Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon eDEVIL » Di 29. Okt 2013, 12:24

MarkusD hat geschrieben:
Andererseits könnte man die Befürworter auch zum Aufräumen nach Fukushima schicken, wenn das doch alles kein Problem ist. Dort können sie die Vorteile in vollen Zügen genießen.

Guter Vorschlag. na dann pack schon mal die Koffer Efan :mrgreen:
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Robert » Di 29. Okt 2013, 12:28

Ich kann es teilweise schon nachvollziehen. Atomkraft könnte sauber sein wenn die Kraftwerke 100%ig sicher wären und es eine sichere Endlagerstätte gäbe. Seit Tschernobyl, Fukushima und der absaufenden Asse hat sich das wohl nachhaltig erledigt.

Kleiner Appetizer: http://vk.com/video-14431460_156360512
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Efan » Di 29. Okt 2013, 15:20

Es ist meiner Meinung nach eine Gefahrenabwägung, die leider nicht auf harte Fakten bauen kann, daher hat es fast "religiösen" Charakter, ob man für oder gegen Atomkraft ist.

Auch wenn das viele Leute gerne hätten, so geht es nicht darum, AKWs gegen Sonnenenergie-Parks zu tauschen, sondern jedes einzelne AKW wird gegen ein fossiles Kraftwerk getauscht, das entweder neu gebaut wird oder aber später oder gar nicht vom Netz genommen wird.

Und da hat man zu entscheiden, ob das CO2 der fossilen Kraftwerke sowie deren Feinstaub und Schadstoffe mehr Schaden anrichten durch die Erderwärmung, Lungenkrankheiten und Übersäuerung als die Abfallstoffe der AKWs.

Bald wird es keine Raucher mehr geben, denen man die Schuld geben kann für die hohe Lungenkrebsrate, dann sieht man wieviel von Dieselfeinstaub und Fabrik und Kraftwerken kommen. Verläßliche Zahlen der Toten von Tschernobyl, Harrisburg, La Hague oder Fukushima liegen auch nicht vor.

So bleibt es letztendlich eine Glaubensfrage, was schädlicher ist. Und ich "glaube" nun einmal an die Kernenergie ;-)
Seine Exzellenz Efan, Botschafter vom Leaf ;-) 12.09.2013

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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon bm3 » Di 29. Okt 2013, 18:01

Es bleibt eben keine Glaubensfrage, glauben kann man gerne in der Kirche, wer jetzt nach Fukushima noch nicht verstanden hat dass es so nicht weitergehen kann, dem ist einfach nichtmehr zu helfen.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon casper » Di 29. Okt 2013, 21:08

Dir fehlen harte Fakten? Dann fahr doch mal nach Fukushima oder Tschernobyl und sieh sie Dir an!
Rede mal mit den verzweifelten Menschen die ihre Heimat verloren haben und Angst um die Gesundheit ihrer Kinder haben!

Dir fehlen verlässliche Opferzahlen? Gib mal in der Google Bildersuche "Opfer Tschernobyl" ein. Es ist menschenverachtend da nach "verlässlichen Opferzahlen" zu fragen!!! Macht es einen Unterschied ob es 100.000 sind oder 1.000.000 oder mehr?
Es ist nunmal unmöglich die Ursache jedes Krebsfalles der nach Jahren oder Jahrzehnten auftritt festzustellen. Die gleiche Diskussion wird um die KiKK-Studie geführt. Meiner Meinung nach darf hier die Beweislast nicht umgekehrt werden. Es ist durch die Atomkraftbetreiber und -befürworter zu beweisen, dass die Kernenergie NICHT Schuld an hohen Krebsraten ist.

Der Klimaproblematik mit der Atomkraft begegnen zu wollen ist der Versuch den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

An den Erneuerbaren kommen wir nicht vorbei, je früher wir damit beginnen und uns von der Abhängigkeit von Öl, Kohle und Atom lösen desto besser. Dass das denen nicht passt, die mit dem alten System Milliarden verdienten und verdienen ist klar. Dass sie eine riesige Propaganda- und Lobbyistenmaschinerie unterhalten, um irgendmöglich am bisherigen System festhalten zu können, nur die logische Konsequenz. Da Deutschland lieber über die EEG-Umlage diskutiert als über die im gleichen Zeitraum kräftiger angestiegenen Preise von fossilen Energieträgern oder die Folgen der absaufenden Asse und irgendein Geistlicher der paar Millionen für seine Bude ausgibt unsere Nachrichten und Talkshows mehr beschäftigt und verstopft als das Versagen unserer Regierung bei der Umsetzung der bürgergewollten Energiewende, scheint diese Maschinerie ganze Arbeit zu leisten.

Also wer kommt am 30.11. mit nach Berlin zur Demo? :)
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon lingley » Di 29. Okt 2013, 21:32

Jawoll immer so weitermachen ... und kratzt noch den letzten Ölsand aus dem Boden.
Und ganz wichtig ... alles Verbrennen !
PT-Grenze lässt Grüßen ...
5 - 7°C globale Erwärmung sollten reichen das Anthropozän zu beenden und das Tolle daran,
wir erleben es vielleicht noch und sind selber verantwortlich dafür ...
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Jogi » Di 29. Okt 2013, 21:51

lingley hat geschrieben:
Jawoll immer so weitermachen ... und kratzt noch den letzten Ölsand aus dem Boden.
Und ganz wichtig ... alles Verbrennen !

Die einzige Möglichkeit, den CO2-Anstieg in der Atmosphäre spürbar zu bremsen, wäre in der Tat eine drastische Reduktion der Förderung aller fossilen Brennstoffe.

Da wirkt das Gerangel um Emmisionswerte schon ein wenig albern, denn was nützen Autos, die nur noch halb so viel pro km ausstoßen, wenn sich die absolute km-Leistung global verdoppelt?

Kohle, Öl und Gas, die einmal dem Boden entrissen wurden, werden über kurz oder lang auch verbrannt, da kann man wohl von ausgehen.
Man sollte also konsequenterweise an der Förderung ansetzen.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Kelomat » Di 29. Okt 2013, 21:53

Efan hat geschrieben:
Auch wenn das viele Leute gerne hätten, so geht es nicht darum, AKWs gegen Sonnenenergie-Parks zu tauschen, sondern jedes einzelne AKW wird gegen ein fossiles Kraftwerk getauscht, das entweder neu gebaut wird oder aber später oder gar nicht vom Netz genommen wird.


Ja es gibt ja nur Solarparks, Fossile Kraftwerke und AKWs :roll:

Muss man eigentlich immer Tolerant sein? Grundsätzlich hab ich kein Problem damit Tolerant zu sein. Soll doch jeder das tun was er will solange er mir oder anderen keinen Schaden zuführt.
Aber da sind wir ja schon am Punkt.
Kann man gegenüber Atomkraftbefürwortern überhaupt tolerant sein?
Sind sie nicht mitverantwortlich dafür das die Dinger weiterlaufen und das Risiko steigt?
Durch AKW-Befürworter steigt die Gefährdung der Allgemeinheit. Gut dann ist halt eine gewisse Gefährdung da. Wäre ja jetzt auch nicht unbedingt schlimm. Wenn der Damm des Flusskraftwerkes bricht gibt es auch eine Katastrophe. Aber wenn das Wasser weg ist, sieht man in 5 Jahren nichts mehr von der Flut.
Wenn aber ein AKW Radioaktivität freisetzt dauert es viele Millionen Jahre bis das Verseuchte Gebiet wieder nutzbar ist.

Und da hört es sich mit meiner der Toleranz auf...

Warum muss ich Tolerant sein wenn ich möglicherweise meinen Flecken Erde verlassen muss, nur weil ein paar Russisches Roulette mit der Menschheit spielen wollen?
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon lingley » Di 29. Okt 2013, 23:02

Die Toleranz hört bei mir viel früher auf...
Atom oder Fossil - es beginnt ja schon mit der Förderung der "Rohstoffe".
Was ein Wahnsinn bis man die paar Gramm Uran aus ner Tonne Gestein rausgepresst hat,
was ein Aufwand und Raubbau um die Fossilien zu gewinnen. Fracking nicht zu vergessen.
Daher macht es kein Sinn über das Endprodukt zu streiten, denn schon der Weg dorthin hebt mir den Kanaldeckel hoch !
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Paßwortvergesser1 » Mi 30. Okt 2013, 08:48

Der "zivile" (zivil=nicht militärisch/annehmbar) Nutzen der Kernenergie führt übrigens unweigerlich zu potentiellen "Kollateralschäden" wie Hiroshima und Nagasaki. Ob die Opferzahlen dort bewiesen sind weiß ich nicht, vielleicht waren dort auch alle zulange im Solarpark?

Es ist sehr schön, daß in einem eigentlich unpolitischen Forum wie diesem doch so viele Courage zeigen. Hätte ich anfänglich nicht gedacht. Aber wir müssen bedenken, daß hier alles Fiktion ist. Wenn wir also auf Caspars Aufruf in die Bundeshauptstadt zu fahren nicht reagieren, können wir nur weiter vom warmen Sessel aus lamentieren.... Ich kann leider nicht, beteilige mich aber anderswo.
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