Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon dibu » Sa 20. Aug 2016, 12:01

+1 :thumb:

@djadschading: die 2 kW ergeben sich für mich aus vermuteten 10 A an 220 Volt. Wenn da ein dickeres Kabel läge, könnten sie ja gleich 11 kW AC oder noch mehr zur Verfügung stellen.
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Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon lingley » Sa 20. Aug 2016, 12:27

Dem ersten Bild nach gibt's Typ2 wohl über eine separate ABL Wallbox.
Könnte demnach auch eine 11 oder auch nur eine 3,4kW Zapfe sein.
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Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon mlie » Sa 20. Aug 2016, 15:25

Na ja, vielleicht ist das ein Forschungsprojekt für Entwicklungsregionen wie Bayern, wo es keine gescheiten Hausanschlüsse gibt, sondern zum Teil nur 1x25A per Oberleitung. Da kann der stationäre Akku den ganzen Tag über laden und das Auto des Besitzers kann Abends dann, wenn man essen gehen möchte oder so, mit normaler Leistung in grob einer Stunde vollgeladen werden.
Das könnte man sogar noch in die Netzsteuerung einbinden, damit der von 11-13 Uhr und von 19-21 Uhr eben gerade nicht den stationären Akku lädt. Und an den vollwertigen Hausanschlüssen in Niedersachsen mit 3x63A könnte ein Leistungsfähiger Akku ggf die Netzlast durch PV und Windkraft etwas kanalisieren. Ich bin mir sicher, die Netzbetreiber planen/testen sowas schon in etwa. Momentan sind die Akkus halt noch zu teuer. Aber so eine Ladestation könnt der erste Schritt sein. Und mit 60kWh Akkus kann man auch 15 kWh dem Netzbetreiber vermieten zur Lastanpassung...

Das Projekt selbst finde ich gar nicht so schlecht, aber wenn man schon so einen schönen Standort hat (Autobahnnah), dann wäre es wohl sinnvoll, da einen 50kW Triplelader hinzustellen. Vielleicht fahre ich da mal hin. Dank zahlreicher Chademos ist es entlang der A2 ja nun endlich erreichbar.
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Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon Spüli » Sa 20. Aug 2016, 17:21

Auf jeden Fall sollte mal jemand mit geeigneter Technik die Leistung der Station überprüfen.

...wo sind die Tesla-Fahrer wenn man sie braucht? :)
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Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon Fluencemobil » Sa 20. Aug 2016, 17:40

Wahrscheinlich mit oder ohne Auto im Urlaub. ;)

Ich hab der Pressestelle gestern eine Mail geschrieben, ob man weitere Infos bekommen kann.
Hoffe mal das es kein streng geheimes forschungsprojekt ist, und alle Daten erst in 10 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden dürfen.
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Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon TsHe » So 21. Aug 2016, 19:02

Fluencemobil hat geschrieben:
Wahrscheinlich mit oder ohne Auto im Urlaub. ;)

Ich hab der Pressestelle gestern eine Mail geschrieben, ob man weitere Infos bekommen kann.
Hoffe mal das es kein streng geheimes forschungsprojekt ist, und alle Daten erst in 10 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden dürfen.


... aus dem Urlaub zurück, mit Auto.

Es gibt an der Ladesäule eine Typ 2 Steckdose, hier liegen 22 kW an, in den letzten Tagen konnte ich immer mit voller Leistung laden und das ohne Probleme.
Zur Funktionsfähigkeit der beiden Stecker der Ladesäule kann ich nichts sagen. Es wird auf eine max. Leistung von 30 kW hingewiesen.
Außer der Ladesäule gibt es noch eine Wallbox von ABL-Sursum, hier liegen 3,7 kW an, diese kann auch genutzt werden, wenn ein Anschluss der Ladesäule gerade genutzt wird.
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Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon Fluencemobil » So 21. Aug 2016, 19:45

Danke und schön zu hören das da auch Männerstrom rauskommt.
Zu der akkukapazitaet im Container steht aber nichts dran?
Interessant wäre ja ob da auch 2-3 Autos pro Tag Laden können. Der Netzanschluss gibt ja 48 kWh am Tag her, plus die durchschnittlich 5kwh der solaranlage, würde es die richtige akkugroesse vorausgesetzt für 3 Autos reichen. wenn sie sich auf 17kwh beschraenken.

Es müsste noch jemand die 3,7kw am typ2 Kabel im Verzeichnis nachtragen.
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Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon TsHe » So 21. Aug 2016, 20:10

Fluencemobil hat geschrieben:
Danke und schön zu hören das da auch Männerstrom rauskommt.
Zu der akkukapazitaet im Container steht aber nichts dran?
Interessant wäre ja ob da auch 2-3 Autos pro Tag Laden können. Der Netzanschluss gibt ja 48 kWh am Tag her, plus die durchschnittlich 5kwh der solaranlage, würde es die richtige akkugroesse vorausgesetzt für 3 Autos reichen. wenn sie sich auf 17kwh beschraenken.

Es müsste noch jemand die 3,7kw am typ2 Kabel im Verzeichnis nachtragen.


AKKUKAPAZITÄT lt. Container: 76 kWh. Am Container sind noch einige QR-Codes für techn. Details. Beim nächsten Ladestopp scanne ich die einmal...
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Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon TsHe » Mo 22. Aug 2016, 19:07

Lt. Plakat ist kontinuierlich eine Ladung mit max. 30 kW möglich.
Dateianhänge
20160822_193505[1].jpg
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Re: Autarke Schnellladesäule Henkestraße Helmstedt

Beitragvon Fluencemobil » Mo 22. Aug 2016, 20:39

Hab sehr schnell Antwort auf meine Anfrage per Mail erhalten.
Es war wie fast immer, die Pressemeldung stimmte nicht ganz.

Evt. Sollte man auch den Namen der nichtautarken Ladesäule ändern?

–-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Guten Tag,
 
schönen Dank für Ihr Interesse und den Fragen zur Energiebox in Helmstedt.
 
Die Energiebox selbst ist ein eigenes Projekt der Wolfsburg AG gewesen, hierzu gab es keine Förderung.
Die jetzige Aufstellung in Helmstedt zusammen mit der Ladesäule erfolgte gemeinsam mit der Stadt Helmstedt, der TU Clausthal und dem Energie-Forschungszentrum, der Avacon und der Wolfsburg AG.
 
Aufgebaut wurde der Container bereits 2011 durch das Institut für Elektrische Energietechnik und Energiesysteme der TU Clausthal (https://www.iee.tu-clausthal.de/fileadm ... t_1011.pdf).
Die Nennleistung für Verbraucher beträgt 30 kW, zur Verfügung gestellt aus einer 48V und 76 kWh Bleibatterie. Es handelt sich um ein Umrichtersystem der Fa. SMA ( 2 Cluster zu je 3 x 5 kW).
Der Netzanschluss (400V, hier ist ein Fehler in der Presse-Meldung) dient dazu, die Batterie nachzuladen, wenn der Ladezustand zu gering wird oder den PV-Strom ins Netz einzuspeisen, falls der Ladezustand zu groß wird. Ansonsten fungiert das System als Inselsystem.
 
Die Ladesäule wird für das Projekt durch die TU Clausthal gestellt und stammt aus einem EU-geförderten Projekt (Schnellladen von Elektrofahrzeugen, https://www.iee.tu-clausthal.de/fileadm ... 2_2013.pdf).
 
Die installierte Photovoltaik (2kW Peak) ist natürlich nicht in der Lage, 24/7 die nötige Leistung (bzw. Leistung) zur Verfügung zu stellen. An einem sonnigen Tag ist aber etwa eine „Tankfüllung“ erzielbar.
Ursprünglich war vorgesehen, zusätzlich eine Windkraftanlage zu integrieren, dann wäre die Energiebilanz ausgeglichener.
Nichtsdestotrotz ist aus meiner Sicht ein toller Technikdemonstrator entstanden, der zeigen soll, wie nachhaltige Elektromobilität funktionieren kann. Mit dem installierten Multicharger (CCS/Chademo 20 kW, 22kW Typ 2) ist so überhaupt die erste Ladestelle in Helmstedt errichtet worden.
 
Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen ausreichend beantworten und stehe gerne für weitere Fragen zur Verfügung,
mit freundlichen Grüßen
 
Ralf Benger
 
 
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Dr.-Ing. Ralf Benger
Energie-Forschungszentrum Niedersachsen

Batteriesystemtechnik
Technischer Leiter Batterietestzentrum

Am Stollen 19A
38640 Goslar
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