Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon Z0P0 » Di 7. Jun 2016, 10:01

Hallo zusammen,

nach über 1Jahr Nutzung der Dresdner Ladeinfrastruktur möchte ich mal kurz meine Meinung dazu sagen:

1. Ich war letztes WE mit meinem E-Auto in Erfurt (ebenfalls Landeshauptstadt) und kann nur sagen das die Ladesäulen Abdeckung in Dresden schon wesentlich besser ist als in Erfurt (wir jammern auf hohem Niveau).

2. Das Stromticket finde ich super, ich will keine tausend Karten im Portemonnaie haben, dann doch lieber mehrere App's. Das heißt nicht das das Stromticket perfekt ist, im Gegensatz zur Ladekarte die man einfach an die Ladesäule hält ist das Stromticket viel zu langsam/umständlich, vor allem wenn man sehr oft wie ich tankt.
-> Verbesserungsvorschläge:
- Ich muss jeden Schritt mehrfach bestätigen (Übertriebenes Bsp.: wollen sie beenden, PIN eingeben, wirklich beenden, sind sie sich sicher,...obwohl der Ladevorgang beendet ist). = das geht einfacher (PIN rein fertig)
- Ich muss eine 8stellige ID ins Handy eingeben und dann die erhaltene PIN in die Ladesäule (ihr wisst wie Touch-Displays im Winter reagieren und wie toll das mit kalten Fingern ist), dabei hat jedes Smartphone einen Strichcodelaser bzw. Kamera = das geht einfacher (Handy scanen lassen und wenn die Ladesäule noch eine Kamera hat dann gleicher Rückweg oder Internetzugang dann einfach in dem Moment freischalten - Feedback an die Ladesäule)

Grüße aus Dresden
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon eve » Mo 11. Jul 2016, 11:29

PowerTower hat geschrieben:
Die ENSO wird in diesem Jahr ein paar Triple Lader errichten, man versprach sich dabei gleich um das Thema Roaming zu kümmern. An dem Punkt ist es auch weniger ein Problem, weil die Hardware dazu technisch in der Lage ist und eine online Verbindung besteht. Weder das eine noch das andere ist bei den bisherigen Säulen gewährleistet.


Einer davon ist wohl der in Bad Schandau. Funktioniert supi finde ich. Gut ist, dass das Display haptisch deutlich angenehmer ist. Die Displays von den anderen ENSO Säulen fühlen sich in Sachen Responsivität bald schlimmer an als die erste Generation der DB Automaten.

Unschön ist, dass man sich bei der Ladezeit - wie bei allen StromTicket Säulen - vorher festlegen muss. Besser wäre es, wenn man zumindest alternativ einfach eine Leistung wählt und dann z.B. pro angefangenen 15 oder 30 min soundso viel berechnet wird. Da wird sich aber wohl erstmal nichts tun. Weiterhin unschön auch das umständliche Verfahren. Ich tippe als Windows Phone Nutzer immer die 15 Ziffern (9 am Telefon, 6 an der Säule). Das ist nicht nur bei widriger Witterung HMI technisch nicht zeitgemäß. Sowas mach E-Mobilität definitiv nicht attraktiver. Da man oft als E-Mobilist bereits den ein oder anderen Nachteile zu tragen hat sollte an jeder Stelle wo Potenzial besteht, dieses auch ausgeschöpft werden; z.B. kinderleichtes und schnelles Starten des Ladevorgangs.

Z0P0 hat geschrieben:
- Ich muss jeden Schritt mehrfach bestätigen (Übertriebenes Bsp.: wollen sie beenden, PIN eingeben, wirklich beenden, sind sie sich sicher,...obwohl der Ladevorgang beendet ist). = das geht einfacher (PIN rein fertig)
- Ich muss eine 8stellige ID ins Handy eingeben und dann die erhaltene PIN in die Ladesäule (ihr wisst wie Touch-Displays im Winter reagieren und wie toll das mit kalten Fingern ist), dabei hat jedes Smartphone einen Strichcodelaser bzw. Kamera = das geht einfacher


Eben das. Und - die ID, von der du sprichst ist 9-stellig. Insgesamt 9 + 6 (PIN) Ziffern.

Gibt es in Bad Schandau denn nun auch Roaming oder Nein?
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon graefe » Mo 11. Jul 2016, 12:43

Plan B hat geschrieben:
Wieso muss es in Deutschland immer so kompliziert sein? Andere Länder machen es doch vor das es besser geht!

In Frankreich bekommst Du Ladekarten die du per Paypal aufladen kannst.

Wie jetzt? Smartphone ist eine Zumutung, aber Paypal zumutbar? Ich sehe das z.B. eher umgekehrt.

So und jetzt was zum Handy... Ich hab ein Smartphone, doch muss man um ein Elektroauto zu fahren unbedingt noch ein Smartphone dazu kaufen?
Ich denke da vor allem an die ältere Generation.

Habe ich das jetzt richtig verstanden: Du hast eigentlich gar kein Problem, sondern es geht Dir nur um's Prinzip?? :roll: Tut mir leid, da ist die Antwort der Stadtwerke eigentlich genau richtig.
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon Tho » Mo 11. Jul 2016, 14:00

Ne, ich sage euch als täglicher Nutzer, es ist mit dem Handyticket App schon mühsig das Stromticket zu kaufen.
Wenn man nun wegen Windows Phone keine App hat sondern es per Website machen muss, dann wirds unlustig.

Ablauf am Touchscreen der Säule mit Handy mit Handyticket App: Stromticket drücken, 6mal drücken bis 32A 30min, dann kommt ein Code, Handyticket App starten, zum Stromticket gehen, Code eintippen, kaufen drücken, dann kommt ein neuer Code, an der Säule mit OK weiter, dann kommt die Codeingabe, dann wieder weiter, dann öffnet sich die Klappe der Säule, dann erst Kabel anstecken, kurz warten, Auto anstecken....Oh Wunder, es fließt der Strom. :)
Ladung beenden: Wenn Zeit abgelaufen ist (oder vorzeitig) aufs X drücken, Code eingeben aus der Stromticket App, Ja, wirklich beenden, Kabel entriegelt...
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon C-Zer0 » Mo 11. Jul 2016, 14:51

ich habe noch nie verstanden warum man hier bei uns in D alles wieder so kompliziert machen muss.... klar das abkassieren der mobilität in diesem schönen lande muss gewährleistet sein... deshalb will man auch lieber brennstoffzellenkisten die wieder an die tankstelle müssen, wo steuerzuschläge perfekt umsetzbar sind..... das geht an steckdosen halt nicht....

warum kann man nicht ganz banal und analog den campingplätzen überall stromsäulen mit münzeinwurf aufstellen und wenn gewünscht halt noch einen EC-kartenleser dazu ? das wäre an nahezu jeder straßenecke im bereich der straßenbeleuchtungsanschlüsse realisierbar.

jeder kauft sich eine LADEBOX nach seinem gusto oder adapter für den" serienknochen" und schon haben wir auch ein geschäftsfeld in dem sich die fahrzeuganbieter mit am kuchen beteiligen können.

wegen mir wie schon jetzt vielerorts CEE blau für die langsamlader und dazu CEE rot 32A und jeder kommt mit seiner LADEBOX und dem entsprechenden adapter.

so laden wir unseren C-Zero und die ZOE seit kauf ganz unkompliziert und notfalls sogar beim bauernhof am ende der welt .... wie im februar in der nähe von isny im allgäu... rosenhof... während der übernachtung hat die ZOE schön am CEE 16A in der scheune geladen und sogar noch vorgeheizt und das ganze für einen pfennigbetrag, weil die steckdose ja eh da sei... meinte der nette "bauer"...... warum muss bei uns immer alles so kompliziert sein .....

EDIT:
Kaugummi-, Kaffee-, Getränke-, Zigarettenautomaten, das musikspielende "Reitschwein" für Kleinkinder im örtlichen Supermarkt und und und funktionieren seit Jahrzehnten nach diesem Prinzip.... daher denke ich, kann man dieses Prinzip als einfach titulieren, zumal ein Großteil dieser Automatengattungen deutlich mehr Umsatz generiert und die Aufbruchszahlen seit Jahren stagnieren.
Eine täglich praktisch mehrfach mögliche Leerung analog der Parkscheinautomaten(die hatte ich in der Aufzählung unterschlagen...) durch die ohnehin unterwegs befindlichen städtischen Vollzugsbediensteten würde das Diebstahlrisiko nochmals minimieren.

Und die Tatsache dass ich mich als "User" dem bestehenden Stromnetz je nach genutztem Fahrzeuganschluss und vorliegender Stromquelle anpasse sehe ich als mildestes Mittel.

In meinem wirklich kleinen Heimatort 74541 stehen 3 Münzlademöglichkeiten zur Verfügung und noch nie war ein "Reboot" erforderlich oder ein "Update".... einfach ankommen... Ladebox einstecken.... Geld rein.... laden......

Einfache Infrastruktur und Anpassung des Nutzers je nach Belang.
Zuletzt geändert von C-Zer0 am Di 12. Jul 2016, 01:12, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon enabler » Mo 11. Jul 2016, 20:50

C-Zer0 hat geschrieben:
warum kann man nicht ganz banal und analog den campingplätzen überall stromsäulen mit münzeinwurf aufstellen und wenn gewünscht halt noch einen EC-kartenleser dazu ? das wäre an nahezu jeder straßenecke im bereich der straßenbeleuchtungsanschlüsse realisierbar.

jeder kauft sich eine LADEBOX nach seinem gusto oder adapter für den" serienknochen" und schon haben wir auch ein geschäftsfeld in dem sich die fahrzeuganbieter mit am kuchen beteiligen können.

Und das soll unkompliziert sein?

Das Thema wurde hier schon x-fach durchdiskutiert. In aller Kürze: Eine RFID-taugliche Online Wallbox gibts bereits ab 1500 Euro, eine gut ausgestattete Standsäule pro Socket 3000. Und so lange pro Stunde nur 3-9 Euro Umsatz generiert werden können, wird kein Errichter bereit sein, in eine unpraktikable Lösung (Geldeinwurf==nächtliches Aufbruchsrisiko) deutlich höhere Investition zu stecken.

Das Problem ist ja nicht die RFID-Karte an sich, das Problem ist eine mangelhafte technische Umsetzung der Betreiber und der Hersteller der Ladesysteme. Schrottige Modems, schrottige Kartenleser, dämliche UIs (warum zu Henker braucht es Buttons oder gar einen Touchscreen? Karte ran -> Socket grün -> Stecker rein -> laden) und mangelhafte Backend-Software.

Dass eine Karte für eine große Anzahl Stationen reicht, zeigt TNM täglich und die kochen auch nur mit Wasser. Die Anbieter mit Roaming-Karten werden kontinuierlich mehr und die Inseln immer kleiner.

In drei Jahren werden nur noch die Bürgermeistersäulen von Wanne-Eickel, Piding und Oed mit Entlehnkärtchen zu Geschäftszeiten nutzbar sein - der Rest geht mit einer (einer!) Karte eines für mich preislich passendes Produktes.
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon i300 » Di 12. Jul 2016, 22:33

Prickelnd ist auch die Spannung wenn man - da die PIN nicht akzeptiert wurde, man die Hotline angerufen hat und telefonisch eine PIN erhalten hat - beim abstöpseln merkt, dass man versäumte sich die PIN zu notieren und nun hofft, dass der Mitarbeiter wieder an's Telefon geht und diese noch parat hat... :roll:
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon Tho » Mi 13. Jul 2016, 07:24

Ja oder man gezahlt hat und der Deckel nicht entriegelt. Das hatte ich auch schon mal.
Dann schreibt man entweder ne Mail an die Drewag zur Gutschrift oder lässts sein für einsfuffzig... :lol:
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon eve » Mi 13. Jul 2016, 09:15

Tho hat geschrieben:
Ja oder man gezahlt hat und der Deckel nicht entriegelt.


Falls das bei den nkt Säulen nach dem Ladevorgang wenn der Stecker schon/noch steckt passiert - einfach mal auf den Deckel drücken. Kann sein, dass der Bolzen nicht zurück gezogen werden kann, weil der Deckel leicht gespannt ist. Bei Schuko hatte ich zumindest mal dieses Problem.
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Re: Drewag Ladesäulenbetreiber wälzt Kosten auf Kunden ab!

Beitragvon Tho » Fr 22. Jul 2016, 17:06

Ich starte als täglich User mal ein Log:

Gestern: Gombitzer Höhe, Blechdeckel über Typ2 öffnen nach Freischaltung nicht (Hitzeproblem bei 34C in der vollen Sonne?)
Heute: siehe Bild bei ca. 50%, Typ2 andere Seite lädt durch
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