Was spricht gegen 3P Ladung?

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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon ev4all » Mo 20. Mär 2017, 23:26

Wenn der Zoe, auf den du ja anspielst, 3-phasig z.B. mit 5 kW lädt, ist das auch kein so schlechter Wirkungsgrad.
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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon spark-ed » Mo 20. Mär 2017, 23:35

ev4all hat geschrieben:
Wenn der Zoe, auf den du ja anspielst, 3-phasig z.B. mit 5 kW lädt, ist das auch kein so schlechter Wirkungsgrad.

Da liest man ja verschiedenes drüber. Teilweise sollen weniger als 10A gar zum Ladeabbruch führen. Da kann einphasig 20A dann schon stabiler klappen.
Wichtig ist mir in dem Zusammenhang das Verständnis für genau das Randthema Netzleistung/ Verfügbarkeit.
Wäre halt schade, wenn durch egoistisches "first come - first serve" Verhalten weiterer Ausbau an verschiedenen Stellen blockiert würde.
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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon PowerTower » Mo 20. Mär 2017, 23:45

Ich verstehe den Ausgangspost nicht. Ich habe das im Forum nicht so vernommen, dass man sich bewusst mit Händen und Füßen gegen einen Drehstromlader wehrt. Vielmehr ist es einfach ein "genervt sein", wenn man ständig damit konfrontiert wird, dass man als 1-Phasen Lader doch bitte nicht unnötig eine öffentliche Ladesäule stundenlang nutzen (mit anderen Worten blockieren) soll.

Ich denke viele hätten gern einen Drehstromlader im Auto und würden ihn sogar wählen, wenn sie denn das Kreuzchen in der Preisliste setzen könnten. Das geht mir nicht anders. Das Problem ist doch vielmehr, dass die Hersteller einem nicht die Wahl lassen. Hätte ich die Möglichkeit gehabt für 1.000 Euro Aufpreis wenigstens einen 11 kW AC Lader zu wählen, dann hätte ich das getan. Diese Option hat mir der Hersteller nicht angeboten. Ich bin lange genug ZOE gefahren um die Vorzüge zu kennen, aber leider kam dieses Auto aus diversen anderen Gründen einfach nicht infrage. Und so viele Alternativen bietet der Markt noch nicht an, schon gar nicht wenn man gern zusätzlich an DC den Akku in 20 Minuten laden möchte.

Die BMW Lösung mit 11 kW AC und 50 kW DC gefällt mir sehr gut, spielt aber außerhalb meines Budgets. Der e-Golf mit dem Zweiphasenlader scheint ebenfalls nicht unattraktiv. Aber eigentlich brauche ich mir darüber keinen Kopf machen, weil ich darauf nicht zurückgreifen kann. ;) Die eine Phase und ich, wir haben uns schon irgendwie arrangiert.
Zuletzt geändert von PowerTower am Mo 20. Mär 2017, 23:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon midget77 » Mo 20. Mär 2017, 23:58

@ spark-ed

Wenn ich an 22kW-AC Säulen nur mit max. 6,6, wenn nicht sogar nur mit 4,6 kW
laden hätte können...
Hätte ich in den letzten 2 Jahren n i c h t über 40.000km elektrisch zurücklegen können.

@powertower

Wenn du die Fragestellung nicht verstehst, wie du schreibst -Dann hast du dich noch nie ins Ioniq-Forum verirrt
Da wird man fast gesteinigt, wenn man gerne einen Ioniq hätte, aber leider unbedingt einen 3phasigen AC-Lader für sein eigenes
Fahrprofil benötigt (aufgrund der vorhandenen nur AC- Ladeinfrastruktur)
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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon spark-ed » Di 21. Mär 2017, 00:11

Man muss jede Situation individuell sehen.
Wenn du auf öffentliche Ladung angewiesen bist, glaube ich dir das gerne.
Auch wenn die Fahrleistung aus wenigen Langstrecken besteht, benötigt nan die höchste Leistung die der Akku verträgt.
Bei vielen herrscht aber gefühlt immer noch die Annahme, das selbe gelte dann auch für die Übernachtladung, immer alles was das Ladegerät kann. Hat man ja auch ganz bezahlt ;)
Bin übrigens auch in den letzten gut 2Jahren über 40tkm gefahren - mit 3,7kW Lader
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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon ev4all » Di 21. Mär 2017, 02:24

spark-ed hat geschrieben:
Wichtig ist mir in dem Zusammenhang das Verständnis für genau das Randthema Netzleistung/ Verfügbarkeit.
Wäre halt schade, wenn durch egoistisches "first come - first serve" Verhalten weiterer Ausbau an verschiedenen Stellen blockiert würde.

Ich sehe da immer noch keinen Zusammenhang. Man muss doch nicht, weil z.B. in meiner Straße oder Tiefgarage nicht alle gleichzeitig mit 22 kW laden können, alle Fahrzeuge auf 3,7 oder 7,4 kW AC beschränken. Mal angenommen, man täte das und hätte zum schnellen Laden nur DC in den Fahrzeugen. Dann könnten sich immer noch alle einen DC Lader kaufen, an die CEE32 in der Garage anschließen und so das Netz zusammenbrechen lassen.
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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon Poolcrack » Di 21. Mär 2017, 07:43

midget77 hat geschrieben:
@poolcrack
Hab ich das aus der österreichischen Preisliste falsch herausgelesen...
Bedeutet das - N U R 990,- Aufpreis für 11kW statt 7,4kW?

Beim i3 gibt es nur ein Schnellladepaket. Serie ist 3,7 kW AC und kein CCS. Beim 60Ah bedeutet das 7,4 kW AC einphasig und CCS. Beim 94Ah sind das 11 kW AC dreiphasig und CCS. Das Paket kostete in Deutschland 2013 und 2014 noch 1590€. In 2015 wurde der Preis auf 990€ gesenkt. In Österreich gilt anscheinend immer noch der alte Preis.

D.h. man erhält zwar den 11 kW Lader nicht einzeln und auch nur mit dem größeren Akku, aber das Paket beinhaltet ja noch den Mehrwert CCS. Da der Paketpreis beim 60Ah der gleiche ist, erhält man 11 kW statt 7,4 kW quasi umsonst.
i3 BEV (SW: I001-16-03-504), BJ 04/2014, LL >78.000 km, Gesamtdurchschnitt 12,7 kWh/100 km im BC (=netto)
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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon spark-ed » Di 21. Mär 2017, 08:09

ev4all hat geschrieben:
Man muss doch nicht, weil z.B. in meiner Straße oder Tiefgarage nicht alle gleichzeitig mit 22 kW laden können, alle Fahrzeuge auf 3,7 oder 7,4 kW AC beschränken. Mal angenommen, man täte das und hätte zum schnellen Laden nur DC in den Fahrzeugen. Dann könnten sich immer noch alle einen DC Lader kaufen, an die CEE32 in der Garage anschließen und so das Netz zusammenbrechen lassen.

Nein nicht beschränken. Gegen eine optionale Verwendung von Schnelllademöglichkeiten ist gar nichts einzuwenden. Bei mehreren tausend Euro Zusatzaufwand setzt man sich automatisch mit der realen Bedarfssituation kritisch auseinander.
Ein Taxifahrer muss seine Kiste an der Zentrale mit eigener Lademöglichkeit in kurzer Zeit vollpumpen können, auch der lokale Kurierfahrer oder jemand der aus sonstigen Gründen tatsächlich öfters sehr viel am Tag fährt und dabei zwischendurch immer wieder kurz zu Hause vorbeikommt.

Die letzten 3 ,5 Jahre mitlesens haben mir gezeigt, dass diese Bedarfssituation jedoch oftmals mit falschen Fakten konstruiert wird und Schnellladung zu Hause ohne Not als etwas besonders erstrebenswertes dargestellt wird.
In der Effizienzthematik beim Zoe sah ich dabei tasächlich eine Mit"schuld", diese unnötig schnelle Heimladung zu favorisieren.
Das gebetsmühlenartige Verteufeln der "Notladekabel" mit 10A (wird dieser Begriff eigentlich bei anderen Herstellern ausser Renault auch verwendet?) war teilweise auch aus dieser Thematik abgeleitet (technische Kritik an Schuko ist natürlich legitim)

Lastmanagement im Parkhausbeispiel funktioniert bei 3~ AC halt auch nur mit viel zu hoher Minimalleistung. Da geht es bestenfalls über kaskadische Abschaltung, aber dann droht das Auto zwischendurch einzuschlafen und es ist mal wieder Essig mit laden, wird sich also logischerweise kein Zoe fahrer drauf einlassen.

Ich kenne ja sehr gut die wirklich stichhaltigen Gründe für den 3~ AC Lader und habe zum jetzigen Zeitpunkt volles Verständnis dafür.
Gerade hier im Norden/ Nordosten ist für längere Strecken DC Ladung aktuell immer noch ein schwieriges Thema und teilweise Glückssache, das macht die AC Schnelllader hier so entspannt.
Ich persönlich sehe das aber, wie du ja weißt halt nur als Übergangslösung.

Wie immer sind Diskussionen zu diesem Thema sehr philosophisch und am Ende kann logischerweise niemand "recht" oder "unrecht" haben.
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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon Tigger » Di 21. Mär 2017, 09:17

Karlsson hat geschrieben:
Was ich nun nicht verstehe: was kann man gegen einen 3P Lader haben? Der schadet doch keinem oder ist mit irgendwelchen Nachteilen verbunden.

Ich denke niemand hat etwas gegen einen 3P-Lader. Vielleicht bin ich naiv, aber 3P wird in der Herstellung mehr kosten, als 1P? Wenn das so sein sollte, dann ist hiermit schon mindestens ein Nachteil genannt.
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Re: Was spricht gegen 3P Ladung?

Beitragvon JackEV » Di 21. Mär 2017, 09:37

Hallo Zusammen,

bin für 3P Ladung. Für und wider sind ja heiss Diskutiert worden.
Sollte Stand der Technik für Neufahrzeuge sein.
Mehrkosten zu 1P ? Dann als Option anbieten. Spricht ja nichts dagegen.
Hab diese Frage (Fred Betreff) auch Opel gestellt. Keine Antwort.
Fazit für mich - Es soll Teuer DC geladen werden, auch wenn ich mal 2 Stunden Pause machen kann.

Mein nächstes EV nur mit 3P.

Grüsse
Jack
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