Eigene Ladestation anbinden?

Re: Projekt: Abrechnung für private Ladestationen

Beitragvon enabler » Do 14. Apr 2016, 21:24

smurf hat geschrieben:
Hallo Leute,

ich habe ein Problem, mit dem ich bestimmt nicht allein bin: ich hänge bei mir privat eine Ladebox an die Mauer, mag aber nicht wirklich dass da jeder für umme laden kann. Dasselbe in meiner Firma -- da wollen bzw. können wir nicht bei einem Ladeboxanbieter eine Komplettlösung kaufen (die Gründe dafür führen hier zu weit).

Dann nimm für Deinen Ladepunkt die kostenlose Management Software von Has-to-be - die bieten exakt so eine Lösung an:
http://has-to-be-energised.at/#section-packages
Die liefern die komplette Abrechnungslösung gegenüber den Kartenherausgebern und die SIM Karte.

Als Wallbox die neue Keba P30 mit RFID, OCPP und GSM. Somit hast Du für rund 1500 Euro die komplette Anbindung gelöst.

Daher komme ich auf die folgende Idee:
  • Ich schreibe quelloffene Ladestationen-managende Software mit OCPP (Open Charge Point Protocol)-Schnittstelle und installiere selbige bei mir im Rechenzentrum. Natürlich redundant und verschlüsselte Kommunikation und all das.

OCPP lässt viel Interpretationsspielraum und braucht eigentlich immer Integrationstests bei allen beteiligten Partnern. Die verschlüsselte Kommunikation würde ich aus Performancegründen erst bei fixed line oder 3G Internet empfehlen. Bei letzterem macht es auch keinen Sinn.
Falls Du dennoch einen OCPP (Server-)Stack implementieren willst, kannst Dir ja mal die quelloffene Steckdosenverwaltung SteVe der RWTH ansehen:
http://java-coders.com/p/RWTH-i5-IDSG/steve

  • Ich finde einen Verbund (TNM?), an den ich mich zwecks Abrechnung dranhängen kann.
  • siehe "Integrationstest"

  • Bei der Gelegenheit kann man gleich Lastmanagement mit erledigen, wenn man (als Firma) mehrere Lader an die Wand schraubt, aber die gemeinsame Zuleitung nicht die volle Kapazität hergibt.
  • Siehe P30

    Vorteile:
    • Der Ladeverbund hat nur einen Ansprechpartner und freut sich

    Heisst aber auch: Bei jeder gestörten Ladesäule wirst _Du_ kontaktiert. Und ich weiß aus eigener Erfahrung: sollte durch fünf-Roaming-Ecken BMW Drive-Now bei Dir laden können, wirst Du jedenfalls kontaktiert werden ;)

    • Die angeschlossenen Nutzer können ihre Ladedosen freigeben, ohne draufzuzahlen
    • Ich brauche derartige Software für meine Firma sowieso; die auch Andere mitnutzen zu lassen ist kaum Zusatzaufwand. Wenn's überhand nimmt, kann man immer noch über alternative Modelle nachdenken, aber Geld verdienen will ich damit nicht.
    Ja, das rechnet sich nur dann wirklich, wenn man was auf die Stromkosten draufschlägt, aber darum geht es nicht unbedingt. Ich tue das, um zu verhindern, dass der Nachbar grundsätzlich bei mir lädt statt an seiner eigenen Steckdose; in der Firma will ich den Strompreis an die Nutzer weiterverrechnen und verhindern, dass jemand dauerparkend die Strominsel blockiert.

    Prinzipiell eine gute Idee. Du machst halt den Informatiker-Fehler (bin selber einer), welcher die Kosten seiner Arbeit aus Enthusiasmus-Gründen mit '0' kalkuliert.
    Wenn Du das durchziehen kannst, ist es super! (und du hast eine Lösung entwickelt, die es schon gibt ;) )
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    Re: Projekt: Abrechnung für private Ladestationen

    Beitragvon enabler » Do 14. Apr 2016, 21:28

    Tho hat geschrieben:
    5EUR/Monat je Ladepunkt, ähnlich wie TNM. https://www.hubject.com/loesungen/intercharge-direct/ (runterscrollen bis Preisübersicht)

    5000 Euro Integrationskosten, 99 Euro im Monat für den Betrieb und auf Wunsch 5 Euro pro Ladepunkt für "Intercharge Direct".

    Deshalb sammelt Has-to-be die kleinen Ladesäulenbetreiber unter einem Dach ein. Bin zwar kein h2b Kunde, aber die Idee ist gut.
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    Re: Projekt: Abrechnung für private Ladestationen

    Beitragvon Tho » Mi 20. Apr 2016, 15:41

    enabler hat geschrieben:
    Dann nimm für Deinen Ladepunkt die kostenlose Management Software von Has-to-be - die bieten exakt so eine Lösung an:
    http://has-to-be-energised.at/#section-packages

    Kennt da jemand die Konditionen? Die Website geht ja nicht so arg ins Detail. :?:
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    Re: Eigene Ladestation anbinden?

    Beitragvon AndiH » Fr 22. Apr 2016, 15:25

    Hallo,

    da würden mich auch Details interessieren als Alternative zu TNM. Spannend wäre welche Karten zu welchen Konditionen automatisch funktionieren. Weiß außerdem jemand ob die TNM lolo Stationen OCPP können? Dann wäre auch ein späteres umschwenken möglich.

    Gruß

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    Re: Eigene Ladestation anbinden?

    Beitragvon Tho » Fr 22. Apr 2016, 15:33

    AndiH hat geschrieben:
    Weiß außerdem jemand ob die TNM lolo Stationen OCPP können? Dann wäre auch ein späteres umschwenken möglich.

    https://github.com/thenewmotion/ocpp
    ;)
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    Re: Eigene Ladestation anbinden?

    Beitragvon Vanellus » Fr 22. Apr 2016, 15:40

    Mein Kenntnisstand (der mag unvollständig sein):
    Die Abrechnungstechnik ist die eine Seite, das Recht Strom verkaufen zu dürfen, ist die andere Seite. Stadtwerke und ähnliche Konstrukte haben sich dafür die Berechtigung besorgt, sie dürfen dass. Bürger X oder Firma Y dürfen das nicht. Die Firmen has to be oder TNM können da nicht weiterhelfen. Sie machen die Abrechnung, mehr aber nicht. Deshalb bitten die privaten Anbieter, z.B. die Crowdfunding-Stationen um Spenden für den Strom. Eine Rechnung ausstellen können sie nicht.
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    Re: Eigene Ladestation anbinden?

    Beitragvon Tho » Fr 22. Apr 2016, 15:46

    Du musst ja nicht Strom verkaufen. Du kannst Parkplatzeit mit Strom verkaufen, Ladeeinheiten in kWh gezählt, Ladezeit.... :lol:
    Stromhandel ist, wenn du Strom produzieren möchtest und Kunden einen Stromtarif anbietest.
    Zuletzt geändert von Tho am Fr 22. Apr 2016, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
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    Re: Eigene Ladestation anbinden?

    Beitragvon AndiH » Fr 22. Apr 2016, 15:47

    Vanellus hat geschrieben:
    Mein Kenntnisstand (der mag unvollständig sein):
    Die Abrechnungstechnik ist die eine Seite, das Recht Strom verkaufen zu dürfen, ist die andere Seite. Stadtwerke und ähnliche Konstrukte haben sich dafür die Berechtigung besorgt, sie dürfen dass. Bürger X oder Firma Y dürfen das nicht. Die Firmen has to be oder TNM können da nicht weiterhelfen. Sie machen die Abrechnung, mehr aber nicht. Deshalb bitten die privaten Anbieter, z.B. die Crowdfunding-Stationen um Spenden für den Strom. Eine Rechnung ausstellen können sie nicht.


    Ich dachte genau das tut TNM wenn ich eine lolo hinhänge und die 4 Euro im Monat zahle. Die RFID Karten per Mobilfunkverbindung bestätigen/zuordnen und mit dem TNM Kartenkunde abrechnen. D.h. TNM stellt die Rechnung und vergütet mir den gelieferten Strom. Die Frage wäre nun wie es mit anderen Kartenanbietern falls vorhanden/möglich funktioniert bzw. was http://has-to-be-energised.at macht?

    Gruß

    Andi
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    Re: Eigene Ladestation anbinden?

    Beitragvon Tho » Fr 22. Apr 2016, 15:48

    Lest mal die TNM AGB, die verkaufen mit keiner Silbe Strom... :lol:

    Du kannst übrigens auch als Firma Strom verkaufen, wenn du keine Lizenz zum Stromhandel hast.
    Musst dir dafür nur ein Stadtwerk mit Lizenz und Langeweile suchen, was das als Sub für dich tut.
    Ja, guck dich mal um wieviel Stromanbieter wirklich selbst eine Lizenz zum Stromhandel haben. :D
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    Re: Eigene Ladestation anbinden?

    Beitragvon AndiH » Fr 22. Apr 2016, 16:07

    Meine Frage war weniger nach juristischen Spitzfindigkeiten sondern eher was abrechnungstechnisch möglich ist. Es geht doch einfach darum eine E-Tanke möglichst hindernisfrei einem möglichst großen "Kundenkreis" zur Verfügung zu stellen und für den "Betreiber" der den Anschluss und den Stellplatz bietet zumindest keine zusätzlichen Kosten.

    Gruß

    Andi
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