Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fall v

Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon Efan » Sa 4. Jan 2014, 16:26

Chademo kommt wohl sehr auf den Wohnort an, ich habe im Umkreis etwa 9 Chademos, also fast soviele, wie es überhaupt CCS in Deutschland gibt.

Ansonsten ist Typ2 an jeder "Straßenecke" zu finden, das was wohl JEDES E-Auto in Deutschland außerhalb der eigenen Garage am meisten nutzt.

Gerade jetzt ist aber auch die Zeit, die Winterreichweite bei seiner persönlichen Fahrweise zu testen, diese Gelegenheit hat man im Sommer nicht. Also viel Glück!
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Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon 29bde » Sa 4. Jan 2014, 21:13

So, der erste richtige Tag ist rum. Am Freitag Nachmittag haben wir den Leaf in Empfang genommen. Leider war im Autohaus gerade viel los und so gab es nur eine Schnelleinweisung. Aber ich lerne sowieso lieber gerne selber und probiere aus :)

Bisher sind wir doch ziemlich begeistert. Gut, das Auto ist etwas unübersichtlich und bei "nicht angepasster Fahrweise" ist der Akku doch schnell alle :) Aber es verlockt ja doch, die Beschleunigung zu nutzen. Das Fahrgefühl ist nach unsere Meinung super. Auch der tief liegende Schwerpunkt ist da sicher nicht ganz unschuldig dran. Über die Beschleunigung brauch ich wohl nix schreiben.
Wir finden die Bremse sehr gut, besser als bei unserem jetzigen Auto. Außerdem wünschten wir beide uns selbst im Fahrmodus B mehr Rekuperation, aber okay.

Die hinteren Sitze sind in Ordnung, aber hart an der Schmerzgrenze. Für kurze Fahrten reicht es, aber spätestens wenn der Akku leer ist, müssen die hinten sitzenden Personen Auslauf bekommen. Die Vordersitze sind bequem aber nicht zu sehr Sofa. Einzig die Höhenverstellung beim Beifahrersitz fehlt.

Unter dem Aspekt dass wir den Kofferraumorganizer im Auge haben/hatten, könnte die verbleibende Ladehöhe knapp werden. Passen da noch eine, besser zwei, Einkaufskisten im Kofferraum rein, ohne die Hutablage demontieren zu müssen?

Nun aber zu der Frage, ob der Leaf eine Zukunft hat: wenn Du die Schnelllademöglichkeit meinst und das darauf reduzierst ist und bleibt der Leaf ein Kurzstreckenfahrzeug. Aber ich finde am Leaf ist mehr "Auto" als an allen anderen Fahrzeugen, die derzeit am Markt erhältlich sind.
Und die Frage ist, sind all die Verbrenner unsere Zukunft? Aber dieses Thema können wir woanders diskutieren.

Mir fehlt tatsächlich der Typ2 Anschluss und eine mehrphasige AC Ladung, die es mir ermöglichen würde, schneller zu Laden. Aber das dient mehr der psychologischen Beruhigung. Langstrecken fahren wir eh mit dem Wohnmobil.

Soweit erstmal meine bescheidene Meinung als bisher völlig unbeleckter. Danke für eure Tipps, uns haben sie bisher wirklich geholfen.
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Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon Adrian » Sa 4. Jan 2014, 22:08

Wir haben jetzt 4.500 km runter und sind sehr zufrieden mit dem Leaf.
Wenn die Strecken, die du fahren möchtest hinhauen spricht nichts gegen den Leaf. Denke die CCS Infrastruktur wird auch nicht von heute auf morgen stehen (?).
Wenn du aus Norddeutschland bist, könnten ja ein paar Chademos in Reichweite liegen ? :
http://www.goingelectric.de/stromtankst ... 5D=chademo

Den besten Lader hat zweifelsfrei der Zoe, aber auch hier muss man bei Langstrecken genug Zeit einplanen.
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Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon xado1 » Sa 4. Jan 2014, 22:14

um nicht ungewollt an einer nicht funktionierenden ladesäule hängen zu bleiben,habe ich soeben folgenden inverter generator bestellt,auch wenn ich mit dem honda generator keine ladung hinbekommen habe,werde ich daran arbeiten,daß es funktioniert.

http://www.amazon.de/Digitaler-Inverter ... B00935KGC0
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Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon 29bde » Sa 4. Jan 2014, 22:37

xado1 hat geschrieben:
um nicht ungewollt an einer nicht funktionierenden ladesäule hängen zu bleiben,habe ich soeben folgenden inverter generator bestellt,auch wenn ich mit dem honda generator keine ladung hinbekommen habe,werde ich daran arbeiten,daß es funktioniert.

http://www.amazon.de/Digitaler-Inverter ... B00935KGC0


Halte uns doch hier oder im anderen Thread auf dem Laufenden. Ich finde den Ansatz sehr interessant!
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Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon p.hase » Sa 4. Jan 2014, 23:02

ja ich meinte die mangelhafte chademo-versorgung in den reichen regionen deutschlands. der LEAF ist immer noch benchmark aber die unflexible lademöglichkeit treibt LEAF-fahrer in die offenen arme von tesla und bmw, auch renault. da die entwicklung eines fahrzeugs in japan immer abgeschlossen ist und man auch nie das gesicht verlieren will glaube ich nicht, daß da noch irgendwas nachkommt was sinn macht. schade. das beste produkt am markt und man kann es nicht nutzen wie man könnte.
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Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon xado1 » Sa 4. Jan 2014, 23:36

29bde hat geschrieben:
xado1 hat geschrieben:
um nicht ungewollt an einer nicht funktionierenden ladesäule hängen zu bleiben,habe ich soeben folgenden inverter generator bestellt,auch wenn ich mit dem honda generator keine ladung hinbekommen habe,werde ich daran arbeiten,daß es funktioniert.

http://www.amazon.de/Digitaler-Inverter ... B00935KGC0


Halte uns doch hier oder im anderen Thread auf dem Laufenden. Ich finde den Ansatz sehr interessant!


es geht mir vor allem um eine eventuelle notlösung.bin letztens in wien am gürtel zur chademo säule gekommen,und die hat meine karte nicht erkannt.mit letzter kraft zur anderen chademo des selben betreibers,und da hats einwandfrei funktioniert.


ich habe ja in dem anderen beitrag schon darüber berichtet,und auch lösungsvorschläge erhalten


nissan-leaf/laden-mit-inverter-generator-t3107.html
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Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon steamachine » So 5. Jan 2014, 01:55

Was man bei einem Test über eine längere Zeit hinweg wirklich nicht vernachlässigen sollte, ist die Rekuperation. Dies ist eine neue Welt, deren Nutzung den Ölkannenschluckspechten verborgen bleiben dürfte.
Meiner Einschätzung zufolge ist sie ungefähr genauso schwer zu erlernen wie die reibungslose Nutzung eines Schaltgetriebes.
(Ich spreche ungefähr der Hälfte der Menschen, die ich bisher in meinem Leben getroffen habe, die Fähigkeit ab, ein Schaltgetriebe sachverständig nutzen zu können :mrgreen: ).

Ich möchte explizit darauf verweisen, dass ich den Hinweis einiger Anhänger des Schwebe-Transzendentalismus über die letzten Monate sehr beherzigt habe und dahingehend meine gesamte Fahrweise umgestellt habe, sozusagen Steam-Stil Revision 2.0.

Ich muss allerdings betonen, dass ich ein Oldtimer bin und mir die Funktion des B-Fahrmodus nur mal durchgelesen habe. Ich beschreib's mal wie beim Steinzeit-Modell. Einfach adaptieren, dass das auf deine Umstände passt.
Als Wichtigstes: zweites Amaturenbrett einschalten, um Rückmeldung auf die eigenen Impulse und Akzente deines Fahrstil zu erhalten (sonst kann man gleich Flasche Wodka und Buntstiftbilder malen :lol: )
Als Noch-Wichtigeres: Draufgucken!!! (zwschendurch natürlich nur! - der Rechtsweg ist ausgeschlossen...)
Als zweit-Wichtigtes: Rumspielen und Austesten (Aktion - Reaktion)

Ich kenne vier Gänge:
- den Hallelujah-Gang "N" (der Unterschied zur "kW null"-Leistungsentnahme ist deutlich spürbar und für jeden nachprüfbar)
- den Schumacher-Gang (ich komm vorwärts, solange 'Heizung aus' spielt für mich Eco oder Drive keine Rolle mehr)
- den zarten Reku-Gang "Drive"
- den Asphaltkleber-Gang "Eco".
Dazwischen gibt es das Zwischengas auf 2 Pedale verteilt (dem Oldtimer fehlen halt die Synchronringe im Getriebe ;) ), das zum reibungslosen Übergang führt. D.h. der Klumpfuß bleibt draußen und das Zehenspitzengefühl herrscht vor.

Wer die harte Schule der Rekuperation absolviert und den 10. Dan erreicht hat, der hat die Abschlussprüfung erfolgreich hinter sich gebracht, indem man das Ganze im Gespräch mit dem Beifahrer aus der Intuition heraus hinbekommt :? .
Natürlich trete ich auch mal bei gelber Ampel voll durch und lass mir von so einem dreckigen SUV, der hinter mir aufheult, die Stoßstange küssen; aber im Endeffekt ist das auch nichts anderes als ein Joint, an dem man zieht, um den Kick zubekommen :shock: . Macht man's zu häufig lässt die Wirkung nach und wird zum Selbstzweck.

Vor Kurzem hab ich noch mein Schaltgetriebe vermisst; mittlerweile schalte ich so oft zwischen den Gängen hin und her, dass ich mir schon Sorgen um die Verschleißerscheinungen bei diesem blauen Knopf in der Mitte mache. :oops:
Ich find Schweben super, genauso wie das Rekuperieren. Aber nur zusammen ergeben sie ein vollwertiges Fahrkonzept, jeweils abhängig von der Wahrscheinlichkeit unvorhersehbarer Hindernisse.
Landstraße= eher Schweben; Stadt= eher Rekuperieren; ich finde man sollte beides im Verbund beherrschen können, ohne bewusst drüber nachzudenken. Denn Kleinvieh macht auch Mist. Der nächste Reichweitenrekord kommt im Frühjahr mit Sommereifen. Wohl an & gute (Test-)Fahrt
12er Snowy-Leaf, 100%meins, EWS-Treibstoff-Versorgung
Die Menge Kohlestrom, die allein die Raffinierung von 7L-Sprit verbraucht, hat mein Auto bereits 50km weit gebracht.
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Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon 29bde » So 5. Jan 2014, 17:07

Schön geschrieben :)

Ich habe bereits heute, nach dem zweiten Tag, bemerkt wie sich mein Fahrstil verändert. Eine durchaus positive Erfahrung. Ich wünschte mir ein bisschen mehr Rekuperation, selbst B ist mir zu "weich". Aber ob es was bringen würde sei mal dahingestellt.
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Re: Tipps für eine Probefahrt - was sollte man auf keinen Fa

Beitragvon stefan6800 » So 5. Jan 2014, 18:25

Meine Hoffnung ist ja immer noch dass Kombisäulen CSS Chademo kommen alles andere wäre ja Humbug pur aber man wird sehen...
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