Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon stromer » Fr 8. Jan 2016, 22:34

Nachdem sich die Ladeinfrastruktur in meinem Umfeld in den letzten Jahren immer weiter verbessert hat, ist seit einigen Monaten eine deutliche Verschlechterung eingetreten.
In Offenburg zum Beispiel gab es bisher 3 Ladesäulen der EnbW, zwar nicht sehr zuverlässig, aber eine davon funktionierte immer. 2 dieser Ladesäulen wurden jetzt durch neue ersetzt. Eine davon funktioniert jetzt schon nicht mehr, die andere liefert statt bisher 32 A nur noch 20 A.. Die 3. Säule wurde durch eine Ladesäule einer Carsharing-Firma ersetzt und laut Beschilderung sind beide Ladeplätze für Carsharingfahrzeuge reserviert.
Dann gibt es noch eine sehr zuverlässigen Ladesäule am ADAC, die seit Wochen, voll funktionsfähig, mit einem Müllsack vor Benutzung geschützt wird. Inzwischen ist diese jedoch nicht mehr per RWE-App aktivierbar.
Hatte ich mich ursprünglich noch gefreut, daß die Typ1 Ladesäulen im Parkhaus Wasserstraße gegen 2 Mennekes-Ladestationen ausgetauscht wurden, setzte kurze Zeit darauf schon wieder Ernüchterung ein. Einer der beiden Ladeplätze ist durch einen Zoe der Stadt Offenburg dauerbelegt. Fahren die denn eigentlich auch mal damit ? Ab und an, wenn nicht der Smart ED der Stadt Offenburg dort steht, hat man eine kleine Chance den 2. Ladeplatz nutzen zu können.
Die Situation Tiefgarage Marktplatz ist seit Jahren unverändert, 2 x CEE 16A, also ohne teure Mobilboxen nicht nutzbar.
Im weiteren Umfeld konnte ich bisher die Energiedienst-Ladesäulen nutzen. Deren Netz wurde in den letzten Jahren zwar deutlich ausgebaut. Mit der Anschaffung von 30 Carsharing-Fahrzeugen wurde die Zahl der verfügbaren Ladepunkte aber gleich wieder halbiert, da diese dauerladend vor den Ladesäulen stehen. Die restlichen Ladepunkte werden dann auch oft schon mal von Verbrenner-Fahrzeugen belegt. Den Rest hat mir dann das neu Preismodell gegeben. Selbst bei Ausnutzung der maximalen Ladeleistung von 22 kW kostet mich eine Vollladung ca. 10 €, also letzendlich genau so teuer, als wenn ich mit einem Verbrenner fahren würde. Mit der Umstellung auf Bezahlung per Keditkarte mit Paypass hat sich das sowieso erledigt, da meine Bank diese Funktion nicht unterstützt.
Aber am meisten werde ich wohl den RWE-Ladesäulen nachtrauern. Die haben mir schon einpaar mal den A.... gerettet. Hier im Südwesten stehen diese meist beim ADAC und die werden wohl demnächst alle abgebaut.
Da ich jetzt überwiegend mit dem Tesla unterwegs bin könnte ich das jetzt relativ entspannt sehen. Dem Zoe-Fahrer in mir platzt aber so langsam der Krangen.
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon rolandk » Fr 8. Jan 2016, 23:07

stromer hat geschrieben:
Da ich jetzt überwiegend mit dem Tesla unterwegs bin könnte ich das jetzt relativ entspannt sehen. Dem Zoe-Fahrer in mir platzt aber so langsam der Krangen.


Menno, selber machen.....

Warum klappt das da unten im Süden bei euch nicht?

Gruß
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon Spürmeise » Sa 9. Jan 2016, 00:14

rolandk hat geschrieben:
Menno, selber machen.....

Selber machen ist in größeren Städten halt schwierig. Genauer gesagt: meist unmöglich.
Verbote von Ladesäulen im öffentlichen Raum wie durch die Qualitätspolitiker in Köln beschlossen tun ihr übriges.
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon rolandk » Sa 9. Jan 2016, 01:09

Ok, das es in Städten eher schwierig ist, kann ich noch verstehen. Aber selbst da gibt es Privatgrund.... und solange es nicht notwendig ist über öffentlichen Grund etwas zu machen, sollten auch diverse Qualitätspolitiker im Zaum zu halten sein. Es ist klar, das im Reihenhaus-Mitte ohne direkten Straßenzugang Probleme bestehen werden.

Aber es gibt doch sicher auch sogenannte KMU (kleine/mittelständische Unternehmer) die da sicher die richtigen Ansprechpartner wären (z.B. Busunternehmen, Speditionen, danach Händler aller Art, Gastronomie, Freizeitangebote...).

Gerade im Süden der Republik dürfte das doch eher kein Problem sein, oder?

Was haben wir hier im Norden für Probleme nicht, die im Süden soviel blockieren? (seltsamer Satzbau, ich weiß)

Im Moment habe ich das Gefühl, das gerade der Umbruch kommt, wo die kommerziellen Anbieter sich in Position bringen. Dazu wird natürlich alles, was vorher einigermassen frei war, eingestampft. Und danach heisst es dann für den E-Fahrer: friß oder stirb.

Von meiner Seite aus kann ich da nur empfehlen sich dagegen zu wehren. Und da ist es bisher immer noch das beste, selber Hand anzulegen. Das es funktioniert, wurde im Norden doch bereits breit bewiesen.

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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon Robi » Sa 9. Jan 2016, 02:15

Zum Thema Großstadt kann ich nur hinzufügen: Ich betreibe in der Kleinstadt Hamburg eine 24/7 zugängliche 43 KW Typ 2 Ladesäule.
Zwar in einem Wohngebiet aber mit wenig Aufwand und ohne Fremdkapital realisiert.
Ich persönliche finde Ladeinfrastruktur auf Privatgelände besser Aufgestellt, da Vandalismus und zuparkgefahr geringer sind. Benzintankstellen stehen auch nicht im Öffentlichen Raum.

Meine Ladesäule wurde bis dato gut genutzt. Sei ein paar Wochen sind allerdings 4 Tripple Lader in der Direkten Umgebung dazugekommen. Aber das wir sich ändern, wenn erstmal 0,80 € pro kWh bei Clever zu bezahlen sind...... ;)
Und da die Betreiber den Strom in der Anfangszeit verschenken, ist es z.Z. sehr ruhig hier.
Aber natürlich kann es nicht sein, das wir unsere Ladesäulen selber bauen oder das Drehstromnetz nutzen.

Wobei ich über die Hamburger Ladeinfrastruktur fast nur Positives sagen kann. Es werden jede Woche 3 - 4 neue Ladepunkte in Betrieb genommen, die Wartung funktioniert und Fremdparker werden auch "neuerdings" Umgesetzt.
Dieses Jahr sollen die neuen Schnelllader kommen (50 KW CCS und Chademo sowie NUR 22 KW AC).


Gruß

Robi
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon Major Tom » Sa 9. Jan 2016, 11:41

Aber es gibt doch sicher auch sogenannte KMU (kleine/mittelständische Unternehmer) die da sicher die richtigen Ansprechpartner wären (z.B. Busunternehmen, Speditionen, danach Händler aller Art, Gastronomie, Freizeitangebote...).


Richtig.
Hier im Ort gibt es ein paar öffentliche Ladestationen (von den Stadtwerken mit kostenfreiem Strom, ohne Registrierung).
Wenn ich mir aber überlege wer von den o.g. noch eine Ladestation aufbauen könnte, dann komme ich ins Grübeln.
Auf die Schnelle fällt mir keine Gaststätte ein, die private Parkplätze hätte, alles öffentlicher Raum.
Bei Einkaufsmärkten wäre zwar Platz, aber außerhalb der Öffnungszeiten sind die Parkplätze gesperrt (hat wohl versicherungstechnische Gründe)
Firmengelände sind meistens abgesperrt und sind im Industriegebiet, da will ich auch nicht unbedingt laden.
In Wohngebieten ist meist jetzt schon wenig Platz für reservierte Parkplätze.

Öffentlicher Raum wäre also schon der richtige Platz. Vielleicht sollten die Gemeinden einfach kulanter beim Überlassen sein, so dass private Anbieter einfacher im öffentlichen Raum bauen können.
ciao
Tom
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon Rinaldo » So 24. Jan 2016, 13:03

Hallo Stromer,
die Ladestationen-App der EnBW zeigt aktuell (24.01., 11.55 h) an, dass alle drei Ladestationen (Weingarten-, Stegmatten- und Freiburger-Str. verfügbar und frei seien. Hat sich seit Deinem Beitrag Anfang Januar ein Wunder ereignet oder zeigt die Ladestationen-App lediglich an, wie es idealerweise sein sollte?
Bin demnächst Zoe-Besitzer, wohne im Elsass (Haut-Rhin) und muss gelegentlich nach Gengenbach zum Besuch abstatten. Da kämen mir funktionsfähige Ladestationen in Offenburg sehr gelegen.
Beste Grüße von
Reinhard
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon smart_ninja » So 24. Jan 2016, 13:31

Auch in Stuttgart liefern die neuen LS (ohne Schuko!) nur noch 20A/Phase = 14kw obwohl auf den LS und im Internet 22kW beworben wird.

uploadfromtaptalk1453634952343.jpg


Die LS vom Energiedienst in Südbaden, liefern nur max. 30A/Phase = 20,8kW statt 22kW.

Im Endeffekt sind das alles versteckt Preiserhöhungen und Ladezeitverlängerungen auf Kosten der Nutzer.
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon umberto » So 24. Jan 2016, 15:22

Hast Du die EnBW schon mal drauf angesprochen?

Gruss
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon stromer » So 24. Jan 2016, 18:03

Rinaldo hat geschrieben:
Hallo Stromer,
die Ladestationen-App der EnBW zeigt aktuell (24.01., 11.55 h) an, dass alle drei Ladestationen (Weingarten-, Stegmatten- und Freiburger-Str. verfügbar und frei seien. Hat sich seit Deinem Beitrag Anfang Januar ein Wunder ereignet oder zeigt die Ladestationen-App lediglich an, wie es idealerweise sein sollte?
Bin demnächst Zoe-Besitzer, wohne im Elsass (Haut-Rhin) und muss gelegentlich nach Gengenbach zum Besuch abstatten. Da kämen mir funktionsfähige Ladestationen in Offenburg sehr gelegen.
Beste Grüße von
Reinhard


Der App ist hier nicht zu trauen. Dort sind auch noch Typ2, Typ3 und Schuko eingetragen obwohl die neuen Ladesäulen mit 2 x Typ2 bestückt sind. Die Ladesäule Weingartenstr. wird funktionsfähig angezeigt, obwohl dort keine EnBW-Ladesäule mehr vorhanden ist. Dort steht jetzt eine der Stadt Offenburg und die Parkplätze sind laut Beschilderung für Carsharingfahrzeuge reserviert. Allerdings lies sich diese mit einer beliebigen RFID-Karte freischalten.
Auch die in der Stegermattstraße wird als funktionsfähig angezeigt obwohl sie einseitig auf Störung steht. Die andere Seite lieferte aber auch nur noch 20 A, also 14 kW.
Wenn du in Gengenbach bist kannst du auch beim mir mit 43 kW kostenlos laden, also 3 x schneller als an den kastrierten EnBW-Ladesäulen in Offenburg.
http://www.goingelectric.de/stromtankst ... e-16/1638/
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