Leaf vs. ZOE

Leaf vs. ZOE

Beitragvon MarcoZ » Sa 7. Nov 2015, 16:13

Hallo zusammen,
vermutlich werde ich nächstes Jahr auch zum E-Auto-Fahrer und konnte hier schon viele Infos bekommen.
Im Moment stehen auf der (realistischen) Wunschliste der ZOE und der Leaf.

Hat jemand vielleicht schon beide Modell ernsthaft (also mehrere Monate) genutzt, weil er von einem auf das andere Modell umgeschwenkt ist?
Was sind aus eurer Sicht die echten Unterschiede?

Was mir klar ist:
- Beim Leaf kann ich den Akku kaufen, bei ZOE muss ich mieten (hat beides Vor- und Nachteile).
- Der Leaf hat auf dem Papier mehr Power
- Der Leaf erscheint mir etwas erwachsener (größer) und moderner (rein von ersten "Reinsitz-Eindruck")
- Leaf hat Chademo bis 50 kw Gleichstrom, die Zoe Typ2 Wechselstrom bis 22kw (neues) oder 43kw (altes Modell)
- Zoe hat "R-Link", Leaf "Carwings" (oder Nissan EV??)... Beides scheint manchmal rumzuzicken

Konkrete Fragen:
"Connectivity": Mir wäre wichtig, dass ich das Auto Morgens (Garage) und nach der Arbeit (Parkhaus, ca 500m weg) vorheizen kann. Die ZOE kann das nur "eingestellt", der Leaf wohl teilweise auch ohne Lade-Vorgang. Aber: Geht das in der Praxis? Renault will für die entsprechende Funktion 80 oder 100€ pro Jahr... oder ist das nur für die Telefon-App? Ich bin übrigens Apfel-Verweigerer, gibt's die Apps auch auf Android?

Motor: mehr man die Mehr-Leistung beim Leaf ? Wie funkioniert der R-Modus in der Praxis?

Laden: Macht es Sinn, den optionalen 6,6 kw Lader für den Leaf zu kaufen? Ich nehme an, der wird angebaut, nachrüsten ist also nicht. Ich verstehe dass so, dass der an einem 22kw Ladepunkt dann einphasig mit 6 kw lädt. Brauch man das?
Mein Plan wäre: Daheim an der Steckdose oder Wallbox mit 2-3kw laden, auf Langstrecken Chademos anpeilen mit 20kw+

Sitzheizung (WAF): Gibt's nur im Leaf, oder? Und da auch nur "eingabaut oder gar nicht" (kein Nachrüsten). Bei der ZOE also keine Chance

Bord-Entertainment: Freisprechen und Music streamen vom Android-Phone können beide, oder? Konkret: Android 5-Handy, meisten Hörbuch per Audible, Streaming evtl. über Spotify oder Deezer oder ganz normal von lokal gespeicherten MP3s.

Navi: Können die eingebauten Navis was? Sind die Karten aktuell/was kosten updates? Wie gut sind die Ladestellen-Verzeichnisse?
Oder navigiert man in der Praxis doch per TomTom oder so oder gar per Handy (wegen Ladepunkten)?

Sonstige Apps: Beim ZOE gibts ne Mail-App und anderes Zeug... Nutzt man die im echten Leben? Was hat es mit R-Link 2 auf sich?

Ich lasse den Post mal hier im Leaf-Forum, weil ich hier in Kürze ne Probefahr habe. Ich hoffe auf jemanden mit Leaf UND Zoe-Erfahrung.

Danke,

Marco
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon iSwitzerland » Sa 7. Nov 2015, 16:47

Hi Marco

Soweit ich weiss, hat der Nutzer Twizyflu vor ein paar Monaten von der Zoe auf den Leaf gewechselt. Er wird dir sicher mehr zu den beiden Autos sagen können.

Ich kann dir nur kurz etwas zur Connectivity beim Zoe sagen: Streaming und Freisprechen hat bisher bei mir immer funktioniert, auch mit Spotify. Fürs Vorklimatisieren gibt es mehrere Möglichkeiten: Über den Knopf auf der Schlüsselkarte (Zoe muss in Reichweite sein), über einen Kalender im Auto oder die Zoe-App für iPhone und Android. Wie lange die aber noch funktionieren wird, weiss ich nicht. Die iOS App ist seit mehreren Jahren nie mehr aktualisiert worden.
Ob Vorklimatisieren ohne eingesteckt zu haben funktioniert, kann ich dir nicht sagen, unsere Zoe ist noch zu neu :-)
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon MarcoZ » Sa 7. Nov 2015, 17:52

iSwitzerland hat geschrieben:
Fürs Vorklimatisieren gibt es mehrere Möglichkeiten: Über den Knopf auf der Schlüsselkarte (Zoe muss in Reichweite sein)

Danke für die schnelle Antwort; wie ist denn so die Reichweite bei Schlüsselkarte? Ich nehme an, das geht per Funk damit auch schonmal durchs Garagentor. Für die 500m zum Parkhaus muss dann aber sicher irgendeine Online-Lösung herhalten.
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Robert » Sa 7. Nov 2015, 18:29

Ich habe/hatte beide zum Vergleich.

- Den Leaf finde ich komfortabler. Den ZOE in der Bedienung einfacher. Die vielen Knöpfe und teilweises Rätselraten beim Leaf in der Bedienung finde ich abtörnend.
- Der Leaf federt. Der ZOE hoppelt.

Also was tun ? Model 3 kaufen. ;-)

Ich würde auf alle Fälle dein Fahrprofil, Tagesablauf, Gewohnheiten und Landemöglichkeiten in die Entscheidung mit einfließen lassen.

Ich hatte beim Leaf das Problem wenn ich sehr spät am Abend nach Hause kam, dass er bei einer darauffolgenden Frühschicht nicht fertig geladen war. Ein Umstand welcher beim ZOE NIE eintritt, dank der möglichen Schnellladung zuhause.

Wer beschleunigt besser und ist schneller ? Der Leaf.
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Nordlicht » Sa 7. Nov 2015, 20:16

Gefahren bin ich den Leaf nur insgesamt 2 Tage und kann deshalb nicht viel zu den technischen Daten sagen, den Zoe hatten wir 3 Tage zur Probe.
Meine Frau und ich haben eine Matrix bzw. K.O.-Kreterien aufgeschrieben und haben uns dann daran langgehangelt.
Die genauen "Ergebnisse der Matrix" habe ich nicht mehr im Kopf, nur gab es für mich 2 sehr starke Gründe gegen den Leaf. Wir haben in den Kofferraum des Leafs keinen Kinderwagen wegen der gebogenen Form reinbekommen. Der für mich allerdings nachhaltigste Grund war die tiefe Sitzposition- für mich zu tief!!!
Ansonsten sprach nur noch die Lademöglichkeit gegen ihn.
Verarbeitung und Wertigkeit sind dagegen klar auf seiner Seite.
Stelle Dir doch auch so eine Matrix auf und gewichte sie nach Deiner ehrlichen Meinung. Fahre und teste sie beide und lass das Papier entscheiden. Dann bist Du immer auf der richtigen Seite...
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon darklight » Sa 7. Nov 2015, 20:28

Hallo mein "Revier" ist ja eher der Zoebereich.

Ich weiss ehrlich gesagt sonst auch nicht wo das genau hinpasst.

Ich habe einen TV-Tipp für Nissan Leaf Fahrer.

Morgen Sonntag um 16:55 wird der Nissan Leaf in der Sendung Vox Automobil auf Vox besprochen.

Könnte recht interessant sein und auch evtl. für den Threadersreller eine Hilfe sein.
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Kelomat » Sa 7. Nov 2015, 21:41

Du kannst den Leaf mit dem Timer vorheizen oder über die APP. Allerdings ist Carwings ziemlich unzuverlässig...
Das geht während des Ladens oder auch so. (An der Steckdose läuft die vorklimatisierung max 2h, auf Akku 20 od. 30min)

Ob der 6kW Lader Sinn macht, hängt von der Infrastruktur ab... Wenn du viele Schnelllader zu Verfügung hast kannst du darauf verzichten. Sonst ist es eine Überlegung wert.

Sitzheizung ist im Winter Paket enthalten.

Mp3 vom Android Handy ist kein Problem. Streaming hab ich nicht probiert...
Es gibt auch einen USB port für iPod oder USB stic

Ich bin mit dem navi voll zufrieden...
Warnt vor blitzern und zeigt auch die Fahrspuren auf der Autobahnabfahrt an

Edit: fahre seit 3 Jahren Leaf...
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon iSwitzerland » Sa 7. Nov 2015, 22:07

MarcoZ hat geschrieben:
iSwitzerland hat geschrieben:
Fürs Vorklimatisieren gibt es mehrere Möglichkeiten: Über den Knopf auf der Schlüsselkarte (Zoe muss in Reichweite sein)

Danke für die schnelle Antwort; wie ist denn so die Reichweite bei Schlüsselkarte? Ich nehme an, das geht per Funk damit auch schonmal durchs Garagentor. Für die 500m zum Parkhaus muss dann aber sicher irgendeine Online-Lösung herhalten.


Kommt sicherlich auch auf die Beschaffenheit des Tors an. Bei uns ist das immer etwas eine Lotterie. Manchmal klappts und manchmal nicht, deshalb machen wirs jetzt über die App.
Im Freien klappt das locker 10-15 Meter (nicht gemessen), ob es durch dein Garagentor funktioniert, müsstest du wohl bei einer Probefahrt testen.
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Karlsson » Sa 7. Nov 2015, 22:51

Ich bin den Leaf nur auf ein paar Messen gefahren, stand aber auch vor der Entscheidung zwischen den beiden und ich meine ich habe über beide sehr viel gelesen.
Die wesentlichen Punkte schienen für mich:
Leaf:
+zuverlässiger
+wertiger
+besser motorisiert
+Kaufakku mit gutem Preis

Zoe:
+bessere Optik
+kann an wesentlich breiterer Infrastruktur schnell laden
+günstiger Einstiegspreis
+mehr Reichweite (vor allem gegenüber dem Leaf bis MJ12 ohne WP)

Der günstige Preis hat für mich die Miete akzeptabel gemacht und der wesentliche Punkt war der 43kW Lader.
Bis jetzt bin ich sehr zufrieden.
---------------------
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Twizyflu » Sa 7. Nov 2015, 23:33

Also dann fange ich mal an.

Ich hatte 1,5 Jahre den ZOE Intens mit maximaler Ausstattung, in perlmutt weiß mit den 17 Zoll Alufelgen.
Danach bin ich auf den Nissan LEAF - sogar älter (2,5 Jahre) aus dem Modelljahr 2012 (EZ 04/2013) gewechselt - ebenfalls Vollausstattung.

Ich kann dir mittlerweile nur sagen: Wenn es sich finanziell bei dir ausgeht - nimm den LEAF.

Nicht weil ich das jetzt sage und selbst einen LEAF habe und zum Anti-Zoeaner mutiert wäre - nein.
Der Zoe ist ein hervorragender Kleinwagen mit einem unschlagbaren Vorteil:

Das AC Schnellladen. Hier wird immer geredet von Typ 2. Es stimmt, dass Typ 2 weit verbreitet ist. Und der alte Q210 Zoe kann auch bis zu 43 kW Typ 2 laden - das Äquivalent zum 50 kW CHAdeMO (somit eigentlich gleich gut nur findet man CHAdeMO seltener - ist in der Regel aber mittlerweile immer mehr egal da die Triple Charger sowieso alle 3 Standards haben).
Der neue R240 ZOE kann nur mehr 22 kW und braucht somit 1 Std. oder länger - hier ist dann ein LEAF im Vorteil.

Was beim ZOE eben der Vorteil ist, man holt sehr flott aus einer CEE rot Strom heraus. Wenn du nicht gerade einen mobilen CHAdeMO Lader dabei hast (forget it: sauteuer!) wird es somit beim Thema Wechselstrom für den Leaf bestenfalls mit 6.6 kW möglich sein, da was zu reißen - und auch da muss die Säule 22 kW anbieten (bzw. die CEE eine 32er sein!), da du ja dennoch nur 1phasig lädst und somit: 3,7 kW -> 11 kW CEE/Typ2 (16A) / 6.6 kW -> 22 kW CEE/Typ2 (32A).

Stell dir einfach die Frage wie ich damals:
Welche Infrastruktur hast du auf deinen Reisen und im Regelfall.

Kommst du mit 1 Ladung über den Tag oder hast CHAdeMO in der Nähe und reicht dir das Aufladen über nacht, so kannst du absolut zum LEAF tendieren. Denn ob ich jetzt mit 11 kW das Auto in 2 Stunden daheim vollbekomme über Nacht oder mit dem 10A ICCB Schuko (2.2 kW) spielt dann für die Nutzbarkeit keine große Rolle.

Ich habe auf meinen Strecken überall CHAdeMO und lade sonst zuhause auf und habe keine Probleme. Man muss es sich nur bewusst machen - mein Leaf kann nur 3,7 kW. Da gab es kein 6.6 kW noch.

Größe:
Der Leaf ist deutlich größer. Er wirkt nicht nur so, er ist es auch und er fährt sich auch so.
Der ZOE kommt eben wegen seiner Kompaktheit eher in eine Parklücke, aber entscheidend war das für mich nie.
Der Leaf ist auch kein Model S und somit geht alles ;)

Komfort/Qualität:
DAS IST (!) der absolute Punkt für den Leaf.
Es war der Hauptgrund weshalb ich den ZOE verkauft habe.
Beim Zoe knarzten die Türinnenabdeckungen und auch die Scheibe auf der Beifahrerseite (trotz 2 maligem Werkstattbesuch).
Manchmal scheppert auch hinten was. Die Türen fallen ab Werk so zu wie wenn man eine billige Blechtür beim Lieferanteneingang eines Supermarktes zuschmeißt. Das ist beim Leaf ein sattes Geräusch - fiel mir sofort auf.

Ruhig sind sie beim Fahren beide - ab 100 km/h ca. merkt man beim ZOE die Geräusche deutlich.
Auch finde ich, dass der Antrieb beim ZOE bei hohen Touren lauter ist. Der ZOE fährt 140 kmh lt. Tacho ca. der Leaf gute 10-15 km/h mehr.

Auch hat man beim Leaf die Möglichkeit auf Sitzheizung (WERTVOLL -> Spart Heizung) und Lenkradheizung. Ich habe das und möchte nie mehr ohne. Auch Sitzheizung hinten hat man dann dabei. Diese Option gibt es beim ZOE einfach nicht.

Das Carwings / Connect EV sieht nicht so hübsch aus wie das TomTom Rlink (Android), es ist aber stabiler (ich rede vom Touchscreen im Auto) und reagiert flotter (es hängt nicht nach). Mit der App (Carwings!) hatte ich kaum Probleme. Die sieht zwar auch "dürftig" aus wie die vom ZOE, kann so auch nicht mehr aber bisher hat es bei mir immer hingehaut.

Die Haptik im Innenraum ist um eine ganze Stufe besser als beim ZOE.
Man hat eine Armauflage an der Türe, feine weichere Stoffsitze (Velours), ein feineres Leder am Lenkrad, keine Spiegelung im Armaturenbrett (und mein Interieur ist beige wie es beim Modelljahr 2012 eben ist - jetzt gibt es ja schon lange Schwarz (bei Acenta) und bei Tekna. Der Tacho ist größer dafür "altbackener" als beim Zoe. Der ist bunter - und teils übersichtlicher.
Dafür siehst du beim Leaf Batterietemperatur und den Batteriezustand in % (beim neueren, meiner hat die % Anzeige noch nicht).
Die Balken/Restreichweitenanzeige ist jedoch ein Fail. Mehr Ratespiel als richtig - da ist der ZOE um einiges besser.
Abhilfe schafft nur das Nutzen einer App wie Leaf Spy - die zeigt dir alles genau an und dann interessierte mich die Anzeige im Display gar nicht mehr. Die kWh zählen - sonst nix.

Die Spiegel vom Leaf sind (ich glaub ab Acenta) elektrisch anklappbar. Kann der ZOE nicht. Die Rückfahrkamera ist besser, dafür hat der ZOE hinten Piepser (mein Leaf nicht, kA ob das neuere haben).
Je nachdem was du nimmst hast du auch Around View Monitor (geil!), Bose System und vor allem die LED Scheinwerfer dabei.

Und eines kann ich dir sagen: Das Licht im Zoe verdient diese Bezeichnung nicht. Der Scheinwerfer im ZOE (Fernlicht via Shutter, es gibt kein separates Fernlicht oder Nebelscheinwerfer wie beim LEAF!) sind eine Schande für die Bezeichnung Scheinwerfer. Das Fernlicht ist quasi nicht vorhanden. Selbst mit Osram Nightbreaker wird es nicht gut - nur besser auf schlechtem Niveau. Das ist so mies, dass es teilweise (bei Regen) absolut gefährlich ist und das meine ich ernst.
Dagegen ist das LED Licht vom Leaf ein Traum. Aber das gibt es ja nur bei TEKNA.

Es sind eben 2 unterschiedliche Klassen (Kleinwagen ZOE und Kompaktklasse LEAF) das merkt man auch im Preis.

Die Qualität der Spaltmaße, Lackierung usw. man merkt eben, dass er Japaner ist (auch wenn der neue im Gegensatz zu meinem in England gebaut wird und die Türen sowie die Motorhaube nicht mehr aus Alu sind wie beim Modelljahr 2012 ^^).

Der LEAF ist nicht umsonst meistverkauftes Elektroauto der Welt. Und Werkstattaufenthalte sind selten - man liest wenig von Problemen mit dem LEAF. Das ist beim ZOE anders bisher (Motorschaden am Anfang, Undichte Türen wo es oben hereinregnet...) nichts brutal gravierendes aber ärgerlich und genau das ist es: Mich ärgerten diese vielen Kleinigkeiten einfach. Nicht für den Preis, nicht bei der "Ruhe", die ich haben wollte. Der Leaf ist erwachsener, ausgereifter und bis auf die Frage der Infrastruktur für mich in jederlei Hinsicht ein Fortschritt. Das heißt nun aber nicht, dass der ZOE schlecht sei oder sein Geld nicht wert. Im Gegenteil. Aber im direkten Vergleich überhaupt JETZT wo es den 30 kWh Leaf gibt, finde ich, hat der ZOE - es sei denn man hat nur Typ 2 Lader um sich - keine Chance gegen den LEAF.

Bitte sag ruhig, was dir wichtig ist an einem Auto bzw. für dich individuell wichtig ist, dann werde ich versuchen so objektiv wie möglich die beiden Fahrzeuge zu vergleichen.

Falsch machen tust du auf jeden Fall nichts mit beiden: Elektroautos sind sie beide und Spaß machen sie auch.

Leistungstechnisch ist der LEAF merkbar stärker. Der ZOE zieht unten auch gut weg aber besonders oben heraus (ab 80-90 kmh aufwärts) merkt man die Mehrleistung des Leaf.
Der ZOE hat 43 kW Dauerleistung (59 PS) und 88 PS Spitzenleistung (65 kW). Der Leaf hat 80 kW Dauerleistung bei höherem Drehmoment.

Bedenke halt fairerweise auch.
Mit dem ZOE kaufst du einen "Polo"
Mit dem LEAF kaufst du einen "Golf"

Daher ist ein direkter Vergleich etwas "unfair" - weil es zwei Klassen Auto sind.
Der Mehrpreis für einen Leaf zB. spiegelt sich im Mehrwert, dem Komfort und vorallem der Tatsache, dass du ja beim Leaf auch mieten kannst.
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