Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon Helga_71 » Mo 30. Sep 2013, 08:58

So,

seit einer Woche „Leafe“ ich nun schon in der Gegend rum. Was mir sehr gefällt ist der starke Abzug (wobei das ein Reichweitenfresser ist) und die leise Fahrweise ohne kuppeln und schalten. Es ist einfach ein schönes Auto fahren. So entspannend. Carwing muß ich noch einrichten lassen, das werde ich in ca. 3 Wochen nutzen können, soweit von der Nissanseite dann alles funktioniert. Dann fahre ich nochmal in die Werkstatt zum freischalten lassen.

Jedoch reist mich die Reichweite in die Welt der Realität zurück. Gut, ich komme damit zurecht, aber ich habe mit mehr gerechnet. Aber ich muß wohl lernen, dass man auf der Landstraße einfach mehr kw verbraucht und meine Fahrstrecke besteht halt zu ca. 80% aus Landstraße. Ich fahre täglich 25 km einfach zur Arbeit, also 50 km täglich. Wobei ich hier von den 50 km nur 12 km durch die Stadt fahre. Also habe ich 38 km Landstraßenstecke. Hier muss man einfach mit 100 bis 110 km/h Mitschwimmen, wenn man kein Hupkonzert hinter sich haben will. Mit meinem Benziner war ich hier immer mit 115-120 km unterwegs und hab mich über die „Schleicher“ aufgeregt. ;) Ich schaffe es derzeit also gerade 2mal zur Arbeit hin und zurück und habe dann noch eine Reichweite von ca. 15-20 km auf der Uhr. Also mehr wie 120 km mit einer Füllung sind somit absolut nicht drin. Und ich fahre viel im ECO-Modus. Mehr ECO geht fast nicht mehr. Muß jetzt schon aufpassen, das ich vor lauter ECO nicht den Spaß verlier.

Am Wochenende waren wir auf eine Geburtstagsfeier eingeladen, am A…. der Welt. Hin und zurück waren das 110 km. Von den 110 km waren nur 15 km durch die City und der Rest wieder Landstraße, teilweise ein wenig Bergauf- und Bergab. Natürlich fährt man durch ein paar Käffer, aber trotzdem war immer eine Geschwindigkeit von um die 100 km/h gefragt. Wobei wir Teilweise auf der Lanstraße nur mit 85-90 km/h unterwegs waren. Es war keiner Hinter uns und die Aussicht war so schön. Da gleitet man auch mal gerne langsamer durch die Gegend.
Als wir dann schon fast zu Hause ankamen, hat mir der Leaf mitgeteilt, dass die Batterie schwach ist und ich nur noch 12 km schaffe. Also gerade mal so mit einer Füllung die 110 km hinter mich gebracht. Restreichweite bei Ankunft waren dann noch 6 km. Gut, Samstag Nacht war es kalt (6 Grad) Ich hatte die Heizung nicht an, aber die Temperatur stand auf 17 Grad und so wie ich es verstehe, temperiert sich das Auto dann auch ohne eingeschaltete Heizung automatisch auf die 17 Grad. Gefroren habe ich im Auto zumindest nicht.

Ich will das Auto nicht mehr Missen, muß aber wohl den Besuch von Freunden, die noch etwas weiter weg wohnen, etwas anders planen. Also mit kleiner Zwischenladung oder ähnlichen Dingen. Schnellladestation gibt es auf den Strecken leider nicht. Somit werde ich in Zukunft bei Freunden einen Kaffee und meine Leaf ein Tässchen Strom bekommen :lol:

Trotzdem möchte ich das Auto nicht mehr missen. Hoffe, den Winter schaffe ich damit auch noch, denn dann ist die Reichweite noch geringer. Dann müßen gewisse Strecken mit dem Benziner von meinem Mann erledigt werden. Dann muß er zu meinen Freundinnen mit fahren. Das trifft ihn härter als mich. :lol: Und meine 50 km Arbeitsweg werde ich auch im Winter schaffen. Dann heißt es halt täglich laden. Machbar ist alles. Wo ein Wille, da ist eine Steckdose. :D

Gruß von Helga
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Re: Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon liftboy » Mo 30. Sep 2013, 09:12

Hallo Helga,

ich bin überzeugt, dass wenn du das erst einmal raus hast mit der Reku und mehr mit Eco fährst (wir fahren nur Eco) auch noch mehr Reichweite haben wirst. Vermutlich muss auch der Akku erst einmal ein paar Male geladen gewesen sein, bis er die volle Kapazität hat. Wir schaffen meist so um die 130 bis 140 km, oft noch mit 10-20 km Restreichweite. Allerdings killt Autobahn (und natürlich auch der Kickdown) kräftig die Reichweite. Meine Frau nimmt daher meistens die sowieso etwas kürzere Landstaße zur Arbeit und schafft so erheblich mehr km.

Natürlich ist klar, dass man sich bzgl. der Reichweite erst einmal umgewöhnen muss. Doch das ist momentan noch der Preis dafür, dass wir elektrisch fahren dürfen - mit den Vorzügen, die du so treffend beschrieben hast. Vergiß bitte nicht, den Tankstellen, denen du begegnest, jedesmal den Mittelfinger zu zeigen!

Wünsch dir allzeit gute Fahrt!
Gruß Uli
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Re: Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon xado1 » Mo 30. Sep 2013, 09:22

ich bekomme meinen tekna hoffentlich diese woche,als entschädigung für die lange wartezeit hatte ich am wochenende den vorführer vom autohaus czaker in baden.
also ich hab im gemischten betrieb,mit autobahn ,sitzheizung ,lenkradheizung und normaler heizung,trotz einiger ampelsprints immer rund 160 km erreicht(gefahrene km plus angezeigte reichweite).
heute habe ich das´auto zurückgebracht,92km restweite und 75 km gefahren.also ich denke mit mehr vorsicht und vorauschauenden sind an die 200km zu erreichen.bremspeda braucht man eigentlich nur im notfall, :) :)
man muß aber auch aktiv fahren.normal mit D/ECO und bei stärkerer abremsung in den B schalten.und immer wenns geht segeln,d.h. in N schalten.
im orts- und stadtgebiet den limiter auf 50-55 stellen,und dann einfach nur am gas bleiben,wenns bergab geht bremst er atomatisch mit dem motor.luftdruck in den reifen ist auch wichtig,am besten zwischen 3,0 und 3,5 bar.hoher luftdruck in den reifen bringt mehr als gewichtseinsparungen am fahrzeug.
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten

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Re: Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon Helga_71 » Mo 30. Sep 2013, 09:50

xado1 hat geschrieben:
man muß aber auch aktiv fahren.normal mit D/ECO und bei stärkerer abremsung in den B schalten.und immer wenns geht segeln,d.h. in N schalten.


..hattest du übers Wochenende den 2012 oder den 2013ner? Das neue Modell hat ja ca. 25 km mehr Reichweite und die Stellung "B" habe ich leider nicht. Ich habe ja den 2012. Aber den Luftdruck werde ich heute gleich mal in den Reifen testen. Die sehen nicht ganz so prall aus ;) Danke für den Tipp.

Also ich denke mehr wie 10 km mehr werde ich pro Füllung nicht mehr hinbekommen. Ich fahr echt schon arg brav im ECO Modus. Aber man weiß ja nie. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und wie liftboy schon schreibt, vielleicht braucht er noch mehr Ladezyklen bis zur vollen Leistung.
Was mir auffällt. Nach Würzburg zu meiner Arbeit geht es einfach leicht Bergab. Dort Verbauche ich von der Anzeige gerade mal 15-17 km, obwohl ich 23 fahre, aber die Rückfahrt, die dann wieder leicht Bergauf geht, "verballer" mir die Kilometer, ohne das ich groß Gas geben oder Kickstarts hinlege. Die selbe Fahrweise wie bei der Hinfahrt. Aber dann sind von der Uhr ca. 35-40 km weg, obwohl ich nur 23 gefahren bin. Es liegt einfach auch an den leichten Höhenunterschied. Mit dem Benzin ist mir das nie aufgefallen.

Aber trotzem: Das Fahren ist einfach Geil und ich werde eure Tipps alles mal umsetzten. Es ist noch kein Stromfahrermeister vom Himmel gefallen. 8-) ;)
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Re: Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon Efan » Mo 30. Sep 2013, 10:14

Helga_71 hat geschrieben:
... Hier muss man einfach mit 100 bis 110 km/h Mitschwimmen, wenn man kein Hupkonzert hinter sich haben will. Mit meinem Benziner war ich hier immer mit 115-120 km unterwegs und hab mich über die „Schleicher“ aufgeregt. ...


Ich fürchte, es bedarf bei dir noch einer Umstellung auch im Kopf, mit einem E-Auto kann man einfach nicht wie mit einem Benziner fahren.

ENTWEDER schnell ODER weit. Beides zusammen geht einfach nicht.

Leg dir ein dickeres Fell zu und versuch deine Arbeitsstrecke einmal mit 60km/h, du wirst dich wundern, wie wenig du auf einmal verbrauchst.
Seine Exzellenz Efan, Botschafter vom Leaf ;-) 12.09.2013

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Re: Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon xado1 » Mo 30. Sep 2013, 11:05

sorry,war ein 2013er tekna mit 550km am tacho.60km/h ist schon nervig,80-90 tuns auch,da fährt er sehr effizient.
mach mal 3,2 bar in die reifen,du wirst staunen was das ausmacht,auto wird aber ein bisschen härter.
b ist zwar gut,bremst auf der ebene aber fast schon zuviel,segeln im N bringt sehr viel.mit dem tekna hatte ich ca.160km reichweite ,aber kein bäumchen,d.h.da geht noch mehr.
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Re: Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon dexter » Mo 30. Sep 2013, 11:38

Helga_71 hat geschrieben:
Es liegt einfach auch an den leichten Höhenunterschied. Mit dem Benzin ist mir das nie aufgefallen.


Ich find's toll dass Du so unvoreingenommen an die Sache heran gehst.

Ein Vorteil beim elektrischen Fahren ist ja, dass Du mit sehr viel weniger Energie auskommen kannst. Der Nachteil ist, dass Du bislang meist auch nur sehr wenig Energie im "Tank" hast. Der nutzbare "Tankinhalt" eines Leaf entspricht ca. 2,5 Liter Benzin. Damit fährst Du also jetzt >100 km, das ist doch schon mal schön, oder? :-)

Trotzdem ist das nicht viel Energie. Beim Verbrenner fallen durch die großzügige Verschwendung der Energie manche Einflüsse halt gar nicht erst auf. Beim E-Antrieb verschwendest Du kaum noch, so dass die physikalisch notwendigen Energiefresser nun deutlich ins Gewicht fallen. Dazu gehören Beschleunigen, Berge, Fahrwiderstände (Wind+Reifen), und deren Einflüsse potenzieren sich mit der Geschwindigkeit.

Mit Übung wird's etwas besser (entspanntes Fahren, viel Segeln, Reifendruck erhöhen + regelmäßig kontrollieren), aber es bleibt halt für uns Pioniere ein sehr kleiner "Tank". Um so spannender, was wir damit schon alles machen können, wenn wir nur wollen. :-)
Michael

Twizy Technic (110 km/h; 22 kW) ..... 40.705 km / 4.046 kWh => 9,9 kWh/100km
Emco Novum-Li (45 km/h; 3 kW) ..... 4.003 km / 208 kWh => 5,2 kWh/100km
(Stand: 10/2016, Verbrauch ab Steckdose)

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Re: Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon Nichtraucher » Mo 30. Sep 2013, 11:39

Hallo Helga,

Schön geschrieben. Ich denke, das wird sich noch ein wenig einpendeln, aber Wunder würde ich nicht erwarten. Probiere mal statt 100-110, so 95-100 zu fahren. Da kann man, vielleicht auch Frau, sich dran gewöhnen. Das sollte den Verbrauch spürbar runter bringen. Mit dem Reifendruck würde ich nicht höher als 0,2 über die Empfehlung vom Hersteller gehen. Wenn die Reifen zu prall sind ist die Abnutzung ungleichmäßig und der Bremsweg wird länger.
Wenn möglich, würde ich bei jeder guten Gelegenheit nachladen. Das erhöht ja auch die Reichweite und unterstützt den Ausbau der Infrastruktur.

Liebe Grüße

Klaus
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Re: Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon bm3 » Mo 30. Sep 2013, 12:00

Ich übertreibe es auch nicht mit dem Reifendruck, man sollte sich schon noch aus den bereits genannten Gründen (mit Toleranzen) an die Empfehlungen der Hersteller halten.
Aber die Reichweite liegt auch sehr im Stromfuß von Fahrerin/Fahrer. Bei uns hier gehts eigentlich nur bergauf/bergab und da ist es recht schwierig mit den Rekord-Reichweiten. :) Aber wir haben hier eine vierspurige Bundestraße die über zig Kilometer in einem Flusstal praktisch eben verläuft. Da schaffe ich nach der Leaf-Anzeige mit Fahrweise bis 95 schonmal 0,11 oder 0,12 kwh pro km.
Da kommen dann natürlich noch die Ladeverluste hinzu.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Fazit nach einer Woche und 500 km mit dem Leaf

Beitragvon eDEVIL » Mo 30. Sep 2013, 14:40

100-110 km/h ist schon recht dekadent für die Strecke :mrgreen:

Klar möchte man keine Bremse sein, aber evtl. läßt sich da sja mit leicht anderer Reisezeit oder etwas anderer Strecke kompensieren. Auf den Strecken, wo morgen die Pendler unterwegs sind, herrscht natürlich schon eine Gewisse Unruhe.

60 halte ich dagegen schon für arg provozierend. Mit 80-85 kann man noch ganz gut akzeptiert werden. Wer schnell möchte, muß halt überholen...
303,8km Q210 ZOE ohne Nachladen oder schieben 8-)
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