Akku Upgrades für den Ioniq?

Re: Akku Upgrades für den Ioniq?

Beitragvon biker4fun » Di 25. Okt 2016, 09:32

Der technische Fortschritt geht immer weiter. Denkt doch mal an die Entwicklung von z.B. Handys oder PC. Da gibt es nie den richtigen Zeitpunkt zum Kaufen, weil in Kürze was neueres, besseres auf den Markt kommt. Wenn man danach immer ginge, dürfte man nie kaufen.
Und was das Akku-Upgrade für Bestandsfahrzeuge angeht, sagt mir meine Glaskugel, dass es das geben wird. Hyundai wird sich diese Blöße in einem zunehmend konkurrierenden BEV-Markt nicht geben können. Verbraucher vergessen nicht. Die Frage nach den Kondtionen (BMW lässt grüßen) ist allerdings eine ganz andere.
Auch rechne ich damit, dass im Laufe der nächsten Jahre sich ein Drittanbietermarkt für Batterien entwickeln wird, so wie dies in anderen Bereichen auch der Fall ist/war, so dass man nicht unbedingt auf den Hersteller angewiesen sein wird.
Und wem die Reichweite des Ioniq partout nicht reicht, der muss sich halt nach einem anderen Fahrzeug umschauen oder warten. Ist ja nichts verwerfliches daran.
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Beitragvon paulektro » Di 25. Okt 2016, 09:39

Gehe ich auch von aus, biker4fun. Und es ist auch sicher nur eine Frage der Zeit, bis es für die verbreiteten Modelle Akkuersatz von Drittherstellern gibt.

Noch eine technische Frage zu einem gefühlten Grund, warum das Upgrade für mich interessant ist: Ich würde den Akku täglich zu min. 80..90% leeren (und wieder füllen). Nach meinem Kenntnisstand steigert das den Kapazitätsverlust. Stimmt das überhaupt auch für moderne, überwachte Automobilakkus? Teslas und i3's zB. scheinen da gefühlt gar nicht so empfindlich zu sein..
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Re: Akku Upgrades für den Ioniq?

Beitragvon erunner » Di 25. Okt 2016, 09:46

Ich für meinen Teil gehe davon aus, das moderne Lipos min.2000 Vollzyklen ohne massiven Kapazitätsverlust (mind.80%) halten sollten. D.h. 2000 * 200km = 400000km sollten eigentlich realistisch sein, und dann ist der Akku ja noch nicht kaputt. Hundai gibt hier sicher nicht ohne Grund 8 Jahre oder 200000km Garantie. Ausreißer wird es aber sicher auch mal geben, dann greift aber die Garantie.
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Re: Akku Upgrades für den Ioniq?

Beitragvon biker4fun » Di 25. Okt 2016, 09:59

@paulektro
Ob die Batterie dadurch schneller altert, kann ich leider auch nicht sagen. Das müsste wahrscheinlich wissenschaftlich genauer untersucht werden.
Meine Zoe hatte nach 2 Jahren und knapp 29.000 km einen SOH lt. Werkstatt von 88%. Allerdings hat der Akku auch eine Gesamtkapa von 25 kwh (22 nutzbar), weshalb ich noch kein größeres Reichweitendefizit gegenüber Neuzustand feststellen konnte. Ich fahre häufig bis zu einer Restkapa von 10-20% runter und lade oft bis 99%, gelgentlich auch bis 100% zum Ausbalancieren der Zellen.
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Re: Akku Upgrades für den Ioniq?

Beitragvon yadiori » Di 25. Okt 2016, 09:59

paulektro hat geschrieben:
Noch eine technische Frage zu einem gefühlten Grund, warum das Upgrade für mich interessant ist: Ich würde den Akku täglich zu min. 80..90% leeren (und wieder füllen). Nach meinem Kenntnisstand steigert das den Kapazitätsverlust. Stimmt das überhaupt auch für moderne, überwachte Automobilakkus? Teslas und i3's zB. scheinen da gefühlt gar nicht so empfindlich zu sein..


Bisher habe ich keine Informationen, dass diese Eigenschaft bei modernen Akkus nicht mehr vorhanden wäre.

Tesla liefert dir eine Warnung, wenn du regelmäßig auf mehr als 90% lädst und empfiehlt, den Wagen nicht "fast leer" irgendwo stehen zu lassen. Wenn du den Wagen zu 80..90% am Tag leerst, musst du ihn ja ungefähr auf 95% aufladen, um noch Puffer zu haben. Da wird die Degradation dann schon gut beschleunigt, so dass er relativ schnell nur noch 95% Kapazität haben wird, und dann musst du ja praktisch auf 100% der verbliebenen Kapazität laden, und kurz danach bist du schon in einem Bereich, bei dem du keinen Puffer mehr hast bzw. nur dann, wenn du weniger als 90% am Tag fährst…

Also wenn der Akku sich ähnlich verhält wie bei Tesla, gebe ich ihm nicht viel mehr als 600 Zyklen (wenn überhaupt), wenn er jeden Tag um 90% geleert wird und maximal 10% an Kapazität verlieren darf. Das sind ja schon jedes mal fast Vollladezyklen, und da hat man ja oft "80% nach 1000 Zyklen" als Faustregel, die inzwischen aber womöglich so nicht mehr gilt. Natürlich kann sich der Akku auch ganz anders verhalten als im Tesla.
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Re: Akku Upgrades für den Ioniq?

Beitragvon paulektro » Di 25. Okt 2016, 10:08

Ja, das ist ja auch sicher Sache des Autoherstellers, wie viel Nettokapazität dem Akku gegeben wird (also wie weit die Zellen überhaupt ent- und geladen werden können).
Aber dann stimmt es ja prinzipiell schon, dass man mit einem erhöhten Verschleiß rechnen muss, wenn die tägliche Pendelstrecke nahezu die gesamt-Nettokapazität des Akkus braucht..
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Re: Akku Upgrades für den Ioniq?

Beitragvon erunner » Di 25. Okt 2016, 10:19

Jupp, das denke ich auch. Je weiter der Akkubereich genutzt wird, desto höher die Belastung und damit der "Verschleiß". Wie sehr sich das dann auswirkt werden wir in 8 Jahren vielleicht wissen. Optimal wäre sicher der Nutzbereich 40-60% Füllstand. Schädlich sind sicher auch hohe Belastungen bei niedrigem Akkustand und langes rum stehen voll geladen. Auch hohe Last bei niedriger Temperatur, oder sehr hohe Temperaturen sind ungünstig. Wenn Du immer die volle Reichweite nutzen musst, würde ich auch lieber einmal zwischen laden (da reichen dann ja 5min CCS) oder vielleicht eher doch noch ein Jahr warten.
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Re: Akku Upgrades für den Ioniq?

Beitragvon biker4fun » Di 25. Okt 2016, 10:20

Bedenken musst du aber, dass 100% lt. Anzeige nicht identisch ist mit der Gesamtkap. der Batterie. Und 0% heisst auch nicht, dass die Batterie komplett leer ist. Die Zoe-Batterie hat 25kwh brutto, wovon 22 kwh nutzbar sind, d.h. wenn die Anzeige des Bordcomputers 100% anzeigt, bedeutet dies, dass du 22 kwh nutzen kannst, im Ergebnis sind dies aber tatsächlich nur ca. 88% (22/25).
Wieviel der Ioniq an Gesamtkapazität (brutto) hat (netto hat er ja bekanntlich 28kwh), entzieht sich meiner Kenntnis. Habe daüber auch noch nichts gefunden oder eine offizielle Aussage erhalten.
Zuletzt geändert von biker4fun am Di 25. Okt 2016, 11:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Akku Upgrades für den Ioniq?

Beitragvon eve » Di 25. Okt 2016, 10:46

Das muss man wissen: Der Ioniq Electric ist das erste Serien-Elektroauto, das mit einem Lithium-Ionen-Polymer-Akku ausgestattet ist. Dieser Akkutyp sei leichter und weniger temperaturempfindlich als die herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien, sagen die Hyundai-Techniker. Der Akku wird von LG Chem geliefert, alle anderen Elektro-Komponenten sind Hyundai-Eigenentwicklungen. Die Speicherkapazität des Akkus liegt bei 28 kWh, die Reichweite gibt Hyundai mit 280 Kilometer an, den durchschnittlichen Energieverbrauch mit 11,5 kWh je 100 Kilometer. Nach unserer Testfahrt durch die tischebene Landschaft rund um Amsterdam meldete der Bordcomputer einen Schnitt von 13,1 kWh. (http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte ... 01624.html)

Empfehlungen:
  1. häufiges Nachladen (flache Entladezyklen)
  2. hochwertiges Batteriemanagementsystem
  3. Betrieb im optimalen Temperaturbereich, Lagerung bei Nichtgebrauch eher kühl
  4. Lagerung bei längerem Nichtgebrauch in halbvollem Zustand (ca. 3,85 V)
(https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-P ... ebensdauer)

Dort steht zur Zyklenfestigkeit auch davor nochmal, dass häufiges Nachladen ohne Überladung den gesamten erreichbaren Energieumsatz verbessert

Man sollte halt nach Möglichkeit mit der garantierten Kapazität rechnen (gibt es die für den Ioniq?).
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Re: Akku Upgrades für den Ioniq?

Beitragvon xado1 » Di 25. Okt 2016, 11:08

wenn der akku größer ist,ist auch der ladestrom länger höher.
der 30er leaf lädt bis 80% mit 40kw,meiner regelt ab 50% schon runter,also wenn ich mal schnell 10 minuten zum schnelllader fahren möchte,sollte ich möglichst leer sein ,was sich aber nicht immer machen läßt.
außerdem möchte ich nicht jeden tag das auto anstecken.bei mir muss ich ein kabel vom haus auf die andere straßenseite legen,wo ich immer ein mulmiges gefühl wegen fußgeher und radfahrer habe,und im winter wegen der schneeräumung sowieso nur unter aufsicht,denn der schnepflug nimmt das kabel samt der steckdose am auto mit.
ich glaube ,die reichweiten beim ioniq werden im winter real 180-200km,im sommer 200-220km sein.
als ich beim kia soul die realen reichweiten vorausgesagt habe,wurde ich auch beschimpft,in wahrheit waren es fast noch weniger.
auch die akkudegeneration darf man nicht vergessen.
warum wurden im ioniq lipo akkus verbaut?
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