Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon dkt » Fr 8. Nov 2013, 14:37

Efan hat geschrieben:
Hiroshima und Nagasaki sind wieder ganz normale bewohnte Städte mit Gedenkstätten an "Ground Zero", in Tschernobyl kehren ein paar ältere Leute bereits illegalerweise wieder zurück, die Tier und Pflanzenwelt gedeiht dort prächtig. Fukushima wird auch bald wieder einigermaßen gesäubert sein.

Ja, das sind alles keine bevorzugten Urlaubsziele oder Kurorte, aber doch ist es kein Untergang, wenn einmal ein AKW einen Störfall hat.


Halt, halt Efan,

jetzt reihst Du Dich unter die Befürworter der "schicksalshaften Evolution" ein. Damit will ich sagen, wenn eine Gegend einmal so vollständig verstrahlt ist, wie Tschernobyl und Fukushima, dann wird sich die Natur in ihrer Evolution schon über die Jahre (Jahrtausende) hinweg, durch Mutation daran anpassen. Das geht zu Lasten der Generationen der Menschheit, die in diesem Mutationsprozess erst einmal durch die unvermeidbaren Fehlentwicklungen gehen wie, z. Bsp. nicht lebensfähig mit zwei Köpfen, Krebs oder verkrüppelte Gliedmaßen, sowie Sterblichkeit zur Unzeit.

Nur ein sehr tapferer Ideologe kann dieses, in seinem kurzen Menschenleben, als "Gott gegeben" argumentativ durchhalten. Selbst dann braucht er noch die Stiernackigkeit eines Chomenis.

Grüße

Dieter
dkt
 
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Beitragvon Jogi » Fr 8. Nov 2013, 15:31

Efan hat geschrieben:
Weil DEINE Photovoltaik daran Schuld ist, daß die Preise für Strom an der Börse im Keller sind.

Unsinn.
Schuld an den Preisen sind:
a.) der falsch konstruierte Wälzungsmechanismus
b.) CO2-Zertifikate für lau.

Das bringt konventionelle Kraftwerke in Schwierigkeiten.

Ja, nee, is klar...
Die alten Kohle- und Kernkraftwerke sind abgeschrieben, und jetzt lassen sich die Betreiber den lukrativen Weiterbetrieb
auch noch zusätzlich bezahlen.

Schwierigkeiten haben in erster Linie die modernen GuD-Kraftwerke, die jedoch zur Bereitstellung von Regelenergie sehr wertvoll wären.
Hier eine Beihilfe zu leisten, hätte ich kein Problem.
Aber die Betreiber legen die Dinger lieber still, und schieben den EEs die Schuld zu.
Mit abgeschriebenen Dreckschleudern lässt sich einfach mehr verdienen...


Es ist doch ein Unding, daß wir teilweise tagsüber ausländischen Stromkonzernen Geld geben, damit sie uns den Überschußstrom auch abnehmen, um nachts darauf von denselben ausländischen Stromerzeugern wieder Strom einzukaufen, da wir zuwenig Strom haben.

Solange wir keine Stromspeicher in Form von Elektrolyse, Pumpspeicher oder Akkus haben, muß der Unsinn mit dem Ausbau der Sonnen- und Windenergie aufhören. ERST die notwendigen Speicher, DANN weiterer Ausbau der erneuerbaren Energien.

Der Überschuss kommt jedoch dadurch zustande, dass die Kohle- und Kernkraftwerke nicht bedarfsgerecht runtergefahren werden, wie das der Einspeisevorrang der EEs eigentlich vorsieht.
Die paar Stunden im Jahr, an denen die EEs tatsächlich mehr einspeisen als in D gebraucht wird, kann man an einer Hand abzählen.
Und da spricht dann doch auch nichts dagegen, Überschüsse zu exportieren und im Bedarfsfall wieder zu importieren, wenn die Kosten dafür günstiger als die eigene Speicherung sind.
Speicher kosten richtig Geld, auch wenn sie nur bereit stehen, und momentan täten sie das die meiste Zeit.
Ein- und Ausspeicherverluste sind auch nicht zu vernachlässigen!
Die Norweger würden gerne unsere Überschüsse aufnehmen und "vergoldet" wieder zurückschicken, aber das scheitert ja an den Leitungen.
Die Kosten/kWh dafür lägen unter den Vergütungen, die den Betreibern der neuen Offshore-WKAs zugesagt werden.

die anderen Staaten werden genau DANN folgen, wenn es sich für sie finanziell lohnt, denen ist es Schnuppe, ob wir damit Erfolg haben oder nicht. Wenn es sich für SIE rechnet, werden sie es tun.

Da hast Du leider Recht.
Wer auf ausreichend Kohle- Gas- und Ölvorkommen sitzt, und diese auch "billiger" als EEs nutzen kann, wird den Deibel tun und Windräder aufstellen.
Aber beim Uran sieht's für unsere nächsten Nachbarn schon schlecht aus.
Das könnte bald unrentabel werden.

Dabei bestreite ich doch gar nicht, daß sich erneuerbare Energien auf lange Sicht lohnen, ja, das tun sie, da fossile Energien immer teurer werden. Einzig und alleine die Geschwindigkeit mit der wir diese ausbauen, ist einfach wirtschaftlicher Unfug.

Kommt immer drauf an, für wen. :)
400.000 Arbeitsplätze sind bei den EEs entstanden, im Gegenzug brechen bei den konventionellen welche weg, ce la vie.

du tust so als führte meine Meinung direkt in den atomaren Untergang, jedoch wird kein noch so großer GAU auch nur ansatzweise die Welt in den Untergang führen. Hiroshima und Nagasaki sind wieder ganz normale bewohnte Städte mit Gedenkstätten an "Ground Zero", in Tschernobyl kehren ein paar ältere Leute bereits illegalerweise wieder zurück, die Tier und Pflanzenwelt gedeiht dort prächtig. Fukushima wird auch bald wieder einigermaßen gesäubert sein.

Also alles gut???
- Zynismus pur.

Ja, das sind alles keine bevorzugten Urlaubsziele oder Kurorte, aber doch ist es kein Untergang, wenn einmal ein AKW einen Störfall hat. Es ist wie bei Flugzeugen, die abstürzen, ja es ist tragisch und für die Betroffenen ganz schrecklich, und dennoch sind Flugzeuge die sichersten Verkehrsmittel der Welt.

Ein schöner Vergleich.
Ein Störfall einer WKA hat nun mal sehr begrenzte Auswirkungen, ein geplatzter Kernreaktor betrifft gleich mal Hunderttausende, viele davon tödlich, wenn auch nicht sofort.
Selbst der reguläre(!) Betrieb von Kernkraftwerken setzt erhebliche Mengen von Radioaktivität frei!

Ähnlich sehe ich es bei den AKWs, ich halte die Schäden durch fossile Kraftwerke für wesentlich höher, nur merkt man diese nicht so, Stichwort Feinstaub, CO2, Stickoxide, Dioxine.

Richtig, auch das muss beendet werden, je schneller, je besser.

Auch wenn du es nicht wahrhaben willst: Man kann nicht alle herkömmlichen Kraftwerke ausschalten und einfach regenerative Energien nutzen, ohne die nötigen Speicher zu bauen. Deshalb muß es LANGSAMER ausgebaut werden.

Nein.
Wir könnten es uns locker leisten, bis zu einem gewissen Grad EE-Überkapazitäten zu schaffen und bedarfsgerecht abzuregeln, und parallel die GuDs zu fördern. Außerdem, wie oben bereits gesagt, Überschüsse zu exportieren und wieder zurückzukaufen.
Das wäre vorerst wesentlich billiger als eigene Großspeicher zu schaffen.
Kleine Speicher in der Mittelspannungsebene werden mittelfristig kommen, und da machen sie irgendwann auch Sinn.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Efan » Fr 8. Nov 2013, 21:20

Du möchtest einfach zu viel und das zu Viele zu schnell.

Damit "verbrennst" du unseren Wohlstand, den wir jetzt vielleicht noch haben, aber neben der Energiewende haben wir noch ganz andere Baustellen zu meistern:

Wir werden zu alt.

Wir werden zu dumm, denn die Anzahl der Kinder ist umgekehrt proportional zur Bildung der Eltern.

China, Indien und Rußland sind die zukünftigen "Herren der Welt", Amerikas Auflösungserscheinungen werden uns noch eine Menge Geld kosten.

Griechenland, Spanien, Portugal und Irland sind noch lange nicht in "trockenen" Tüchern.

Und Du versemmelst all unser Geld und unseren Wohlstand in eine viel zu schnelle Energiewende, da wird für die WIRKLICH großen Probleme nichts mehr übrig sein.
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Kelomat » Fr 8. Nov 2013, 22:07

Du sagst doch immer AKWs sind nicht Klimaschädlich.

Aber das AKWs neben anderen radioaktiven Substanzen auch das Klima schädliche Gas Krypton ausstoßen hast du nicht gewusst?


Du wirst von vorne bis hinten belogen.
Glaub nicht das dir die Atomlobby oder die Regierung immer die Wahrheit erzählen
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Efan » Fr 8. Nov 2013, 22:26

In der Tat glaube ich, daß AKWs genauso klimafreundlich sind wie Wind- und Sonnenenergiekraftwerke.

Und nein, ich wußte nicht, daß Krypton ausgestoßen wird, aber es ist ein Edelgas, daher sollte es nicht wirklich mit der Umwelt reagieren.

Aber ja, ich werde von vorne bis hinten belogen, von der Regierung, von der Atomlobby, von der Solarlobby, von der Ärztelobby, von der Pharmalobby, von der Ökolobby, von der Rüstungslobby, von der Zigarettenlobby, von der Gesundheitslobby, ..., ...

Ich bin mir durchaus bewußt, daß ich von grundsätzlich JEDEM belogen werde, einschließlich dir und auch mir.

Und ganz sicher glaube ich keiner Regierung, die mich selber nicht durch Volksabstimmungen an der Politik teilhaben läßt. NIEMAND erzählt die Wahrheit, aber sorry, auch die Ökos nicht. Dessen bin ich mir bewußt, aber ich habe Hoffnung, daß ich trotzdem innerhalb dieses Staates etwas bewirken kann.

Deshalb wähle ich "orange", genau deshalb, weil ich weiß, daß die "normalen" Politiker ALLESAMT uns belügen. (Aber als Friedenspfeife gereicht: Ich glaube, daß Ströbele ein sehr integerer grüner Politiker ist, auch wenn er sicher auch manchmal uns anlügt.)
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon steamachine » Fr 8. Nov 2013, 23:06

Hier findet sich ein Beispiel für die Möglichkeiten Überspannungsspitzen aus EE aufzunehmen und ein Überangebot an Strom für die Nacht zwischenzuspeichern.
WEMAG baut Batteriegroßspeicher:
batterien/stromspeicher-fuer-windstrom-prinzipiell-auch-fuer-e-autos-t2006.html

Die Notwendigkeit die Energiewende auszubremsen, sieht im Angesicht dessen, etwas blass, umgekehrt sogar eher politisch motiviert aus. Es ist vielmehr eine Frage der Lenkung von Investitionen in solch eine Infrastruktur, ob EEs praktikabel sind. Solange diese fehlen, haben die Kritker Recht mit der Aussage, dass das alles noch nicht funktioniert. Aber solange die Kritiker wie Oettinger auch mit über die Verteilung entscheiden, beißt sich die Katze in den Schwanz...
Das Problem ist, dass jemand wie Oettinger weiß was er macht und weiß warum er es macht. Er ist ja nicht dumm. Seinen Geldgeber zu schlagen wäre dumm; Jedenfalls dümmer als die Energiewende künstlich zu verzögern. Dass er sich aber in diese Abhängigkeit seinem Geldgeber gegenüber hineinbegeben hat, zeugt von charakterlicher Schwäche.
Es ist also nie eine Frage von Dummheit oder Klugheit gewesen, sondern eine Frage von Erziehung. Elterlicher, sozialer, medialer oder wirtschaftlicher Erziehung. Wenn sich also irgendwann unsere Wirtschaft in seiner Erziehung sich der Medien bemächtigt, wenn die Medien unser soziales Umfeld zielgerichtet zu beeinflussen beginnen (Werbung ist GUT!) und eine Gesellschaft schaffen, die nur noch aus Eltern besteht, die den finanziellen Erfolg und den Konsum als Statussymbol im Blickpunkt haben, dann entsteht eine Gesellschaft mit überwiegend charakterlichen Schwächen aller Art, unabhängig wie klug, wie hoch der IQ der Kinder ist. Als selbsterhaltenden Mechanismus nehme man also bevorzugt Klugheit und Aufnahmefähigkeit von Wissen als Erfolgsmaßstab für dieses System, und konditioniere die Insassen dahingehend. Dann wird diese Abwärtsspirale stabil, zwangsläufig und irgendwann alternativlos. Das ist die Sackgasse der freien Marktwirtschaft.
Inwieweit eine solche Gesellschaft dabei faschistoid unod gleichgeschaltet wirkt oder sich verhält, hängt von der Deckungsgleiche mit der hier idealisiert beschriebenen Form dieses Systems ab...

Efan, Efan, Efan:
Ist es schon soweit gekommen? Jetzt muss der Antikapitalist dem Kapitalisten Nachhilfe in Sachen Geldsystem geben. China und Amerika sind direkt von einander abhängig. Nur sie nicht in einem Satz zu erwähnen, muss schon misstrauisch machen, ohne ihn gelesen zu haben. Sie sind praktisch Siamesische Zwillinge; humpelt der eine, fällt der andere und der eine mit ihm. Man bringe am besten keinen von beiden irgendeinem Stolperrisiko nahe. China ist der Hauptgläubiger der USA; die haben so viele Schulden bei denen, das China praktisch den Dollar besitzt. Das Problem ist nur: Während die Chinesen so viel von dem Dollar haben, dass sie gar nicht mehr ohne ihn können, ist USA zwar mausearm, kontrolliert aber den Dollar. Geld sind Schulden und Schulden sind Geld; das kleine Einmaleins der Marktwirtschaft.
Du musst es nicht besitzen, um damit Macht auszuüben. Du musst es nur kontrollieren. Wenn du mit etwas spielst, besitz es am besten nicht, das kann dich teuer zu stehen kommen. Leasing ist das Gebot der Stunde!
Russland? Das Land ist so marode, dass bei denen sofort alles anfängt zu bröseln, wenn die nicht genug Gas verkaufen wie in letzter Zeit geschehen. Was meinst du warum Iran plötzlich einlenkt? Der Ölverkauf hat sich halbiert! die Wirtschaft ist im Allerwertesten.
Indien ist ein Thema; aber die haben schwer daran zu knabbern, weil die in gesättigte Märkte vordringen müssen. Die werden bereits von jemand anderen kontrolliert. Deren maßlose Überbevölkerung bricht denen das Genick und das schon seit Langem. Nicht umsonst hat eine Präsidentin mit dem Nachnamen Gandhi Eugenik-Projekte in der Vergangenheit ausgerufen. Wenn die Superreichen jedweder Nationalität nicht nach der Pfeife der Märkte tanzen, sind die ganz schnell weg vom Fenster, und daran kann auch ein Putin nichts ändern. Lass mich dir den Ausgang aus deiner Illusion zeigen: Es gibt keine Gewinner in diesem Spiel. Die kapitalistische Marktwirtschaft ist darauf ausgelegt und funktioniert nur dann längerfristig, wenn alle gewinnen; Sie funktioniert nach dem Nivellierungsprinzip des Austausches, des Nehmens und Gebens.
Nur hat der Erfinder dieses Spiel bewusst oder unbewusst zu erwähnen vergessen, was passiert, wenn das Spiel verloren geht, dann trifft's nämlich alle. Und wir steuern direkt drauf zu. Und die Bank ist in dem Fall Mutter Natur, die einfach die Kapitalmasse Mensch bankrott gehen lässt. Strahlung ab UV zersetzt Proteine. Und manche Tiere können halt nicht unter Wasser leben...
Ich stimme dir in vielen Dingen zu, wenn es um das hier und jetzt in Europa geht; Ich bin sogar auf deiner Seite, wenn es um die Subvention DEINER bestehenden PV-Anlagen geht. Aber sobald du über diesen Tellerrand hinaus gehst, werden deine Aussagen und Argumentationen zu einem Schweizer Käse. Dir fliegt praktisch jedes zweite Wort um die Ohren, dass man gar nicht hinterher kommt, dir den Elefanten im Raum sichtbar zu machen.
Ich habe sowas von keinen Bock mehr auf diesen verdammten Wirtschaftskram, weil er sich unentwegt als menschenverachtend, umweltvernichtend, ziel- und ausweglos entpuppt. Aber das ist wohl die einzige Sprache, in der ich mit dir nicht auf lateinisch rede. (Ich hab's im letzten Beitrag sträflich vernachlässigt) Unser Wohlstand, jeder einzelne Euro kostet so unglaublich viele Menschenleben (natürlich outgesourced; - Europas E-Müll zu Besuch in Accra, Ghana), da müsste jeder moralisch denkende Mensch eigentlich sofort STOP rufen und das Geld in die Mülltonne kloppen. Natürlich macht das keiner, das wäre ja dumm und Dummheit (also ethisches Denken) wird mit sozialer Ächtung bestraft. Das ist kein Zynismus, sondern Sarkasmus (oder hörst du mich lachen?), der nur noch bitter schmeckt; vorallem nach einer 10 Stunden Schicht. Deshalb ist das hier jetzt das letzte Mal, damit ich Morgen wieder Lachen kann. Glück auf im Treibsand.
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Efan » Fr 8. Nov 2013, 23:18

WOW

Viel zu lesen, und BITTE, mach mehr Absätze in Zukunft.

Ich lasse das in meinen drei Denk-Mägen erstmal wiederkäuen ;-) Du scheinst mir ein Philosoph zu sein, aber du zeigst dem Leser nicht, wo er Denkpausen zu machen hat ;-) Gib mir etwas Zeit, über deinen Aufsatz nachzudenken ...

Edit: Ich denke immer noch ...
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon steamachine » Sa 9. Nov 2013, 02:40

Efan hat geschrieben:
Ich bin mir durchaus bewußt, daß ich von grundsätzlich JEDEM belogen werde, einschließlich dir und auch mir.

Dein letzter Beitrag ist ein gutes Beispiel was ich meinte; hat mir ausnehmend gut gefallen und ist ziemlich dicht zumindest an meiner Leuchtturmperspektive dran. Scharf umrissen auf den Punkt gebracht und zwischen den Stühlen. Da wo die Wahrheit am ehesten zu vermuten wäre.

Ich bin ein Verfechter des intentionalen Unbestimmtheitscharakters. Jeder sitzt irgendwelchen Motiven und vorgefertigten Urteilen auf, ob er will oder nicht, da hast du Recht. Redlichkeit und Integrität sind die einzigen Instanzen, denen ich blind Vertauensvorschuss gewähre, weil sie Vektoren und keine Punkte, deswegen ergebinsunabhängig sind. Bei allem anderen nimmt meine Nase sofort Witterung auf. Interdisziplinäres Denken hilft dabei gewaltig. Schwer das Ganze in Schriftform, zumal 6/7 der Kommunikationsmittel entfallen; zwischen Spätschicht, Forsmark (7 Minuten vor dem Gau) und Geschirrspülen...

Dennoch; es muss ein Kontergewicht zum Misstrauen, ein inneres Gleichgewicht in einem geben, sonst kann der Weg zum Soziopathen sehr kurz sein.

Schleichende "Baustelle":
Die Ungleichgewichtsverhältnisse in unserer Wirtschaft korelieren bzw. spiegeln sich übrigens wunderbar im weltweiten Geschlechterungleichgewicht wider. Zum Wohle des Wohlstands werden weltweit Massen von weiblichen Feten getötet.
Vorallem: Je höher der Bildungsgrad, desto größer die Akzeptanz für geschlechterspezifische Selektion!
Die Natur gibt evolutionsbedingt ein Verhältnis von 100:105 vor. Nur allein in China fehlen bereits 163 Millionen Frauen, mal abgesehen von dem zukünftig erzwungenen Aufschwingeffekt. Die Maskulinisierung der Gesellschaft/Wirtschaft ist ein Problem, das uns in einigen Jahrzehnten genauso um die Ohren fliegen wird wie die Treibhausgase, die aus den Meeren, Mooren und Permafrostböden emporsteigen werden, wenn erst die Temperatur richtig ansteigt... Die Zeiten stehen auf Sturm; frag die Philippiner!
(Wir Europäer: Oh nein, dann steigen ja wieder die Preise für die Festplatten! -So kaufet eure SSDs JETZT bevor es zu spät ist! :? )
Der Moment der kritischen Masse macht sich erst dann bemerkbar, wenn sie bereits überschritten ist... Und dann hieße es: Einbahnstraße und Sackgasse zugleich.
http://www.dtv.de/autoren/mara_hvistendahl_14423.html
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Efan » Sa 9. Nov 2013, 20:04

Hmm, jetzt habe ich etwas nachgedacht, und mir erscheint es so, daß du eher allgemeingesellschaftliche Kritik übst, weniger aus Umweltgründen.

Und noch mehr scheinst du Kapitalismuskritik zu üben. Anders als viele deiner Glaubensgenossen verstehst du es jedoch, deinen Standpunkt zumindest verständlich zu machen. Dennoch kann ich ihn nicht teilen.

Ich glaube fest daran, daß der Kapitalismus bereits vor 500.000 Jahren in uns eingepflanzt wurde: Als der erste Fischer seine 10 Fische in eine Steinaxt getauscht hat, hat der Axtmacher den Wunsch nach mehr Fischen verspürt und mehr Äxte gemacht ;-)
Und er hat vielleicht sogar 5 Fische eingesetzt, um beim Nachbarstamm eine billige Steinaxt zum Weiterverkauf einzukaufen.

Alles andere heutzutage beruht genau auf diesem Prinzip, wir brauchen auch die Armen am Rand der Gesellschaft, damit wir immer genau wissen, was uns auf gar keinen Fall passieren darf.

Und was uns hier in Deutschland angeht, da geht es uns tatsächlich noch golden. Selbst die ärmsten Bettler auf der Straße haben zehnmal mehr zur Verfügung als die meisten Armen in Mumbay.

Auch wir hier im Thread jammern auf hohem Niveau, denn ob Kernkraft oder Windkraft, wir haben Kraftwerke, in anderen Ländern gibt es nur Strom von 18-22 Uhr, wenn überhaupt.

Dessen bin ich mir bewußt, und ich will es auf GAR KEINEN FALL ändern. Soviel Ehrlichkeit muß sein.
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Re: Immer tolerant (tolerare=aushalten/ertragen)bleiben?

Beitragvon Jogi » Di 12. Nov 2013, 19:02

Efan hat geschrieben:
Du möchtest einfach zu viel und das zu Viele zu schnell.

Damit "verbrennst" du unseren Wohlstand, den wir jetzt vielleicht noch haben, aber neben der Energiewende haben wir noch ganz andere Baustellen zu meistern:

Wir werden zu alt.

Wir werden zu dumm, denn die Anzahl der Kinder ist umgekehrt proportional zur Bildung der Eltern.

China, Indien und Rußland sind die zukünftigen "Herren der Welt", Amerikas Auflösungserscheinungen werden uns noch eine Menge Geld kosten.

Griechenland, Spanien, Portugal und Irland sind noch lange nicht in "trockenen" Tüchern.

Und Du versemmelst all unser Geld und unseren Wohlstand in eine viel zu schnelle Energiewende, da wird für die WIRKLICH großen Probleme nichts mehr übrig sein.


Hierzu möchte ich noch einen Denkanstoß geben:
Jürgen Haar hat geschrieben:
Die Deutsche Umwelt-Hilfe (DUH) hatte im Sommer eine Analyse über die Strompreise in Deutschland vorgelegt. Ergebnis: „Die Behauptung, explodierende Strompreise bedrohen akut Wohlstand und Wirtschaftskraft in Deutschland, hält einer Überprüfung nicht stand.“ Die DUH führt dazu unter anderem den Strompreisindex des Verbands der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) an. Dieser wurde 2002 eingeführt und beschreibt seither die Preissteigerung für Gewerbe- und Industriekunden am Mittelspannungsnetz. Seit den Beschlüssen zur Energiewende im Frühling 2011 sinkt der Index beinahe stetig und liegt aktuell auf dem Niveau von Mai 2005.

(Quelle: http://www.photovoltaikforum.com/energi ... 95790.html)
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