Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon p.hase » Di 3. Mai 2016, 18:53

Stromopoly hat geschrieben:
Ich hab kürzlich eine ungefähre Antwort auf diese Frage bekommen:

"Der Gemeinderat hat dem Personenmobilitätskonzept der Stadtverwaltung am 12. April 2016 zugestimmt. Danach soll der städtische PKW-Pool mit Elektroantrieben voraussichtlich rund 50 Fahrzeuge umfassen und die Autos müssen auch für kurzfristige Einsätze bereitstehen. Auf Basis dieser Rahmenbedingungen ist der Aufbau der Ladeinfrastruktur ausgerichtet. Wir bitten um Verständnis, dass angesichts dessen ausschließlich eine betriebsinterne Nutzung der Ladesäulen vorgesehen ist."

Demnach gäbe es für eine Million Euro zwar ein paar Dutzend e-Ups/e-Golfs etc ohne Schnelllademöglichkeit (denn sonst müssten die ja nicht ganztägig an der Ladesäule hängen), jedoch keine einzige zusätzliche öffentliche Ladesäule in Freiburg.
:roll:

Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntich zuletzt, mal schauen was letztendlich angeschafft und aufgebaut wird.

Gruß,
Stromopoly

freiburg grundsätzlich mit dem verbrenner ansteuern und bei jeder gelegenheit schön den motor warmlaufen lassen! passt. :mrgreen:
Zuletzt geändert von TeeKay am Di 3. Mai 2016, 21:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte keine Trippelquotes
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon AndiH » Mi 4. Mai 2016, 11:24

Stromopoly hat geschrieben:
Ich hab kürzlich eine ungefähre Antwort auf diese Frage bekommen:

"Der Gemeinderat hat dem Personenmobilitätskonzept der Stadtverwaltung am 12. April 2016 zugestimmt. Danach soll der städtische PKW-Pool mit Elektroantrieben voraussichtlich rund 50 Fahrzeuge umfassen und die Autos müssen auch für kurzfristige Einsätze bereitstehen. Auf Basis dieser Rahmenbedingungen ist der Aufbau der Ladeinfrastruktur ausgerichtet. Wir bitten um Verständnis, dass angesichts dessen ausschließlich eine betriebsinterne Nutzung der Ladesäulen vorgesehen ist."

Gruß,
Stromopoly


Das ist jetzt nicht war oder? Für 50 Fahrzeuge geben die 1 Mio. für Lademöglichkeiten aus, das sind 20.000 pro Fahrzeug und erzählen dann noch das damit eine allgemeine Nutzung nicht möglich ist?

Wer hat sich bitte diese Konzept ausgedacht?

Gruß

Andi
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon p.hase » Mi 4. Mai 2016, 12:05

http://www.freiburg.de/pb/,Lde/945253.h ... 26auml%3Bt

dazu das protokoll seite 6. https://freiburg.more-rubin1.de/beschlu ... 1&status=1

kurz. die stadt bekommt für 1.005.000 euro ladesäulen vom bund geschenkt. die autos dazu.

nur laden darf dort niemand dran? obwohl von unseren steuern bezahlt?
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon AndiH » Mi 4. Mai 2016, 13:16

Das ist wohl schon in den Regeln der Förderung verbockt worden :

"Ist die Anschaffung von Elektrofahrzeugen/Ladeinfrastruktur förderfähig?
Die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und einer Ladeinfrastruktur könnte unter dem Gesichtspunkt der Luftreinhaltung förderfähig sein. In Frage käme der Ersatz von Fahrzeugen kommunaler Einrichtungen sowie der Schaffung der notwendigen
Ladeinfrastruktur (z.B. Bauhof). Die Maßnahme müsste ausschließlich dem gesetzlichen Förderziel dienen und dies müsste
entsprechend nachgewiesen werden. Bei einer Ladeinfrastruktur, die allgemein zugänglich ist, wäre zu prüfen, ob Errichtung
und Unterhalt nicht durch Erhebung von Entgelten zu finanzieren ist. Dies würde eine Förderung ausschließen."

Quelle : https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen ... KlnvFG.pdf
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon TeeKay » Mi 4. Mai 2016, 13:56

Na Hauptsache jedes 10km am Tag bewegte Stadtfahrzeug hat seine eigene Säule, damit es da durchschnittlich 142h pro Woche stehen kann.

Das dieser Planung zugrunde liegende Szenario ist so klar wie erschreckend. Gertrude Hilsenbrink-Schmöller ist seit 35 Jahren im Außendienst in ihrem Bezirk unterwegs, um Dönerstände auf Hygiene zu kontrollieren. Die durchschnittliche Fahrleistung ihres bisher genutzten VW up pro Tag beträgt 9,35km - seit 35 Jahren schwankt ihre Fahrleistung nur um 5% pro Tag. Es würde also völlig ausreichen, den e-up genauso wie alle anderen 49 Fahrzeuge einmal pro Woche über Nacht an den 10 lastgemanagten Wallboxen (Kostenpunkt 35.000 Euro) aufzuladen.

Was wäre aber, wenn Gertrude Hilsenbrink-Schmöller eines Tages einen verletzten Kollegen ins Krankenhaus bringen müsste, während der Anruf ihrer hüftkranken Mutter kommt, die beim Retten der Katze vom Baum fiel? Sie müsste dann spontan vom Krankenhaus die 50km zu ihrer Mutter fahren, wieder 50km zurück ins Krankenhaus und danach ihre übliche Dönertour fortsetzen, um pünktlich 16:00 Feierabend machen zu können. Und das bei Orkan, Hagelschauer auf frischer 50cm Schneedecke bei -25°C mit Schneeketten im Dauerstau. Sie können sich vorstellen, dass der E-Up dabei ganz schön ins Schwitzen geraten könnte. Zumal Gertrude Hilsenbrink-Schmöller ärztlich bestätigt eine Tieftemperaturallergie besitzt und daher immer mindestens 28°C Lufttemperatur benötigt.

Daher ist es zwingend notwendig, die Fahrzeuge immer auf mindestens 90% SOC zu halten und dafür für 1 Mio Euro viele Ladesäulen in der Stadt zu verteilen, die für die 50 städtischen Elektroautos reserviert sind. Die sehr guten Erfahrungen mit Bürgermeistersäulen geben der Stadt Recht. Noch nie kam es bei den 1000 im Land verteilten Bürgermeistersäulen vor, dass jemand am Wochenende an den grundsätzlich mit nicht mehr ladenden Behörden-PHEV zugeparkten Säulen jemand laden wollte. Eine öffentliche Nutzbarkeit der Säulen ist daher unnötig.


In Berlin war man übrigens cleverer. Man baut hunderte Säulen, die offiziell öffentlich nutzbar sind. Alle sind glücklich und die Presse schreibt, wie viel die Stadt doch für die Elektromobilität tut. Durch geschickt idiotische Preis-Parkzeitkombinationen sorgt man aber dafür, dass dort nie jemand laden wird.
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon Major Tom » Mi 4. Mai 2016, 17:49

@TeeKay
:mrgreen: Na hoffentlich ist es nicht so.

Ich habe auf alle Fälle die Stadt angeschrieben wie sie denn auf Kosten von ca. 20.000 € pro Fahrzeug für die Ladeinfrastruktur kommen. Ich bin gespannt.

Eine Vermutung habe ich schon: Die bauen für jedes Fahrzeug einen Schnelllader :shock:
ciao
Tom
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon p.hase » Mi 4. Mai 2016, 21:17

1000 euro keba säule. 19000 euro bekommt der elektriker fürs anschliessen pro säule: der bruder ist im gemeinderat!
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon Kim » Do 5. Mai 2016, 08:18

Stromopoly hat geschrieben:
Demnach gäbe es für eine Million Euro zwar ein paar Dutzend e-Ups/e-Golfs etc ohne Schnelllademöglichkeit (denn sonst müssten die ja nicht ganztägig an der Ladesäule hängen), jedoch keine einzige zusätzliche öffentliche Ladesäule in Freiburg.

Ich hoffe, dass diese Fahrzeuge nicht zusätzlich an den öffentlichen Ladesäulen parken/laden dürfen und die noch dazu blockieren.
Und ich hoffe, dass unsere Freiburger EV-isten in solch einem Fall auch entsprechende Massnahmen ergreifen würden?!
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon p.hase » Do 5. Mai 2016, 10:25

Kim hat geschrieben:
Stromopoly hat geschrieben:
Demnach gäbe es für eine Million Euro zwar ein paar Dutzend e-Ups/e-Golfs etc ohne Schnelllademöglichkeit (denn sonst müssten die ja nicht ganztägig an der Ladesäule hängen), jedoch keine einzige zusätzliche öffentliche Ladesäule in Freiburg.

Ich hoffe, dass diese Fahrzeuge nicht zusätzlich an den öffentlichen Ladesäulen parken/laden dürfen und die noch dazu blockieren.
Und ich hoffe, dass unsere Freiburger EV-isten in solch einem Fall auch entsprechende Massnahmen ergreifen würden?!

zu sofort-massnahmen gehört das regelmässige besuchen von gemeinderatssitzungen und privatem aufsuchen von gemeinderatsmitgliedern.
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Re: Deutliche Verschlechterung der Ladesituation

Beitragvon TeeKay » Do 5. Mai 2016, 11:13

p.hase hat geschrieben:
regelmässige besuchen von gemeinderatssitzungen und privatem aufsuchen von gemeinderatsmitgliedern.

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