Testberichte + erste Erfahrung


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Re: Testberichte + erste Erfahrung

Beitragvon Leonardo2014 » So 23. Mär 2014, 22:32

Ich finde es wirklich toll das es den i3, den up und den eGolf gibt. Ich kann nur nicht verstehen, warum die deutschen Hersteller den von einer deutschen E-Technik Firma kreierten Standard, den mennekes Anschluß, nicht unterstützen. In den genannten Fahrzeugen ein Lader wie im Zoe, und die eMobility wäre ein ganzes Stück weiter. So sind es einfach nur Stadtautos für Großstädte und evtl. das Umland. Fahrzeuge für den täglichen Einsatz. Aber leider nicht geeignet für die Langstrecke.

Otto Normalfahrer will aber weder einen Zweitwagen, noch für jede längere Strecke den Zug nehmen. So genau kann ich die Strategie von BMW und VW nicht durchblicken.
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Re: Testberichte + erste Erfahrung

Beitragvon Twizyflu » So 23. Mär 2014, 23:08

Sie werden ihren CCS Standard forcieren und fertig.
Dann hat man auch Schnellladung nur eben Gleichstrom.
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Re: Testberichte + erste Erfahrung

Beitragvon ATLAN » Mo 24. Mär 2014, 19:02

Ein recht "lustiger" Testbericht, insbesonders was die Rechtfertigungen der Marketingleute auf direkte Fragen betrifft ... :roll:

http://www.mein-elektroauto.com/2014/03 ... olf/13223/

MfG Rudolf
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Re: Testberichte + erste Erfahrung

Beitragvon JuergenII » Di 25. Mär 2014, 08:43

ATLAN hat geschrieben:
Ein recht "lustiger" Testbericht, insbesonders was die Rechtfertigungen der Marketingleute auf direkte Fragen betrifft ... :roll:

Ja, das ist wieder typisch. Der Bericht entlarvt mal wieder die Arroganz fast aller Automobilhersteller zum Thema E-Mobilität.

Für mich persönlich ist der E-Golf ein schnell zusammengeschustertes Fahrzeug um nur ansatzweise Mercedes und BMW Konkurrenz zu bieten. Das sieht man auch sehr schön an der Schnittzeichnung des E-Golfs. Die Plattform ist gar nicht geeignet um eine vernünftige Batterie aufzunehmen. Oder anders: VW verschenkt Unmengen an Platz unter dem Fahrzeug.

Eine echte EV-Plattform im Golf hätte locker die doppelte Batteriekapazität unterbringen können. Aber das hat VW verschlafen, oder aber man will nicht seine normalen hochpreisigen Golfvarianten kannibalisieren, denn das größte Verkaufshemmnis ist und bleibt bei den Kapazitäten die Reichweitenangst. Und die bleibt auch beim reinen E-Golf voll erhalten und degradiert ihn inkl. Ladethematik zum Kurzstreckenfahrzeug.

So verwundert auch kaum die Aussage von VW, die Akkukapazität bis Ende des Jahrzehnts zu verdoppeln. Wahrscheinlich haben sie dann eine vernünftige Plattform entwickelt um entsprechend größere Akkus in den Fahrzeugen unterzubringen - unabhängig ob bis dahin tatsächlich die Akkukapazitäten signifikant gesteigert werden kann.

Und wenn man jetzt mal theoretisch rechnet, so könnte der Golf heute schon bei richtiger Plattform rund 40 bis 50 kWh Speicher unter seinem Wagenboden anbieten. Und wenn die Speicherdichte sich tatsächlich verdoppelt, wären wir bei rund 100 kWh.

Der Traum eines jeden EV Fahrers.

Juergen
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vw-egolf-technik-schnittbild.jpg
Quelle SZ:http://www.sueddeutsche.de/auto/fahrbericht-vw-e-golf-strom-fuers-volk-1.1909888
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Re: Testberichte + erste Erfahrung

Beitragvon eCar » Di 25. Mär 2014, 17:58

ATLAN hat geschrieben:
Ein recht "lustiger" Testbericht, insbesonders was die Rechtfertigungen der Marketingleute auf direkte Fragen betrifft ... :roll:

http://www.mein-elektroauto.com/2014/03 ... olf/13223/

Naja, es ist ja löblich, dass der Autor sich die Mühe gemacht hat und diesen Artikel geschrieben hat. Allerdings hab ich den Eindruck, dass er insgesamt sehr provokativ an die Sache rangegangen ist. Wie er selbst eingesehen hat, gehört er eben nicht zur Zielgruppe des e-Golf, wenn er nur 18.000€ für ein (Neu-)Fahrzeug ausgeben will.

Diese Probefahrt-Instrukteure sind doch keine Marketingleute. Die sollen einen heil durch den Testparcour bringen und dabei ein paar Funktionen des Autos erläutern. Bei meiner Probefahrt hab ich auch schnell gemerkt, dass ich mehr Ahnung von E-Mobilität habe als der Begleiter - aber das lass ich doch dann nicht raushängen :roll:.

JuergenII hat geschrieben:
Für mich persönlich ist der E-Golf ein schnell zusammengeschustertes Fahrzeug um nur ansatzweise Mercedes und BMW Konkurrenz zu bieten. Das sieht man auch sehr schön an der Schnittzeichnung des E-Golfs. Die Plattform ist gar nicht geeignet um eine vernünftige Batterie aufzunehmen. Oder anders: VW verschenkt Unmengen an Platz unter dem Fahrzeug.

Ein schnell zusammengeschustertes Fahrzeug, dessen Technik im Wesentlichen bereits vor 3 Jahren auf Basis des Golf 6 einen absolut ausgereiften Zustand erreicht hat? Du pauschalisierst hier viel zu stark. Nur weil es den Golf auch als Benziner/Diesel gibt, heißt es doch noch lange nicht, dass die Elektroversion kein sinnvolles Konzept ist. Die Plattform wurde von Anfang an auf Hybrid- und Elektromodelle mitausgelegt.

Klar, in einem normalen Golf bekomme ich prinzipiell nicht so große Batterien im Unterboden untergebracht wie in einem "höhergelegten" Fahrzeug wie dem i3 oder der B-Klasse. Wenn ich mir jedoch die Batteriekapazität (bzw. Reichweite) der "reinen" Elektroautos i3/Leaf/Zoe anschaue, frage ich mich ernsthaft, wo deren Vorteile denn nun abgeblieben sind. Das kann sich natürlich noch im Laufe der Zeit ändern, aber Stand heute steht der e-Golf diesen Fahrzeugen batterietechnisch in nichts nach!

Gruß
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Re: Testberichte + erste Erfahrung

Beitragvon kai » Di 25. Mär 2014, 18:00

@eCar,

wie schnell ist denn die Batterie im e-Golf getauscht ? Ist evtl. auch wichtig bei Upgrades.

Gruß

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Re: Testberichte + erste Erfahrung

Beitragvon eCar » Di 25. Mär 2014, 18:19

@kai:

Angeblich wird die Batterie komplett "von unten" getauscht. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein großer technischer Aufwand ist. Interessant wird sein, zu welchen Konditionen VW diese Möglichkeit anbietet. Ob das ein attraktives Angebot für Privatkunden wird? Denkbar wäre ja z.B. auch, dass VW die Leasingrückläufer aufrüstet und diese dann zu entsprechend höheren Preisen als Gebrauchtwagen verkauft. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei VW auch noch keiner weiß, wie das letztendlich ablaufen wird. Die technische Möglichkeit wird es aber geben.

Gruß
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Re: Testberichte + erste Erfahrung

Beitragvon JuergenII » Mi 26. Mär 2014, 10:16

eCar hat geschrieben:
Ein schnell zusammengeschustertes Fahrzeug, dessen Technik im Wesentlichen bereits vor 3 Jahren auf Basis des Golf 6 einen absolut ausgereiften Zustand erreicht hat? Du pauschalisierst hier viel zu stark.

Denke ich nicht. Die Aufzählung von Fahrzeugen die bereits seit Jahren auf dem Markt sind hilft als Rechtfertigung auch nicht.
Beispiel Leaf; Der wurde damals als E-Fahrzeug entwickelt, zu Zeiten, in denen Batterien noch sündhaft teuer waren (2009!). Klar zu erkennen, das im Gegensatz zum Golf die Akkus nicht verteilt über den Wagen untergebracht sind, sondern gezielt flächig im Unterboden, wo sie denn auch hingehören. Schön im Schnittbild zu sehen. Auf Motorvision erkennt man auch schön, dass der Wagen für einen größeren Akku durchaus Platz bietet.

Im Gegenteil, wenn man überlegt, dass der Golf im Jahr 2014 in Produktion geht - also 4 Jahre später als z.B. der Nissan Leaf, dann fragt man sich, was hat VW an "Ingenieurskunst" in diesen Wagen gesteckt? Und was macht VW? In Ermangelung einer echten E-Strategie nimmt man normale Baureihen, versucht dort die notwendigen 20 bis 25 kWh Akkus unterzubringen um nach außen hin zu demonstrieren, seht her wir können das auch und die notwendige Minimalreichweite der Konkurrenz von 150 km schaffen wir ebenfalls. Mit 4 Jahren mehr Entwicklungszeit eine erbärmliche Leistung.

Tesla verdient von Monat zu Monat mehr Geld an ihren Wagen, nur auf Grund des Preisverfalls bei denn Akkuzellen. Und wir werden von unsern dt. Konzernen mit Mini Akkus abgespeist. Das lass ich mir beim e-Up, E-Smart, Zoe und i3 auf Grund der Größe noch eingehen, aber im Golfformat ist das ein Witz (gilt übrigens auch für die B-Klasse).

Da nützen auch nicht „ergonomisch ausgefeilte Sitze, Türinnenkonstruktion, Instrumente und Mittelkonsole“, wie bei Bild so schön herausgestellt wird. Die Plattformstrategie des Konzerns mag gut für Verbrenner der unterschiedlichen VW-Marken sein, aber für E-Fahrzeuge ist sie schlichtweg untauglich, denn die brauchen andere Konzepte, die im konventionellen Karosseriebau nur stören würden. Sehr schön am E-Golf zu sehen.

D.h. aber nicht, dass der Wagen jetzt schlecht ist. Er ist halt nur elektrische Hausmannskost. Aber mehr konnte man von VW nicht erwarten. Vordenken war bei denen noch nie groß in Mode.

Klar, in einem normalen Golf bekomme ich prinzipiell nicht so große Batterien im Unterboden untergebracht wie in einem "höhergelegten" Fahrzeug wie dem i3 oder der B-Klasse. Wenn ich mir jedoch die Batteriekapazität (bzw. Reichweite) der "reinen" Elektroautos i3/Leaf/Zoe anschaue, frage ich mich ernsthaft, wo deren Vorteile denn nun abgeblieben sind. Das kann sich natürlich noch im Laufe der Zeit ändern, aber Stand heute steht der e-Golf diesen Fahrzeugen batterietechnisch in nichts nach!

Und gerade der letzte Satz ist ja das Armutszeugnis schlechthin. Zoe und i3 sind deutlich kleiner Fahrzeuge, der Leaf ist wie oben schon geschrieben relativ alt.
Und ob sie batterietechnisch in nichts nachstehen, kann ich nicht beurteilen, weil kaum technische Daten über die VW-Batterie vorliegen. Habe bis jetzt auch noch nichts gefunden was auf eine Batterieklimatisierung hinweist. Alles was bis jetzt von VW kam war doch mehr Marketing Bla Bla. Aufhorchen lässt da schon eher, dass sie bei ihrem E-Golf nur max. zwei Schnellladungen pro Tag vorsehen - und da reden wir von DC Ladung. Klingt alles nicht sonderlich vertrauenerweckend, zumindest nicht für die auf dem Papier existierende Akkugarantie. Natürlich sieht das VW ganz anders. Schön beim Werbeblabla beim Google-Hangout zu sehen.

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Re: Testberichte + erste Erfahrung

Beitragvon Twizyflu » Mi 26. Mär 2014, 16:00

Für VW ist elektro nur für die Stadt was.
Ich bin mir sicher, diese Ansicht wird sich in Zukunft rächen.

Ich werde jedenfalls meinen Teil dazu beitragen in dem ich keinen VW kaufe :)
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