Probefahrt und EIndrücke

Probefahrt und EIndrücke

Beitragvon l0wside » So 19. Jan 2014, 23:27

Hallo zusammen,

kurze Vorstellung bei meinem ersten Post im Leaf-Unterforum: ich heiße Max, bin Ende 30, wohne in Stuttgart, habe mal Elektrotechnik studiert und bin entsprechend einigermaßen technikaffin. Meine Brötchen verdiene ich bei einem großen Automobilzulieferer.

Im Moment haben wir zwei Autos: einen Peugeot 5008 (entspricht etwa einem VW Touran) und einen mittlerweile zehn Jahre alten Skoda Fabia mit 1,4l-Benziner, der mich täglich brav nach Reutlingen und zurück trägt. Auch wenn der es sicher noch eine Weile tut, kann man sich allmählich Gedanken über eine Ersatzbeschaffung machen.
Durch zoepionierins Blog angefixt, hatten wir vor einer Woche eine Testfahrt mit einer Zoe gemacht und waren eher mittelmäßig angetan. Ausführlicher Bericht ist hier: http://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-themen/probefahrt-und-eindruecke-t3317.html#p57667.
Das Autohaus Wurst in Reutlingen hat mir nach einer vorsichtigen Anfrage nach einer Probefahrt dann einen Nissan Leaf Tekna gleich für ein ganzes Wochenende zur Verfügung gestellt - vielen Dank an Herrn Schmid an dieser Stelle.

Anforderungen bei mir:
  • Regelmäßiger Transport von einem Erwachsenen und zwei Kindern auf Kurzstrecken
  • Tägliche Fahrtroute: Weilimdorf->Stuttgart Innenstadt->Reutlingen->Weilimdorf (rund 100 km, davon 20 km Stadtverkehr, 20 km Bundesstraße, 60 km Autobahn/autobahnähnliche Straße). Mit Rekuperieren ist da nicht viel.
  • Laden nur zu Hause. In Reutlingen gibt es zwar eine Ladesäule, deren Benutzbarkeit ist aber fraglich. 400V/32A liegen bereits in der Garage, bringen nur leider beim Leaf wenig.
  • Gelegentlich verlängert sich die Fahrtstrecke noch mal um 30 oder 60 km am Tag (ist aber meistens planbar).

Mein Fahrverhalten habe ich gegenüber dem Verbrenner nur moderat angepasst. Möglichst viel Rekuperieren ist klar, aber meine Standardstrecke ist eben ziemlich autobahnlastig, und ich kaufe sicher kein Auto, mit dem ich dann nur noch mit 100 auf der rechten Spur tuckere. Ich habe mich an die zulässige Geschwindigkeit gehalten, also auf den Autobahnabschnitten weitestgehend 120 km/h. EDIT: Verbrauch wohl knapp 20 kWh/100 km lt. Carwings.

Im anderen Bericht hatte ich mich recht kritisch über die Zoe geäußert. Der Leaf ist völlig anders (jedenfalls in der Tekna-Ausstattung): reinsitzen, wohlfühlen. Ich gebe das Auto morgen sehr ungern zurück. Und bevor jemand die Frage stellt: nein, ich war nicht vorbelastet und bin völlig naiv an das Thema herangegangen. Vor zwei Wochen wusste ich gerade mal, dass Nissan und Renault beide Elektroautos im Programm haben, sonst nichts.

Erster Eindruck
Von außen ist das Auto kein Designwunder. Ich war einige Male in Japan, dort ist das eine gängige Designlinie. Auf hiesigen Straßen ist es doch eher ein bisschen fremd.
Praktisch hat das aber keine großartigen Auswirkungen. Allerdings ist das Auto völlig unübersichtlich. Die Rundumkameras waren überaus hilfreich, ohne diese hätte der Leaf jetzt sicher ein paar Kratzer.

Von innen war es: reinsitzen, wohlfühlen. Ein paar Negativpunkte habe ich unten, das ist aber Kritik auf hohem Niveau.

Leider hatte ich keine Anleitung bekommen. Ob man mich mit den 400 Seiten nicht erschrecken wollte?


  • Die Tekna-Ausstattung (mein Eindruck: Leder auf den Sitzen und Kunstleder an den Türverkleidungen) wirkt edel, hochwertig und gut verarbeitet.
  • Wer um alles in der Welt hat denn die Schalter verteilt? Gefühlt der zweijährige Sohn des Entwicklungsleiters. Überall kann man irgendwie draufdrücken, es passiert auch was, aber ein Konzept dahinter habe ich nicht gefunden. Touchscreen, Klima/Heizungs-Taster, Multifunktionslenkrad, Sitzheizungsschalter in der Mittelkonsole, Lenkradheizungsschalter im Fummelbereich links unten - Nissan, das ist kein Ruhmesblatt. Und für das Design des Multifunktionslenkrads ist der Praktikant eingesprungen, oder?
  • Die Sitze sind gut, auch gegenüber der Referenz VW-Konzern. Ich war positiv beeindruckt. Sind die Sitze Serie in allen Varianten, oder gibt´s die nur beim Tekna?
  • Der Beifahrersitz hat kein Isofix. Schade.
  • Die Innenraumbeleuchtung ist etwas duster.
  • Dafür ließ die Xenon-Beleuchtung keine Wünsche offen.
  • Der Rückwärtsfahrpiepser wurde mit "klingt ja wie ´ne Müllabfuhr" kommentiert.
  • Dicker, fetter Minuspunkt: Schnellladung ist faktisch unmöglich. Im Umkreis von 100 km hier gibt es genau eine Chademo-Säule (übrigens bei Autohaus Wurst). Nissan, besorgt euch von Renault den Chamäleon-Lader, ihr habt doch beide Charlos Ghosn als Chef. Baut ihn ein, und der Leaf ist so gut wie perfekt.
  • Ganz saublöd: am ersten Abend habe ich den Leaf zu Hause eingesteckt und dachte, er sei am nächsten Morgen dann geladen. Pustekuchen: nichts war passiert, Restreichweite 22 km. War etwas peinlich, weil ich bereits das Auto mit interessierten Mitfahrern rappelvoll hatte :-(
    Keine Ahnung, was der Fehler war.
  • Die Restreichweitenanzeige ist ein ziemliches Schätzeisen. Man hat sich im Nissan Castle erkennbar viel Mühe damit gegeben, aber sie lässt einen trotzdem zwischen sinnloser Hoffung und unbegründeter Panik schwanken. Meine Frau bekam bei Restreichweite 15 km leichte Panik (es waren noch rund 3 km nach Hause).

Platzangebot
  • Auf den Vordersitzen konnten wir (170 und 186 groß, beide normalgewichtig) gut sitzen. Das Platzangebot war großzügig.
  • Auch hinten passte es ohne Probleme. Drei Kindersitze (irgendwie wollten am Wochenende alle unbedingt Elektroauto fahren) passten locker rein. Und meine Frau war mit dem Probesitzen hinten zufrieden.
  • Der Kofferraum ist hinreichend groß, wenn die Klappe bündig statt ein bisschen eingesenkt wäre, ginge noch etwas mehr rein. Den Wasserkasten-Härtetest haben wir nicht gemacht, der Metro-Einkauf ging aber völlig problemlos rein.
    Wie auch bei der Zoe ist leider die Ladekante sehr hoch.

Bedienung
Zum Tastenchaos habe ich ja schon oben was geschrieben.
  • Ich habe auch nach fast drei Tagen den Eindruck, bei den Möglichkeiten des Touchscreens nur an der Oberfläche gekratzt zu haben.
  • Die Navi ist etwas umständlich zu bedienen, der Touchscreen an sich aber ist ganz gut. Die Ansagen der Navi sind präzise, aber in einem furchtbaren Deutsch (ja, mich stört das). Und wenn man mal von der Route abweicht, rechnet die Navi nicht neu, sondern versucht, einen auf den rechten Weg zurückzulotsen ("falls möglich, bitte wenden..."). Weiß jemand, wer die liefert? Denso? Conti?
  • Das geteilte Kombiinstrument - oben Geschwindigkeit, Uhrzeit, Temperatur und eine mir unerfindliche Effizienzanzeige, unten dann die ganzen Details - fand ich gut.
  • Der kompakte Schlüssel ist toll.
  • Der Knubbel in der Mitte ist witzig. Ich habe nach den Hinweisen hier wohlweislich darauf verzichtet, beim Fahren auf P zu drücken.
  • Vielleicht betreibe ich das Laden ja zu umständlich, aber meine momentane Vorgehensweise: Klappe öffnen, Kabel holen, am Auto einstecken, Garage auf, Kabel in die Wandsteckdose, Fahrertür wieder auf, Verriegelungstaster drücken, Tür zu, abschließen ist irgendwie suboptimal. Ich habe aber, wie gesagt, keine Anleitung.

Fahrverhalten
In der Summe sind wir jetzt etwas über 200 km mit dem Leaf gefahren, ein bisschen Stadtverkehr, ein bisschen mehr Landstraße und recht viel Autobahn/autobahnähnliche Bundesstraße. Ich hatte zeitweise Mühe, mal wieder auf den Fahrersitz zu dürfen :D

Die Geräuschkulisse erschien mir noch mal eine ganze Ecke leiser als in der Zoe. Auch hier summt es ein bisschen wie in der S-Bahn, aber das war sehr dezent. Ab etwa 50 km/h sind die Abrollgeräusche deutlich zu hören, ab 80 km/h die Windgeräusche. Ab etwa 100 km/h ist das Fahrzeug ähnlich laut wie ein gut gedämmter Verbrenner.
Im langsamen Verkehr ist das Auto quasi geräuschlos.

Leistung und Drehmoment waren jederzeit genug da, ich hatte nie das Gefühl, dass mir das Auto verhungert. Auch Zwischenspurts, z.B. von 50-80 km/h, waren absolut ok. Von der Ampel weg lässt man sowieso alles stehen, was Diesel oder Benzin schluckt.
Der Unterschied zwischen Eco und normal ist frappierend. Ich habe Eco eigentlich nur zur Regelung der Rekuperationsstärke, d.h. quasi als Retarder, genutzt.

In der Zoe besser gefallen hat mir die Ökopunkteanzeige. Der Nissan ist hier technischer und zeigt alle möglichen informativen Grafiken an, die man aber selbst einordnen muss. Ich habe noch nicht rausgefunden, wie denn mein/unser Verbrauch lag. Sonderlich toll wird er durch den hohen Autobahnanteil nicht sein.

Fazit
Die Technologie ist faszinierend, und der Leaf ist ein vollwertiges, hochwertig wirkendes Auto - bravo Nissan.
Für meine Fahrtstrecke ist das Auto aber nur sinnvoll, wenn mir mein Arbeitgeber eine Steckdose stiftet. Die faktisch fehlende Schnelllademöglichkeit ist ein massiver Nachteil, denn mit dem Auto kann ich mich so nur im Umkreis von 100 km ums Zuhause bewegen.

Wenn Fa. Wurst mir für das Auto ein prima Angebot macht, könnte ich schwach werden. Die häusliche Finanzverwaltung wird so ein Auto aber vermutlich nur gebraucht ins Haus lassen - fast 37.000 EUR ist einfach deutlich mehr, als für einen Zweitwagen drin ist. Auch wenn man den Leaf eher mit einem Golf als einem Polo vergleichen muss. EIne Gesamtkostenrechnung habe ich im Zoe-Thread (s.o.) mal gemacht, die dürfte für den Leaf nicht grundlegend anders ausfallen.

Viele Grüße,

Max
Zuletzt geändert von l0wside am Mo 20. Jan 2014, 09:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Probefahrt und EIndrücke

Beitragvon Pivo » Mo 20. Jan 2014, 01:19

Guter Bericht von dir. Schön, dass dir der Leaf einigermassen zusagt.
Meinen habe ich seit ca. 2 Monaten.

Was mich überhaupt nicht stört ist die Schalteranordnung, mit der bin ich von Anfang an gut zurecht gekommen.

Nur der Vollständigkeit halber:
Den Ausschalter für den Fussgängerwarner hast du sicher gefunden (hattest ja keine Anleitung)?
Der Geräuschgenerator macht so eine Art "Turbinengeräusch" (so zw. Staubsauger und Trambahn), innen hört man ihn nur leise. Ohne hört man kaum noch was, ausser Wind und Reifen.
Mit dem Schalter geht auch der Rückwärtspiepser aus, ist bei mir der erste Griff nach dem Einschalten.
(Mit jedem Einschalten geht der immer wieder an.)

Warum deiner nicht geladen hatte, kann ich nicht sagen, vielleicht war ein Ladetimer auf eine "unmögliche" Zeit programmiert.

An die Restreichweitenanzeige musste ich mich auch erst gewöhnen.
Aber nach einiger Zeit passt es ganz gut, wenn man das Zusammenspiel zw. Auto, Reichweite, Reku, Fahrweise und Strecke besser kennengelernt hat.

Wenn man mit 120 im B-Modus fährt, merkt man die Rekupertion schon deutlich, wenn man vom "Gas" geht (es sei denn der Akku ist dabei relativ voll). Selbst fahre ich fast ausschliesslich im B-Modus bei eingeschaltetem ECO.
Den ECO nehme ich nur raus, wenn ich überholen möchte oder um etwas Spass zu haben. Dann hat man plötzlich ein völlig anderes Auto. Meines Wissens hat der ECO-Modus keinen Einfluss auf die Rekuperation (bitte korrigiert mich, bin gerade nur zu faul, um aus der Garage das Handbuch zu holen). ECO verhindert unnötig starke Beschleunigung (das Pedal wird träger) und lässt die Klima langsamer/weniger eingreifen.

Der Leaf animiert geradezu sparsam zu fahren, wie ich finde.
Nach einer Weile fährt man auch mal gerne auf der rechten Spur (was bei deinem Autobahnanteil nicht mal einen nennenswerten Zeitnachteil hätte, eher einen gefühlten). Oder, wenns geht, nur mit 80 überland - hätte ich nie gedacht.
Man geniesst das vibrationsfreie und geräuscharme "Dahingleiten".
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich normalerweise nicht auf der Autobahn bin und es i.d.R. auch nicht (mehr) eilig habe.

Bei deiner täglichen Fahrstrecke solltest du tatsächlich eine Steckdose beim Brötchengeber haben, wenigstens zur Sicherheit. Eigentlich sollte es auch im Winter für die Hin- u. Rückfahrt reichen, aber lass mal eine unerwartete Umleitung bei Minusgraden und Schneetreiben etc. zusammen kommen...

Das mit den fehlenden Chademos und dem fe lenden Dreiphasenlader ist sicher nicht schön.
Nissan könnte mMn in Deutschland sicherlich ein paar mehr absetzen.
In meinem Fall bin ich auf beides nicht angewiesen.
Zu Hause lade ich nur auf 80%, weil sonst nix mehr reinpasst falls ich am nächsten Tag in die Stadt kommen sollte, wo der Leaf an einer kostenlosen Typ2-Säule steht. Es seidenn ich plane eine längere Fahrt, dann lade ich auf natürlich 100%.

Preislich kannst du was machen, indem du einen Vorführer nimmst oder statt des Tekna den Acenta.
Bei letzteren würde ich unbedingt das Winterpaket dazu nehmen, damit kann die Raumheizung gelegentlich ausbleiben oder diese bei niedrigerer eingestellter Temperatur unterstützt werden. Falls du sicher über die km-Leistungen für einen Mietakku kommst, könnte auch das eine Option sein.

Ob und für welches Auto du dich auch entscheidest: Viel Spass damit.
Zuletzt geändert von Pivo am Mo 20. Jan 2014, 01:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Probefahrt und EIndrücke

Beitragvon mlie » Mo 20. Jan 2014, 01:21

Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht.

Das deckt sich mit meiner 3tägigen Fahrt, als mein Kangoo die Werkstatt besuchen durfte. Wobei ich eine helle Ausstattung hatte im Leaf, und mit den Schuhen erstmal Streifen an die Türen gemacht habe. :oops:

Es scheint im übrigen sinnvoller zu sein, erst den Ziegelstein in das Stromnetz einzustecken/das Ladekabel in die Wallbox zu stecken und dann erst das andere Ende in das Auto zu stecken. Und dann erst das Auto abschliessen. Und immer beim weggehen kurz reinluken, ob er auch lädt. Der Leaf hat doch drei Leuchtdiodens direkt bei der Windschutzscheibe, anhand derer man den Ladezustand beim Laden erraten kann...

Wenn der Wagen mit Akku gekauft wird, kann man eine schnellere Ladung nachrüsten, das ist allerdings eher was für Fortgeschrittene. Der zu kleine - aber dafür bezahlbare - Akku bleibt dann natürlich.

Wenn du deinen AG zu einer Steckdoseninstallation CEEblau überreden könntest, würdest du mit 3,7kW laden können und wärest zum Feierabend einsatzbereit. Abrechnung über Stromzähler mit geldwerten Vorteil.
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Lasst euch nicht mit überteuerten DC-Lademöglichkeiten verarschen und abzocken, 22kW Boardlader muss als Zulassungsvoraussetzung kommen.
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Re: Probefahrt und EIndrücke

Beitragvon 29bde » Mo 20. Jan 2014, 07:04

Hallo Max,

super Bericht! das habe ich schon bei deinem Posting über den Zoe gedacht. Du hast in Worten das wiedergegeben, was bei uns in der Familie auch rausgekommen ist. Bei uns ist der Vorteil, dass ich über Landstraße fahre und mein Arbeitgeber eine (noch) kostenlose Typ 2 Säule auf dem Kundenparkplatz betreibt. Die darf ich auch nutzen, bin ja schließlich auch hin und wieder ein solcher :)

Die Verriegelungstaste kannst du auch schon vorher drücken, sie verhindert das Entfernen des Kabels, nicht das einstecken. Im Wiki habe ich einen Link zu den amerikanischen Anleitungen hinterlegt - ich hatte exakt das selbe Problem wie du. Angeblich Diebesgut geworden... https://owners.nissanusa.com/nowners/na ... nualsGuide

Wir haben uns für ein dreijähriges Leasing entschieden, da wir die Hoffnung nicht aufgeben, dass dann die Fahrzeuge langstreckentauglicher sind und vielleicht sogar eine Förderung drin ist.

Ansonsten das piepsen wurde schon erklärt und die fehlende Schnelllademöglichkeit ist tatsächlich ein Manko, aber Nissan ist wohl mit Druck dabei zumindest die Händler zu einer Säule zu zwingen. Den Durchschnittsverbrauch kann man übrigens auch im unteren Cockpit sehen. Das ist auch umschaltbar - im großen Touch sieht man das nur in den Carwings Funktionen die du offenbar nicht vollständig gesehen hast. Dazu gibt es noch eine wie ich finde nette Internetseite.

Mit der iPhone App (auch Android) kann man die "Standheizung" anschalten und den Ladezustand überprüfen. Außerdem die Ladung starten und stoppen. Auch einen Ladetimer gibt es (für Nachtstrom) und ich denke auch, der war in deinem Fall verstellt. Aber wie auch schon erwähnt - die blauen LED im Armaturenbrett signalisieren ob geladen wird.

Ich drück dir die Daumen, dass ihr ein passendes Auto findet - wir werden unseren am Freitag abholen. Auch der Finanzvorstand der Familie ist schon aufgeregt :)
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Re: Probefahrt und EIndrücke

Beitragvon p.hase » Mo 20. Jan 2014, 08:34

schön, du warst bei wurst. der einzige baden-württemberger der chademo voranbringt! das gehört dringend unterstützt!!!!

bevor du irgendwas unternimmst - befrei dich von den drei kindern und komm morgen abend vorbei: http://www.goingelectric.de/forum/nissan-leaf/vortrag-von-mitsubishi-stuttgarter-e-stammtisch-21-01-2014-t3265.html#p59039

da sind noch zig andere LEAF-fahrer vor ort die deine fragen allesamt beantworten.
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Re: Probefahrt und EIndrücke

Beitragvon Mike » Mo 20. Jan 2014, 10:24

Ein sehr informativer Bericht für alle interessierten, danke!

Ohne eine zusätzliche Lademöglichkeit wäre mir deine tägliche Fahrstrecke zu weit. Im Sommer noch machbar, aber im Winter und bei unvorhersehbaren Ereignissen (z.B. Umleitungen) kann es schnell sehr eng werden. Zum nachladen an deiner Arbeitsstelle würde schon eine einfache Steckdose (evtl. mit Stromzähler) reichen.

Etwas vermisse ich die Schnelllademöglichkeit. Chademos gibt es fast keine und einen Mehrphasenlader hat der Leaf leider nicht. Hoffentlich ändert sich daran bald was!
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Re: Probefahrt und EIndrücke

Beitragvon p.hase » Mo 20. Jan 2014, 10:57

wintersituation:

100km gehen nur, wenn du 80km/h auf der A8/B27 fährst und du von den lkws links und rechts überholt wirst.

90km gehen wenn du "normal fährst wie mit einem benziner". 100 sind äusserst knapp.

frau p.hase macht 2x die woche 82km in den schwarzwald. geht. sie hat dann noch 18-28km reichweite und 1-2 balken frei. ein balken reicht für maximal 7-9km.

ich bin gerade an barbara bosch dran. komm zum stammtisch morgen und wir klären das ganze!
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