nutzung.

Logische Konsequenz: anderes Tarifsystem, das die Nutzung attraktiver macht. Bedeutet gleicher Kostendeckungsgrad, aber mehr Nutzen für die Allgemeinheit. Vielleicht steigt der Kostendeckungsgrad sogar, weil die niedrigeren Preise zu überproportional steigender Nutzung führen. Könnte ja sein?

Krankenhäuser zur Behandlung von Atemwegserkrankungen kosten übrigens auch Geld.
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
kW ≠ kWh ≠ kW/h
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