Kaufberatung Nissan Leaf (2012/2014)?

Kaufberatung Nissan Leaf (2012/2014)?

Beitragvon Alibabamax » Mi 27. Jul 2016, 20:12

Hallo,
nachdem ich nun seit über einem Jahr eine Renault Zoé fahre ist nun die Zeit gekommen auch unseren alten Peugeot 807 (2008, 188tkm) durch ein E-Auto zu ersetzen.

Als mittlerweile erfahrener E-Auto Besitzer stellen sich da nun noch ein paar Fragen zum Nissan Leaf:

1. Ich habe zu Hause eine CEE32 Leitung für gelegentliches Laden die ich mit der Zoé mit dem EVR3 - Typ 2 - max 22 kW [Tragbare Ladestation] lade.
http://www.e-station-store.com/de/tragb ... ation.html
-> Wie könnte man den Nissan Leaf damit verbinden da dort ja nur Typ1 vorhanden ist?

2. Wie sind die Erfahrungen von Euch was die Versorgung von ChadeMo Ladepunkte angeht? Von der Zoe Typ2 (43kW/22kW) bin ich da mittlerweile "verwöhnt". Wie sieht´s mit der Ladegeschwindigkeit an Typ2 (22/11kW) aus?

3. Bringt es sich den Nissan Leaf (mit Batterie) Acenta inkl. Solar Spoiler 05.2014 (als Vorführwagen 23.490 EUR, 10.500km) zu kaufen oder sollte man gebraucht schauen (z.B. http://ww3.autoscout24.de/classified/290688571 Gebraucht 36.000 km 07/2012 EZ 11.990,- EUR) oder besser ganz neu kaufen?

Im Voraus schon mal vielen Dank für Eure Hilfe
Zoe ZEN 03/2014 & Kia Soul EV 08/2016 Play Komfort - endlich nur noch elektrisch unterwegs :D
Ladung zu Hause mit 22kW - CEE32 / EVR3 - Typ 2 (ZOE) und Typ 2 Adapter auf Typ 1 (6,6 kW) Kia Soul EV
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Re: Kaufberatung Nissan Leaf (2012/2014)?

Beitragvon Ahvi5aiv » Do 28. Jul 2016, 13:44

Die CHADeMO Ingrabtruktur ist noch etwas dürftig. Fahr den Wagen noch ein Jahr, dann dürfte es besser aussehen .
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Re: Kaufberatung Nissan Leaf (2012/2014)?

Beitragvon wnjwd » Do 28. Jul 2016, 17:49

Hallo.
Es kommt auf das Nutzungsprofil an, der Leaf kann AC nur einphasig laden, an Typ1 mit 3,7kW, mit Doppelladeroption 6,6kW.
Ladedauer bis 100% dann 8h bzw 4h. Wer damit Langstrecken fahren will ist eher arm dran. Mit DC Ladung sieht das schon anders aus, man muss die Strecken nur entsprechend planen. Braunschweig und Umgebung ist ja auch nicht ganz schlecht versorgt.

1. Man braucht ein Typ2-Typ1 Adapterkabel, ist bei neueren Modellen dabei. Leider passt die Kupplung des Adapterkabels nicht in die Kabelbuchse deiner Ladebox, aus Sicherheitsgründen ist ein Pin der Kupplung zu kurz in gibt keinen Kontakt. Dazu gibt es einige (auch abenteuerliche) Lösungen hier im Forum. Mir gefällt die hier beschriebene TYP2-TYP2 Box am besten, besser als noch ein 3. Spezialkabel im Kofferraum.

2. s.o. Mit dem GE Routenplaner einfach mal einige Strecken planen und sehen was sich ergibt.

3. 23k€ für den Vorführer ist zu viel , anfang des Jahres lag der Preis in Hannover knapp unter 20k€ , Richtung Berlin bei ~19,5k€, alle mit < 10000km. Ab ca. 7/2013 gab es eine Modellpflege, Heizung mit Wärmepumpe statt einfacher Widerstandsheizung und sonst noch einige Kleinigkeiten. Deshalb sind die älteren Modelle noch etwas günstiger.
Grüße Andreas ..............................Leaf Acenta 6,6kW-Lader EZ 7/14 seit 18.3.2016................... 52Mm davon 19Mm selbst erfahren!
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Re: Kaufberatung Nissan Leaf (2012/2014)?

Beitragvon DidiD » Do 28. Jul 2016, 20:12

Hallo Alibabamax,

der günstige Preis des auf Autoscout angegebenen 2012er Leafs relativiert sich, da nur noch 10 Kapazitätsbalken vorhanden sind.
Das bedeutet höchstens noch 77.8% Restkapazität. Im schlechtesten Fall noch 72%.
Bei 70% kann der Akku als verschlissen angesehen werden, da plötzlicher Totalausfall immer wahrscheinlicher wird.
Die 2012er Leafs haben eine schlechtere Batteriechemie, die bei höheren Temperaturen schneller altern.
Meiner hat aktuell noch einen SOH von 84%
(der erste Kapazitätsbalken ging im Frühjahr verloren nach dem Winterurlaub nach insgesamt 1200km) und damit noch
17.6kwh verfügbar.

Die Ladegeschwindigkeit ist an AC bescheiden mit max. 3.7kw bzw. 6.6kw Doppellader. Chademo-Ladestationen sind
dank Aldi und Ikea, manche Tank und Rast Autobahnraststätte, Volksbanken und nicht zu vergessen einige Nissan-
Autohändler einigermassen verfügbar - aber gut ist etwas anderes. Aldi/Ikea natürlich nur Mo-Sa am Sonntag geschlossen.
Am Sontag daher schlechte Verfügbarkeit. Tank und Rast z.b. nur in einer Richtung eine Ladesäule. In Gegenrichtung
nicht möglich an diese dann heranzukommen, da durch Schranke versperrt. Oft die Abstände zu gross - dann wieder nur
mit 3.7kw an AC soviel aufladen, damit zur nächsten Chademo gefahren werden kann usw.
Meine längste Strecke waren einmal 500km ein Weg. Da war ich dann fast 12h unterwegs. Wenn die Autobahnraststätten
flächendeckend Triple-Lader verfügbar hätten, wäre es besser, da dann nicht von der Autobahn heruntergefahren werden
muss um zum Aldi bzw. Ikea-Lader zu gelangen. Aber ernshaft weitere Fahrten (>300km) zu unternehmen erfordern meiner
Meinung nach zwingend ca. 60kwh Akkukapazität. Die Schnelllader laden ja auch meist nur bis 90% SOC auf. Danach wirds
entweder quälend langsam oder geht gar nicht.
Bei mir sind dann gerade noch knapp 16kwh verfügbar. Damit kommt man nicht gerade weit.


Gruß Dietmar
DidiD
 
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Re: Kaufberatung Nissan Leaf (2012/2014)?

Beitragvon Jogi » Do 28. Jul 2016, 20:47

Alibabamax hat geschrieben:

1. Ich habe zu Hause eine CEE32 Leitung für gelegentliches Laden die ich mit der Zoé mit dem EVR3 - Typ 2 - max 22 kW [Tragbare Ladestation] lade.
http://www.e-station-store.com/de/tragb ... ation.html
-> Wie könnte man den Nissan Leaf damit verbinden da dort ja nur Typ1 vorhanden ist?

Kurze Antwort:
http://www.derladekabelshop.de/ratio-ad ... e-08m.html
Dieses Teil ermöglicht grundsätzlich ein Typ1 Auto an Säulen mit fest montiertem Typ2 Kabel zu laden.

2. Wie sind die Erfahrungen von Euch was die Versorgung von ChadeMo Ladepunkte angeht?

Schlecht.

Wie sieht´s mit der Ladegeschwindigkeit an Typ2 (22/11kW) aus?

Das ist eine einfache Rechnung:
An 16A-Dosen gehen max. 3,3kW, das entspricht (gerechnet mit 16kWh/100km) einer "Ladegeschwindigkeit" von ca. 20km/h, an 32A Dosen das Doppelte, sofern das Auto den 6,6kW Lader hat.

[...] oder besser ganz neu kaufen?

Dazu würde ich tendieren, wenn's das Budget zulässt.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
Jogi
 
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