Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon rolandk » Sa 6. Aug 2016, 10:51

flow2702 hat geschrieben:
Mich dünkt, ich habe gerade hier irgendwo die Ironie übersehen... :lol: sorry...

Latürnich....

Aber Du hast schon recht, hier kann man auch mal wieder sehen, wie es mit der "Kleinstaaterei" innerhalb eines Betriebes aussieht. Aber wundert Dich das? Die deutsche Automobilindustrie sagt doch gebetsmühlenartig, das das e-mobil nur als Stadtfahrzeug taugt.
Was weder die Automobilindustrie noch die EVUs kapieren: Wenn ich nur in der Stadt fahre, reicht in der Regel tatsächlich die Schukosteckdose zu Hause bzw. beim Arbeitgeber. D.h. die EVUs müssen da gar nichts machen.

Nur ist es eben so, das jeder, der erst mal auf den Geschmack gekommen ist, irgendwann auch mal längere Strecken fahren möchte/will. Das ich mir für die paar Fahrten die ich im Jahr mache aber kein Jahresabo á la EWE ans Bein hänge ist dort anscheinend auch nicht klar.

Und spätestens dann sollte einem EVU klar sein, das der Anprechpartner in der Regel eben nicht im eigenen Versorgungsgebiet lebt. Mal sehen, wann die das endlich kapieren.

Bezahlen per Münzeinwurf oder SMS oder am Besten EC-Karte (siehe Volksbanken) und alles ist gut. Und wenn Destination-Lader an Restaurants, Hotels und Supermärkten als Kundendervice so etwas zusätzlich anbieten... um so besser.

Ich wünsche mir für den Raum Hannover einfach nur eine Ladestation zwischen der A2 und der A7 und dann im Stil der Ladestation in Villach. D.h. SuC, mehrere Triplelader und zusätzlich ein paar 22kW AC.

Roland
Zuletzt geändert von rolandk am Sa 6. Aug 2016, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon flow2702 » Sa 6. Aug 2016, 10:53

Ehrlich, je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr muss ich mich schon wieder aufregen. Hannover geht gar nicht, die sollen erstmal ein klein wenig ihren Verstand arbeiten lassen, und so ein Minimum an benutzbarer Infrastruktur schaffen. Dann kann man für die Feinheiten vielleicht irgendwann mal solche Umfragen rausblasen.

Wie kann es zum Beispiel sein, dass es im Umkreis um die Herrenhäuser Gärten/Sea Life meilenweit keine Lademöglichkeiten gibt? So ungefähr das einzig Sehenswürdige, was Hannover zu bieten hat? Dafür brauchen die ne Umfrage? Fällt mir nix mehr zu ein.
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Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon Spüli » Sa 6. Aug 2016, 15:52

Hannover macht zumindest auf mich den Eindruck, daß man sich Mühe gibt. Durch den Anschluss an TNM hat man die größte Barriere für Fremde eingerissen. Und mit genau solchen Umfragen wie dieser möchte man Meinungen der Nutzer einfangen.

Wenn Du jetzt also einen Standort in Herrenhausen Dir gewünscht hat, kommt da demnächst vielleicht sogar einer hin. Je mehr Stimmen für einen Standort, um so eher wird dort etwas passieren.

Da Du mit Hannover so unzufrieden bist, kannst Du gerne mal einen Blick nach Braunschweig werfen. :wand:
Gruß Ingo
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Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon energieingenieur » Sa 6. Aug 2016, 16:26

Ich muss mich hier auch mal pro Hannover/enercity aussprechen. Da ist echt schon einiges passiert. Nicht nur, dass Hannover mit einer der allerersten Städte in Niedersachsen waren, die überhaupt Ladesäulen hatten. Inzwischen gibt es wirklich viele Ladepunkte und auch viel verschiedene. Die enercity hat häufiger mal die Kunden befragt und auch deren Wünsche berücksichtigt. Sie haben sich von der lokalen Lösung hin zu TNM- und Roamindnetz geöffnet. Derzeit versuchen sie gemeinsam mit dem Eichamt eine wirklich rechtssichere Abrechnung nach kWh zu ermöglichen. Hannover ist eine der wenigen Städte in die man ohne Vorplanung hineinfahren kann und sicher wieder mit Strom herausfährt.
Natürlich läuft auch da nicht alles rund:
- Die Lader in den Tiefgaragen fallen öfter mal aus. Aber bitte gesteht doch auch einem Stadtwerk mal zu, vll. das falsche Produkt eingekauft zu haben. Wem von uns ist das noch nicht passiert? Auch da arbeiten Menschen, die nicht als E-Mobility-Allwissende ihren Beruf begonnen haben.
- Die Abrechnung nach Zeit passt einigen nicht. Ist aber derzeit die einzige Lösung. Eine Abrechnung nach kWh ist aufgrund des Eichrechtes nicht zulässig. Die enercity arbeitet daran, dass gemeinsam mit dem Eichamt und den Ladesäulenherstellern zu lösen.
- Es gab eine Zeit lang Probleme mit der Authorisierung während der Umstellung auf TNM. Das war bundesweit das erste Mal, das Mennekes-Säulen mit dem TNM-Backend verbunden wurden. Da mussten erstmal die richtigen Einstellungen gefunden werden. Das kann man oft genug simulieren, aber die Praxis sieht dann doch anders aus.

Sonst meckern doch immer alle, wenn die Verantwortlichen die Nutzer nicht befragen. Die enercity tut das aktiv und will wissen, wo neue Ladepunkte errichtet werden sollen. Ich finde das genau das richtige Verhalten. @flow2702: Wenn du dir an den Herrenhäuser Gärten was wünscht, dann hast du das in der Umfrage hoffentlich so mitgeteilt.

Ich muss Spüli zustimmen. Das Gegenteil ist in Braunschweig passiert. Da wurden die geplanten Standorte vor dem Bau veröffentlicht... E-Fahrer haben massenweise protestiert... Gebaut wurden sie trotzdem. Was da nun steht ist zum heulen.
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Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon eDEVIL » Sa 6. Aug 2016, 17:09

Derzeit versuchen sie gemeinsam mit dem Eichamt eine wirklich rechtssichere Abrechnung nach kWh zu ermöglichen.

Warum kann RWE und andere denn nach KWh abrechnen und Enercity nicht?

Wenn ein Zeittarif unumgänglich sein soltle, muss man halt einpahsige LAdepunkte in großer Zahl aufstellen, wo man dann eben auch auf 16A einphasig kalkuliert.

Bzgl. Nutzerbefragung kann ich energieingenieur nur zustimmen. Die entscheidung für TNM kam letztendlich von den Nutzern und ist sehr positiv. Die Kleinstaaterei, wie in BS ist echt schlimm.
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Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon siggy » Sa 6. Aug 2016, 17:31

Andere Eichbehörde.
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Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon ev4all » Sa 6. Aug 2016, 17:49

energieingenieur hat geschrieben:
- Die Abrechnung nach Zeit passt einigen nicht. Ist aber derzeit die einzige Lösung. Eine Abrechnung nach kWh ist aufgrund des Eichrechtes nicht zulässig. Die enercity arbeitet daran, dass gemeinsam mit dem Eichamt und den Ladesäulenherstellern zu lösen.
siggy hat geschrieben:
Andere Eichbehörde.

Ist das Eichrecht wirklich so unterschiedlich? Ich bin etwas verwundert, dass die EAM jetzt in Lohfelden und Kirchheim plötzlich aufgrund veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen von Zeittarif auf kWh-Tarif umstellen kann:
betreiber-roaming-abrechnung/slam-saeulen-lohfelden-und-kirchheim-werden-kostenpflichtig-t16090-310.html?hilit=lohfelden#p377553
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Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon energieingenieur » Sa 6. Aug 2016, 18:11

eDEVIL hat geschrieben:
Warum kann RWE und andere denn nach KWh abrechnen und Enercity nicht?

Dass sie es einfach tun heißt nicht zwangsläufig, dass sie es auch wirklich dürfen. Bisher hat sich halt nur Niemand daran gestört. Inwiet die bisherigen kWh-Lösungen wirklich korrekt sind, vermag glaube ich Niemand so wirklich beurteilen.

Ich kenne das Eichrecht nicht ausführlich und will mich da auch gar nicht reinarbeiten, aber ich stehe hin und wieder in Kontakt mit der enercity. Die würden wirklich am liebsten schon gestern per kWh abrechnen und machen sich grad einen recht hohen Aufwand, dies zu realisieren. Ein Kritikpunkt des Eichamtes ist z.B., dass man das Eichsiegel des elektrischen Zählers nicht sehen kann. Dies sei eines der Mindestanforderungen für eine Eichrechtskonforme Abrechnung. Ein weitere Kritikpunkt ist, dass die Hardware der Säule (Lüfter, Prozessor) an einen der Zähler angeschlossen ist und daher auf einen der jeweils zwei Ladepunkte aufgeschlagen wird, obwohl es sich dabei nicht um reinen Ladestrom handelt...

EDIT: Die Technik und das Backend der enercity-Säulen gebe eine Abrechnung per kWh her. Das wäre nicht das Problem. Aber das zuständige Eichamt hat dem bisher so nicht zugestimmt. Es gibt derzeit einige gemeinsame Termine mit enercity und Eichamt.
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Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon Nik » Sa 6. Aug 2016, 19:45

rolandk hat geschrieben:
Doch, die Umfrage finde ich nicht verkehrt. Mir fehlt aber ein Feld, wo man Bemerkungen unterbringen kann. So lade ich bevorzugt mit 43kW AC. Das finde ich dort nicht. Für DC gibt es >20kW. Für AC fehlt das. Bei der grossen Anzahl der Zoe, die unterwegs sind, dürfte das nicht sein.


Genau so sehe ich das auch.

Ich habe auch im Freitext geschrieben, daß wenn sie es wirklich ernst meinen,
stehen
- flächendeckend alle 500m Ladesäulen
- in allen Parkhäusern mehrere 11kW-Lader
- an allen signifikanten Punkten der Autobahnen Schnellader mit deutlich über 40kW

Gruß Nik
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Re: Befragung zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hannover

Beitragvon flow2702 » Sa 6. Aug 2016, 20:40

Ja, ok ok, ihr habt ja Recht, ganz verkehrt ist Hannover nicht. Ich verstehe halt nicht, wieso das alles so lange dauern muss, bzw. sich - wie andernorts auch - die Situation erstmal verschlechtert.
Ein paar Beispiele: Da es ja diese Probleme mit dem Eichamt gibt und die nicht im Sinne von enercity "arbeiten", warum hat enercity dann nicht einfach noch ein halbes oder Dreiviertel Jahr damit gewartet, die Säulen kostenpflichtig zu machen? Der Ärger, der durch das aktuelle Kostenmodell entsteht, steht doch sicher in keinem Verhältnis zu den Einnahmen?
Warum wird die Innenstadt zugepflastert mit Lademöglichkeiten, an den Hannoveraner Sehenswürdigkeiten gibt es jedoch keine (ich gebe zu, kein alleiniges Problem von Hannover)?

Ach, ich bin einfach gefrustet. Ich bin jetzt ein Dreiviertel Jahr elektrisch unterwegs, und habe einfach ständig das Gefühl, dass selbst in dieser kurzen Zeit die Benutzbarkeit der Infrastruktur überall ab- statt zunimmt.
Mein Zoe wäre zu wesentlich mehr in der Lage, wenn die Rahmenbedingungen stimmen würden - wie Roland schon schrieb.
Ein Beispiel: Wir mussten letztes WE was in Wolfsburg abholen. Damit wir nicht nur im Auto sitzen, wollten wir noch ins Sea Life in Hannover. Also die Strecke: Buxtehude - Hannover - Wolfsburg - Buxtehude. Mit den Aufenthalten in H und WOB wäre das von den Teilstrecken problemlos mit dem Zoe machbar gewesen, ohne unterwegs zwischenladen zu müssen. Aber da im Bereich der Herrenhäuser Gärten ja keine sinnvollen Destinationlader zu finden sind, mussten wir dann doch den Verbrenner nehmen. Sowas ärgert mich dann einfach.
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