Leaf fahren ist langweilig,asozial und unsportlich

Re: Leaf fahren ist langweilig,asozial und unsportlich

Beitragvon liftboy » Mo 10. Feb 2014, 12:47

Pivo hat geschrieben:
xado1 hat geschrieben:
...die wegfallende arbeitsplätze werden eine bremse in der politik und wirtschaft werden.


Ja man hängt zu sehr an der Vergangenheit und gerade in Deutschland tut man sich mit Veränderungen schwer, hat gar Angst davor.

Dennoch auf irgendwelche Begründungen mit Arbeitsplätzen gebe ich exakt überhaupt nichts.

Selbst wenn jetzt alle plötzlich auf Carsharing umsteigen würden oder nur noch Fahrrad fahren würden und niemand mehr Autos kauft:
Das Geld ist deswegen nicht weg.
D.h. das Geld, das sonst für ein Auto und dessen Unterhalt/Betrieb ausgegeben wurde, was nicht gerade wenig ist, wird eben dann an anderer Stelle ausgegeben.
Und dann entstehen eben dort Arbeitsplätze. Sei es weil der eine sich mit dem Geld ein Pool im Garten baut oder der andere eine bessere Küche und beide mehr für Bahn und Taxi oder ein besseres Fahrrad samt Anhänger ausgeben.

Es gibt Zahlen, die besagen, dass jeder Xte Arbeitsplatz direkt und jeder (2*X)te indirekt von der Autoindustrie abhängt.
Oft wird dies als Begründung herangezogen, dass man auf keinen Fall am Auto rütteln darf. Und sogar die Autoindustrie unterstützen muss (z.B. Abwrackprämie).

Abhängigkeiten sind immer schlecht.
Vorallem eine Abhängigkeit vom Auto.
Mehrere tausend Verkehrstote werden einfach so akzeptiert. Während man wg. ein paar hier nicht vorhandenen theoretischen Anschlägen die Bevölkerung komplett überwachen möchte.
Würden hierzulande jährlich nur halb so viele im Flugzeug umkommen, wäre Flugzeug fliegen längst verboten.
Lärm, Abgase, Flächenverbrauch, Infrastruktur etc., muss ich jetzt nicht alles aufzählen...

Es wäre gut wenn weniger Arbeitsplätze von solch einer Industrie abhängig wären.


Du hast vollkommen recht. Ich erinnere mich noch an das Gejammer vor 10-20 Jahren, als Indutrieroboter den Markt eroberten. Das sollte angeblich hunderttausende Arbeitsplätze kosten. Und jetzt? Wir haben weniger Arbeitslosigkeit als zu den benannten Zeiten und weniger Leute müssen unbequeme und ungesunde Arbeiten verrichten wie z. B. Schweißen oder Lackieren.

Auch bzgl. EVs werden sich neue Märkte auftun, wie z. B. Batterierecycler, Elektromotorenwickler/-reparateure etc. Andere Arbeitsplätze werden sich verlagen in andere Branchen, die aber z. T. vielleicht auch etwas mit EVs zu tun haben können wir z. B. Softwareentwickler, Batterieentwicklung etc.
Gruß Uli
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Re: Leaf fahren ist langweilig,asozial und unsportlich

Beitragvon Strombaer » Mo 10. Feb 2014, 13:04

unter asozial : nicht vergessen den Bundesautodieselelektrofinanzausgleich, weil die EVs ja keine KFZ-Steuer zahlen
unter langweilig: das Gespräch mit der besten Ehefrau kann nicht durch roam roam unterdrückt werden
unter unsportlich : das Einarmige Reißen an der Zapfsäule wird durch uncooles Aufwickeln des Kabels ersetzt
Nissan Leaf blau :lol:
Der Diesel von heute ist der Zweitakter von gestern :roll:
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Re: Leaf fahren ist langweilig,asozial und unsportlich

Beitragvon ZoePionierin » Mo 10. Feb 2014, 20:56

Mike hat geschrieben:
endurance hat geschrieben:
Na logisch die deutschen Autobauer waren bei den EV immer weit vorne:

  • 1898 präsentierte Ferdinand Porsche mit dem "Egger-Lohner-Elektromobil Modell C.2 Phaeton" (kurz "P1" genannt) die erste Porsche-Konstruktion der Welt.
    http://www.welt.de/motor/article1243073 ... unden.html (vor 116! Jahren)
  • Nissan 1911 gegründet - weit nach dem ersten EV.
  • Renault 1899 EV nö , stattdessen die einschraubbare Zündkerze (huch elektrisch :))

Den ersten elektrischen BMW hast Du vergessen, gebaut 1978 im BMW-Werk Leipzig. :o
http://www.bild.de/regional/leipzig/leipzig-geht-aus/das-vergessene-elektroauto-der-ddr-34535896.bild.html

Der Spaß am Schnäppchen-Tanken ist endgültig vorbei. Jetzt hab ich nur noch die Auswahl zwischen günstig und ganz umsonst laden. Und das, wo aktuell das Benzin gerade wieder soooo billig ist. Blödes Elektroauto! ;)


Den ersten elektrischen BMW gab es schon 1972 zu den olympischen Sommerspielen in München. Ein 1602 in Orange (wie der i3). Das Auto gibt es heute noch. Habe es mal in Stuttgart auf der iMobility gesehen.
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Re: Leaf fahren ist langweilig,asozial und unsportlich

Beitragvon Mike » Mi 12. Feb 2014, 11:55

ZoePionierin hat geschrieben:
Den ersten elektrischen BMW gab es schon 1972 zu den olympischen Sommerspielen in München. Ein 1602 in Orange (wie der i3). Das Auto gibt es heute noch. Habe es mal in Stuttgart auf der iMobility gesehen.

Danke, das wusste ich nicht. Der hatte ja sogar schon Wechselakku... :o
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Re: Leaf fahren ist langweilig,asozial und unsportlich

Beitragvon BangOlafson » Do 5. Nov 2015, 12:55

... manchmal komme ich mir vor, als wäre ich hier mitten in eine Veganer-Versammlung geplatzt, nur weil ich mir aus Versehen einen Salat zu meinem Steak bestellt habe...

Mein Fiesta vorher hat keine verbrennerrelevanten Ausfälle gehabt.
ich habe mir den Leaf nur geholt, weil er im Endeffekt billiger als ein Focus ist.
Wenn irgendein Hersteller mal ein Auto auf den Markt bringt, das mit Panda- oder Robbenöl läuft und billiger ist, als der Leaf, dann wechsle ich gerne.
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Re: Leaf fahren ist langweilig,asozial und unsportlich

Beitragvon Mike » Do 5. Nov 2015, 13:39

BangOlafson hat geschrieben:
Wenn irgendein Hersteller mal ein Auto auf den Markt bringt, das mit Panda- oder Robbenöl läuft und billiger ist, als der Leaf, dann wechsle ich gerne.

:wand:
ohne Worte!
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Re: Leaf fahren ist langweilig,asozial und unsportlich

Beitragvon BangOlafson » Do 5. Nov 2015, 14:40

Mike hat geschrieben:
BangOlafson hat geschrieben:
Wenn irgendein Hersteller mal ein Auto auf den Markt bringt, das mit Panda- oder Robbenöl läuft und billiger ist, als der Leaf, dann wechsle ich gerne.

:wand:
ohne Worte!


Für manche Leute muß man wirklich dranschreiben, wenn was Ironie ist...
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Re: Leaf fahren ist langweilig,asozial und unsportlich

Beitragvon Michael_Ohl » Do 5. Nov 2015, 18:12

Naja wenn ich mir die Argumente der Verbrennerfahrer anhöre weiß ich auch nie so genau wann sie ihre Worte ironisch meinen wenn es z.B. um die 3Mio Tote durch Abgase oder die letzten abgesoffenen in Bangladesch geht.
Da wird dann schnell argumentiert das alle 400km 20Minuten Pause ja mal gar nicht gehen wo kommen wir denn da hin - Tote werden aber sehr gern in kauf genommen.
So etwas hört man in der eigenen Familie wo das zweit- oder Drittauto sorgenfrei umgestellt werden könnte.

mfG
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