Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon Priusfahrer » Sa 23. Jul 2016, 16:26

Ja diese Säulen sind sehr hitzeempfindlich, wenn da die Sonne draufknallt und man noch dazu die Frechheit besitzt ordentlich Strom ziehen zu wollen, stürzen die gerne mal ab. In den letzten Wochen ist mir das 3 Mal passiert. Jedesmal wurde mein Kabel nicht mehr entriegelt und ich musste den Störungsdienst rufen.

Keine Ahnung warum das alles so unzuverlässig funktioniert. Wir sind angeblich eine führende Industrienation. In Sachen Ladesäulen wohl eher ein Entwicklungsland.
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon PowerTower » Sa 23. Jul 2016, 21:29

Die nkt Säulen entsprechen eben dem technischen Entwicklungsstand von 2009 und wurden nicht wesentlich weiterentwickelt. Damals gab es kein Auto, welches die Ladesäule auch nur annähernd voll auslasten konnte. Der Hersteller hat sich aus dem Geschäft zurück gezogen und die Betreiber dürfen diesen Umstand nun alleine ausbaden. Das ist weder für die DREWAG noch für die Stadtwerke Leipzig ein angenehmer Zustand. Man kann aber auch nicht erwarten, dass sie die vielen Säulen deswegen zeitnah entsorgen.

Bei neu errichteten Säulen setzt man in Sachsen flächendeckend auf Walther (Dresden, Leipzig, Lausitz), Mennekes (Chemnitz) oder Photon/RWE (Vogtland, Freiberg, B6).
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon Plan B » So 24. Jul 2016, 06:58

Hallo nach mehreren Rücksprachen möchte die Drewag einen Versuch mit TNM starten. Ich würde dann informiert werden wann es soweit ist.
Diese Aussage ist aber auch schon wieder Monate her.

Das es besser und einfacher geht zeigen andere Länder dem "Technologiefüher" Deutschland...

Wir waren in Irland im Urlaub. Anreise erfolgte über Frankreich. Für die Normandie eine Ladekarte geordert, mit 20 Euro aufgeladen und los ging es.
In Irland war es noch einfacher... 1 Ladekarte / ein Energieversorger / Ladesäulen alle mit mind. 22kW / keine Störungen alle Säulen funktionieren / Parkplätze erstklassig Beschildert und markiert / keine der benutzten Säulen war zugeparkt.

Da sollte sich Deutschland mal eine Scheibe abschneiden!

Ein Reisebericht dazu erscheint am 11.08. in der neuen "elektro auto mobil" eine gute Fachzeitschrift (relativ neu auf dem Markt)

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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon mweisEl » So 24. Jul 2016, 07:42

Z0P0 hat geschrieben:
2. Das Stromticket finde ich super, ich will keine tausend Karten im Portemonnaie haben, dann doch lieber mehrere App's. Das heißt nicht das das Stromticket perfekt ist, im Gegensatz zur Ladekarte die man einfach an die Ladesäule hält ist das Stromticket viel zu langsam/umständlich, vor allem wenn man sehr oft wie ich tankt.
-> Verbesserungsvorschläge:
- Ich muss jeden Schritt mehrfach bestätigen (Übertriebenes Bsp.: wollen sie beenden, PIN eingeben, wirklich beenden, sind sie sich sicher,...obwohl der Ladevorgang beendet ist). = das geht einfacher (PIN rein fertig)
- Ich muss eine 8stellige ID ins Handy eingeben und dann die erhaltene PIN in die Ladesäule (ihr wisst wie Touch-Displays im Winter reagieren und wie toll das mit kalten Fingern ist), dabei hat jedes Smartphone einen Strichcodelaser bzw. Kamera = das geht einfacher (Handy scanen lassen und wenn die Ladesäule noch eine Kamera hat dann gleicher Rückweg oder Internetzugang dann einfach in dem Moment freischalten - Feedback an die Ladesäule)

Also da hätte ich wirklich gerne viel lieber ein RFID-Kärtchen mehr im Mäpchen in Handschuhfach, das ich am letzten Ampelhalt vor der Säule herausnehme und dann einfach vorhalte, als so einen Hokuspokus mit dem Handy zu veranstalten :o

Hauptsache, das RFID-Kärtchen selber ist kostenlos zu erhalten oder noch besser natürlich, die Säule ist (bei vernünftigen Preisen) durch Roaming mit einem E-Autofahrer-üblich vorhandenen RFID-Kärtchen freizuschalten.
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon Priusfahrer » So 24. Jul 2016, 10:16

PowerTower hat geschrieben:
Man kann aber auch nicht erwarten, dass sie die vielen Säulen deswegen zeitnah entsorgen.
Bei neu errichteten Säulen setzt man in Sachsen flächendeckend auf Walther (Dresden, Leipzig, Lausitz), Mennekes (Chemnitz) oder Photon/RWE (Vogtland, Freiberg, B6).


In Leipzig werden aber noch diese NKT Säulen neu aufgestellt. Haben die irgendwo noch ein geheimes Lager, wenn die nicht mehr produziert werden? (Ratsfreischulstraße, Reichsstraße und keine Ahnung wo noch, wurden erst vor wenigen Monaten errichtet)
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon PowerTower » So 24. Jul 2016, 20:20

Das sind keine neuen nkt Säulen, sondern "recycelte". ;) Bevor es die Mobilitätsstationen gab, standen je eine nkt Säule am Naturkundemuseum und am Kickerlingsberg. Diese beiden wurden ersetzt und eben an den von dir genannten neuen Standorten wieder aufgestellt.
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon eve » Di 27. Sep 2016, 08:38

Tho hat geschrieben:
Ladung beenden: Wenn Zeit abgelaufen ist (oder vorzeitig) aufs X drücken, Code eingeben aus der Stromticket App, Ja, wirklich beenden, Kabel entriegelt...

Ist mir jetzt nochmal aufgefallen. Das ist wirklich die Krönung. Da muss man eine 4-stellige PIN eingeben um die Dose freizugeben/den Ladevorgang abzubrechen und danach - als ob das Ganze, also die Eingabe jener 4-stelligen PIN, ein Versehen sein könnte - wird man nochmals zur Bestätigung aufgefordert. :roll: Also zumindest bei den nkt Säulen.
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon Plan B » So 23. Okt 2016, 10:17

So,

da die Drewag mir versprochen hatte sich zu melden (seit 5 Monaten) habe ich gewartet, gewartet...

Na nicht ist passiert. Habe mich jetzt mal an die SZ gewandt. Diese hat auch einen Artikel gebracht, aber leider nicht ganz so wie ich es wollte. Durfte obwohl es mir versprochen war den Bericht vor der Veröffentlichung noch nicht einmal probelesen.

Jedenfalls ging es mir um Touristen und Besucher die mit dieser Handy-App doch bescheiden dran sind. Man sollte doch von der Drewag die Möglichkeit bieten Lade-Karten auszugeben (da dies auch so zu 100% möglich ist). Leider kam das im Bericht nicht rüber.

Nur mal als Beispiel für die hier doch zahlreichen (hier im Forum) Beführworter des Stromtickets..

Wir waren zum Auswärtsspiel von Dynamo in Heidenheim. Die Stadtwerke betreiben mehrere Ladesäulen.
Es besteht folgende Möglichkeit zu Laden...
- für Einwohner und Stromkunden von den Stadtwerken -- eine Ladekarte + kostenloses Laden
- für Besucher -- eine "aufladbare" Ladekarte mit verschiedenen Beträgen (wie früher bei den Telefonkarten)

Im September in Norwegen gewesen. Da eine deutsche Handykarte das ladesystem nicht unterstützt bekommen Urlauber von "Gron-Kontakt" einen Ladechip. Dieser war innerhalb von 5 Tagen im Briefkasten. Wir konnten problemlos laden.

Wieso geht das in Dresden nicht???? :evil:

Noch einfacher... jeder Parkscheinautomat funktioniert mit Münzgeld. Wieso bekommen das die Drewag nicht auf die Reihe... Sie wollen nicht!
Das Ladekarten ausgegeben werden steht zu 100% fest und ist eine Tatsache, aber halt nicht für die eigenen Drewag-Kunden.

Das ärgert mich so und da bleibe ich auch weiter am Ball!

Gruß Oliver
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon eve » So 23. Okt 2016, 11:34

Plan B hat geschrieben:
So, [...]

Mach Dir mal nicht so viel Hoffnung bei der Drewag. Ladesäulen sind teils nicht eindeutig ausgewiesen/beschildert. Dann haben sie mit der Enso ein System geschaffen, dass den Zugang für angemeldete Nutzer maximal umständlich macht. Die Nutzung für Spontanlader ist praktisch bis auf Ausnahmen unmöglich. Und dann wundern sie sich, weshalb sie in einer Stadt mit kaum 100+- privaten Elektroautos rote Zahlen im Bereich Elektromobilität/Ladesäulen schreiben, was aber, selbst wenn sie alles richtig gemacht hätten, anfangs kaum anders zu erwarten gewesen wäre. Heieiei.

Da finde ich ist eins in Chemnitz schon weiter. Zwar stellt eins dort (auch) keinen Schnelllader bereit. Jedoch ist der allererste Ladevorgang immer frei. Also man sitzt, falls man sich zuvor nicht hinreichend informiert hatte, nicht gleich auf dem Trockenen. Danach kann man sich registrieren bzw. unter der Woche kann man telefonisch seine Mobilfunknummer gleich freischalten lassen. Kombinierte Abrechnung nach kWh + Zeit. Ist natürlich für Schnarchlader wieder nicht soo toll, aber wenigstens funktionieren die Mennekes Säulen recht zuverlässig.
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon PowerTower » So 23. Okt 2016, 12:53

Die Lösung mit regionalen Karten ist nicht sinnvoll! Siehe eins in Chemnitz. So ein System braucht kein Mensch. Ja der erste Ladevorgang funktioniert mit SMS, aber dann extra registrieren? So ein Quark!!!

Ich habe deinen Artikel gelesen, aber auch da steht drin, dass du dir aus jedem Land ein Karte zuschicken hast lassen. So funktioniert es nicht!!!

Ich habe zwar noch eine alte ENSO Karte bei mir zu Hause, aber was will ein Durchreisender damit? Die Lösung heißt schlicht Roaming. Ich habe einen einzigen Zugang und kann damit europaweit laden. Das ist meine Erwartungshaltung. Dass man das umsetzen kann zeigen die Stadtwerke Leipzig, wo man trotz alter nkt Hardware auch mit PlugSurfing und Co. laden kann. Dafür bedarf es einer Umrüstung der Ladesäule, was Geldeinsatz erfordert.

Auch das Beispiel Heidenheim zeigt, dass das kein praxistaugliches System ist. Ich will keine Karten ausleihen bzw. kaufen, sondern ich will mit den Zugängen laden, die ich habe. Kann ich die Karte vor Ort wenigstens auch nachts um 3 Uhr oder Sonntag Nachmittag bekommen? Laut Verzeichnis ist der kleinste Betrag 25 Euro. Das ist ja wohl ein schlechter Scherz, wenn man nur einmal aufladen will. Und dann nur Schuko und CEE??? Also bei aller Neutralität, verglichen damit funktioniert das Laden in Dresden deutlich besser.

Dass Bargeld nicht erwünscht ist, ist absolut nachvollziehbar. Da wäre zum einen das Thema Vandalismus und andererseits müsstest du immer jemanden schicken, der das Geld holt. Das ist für E-Mobilität keine zeitgemäße Lösung, es sei denn man muss sowieso Parkgebühren bezahlen. Dann kann man die Säule auch über den Parkscheinautomaten freischalten, so wie es z.B. in Meißen umgesetzt ist.

Das StromTicket war hier einfach eine Notlösung, um einen halbwegs praxistauglichen Zugang mit der bereits vorhandenen (!) Hardware umzusetzen. Wenn man den Dreh einmal raus hat, geht es recht einfach. Und es gefällt mir allemal besser als z.B. die Lösung in Chemnitz, weil ich dort zur Zeit gar keinen Strom bekomme, außer an den TNM Ladestationen und bei der envia. Ich weigere mich, solche Karten-Insellösungen zu unterstützen und werde demnach keine Karte extra beantragen, nur weil ich die vielleicht einmal im Jahr brauche. Wer 10.000 Euro teure Mennekes Säulen aufstellt, der sollte auch noch ein paar Euro für ein gescheites Roaming in seiner Kasse finden. Das gilt aber auch für ENSO und DREWAG. Zumindest die neu aufgestellten Triple Lader an der Gläsernen Manufaktur und in Thiendorf werden intercharge fähig sein, ein Schritt in die richtige Richtung. Ob die bestehende Hardware auch integriert wird, bleibt abzuwarten. OCPP ist kein Hexenwerk.

Wer Details zum StromTicket wissen will, warum es entwickelt wurde usw., der möge sich einfach hier die Unterlagen (entsprechenden Reiter wählen) anschauen:
http://www.saena.de/aktuelles/veranstal ... ml?eid=134

Wenn ihr die DREWAG gern persönlich zu den Beweggründen und der weiteren Entwicklung befragen wollt, dann kommt einfach bei einem der nächsten Stammtische / E-Mobil Treffen in Dresden vorbei. Das nächste Event findet aller Voraussicht nach zur Eröffnung des Energieparks an der Gläsernen Manufaktur statt. Ich habe die DREWAG bereits darum gebeten, uns wenn möglich einen Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen. Da lässt sich im persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen alles viel besser aufklären.
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