Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon novalek » Mo 2. Mai 2016, 14:09

Nach Renault/Nissan hat nun Volkswagen die Zertifizierung per "Golden Test-Device" in Vorbereitung.
Wo Renault das Z.E.-Certified hochhält, welches dem Installateur Vorgaben hinsichtlich von Erdwiderstand, Spannungsabfall, Isolationswiderstand und VersorgungsSystem (TT, TI, etc.) macht, hat die ?GOLDEN? VW-Test-Device sicherlich gleich einen Drucker für Klebeschildchen nach bestandenem Test ...
Bin ja mal gespannt, welcher Zertifikat-Mix demnächst an den Säulen prangt
UND
vor allen Dingen, welche Konsequenzen sich in ein paar Jahren die Garantiespezies der Hersteller ausdenken, um jenen Nutzern, die mit unzertifizierter Ladestation luden, die "Selbst Schuld-Karte" zu zeigen.

http://insideevs.com/volkswagen-discuss ... ide+EVs%29
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Re: Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon AndiH » Mo 2. Mai 2016, 18:25

Gibt es eigentlich irgendwelche technisch nachgewiesenen Schäden durch öffentliche Ladesäulen? Also hat schon mal irgend eine Säule außer einem leeren Akku Schäden an der Elektronik eines Autos verursacht?

Gruß

Andi
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Re: Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon Schwaendi » Mo 2. Mai 2016, 19:40

Ist da nicht das "Protokoll" des "genormten" Ladesteckers zuständig? Also zum Beispiel CHAdeMO, da fallen soweit ich weiss ja bei jedem Ladegerät. Lizenkosten an.
Lasse mich gerne belehren. Bin ja auch nicht allwissend ;-)
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Re: Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon novalek » Mo 2. Mai 2016, 21:00

AndiH hat geschrieben:
technisch nachgewiesenen Schäden durch öffentliche Ladesäulen

Im Forum lesbares Beispiel soll die frühere Renault-ZOE-Version sein, wenn bei Drehstromversorgung die Phase 2 fehlt, meint die Ladesteuerung, es wird mit 230 Volt geladen, obwohl 400 Volt anliegen.
Wobei der Begriff öffentliche Säule ja recht weit gefaßt ist und sich nicht als Säule, sondern nur als Ladekasten darstellen kann - u.U. auch nur einen öffentlich privaten Steckplatz ausmacht.

Zum Protokoll: das regelt ja nur die sichere Abwicklung der Ladevorganges, die typisch zu vermeidenden Probleme der Ladeverweigerung oder Teilzerstörung hingegen nicht.
Eine Testbox wird also alle elektrischen Parameter prüfen und alle Reaktionsmöglichkeiten der Ladesäule auf elektrische Fehler (Beispiel: Kontaktschwierigkeiten an Steckern, Sabotageversuche, Spektrum aller Zustände des zu ladenenden Akkus, Störungen im Versorgungssystem, Umwelteinflüsse, Selbsttestfeatures, etc.)
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Re: Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon Schwaendi » Mo 2. Mai 2016, 23:49

@novalek
Danke, nun bin ich wieder etwas schlauer ;-)
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Re: Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon Michael_Ohl » Di 3. Mai 2016, 07:57

Es ist zwar theoretisch egal ob ein Auto an 3*230V*16A= 11kW oder an 3*400V*9,2A lädt, in der Praxis liegen die Ladegerät aber zwischen L1 und N, L2 und N und L3 und N. Würden die Eingangskreise zwischen L1 und L2 usw. Liegen hätte das nur den Nachteil, das die Halbleiter noch einmal deutlich teurer würden, die Trafos höhere Kupferverluste mitbringen, und die Halbleiterverluste steigen.
Wenn eine Phase fehlt kann der Lader natürlich nicht mehr mit allen Phasen laden. Zweiphasiges laden dürfte aber wohl keiner können.

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Re: Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon novalek » Di 3. Mai 2016, 08:18

Michael_Ohl hat geschrieben:
Wenn eine Phase fehlt kann der Lader natürlich nicht mehr mit allen Phasen laden

Denke mal, zu kurz gedacht.
Tenor: "Zerschießt das Ladegerät".
Und so einfach ist's wohl nicht. Es liegt ein verknüpftes L-C-Netzwerk mit den Motor-Spulen vor, wobei sich die Konsequenzen eines Phasenausfalles bei Unkenntnis der konkreten Schaltung des patentierten Ladesystems sich mir nicht erschließt.
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Re: Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon TeeKay » Di 3. Mai 2016, 09:44

Michael_Ohl hat geschrieben:
Zweiphasiges laden dürfte aber wohl keiner können.

Doch, Tesla. Da sind intern 3 (bzw. 6 beim Doppellader) Ladegeräte verbaut. Fällt eines aus, laden die beiden anderen trotzdem weiter.
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Re: Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon Poolcrack » Di 3. Mai 2016, 10:05

Der Tesla-Lader ist sogar intelligent geschaltet. Wie Ihr hier nachlesen könnt, kann das Model S ohne Doppellader auch an einem 1-phasigen 32A Anschluss (simuliert mit meinem BMW i3 Kabel) mit 7,4 kW = 32A laden. Zumindest die neueren Modelle.
i3 BEV (SW: I001-16-03-504), BJ 04/2014, LL >75.000 km, Gesamtdurchschnitt 12,7 kWh/100 km im BC (=netto)
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Re: Ringen nach Ladesäulen-Zertifizierung

Beitragvon TeeKay » Di 3. Mai 2016, 14:02

Das können auch die alten. Darum gibts auch den 32A 1ph CEE Adapter für den nur für 16A ausgelegten UMC.
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