Leaf vs. ZOE

Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Karlsson » So 8. Nov 2015, 19:31

MarcoZ hat geschrieben:
Aufgrund der aktuellen Entwicklung bei Akkus fürchte ich ein bisschen den Wertverfall von E-Autos (bzw. der Akkus da drin). Daher tendiere ich zu "Akku mieten" oder sogar Auto komplett Leasen.

Deswegen habe ich mich halt für ein besonders günstiges Angebot entschieden. Im Notfall könnte ich da auch mit Restwert 0€ nach 5 Jahren leben, dann hätte er im Jahr 2500€ an Wert verloren plus noch mal 1000€ Akkumiete. Das ist noch überschaubar.

MarcoZ hat geschrieben:
Wir haben aber auch noch nen Verbrenner als Plan B (bevor ich da irgendwo strande).

Dann kannst Du auch über den Leaf nachdenken.
Meine Frau hat zwar auch noch einen Verbrenner und ich hab trotzdem im wesentlichen wegen dem Lader den Zoe genommen, aber das war so eine Bauentscheidung. Weil ich mich bei der schlechten Chademo Abdeckung zu eingeschränkt gefühlt hätte.

Mittlerweile muss ich aber doch zugeben, dass ich in den 5 Monaten auch mit einem Leaf fast alles hätte fahren können. Mit dem Zoe hab ich halt unterwegs mehr Backup Lösungen, wo es mit 22kW oder immer häufiger jetzt (hier im Norden) auch mit 43kW flott voran geht. Aber demnächst steht zB mal Hannover-Düsseldorf und Retour an - da hat der Zoe schon gewaltig die Nase vorne.
Für meinen Alltag ist das aber eigentlich alles egal... ich hatte letzte Woche Samstag geladen und dann wieder diese Woche Freitag und mit der Ladung komme ich auch wieder mindestens bis Mittwoch aus. Zuhause lade ich bislang fast gar nicht und komme bis jetzt mit >90% gratis Strom auswärts über die Runden.
Das würde sogar mit einem Leaf klappen, zumindest in Hannover, wo Enercity in diesem Jahr schon 3 Triplelader aufgestellt hat. Also 45-60min ein paar Besorgungen in der Stadt und er ist wieder voll.
Auf dem platten Land dagegen weniger. Hätte zb demnächst eine 200km Tour an den NRW Nordpunkt. Mit dem Zoe lade ich da in Rahden mit 22kW schnell genug Saft für den Rückweg, mit dem Leaf würde ich sparsam gucken.
Oder ist müsste in dem Lokal, wo wir uns treffen nach ner Schuko fragen mit 50m Kabel dabei und dann lang genug bleiben....aber das ist mir zum einen zu doof und ich habe zum anderen auch keine Garantie, dass das klappt.

Aber gut, sowas sind seltene Fahrten, da könnte ich auch einfach mal den Tag mit meiner Frau das Auto tauschen und mit Benzin fahren. Aber doof fände ich es schon ;)
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon BurgerMario » So 8. Nov 2015, 19:45

Hallo!

Für mich sieht das verdammt nach Leaf aus :)
Schnellader braucht man nicht in der Nähe sondern immer in 3/4 Reichweite des Fahrzeugs.
Durch die Aufrüstung der Tank und Rast Stationen mit Trippleladern, wird sich das auch schnell verbessern.

Das verlässlichste Teil eines EV scheint momentan der Akku zu sein :)
Genau das weiss Renault und zwingt seine Kunden zur "Zwangsmiete" :(
Auch wenn es Anfangs das Auto günstiger macht, ist das vielen mit der Zeit ein Dorn im Auge..
Bei Nissan hast Du die Wahl und kannst glaube ich auch nachher den Akku kaufen...
Selbst das bietet Renault nicht an :(
Wenn Du die Miete jeden Monat siehst, der vom Konto abgebucht wird, denkst Du irgendwann...
Da kann ich auch Sprit für tanken..

Und beim Weiterverkauf eines Mietgegenstandes (Batterie)musst Du Dich drum kümmern...
Selbst beim Twizy wars nicht einfach, überhaupt nen Käufer zu finden..

Gerade Neuwagen verlieren Unsummen an Geld binnen kurzer Zeit.
Von daher nimm einen gebrauchten Leaf als Vorführer.
Momentan recht preiswert als Acenta :)

Eine Aufrüstung mit grösserem Akku wird Renault ebenso wenig anbieten :(
Nissan, wohl auch nicht..
Das bleibt "richtigen" unbelasteten EV Fahrzeugherstellern vorbehalten... und selbst da ist das kein Schnapper...

Egal wie Du Dich entscheidest.... Zoe oder Leaf..
Du machst das richtige :)

Gruss
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Cavaron » So 8. Nov 2015, 19:57

MarcoZ hat geschrieben:
PS: Gibt's mittlerweile was Verlässliches zu dem "großen" 300km-Akkus für die ZOE? Wie ist die Chance auf Nachrüsten (gebrauchten 210er + dicken Akku... ).

Interessantes Video von einem Renault-Akku-Ingenieur auf der eCarTec letzten Monat:
https://www.youtube.com/watch?v=N6sRWGjFx5w
Bei Minute 30:00 wird die Frage nach Akku-Tausch gestellt. Er sagt:
Das wurde noch nicht offiziell angekündigt, deswegen ist es etwas schwer darüber zu reden. Aber ja, wir verkaufen die Akkus nicht mit dem Auto. Das wäre ein Vorteil dieses Systems, dass wenn der Käufer es will, er die Akkus aufrüsten kann.
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Twizyflu » So 8. Nov 2015, 22:07

Das sind aber nur Mutmaßungen. Selbst NISSAN bietet nichtmal gegen Geld an, die alten Leafs mit der neuen 30 kWh Batterie aufzurüsten und dann soll das bei der 60 kWh oder einer anderen möglich sein?
Steht doch wohl nicht in Relation zur Käuferschicht, denn jeder der sich einen LEAF oder ZOE gekauft hat weiß, dass er damit auskommen muss, sonst hätte er ihn erst gar nicht gekauft. Und von daher werden sich wohl 2/3 der Käufer gar nicht weiter kümmern oder für gutes Geld an ein Upgrade denken. Schon gar nicht wenn die Kosten dann den Restwert des Autos gar überschreiten. So habe ich aber mit der Kaufbatterie egal ob es steht oder fährt keine Mehrkosten - und es macht dann sogar Sinn soviel zu fahren wie es nur geht - innerhalb der ganzen Familie. Maximale Auslastung -> keine Mehrkosten -> viel gespart.

Beim ZOE geht das ja nur bedingt, denn du musst dich an die vereinbarten Kilometerleistungen halten. Tust du das nicht: 5 EUR pro 100 Mehrkilometer. + Miete = teurer als Sprit. Das darf man nicht vergessen.

Heute wieder gemerkt: Federungskomfort beim Leaf höher, Licht (LED) bedeutend besser, Überholmanöver bei Tempo 100 km/h -> zog noch ordentlich weg.

Ich habe es nicht bereut. Wirklich nicht.
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Wackelstein » Mo 9. Nov 2015, 07:16

Wir haben zu Hause zwei Zoes. Den Leaf durfte ich einmal über Nacht ausborgen.
Wie schon geschrieben wurde sind BEIDE tolle Autos. Der Leaf wäre mir sogar lieber gewesen.

ABER....
Die Freude am Leaf-Fahren verging mir gleich als wir ihn in der Garage laden mussten (auf Schuko) und wir ihn in zwei Stunden wieder benötigt hätten. Die Ladegeschwindigkeit ist da einfach eine Katastrophe.
Den Zoe dagegen hängt man an und sogar bei "nur" 11kW ist die Karre in 3 Stunden fast wieder voll. Wenn's mal richtig schnell gehen soll, dann wird mit 22kW geladen (alles zu Hause in der eigenen Garage!) und man kann das Ding nach einer Stunde wieder benutzen.
Sowas ist bei uns kein Ausnahmefall, sondern kommt oft vor.
Genauso kann man auch auswärts mit einer mobilen Ladebox (Juicebooster, NRGKick, ...) die vielen CEE-Rot (11kW) benutzen. Das hat uns heuer im Sommer sehr, sehr genutzt.

Zusammenfassung: Weshalb Zoe und weshalb NICHT Leaf? Zoe lässt sich auch zu Hause schnell laden. Leaf nicht. Deshalb Zoe.

PS: Da Du aber keine Garage hast, sondern nur Schuko, würde ich Dir sogar eher zum Leaf raten.
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon fbitc » Mo 9. Nov 2015, 07:25

Evtl Leasingübernahme eines Botschafter Leafs für ca 200€ mtl ?
Grüße Frank
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Twizyflu » Mo 9. Nov 2015, 08:48

Da er ja über Nacht laden kann mit Schuko ist der Leaf im Vorteil weil Wirkungsgrad 1 Phasig höher beim Leaf als beim ZOE
Und der fiept auch nicht
Man kann ihn auf 80 oder 100% stellen und der Ladetimer ist auch nett
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon Linus » Mo 9. Nov 2015, 08:54

Ich hatte mich schon zuvor für Zoe entschieden und habe jetzt nur bis zur Auslieferung eine Zoe von E-Wald Carsharing.
Ich habe jetzt nach fast 5000km (4 Wochen) :-) immer noch neue Sachen herausgefunden und mich mit "meiner" Zoe sehr gut angefreundet. :-)

Zur Zoe:
Ich fühle mich bestätigt in Sachen Typ2 Verfügbarkeit, hoher Sitzpostion und übersichtlichem Bedienkonzept von Zoe.
Ich bin von einem vollausgestattenen KIA Optima (5er BMW von KIA) mit Sitzheizung und Kühlung, Schiebedach und allem Schnickschnack umgestiegen und vermisse nichts davon wirklich. (Meine Erkenntnis nach 15 Jahren Lederausstattung: Kein Leder = keine Sitzheizungs/-kühlungspflicht :-) ). Die Scheinwerfer sind allerdings echt schlimm.

Jetzt mein Tipp für Dich:
Um eine solche Entscheidung vorzubereiten, könntest Du über einen längeren Zeitraum Zoe und Leaf im Alltag testen. Ich weiß nicht, welche langzeit-vermietenden e-Carsharer es außer E-Wald noch gibt und ob ausgerechnet E-Wald bei Dir angesiedelt ist, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass mir die Vorerfahrung die Entscheidung wesentlich vereinfacht hätte.

Rechne dir ruhig mal aus, wie viel mehr du in einem Monat (oder in zwei Wochen) für ein carsharing Auto als Testobjekt bezahlst und dann überleg Dir ob Du das ausgeben möchtest um dir sicher zu sein.
R240 ~40.000km/Jahr --> R400 ist bestellt

Wo soll das noch hinführen? :D
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon stromr » Mo 9. Nov 2015, 09:26

Hallo,

habe leider noch keine Zoe länger gefahren, aber ich kann die theoretischen Aspekte beim Vergleich, die hier schon erwähnt wurden, alle bestätigen. Kosten Miete/Kauf kamen bei mir auf ähnliches Niveau.

Ich würde mich beim Vergleich nicht allzusehr auf die Aussagen anderer verlassen, denn jeder hat seine eigene Situation, mit der er zurecht kommen muss. Ich fahre z.B. täglich 65 km oder mehr, da lade ich täglich zuhause auf. Das funktioniert tadellos und bei der km-Leistung wird der Akku auch ordentlich genutzt, was die Wirtschaftlichkeit erhöht. Und da ich fast ausschließlich mit dem Fahrzeug zur Arbeit pendle, ist die Ladeinfrastruktur, die hier in der Oberpfalz nicht so dolle bei CHAdeMO ist, relativ egal. Wenn weitere Strecken anliegen, kommt der Diesel meiner Frau zum Einsatz.

Gerade die Verfügbarkeit von einem Zweitwagen macht die Entscheidung pro Leaf deutlich leichter, finde ich. Ansonsten muss man sich schon um die Ladeinfrastruktur kümmern und ich verstehe alle, die sich deshalb eine Zoe zulegen.

Ach ja, und der Tipp mit dem E-Wald Projekt ist gut, habe ich auch so gemacht und 4 Wochen einen Leaf gemietet und nicht bereut. Heutzutage stellen aber auch manche Händler das Fahrzeug über längere Zeit zu günstigen Konditionen zur Verfügung. Günstig ist E-Wald nämlich nicht.

Viele Grüße
Michael
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Re: Leaf vs. ZOE

Beitragvon MarcoZ » Mo 9. Nov 2015, 18:56

Danke für den Hinweis auf "miete doch mal einen"... Ist echt ne gute Idee, denn bis auf die 48-Stunden-Aktion von Renault gibt Dir ja kein Händler so ein Auto über Nacht oder gar ne Woche... schon gar nicht, wenn die gerade ein rotes Nummerschild drangeschraubt haben ;)
Leider ist E-Wald nicht in meiner Richtung, ich bräucht was zwischen Karlsruhe und Heidelberg oder so.

Laden mit Wechselstrom daheim:
Ja, das wäre der Plan, aber da ich maximal ne Wallbox installieren lassen könnte, und das als Mieter nicht will, ist eh bei ca 2kw Ende.... vielleicht 3 mit der tollen 14A-Steckdose vom Renault. Von 11 oder 22 kann ich nur träumen, aber Nachts eilts ja net.

Ich werde mir morgen nochmal nen Leaf ansehen. EZ 3/2014 mit fast keinen km... irgendo ist das sicher ein Haken...
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