100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon umberto » Fr 3. Jun 2016, 22:33

TeeKay hat geschrieben:
@umberto: Du bist ja nun nochmal ein Jahr länger dabei als ich. Bewiesen wir nicht genug Geduld?


Gefühlt ja, aber in der Realität nein. Ernsthaft: was sind 4 Jahre? Nichts. Nicht mal ein Produktzyklus für ein Auto (das sind in der Regel 7 Jahre).

Wir sind alle Early Adopters. Mein erstes Posting im UseNet ist von 1992. Das ist so 10 Jahre, bevor sich das Internet in der Breite durchzusetzen begann. Und beim Thema Internet haben wir den Produktzyklus von Elektronik (1-3 Jahre). Also war ich ca. 4 Produktzyklen vor der breiten Masse dabei.

Wenn man das jetzt überträgt, geht der Hochlauf eher schnell. Das wird keine 25 Jahre mehr dauern, bis sich E-Mobilty in breiter Front durchsetzt. Ende der 10er/Anfang der 20er Jahre geht's richtig los und Mitte der 20er sind wir voll dabei. Und mit jeder Betrugssoftware, verpfuschtem RDE-Test und Naturkatastrophe geht es in den Köpfen der LateFollower etwas schneller. Das ist ein Kulturwechsel, der da stattfinden muß, den kriegt man nicht über Nacht hin.

Die Bundesregierung legte im August 2009 ihren nationalen Entwicklungsplan vor. Schon damals wurde eine Kaufprämie angekündigt - vor einer Autogeneration.


Ja, genau. Die Autos, die Ende 2009 als Projekt beschlossen gelegt wurden, kamen Ende letzten Jahres auf den Markt. Glaubt bloß nicht die 3-Jahres-Märchen. So schnell geht eine Fahreugentwicklung schon bei Verbrennern nicht.

Ich bin müde geworden.


Du bist zu schnell gerannt. Mach Urlaub, schnauf durch und lauf wieder mit. Es werden alle gebraucht. Irgendeine Größe hat mal gesagt: "E-Mobility ist kein Sprint, sondern ein Marathon".

Erst gestern wieder:
Skeptiker: "Und, wie ist ihr neues E-Auto so?"
Ich: "Ist schon 3 Jahre alt!"
Skeptier: "Und der Akku? Schon schlechter geworden."
Ich: "Ich merke jedenfalls noch keine Reichweiteneinbuße."
Und er schlich weiter und hatte was zum Nachdenken. Der kauft morgen sicher noch kein E-Auto, aber er hat vielleicht ein Vorurteil weniger.

Gruss
Umbi
Du fragst nach meiner Reichweite? Reden wir doch mal über das, was bei Dir hinten rauskommt.
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Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon i300 » Sa 4. Jun 2016, 09:05

Karlsson hat geschrieben:
Ist halt Henne-Ei. Solange das so ist, ist das Leben ohne 3 Phasen Lader fernab von daheim nicht leicht.

Und wie fährst du dann z.B. von Potsdam nach Dresden mit der/dem 3-Phasen-Zoe ohne erhebliche Umwege, also auf der A13, die 200km? An Schuko lädt auch der i3 3-phasig (glaub ich..?)... Und an der 11 kW lädt auch dein Zoe nur mit 11 kW.

Ahh- ich vergaß, Zoe schafft die 200 locker und im Winter nimmst du den Diesel. Nee im Ernst - dieser Reflex von vielen Zoe-Fahrern, das Problem der Anderen mit fehlenden Säulen immer auf die falsche Autowahl, anstatt auf die fehlenden Säulen zu schieben hat was kindisch-rechthaberisches.

Und wenn man Schnelllader nur dort braucht wo die Autos gekauft wurden, frag ich mich warum Tesla mitten im Spreewald einen SC bauen ließ..
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Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon TeeKay » Sa 4. Jun 2016, 10:32

Die haben eben nicht das tolle SLAM Bedarfsanalysetool und bauen daher konfus in der Gegend rum, die armen Spinner
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
kW ≠ kWh ≠ kW/h
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Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon bm3 » Sa 4. Jun 2016, 10:42

TeeKay hat geschrieben:
Die haben eben nicht das tolle SLAM Bedarfsanalysetool und bauen daher konfus in der Gegend rum, die armen Spinner


Genau, Tesla muss unbedingt beim Zubau der SC reguliert werden. Wo kommen wir denn da auch hin wenn ein Autohersteller aus dem Ausland, wenn es hier auch die geliebten amerikanischen Freunde sind, einfach ohne Förderung schnelle Ladestellen hinstellt. Sogar auch noch mitten in die deutsche Lade-Tundra. Dann auch noch gleich viele Ladesäulen nebeneinander aufbaut. Mich wundert dass die Lobby um Angela eine scharfe Regulierung noch nicht bei ihr durchsetzen konnte. Probiert hat man es jedenfalls schon mit mäßigem Erfolg bisher. :mrgreen: Vielleicht will sie deswegen ja auch TTIP unbedingt haben ? :lol:
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Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon Karlsson » So 5. Jun 2016, 13:29

i300 hat geschrieben:
Und wie fährst du dann z.B. von Potsdam nach Dresden mit der/dem 3-Phasen-Zoe ohne erhebliche Umwege, also auf der A13, die 200km? An Schuko lädt auch der i3 3-phasig (glaub ich..?)... Und an der 11 kW lädt auch dein Zoe nur mit 11 kW.

Da würde ich mit dem Zoe mit beim Spreeweltenbad mit 22kW laden. Sind in Summe 7km Umweg und das liegt ziemlich auf der Mitte. Oder mit der mobilen Box an CEE32 am Spreewalddreieck mit 22kW, das ist noch weniger Umweg. Muss halt die mobile Box mit. Aber das ist auf der Strecke eigentlch eh Pflicht, weil es an alternativen Lademöglichkeiten extremst mangelt und ich nie eine Tour ohne mindestens einen Plan B (eher einen Plan B + Plan C + Plan D...) angehe.

11kW unterwegs sind indiskutabel, das tue ich mir nicht an und nehme lieber gleich den Benziner. Die 11kW Säulen blende ich bei der Routenplanung immer erstmal aus, das wäre höchstens ein Plan C. Ohne 3 Phasen Lader oder RE würde ich die Strecke nicht elektrisch fahren beim derzeitigen Ausbau - weil dazwischen sind genau NULL CCS Säulen.
Dafür aber DREI Lademöglichkeiten mit 22kW AC.

Der Joke mit der 3-phasigen Ladung an Schuko war gut :lol: :lol:

i300 hat geschrieben:
Nee im Ernst - dieser Reflex von vielen Zoe-Fahrern, das Problem der Anderen mit fehlenden Säulen immer auf die falsche Autowahl, anstatt auf die fehlenden Säulen zu schieben hat was kindisch-rechthaberisches.

Also Dein Beispiel zeigt doch schon, was der Unterstschied da bedeutet.
Noch deutlicher wird es bei meiner häufigen Hannover-Düsseldorf Strecke, wo Du CCS ziemlich knicken kannst. Bzw der erste ist nur Werktags bis 18h offen (ich komme da aber grundsätzlich Freitags nach 18h und Sonntags lang) und der zweite mit Umweg verbunden und außerdem ist die Distanz dazwischen recht groß.

Mit Typ2 kann ich dagegen auf ziemlich viele Säulen in direkter Autobahnnähe zurückgreifen.

Möglicherweise ist in ein paar Jahren die Infrastruktur so gut, dass das völlig egal ist. Aber Stand heute geht mit Zoe, Smart mit Brusa Lader und Tesla mit Doppellader halt einfach wesentlich mehr.

Lieber als den Zoe hätte ich allerdings den i3 mit RE, insbesondere mit dem neuen Akku und 11kW 3 Phasen Lader. Die 11kW könnte man bei einer Pause immerhin als Stützladung nutzen, auch wenn es für die Tour eigentlich zu wenig ist.
Aber Deine beschriebene Strecke müsste der ja auch ganz ohne Nachladen schaffen und dank RE müsste man auch eh keine Angst haben vor defekter/belegter Säule oder zu wenig Reichweite.
Zuletzt geändert von Karlsson am So 5. Jun 2016, 13:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon Karlsson » So 5. Jun 2016, 13:47

Grafisch verdeutlicht:

CCS - indiskutabel

2.JPG


Typ2 22kW / CEE32 22kW - schlecht, aber nicht unmöglich

1.JPG


Und wie ich mir das zukünftig vorstellen würde - die roten Punkte sind CCS Säulen mit 150kW oder 350kW - pro Standort mindestens 6 Säulen. Dann kommen wir in den Bereich massentauglich.

3.JPG


Den 3 Phasen Lader will ich aber trotzdem haben, und sei es mit nur 11kW. Aber wenn zukünftig nur noch 16A Differenz pro Phase erlaubt sind wegen Schieflast, ist 3,7kW einfach zu wenig, um die zukünftigen Akkus mit 60kWh daheim zu füllen.
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Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon Tho » So 5. Jun 2016, 21:48

Wer soll die denn dort betreiben und wie soll das Geschäftsmodell dazu aussehen? :?: ;)
Die Millioneninvestition macht ja nun keiner aus Spaß an der Freude...
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Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon Karlsson » So 5. Jun 2016, 22:17

Ich denke mal, dass man langfristig Geld damit verdienen kann. Dafür müssten halt die Säulen in größeren Stückzahlen produziert werden, genug Kunden da sein und die müssten auch größere Akkus mitbringen als unser popeliger Kram heute. Bei 150kW können die Säulen ja auch schon einiges an Umsatz machen.
Wer das genau macht...? Keine Ahnung.
Aber solange es keiner tut, ist das E-Auto in der heutigen Form keine Alternative, die die Massen erreichen könnte. Das wollen viele nicht wahr haben und meinen Verzicht bei höheren Kosten sei die Zukunft, aber das findet halt bislang keine Mehrheit.
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Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon BED » So 5. Jun 2016, 22:58

TeeKay hat geschrieben:
Die haben eben nicht das tolle SLAM Bedarfsanalysetool und bauen daher konfus in der Gegend rum, die armen Spinner

Genau. Bei Tesla entscheiden über die SuC Standorte die Praktikanten :lol:
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Re: 100 Standorte in D mit 16x350kW in 5 Jahren ?

Beitragvon Naheris » Di 18. Okt 2016, 22:09

Hier ein paar News zu diesem (bzw. einem ähnlichen) Netzwerk für 350kW Säulen in Deutschland (und darüber hinaus):

Ankündigung #1 (vor zwei Wochen): Porsche:
Porsche will ein eigenes 350kW Ladenetz bauen. Dazu lädt es auch andere Hersteller ein. Derzeit spricht auch Mercedes mit Porsche. Das Netz soll auch mit Tesla kompatibel sein (via Adapter).
https://electrek.co/2016/10/03/porsches-ultra-fast-charging-infrastructure-for-the-mission-e-will-also-work-with-tesla-says-ceo/

Ankündigung #2 (gerade eben): Allego, Audi, BMW & Renault:
Das Netzwerk von 25 Säulen (CCS) wird von Allego in Zusammenarbeit mit den o.G. Firmen die Niederlande, Belgien, Deutschland und Österreich verbinden - als Teil von Ten-T. Es soll 2018 fertig sein, sobald die ersten Fahrzeuge mit entsprechender 800V-Ladetechnik verfügbar werden. Die Kosten sind betragen ca. 13 Mio. € und werden zur Hälfte wohl von der EU getragen.
https://electrek.co/2016/10/18/new-ultra-fast-charging-350-kw-stations-evs-europe-audi-bmw/
(Man beachte die Benzinpreise im Hintergrund - hehe)
Ladeleistung und Übersicht derzeit gängiger EVs (Link im Forum)
Akkus der verschiedenen EVs (Link im Forum. Sammlung von m.k)
Fahrzeug: Passat GTE (ab 16.12.2016).

... and I paced.
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