e-golf - alt oder neu?

Re: e-golf - alt oder neu?

Beitragvon Timohome » Fr 23. Dez 2016, 10:03

Derpostler hat geschrieben:
Ich weiss nicht, ob ich Dir jetzt noch einen Gefallen tue, wenn Du schon in den finalen Verhandlungen bist ... aber auf den neuen e-Golf warten wäre vielleicht doch ratsam. Die 76 km zur Arbeit und zurück werden schon auch im Winter klappen, aber dazu noch Umwege, Baustellen, Umleitungen, und schon hast du ein Problem. Ich wohne auch im Odenwald und fahre jeden Morgen ins Rheintal runter, auch 400 Höhenmeter (pro Strecke) und bin ich den letzten Tagen schon auf über 20 kWh/100km Verbrauch gekommen. Und dabei fahre ich nicht einmal noch Autobahn. Mit größerem Autobahnanteil ist man schnell bei 24 und die Reichweite geht auf unter 90 km runter. Der "alte" e-Golf hat nur ca. 20,8 kWh nutzbare Kapazität.

Nach meiner Erfahrung sind die Gesetzmäßigkeiten bei Elektroautos anders als bei Verbrennern. "Sportliche" Fahrweise spielt kaum eine Rolle. Ich hab es ausprobiert. Die gleiche Strecke bei gleichen äußeren Bedingungen. Einmal gerast und einmal extrem defensiv. Kaum ein Unterschied im Verbrauch. ABER: Jedes Grad kälter draußen treibt den Verbrauch schmerzhaft in die Höhe. Man merkt wirklich 3 Grad Unterschied signifikant. Und das nicht mal so sehr wegen der Heizung im Innenraum. Auch das hab ich ausprobiert. Alles ohne Heizung gefahren, nasse Scheiben abgewischt, weil alles dauernd beschlägt, und trotzdem einen Verbrauch von 17 kWh/100 km gehabt. (wo ich sonst im Sommer bei 11.x bin).


Das echt Hammer jetzt! Genau so und kein Cent anders sehe ich das auch. Habe schon des Öfteren extrem drauf geachtet, langsam und vorausschauend und so zu fahren, um einen enorm geringen Verbrauch zu haben. Dann aber auch ein paar mal, wo ich schneller machen wollte - genau wie du sagst, groß eine Unterschied kann ich nicht erkennen. Ob ich also kurze Strecken zwischen den Orten mit 120 oder 80 fahre, mach statt 17,8 KWh dann 17,4 KWh aus. Genau so sieht es aus mit der Heizung. Selbst mal ohne Heizung gefahren, ja - die Anzeige fällt schon sichtlich langsamer, aber dennoch verbraucht er deutlich mehr als im Sommer, das muss man ganz klar sagen.

Temperatur scheint hier wirklich der Faktor zu sein.

Gestern getestet, leider nicht mit Golf sondern Up!. Aber bis auf 8 KM leer Gefahren, ausgehend davon dass dann noch 1,5 KWh drin waren, hat er nach Mennekes 14,5 KWh geladen. Das sind nach Abzug Ladeverlusten von 10 % dann Eine Batteriealterung von rund 10 % nach 3 Jahren.

Durchschnittlich habe ich bei dem Wetter mit diesem Auto kaum unterhalb der 18 KWh Verbrauch, was also bedeutet, ich komme keine 100 KM. Das dürfte beim Golf ähnlich sein, wobei wenn ich da mit 21 KWh nutzbar ins Rennen gehe sollten die 100 KM zu schaffen sein.

Jetzt muss man mal sehen, dass selbst mit Teslas Sportgeräten auch kein Verbrauch von 50 oder mehr KWh erzielen lassen, obwohl sie ein vielfaches an Leistung haben. Ich würde einfach soweit gehen, dass man die E Autos alle so um die 20 KWh Verbrauch einschätzen kann. Bisschen weniger is immer gut, aber viel isses dann auch nicht gewesen. Das ist eben auch der Unterschied zu Verbrennern, die Wärme ist ja nur ein unausweichliches Nebenprodukt des Sprits, beim E Auto muss ich es zusätzlich erzeugen.

Ich frage mich, warum gibt's bei den E Autos nicht ganz billig so ne Micro Nachtspeicher Dimplex Heizung, kurz bevor man los fährt, heizt man das Teil auf. Wäre doch auch ne billige Lösung und verschleißt nicht. mit kleinem Lüfter versehen wäre doch ideal. Vorallem kann man die Heizleistung von dem Gerät schön modulieren, vielleicht auch mit PV Anlage unterhalten lassen.
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Re: e-golf - alt oder neu?

Beitragvon prophyta » Fr 23. Dez 2016, 12:30

eCar hat geschrieben:
Beim E-Auto gilt quasi immer: höhere Geschwindigkeit führt zu höherem Verbrauch. Klar, wenn man auf der Autobahn mit 90 km/h hinter einem LKW fährt, verbraucht man weniger als mit 100 km/h auf der Landstraße. Aber das ist ja nicht Sinn der Sache....

Komischer Vergleich
Warum soll ich auf der BAB mit 90 hinterm LKW fahren und auf der Landstraße 100 ?
Nenne mir mal eine Landstraße auf der ich 200 km mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h fahren kann.
Spätestens nach 20 km kommt ein Ort/Stadt mit Geschwindigkeitsbegrenzung 50 und zig roten Ampeln oder abbiegende PKW.
Also ständig wieder beschleunigen ! Und LKW´s auf der Landstraße gibt es natürlich auch keine. :)

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen !
Segeln und vorausschauend fahren bringt Reichweite. Und das lässt sich bei weiten Strecken auf einer BAB besser realisieren.
Zumindest da wo ich fahre.

Aber wenn du 80 auf der Landstraße mit 140 auf der BAB vergleichst hast du Recht.
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Re: e-golf - alt oder neu?

Beitragvon eCar » Fr 23. Dez 2016, 14:00

prophyta hat geschrieben:
Komischer Vergleich
Warum soll ich auf der BAB mit 90 hinterm LKW fahren und auf der Landstraße 100 ?

Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte, nur in Extremsituation verbraucht man auf der Landstraße mehr als auf der Autobahn, z.B. in dem oben beschriebenen, nicht alltagsgemäßen Szenario.

Auch sonst muss ich dir leider widersprechen. Dein Szenario mit wechselnden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Landstraße, bremsenden LKWs, regelmäßigen Ortsdurchfahrten usw. ist die perfekte Ausgangsbasis um niedrigste Verbräuche zu erzielen. Hier kann man schön vorausschauend fahren und die Segelfunktion nutzen, wobei der Verbrauch dank Rekuperation auch bei weniger vorausschauender Fahrweise niedrig sein wird. Ich bin meinen e-Golf ein einziges mal 190 km mit einer Ladung gefahren (um zu testen, ob er es schafft) und bei dieser Fahrt hatte ich exakt das beschriebene Fahrprofil.

Weite Strecken auf der Autobahn bieten dagegen fast gar keine Möglichkeit, durch fahrerisches Geschick den Verbrauch zu senken. Hier kommt es einzig und allein auf die gefahrene Geschwindigkeit an. Stellst du 100 km/h am Tempomat ein, kommst du wohl 130-160 km weit, bei 120 km/h sind es noch etwa 100-120 km und bei 140 km/h vielleicht noch 80 km. Das ist die Wahrheit, die man keinem e-Golf Interessenten verschweigen sollte, wobei die Kernaussage für alle E-Autos zutrifft.
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Re: e-golf - alt oder neu?

Beitragvon Arvid » So 25. Dez 2016, 07:14

Danke noch einmal. Aber - der Drops ist gelutscht - ich habe mir einen zu Weihnachten geholt :-)
Zumindest hat er eine Wärmepumpe - ich werde also zumindest von der Arbeit nach Hause kommen. Und eventuell wird mein Arbeitgeber ja auch eine Steckdose für mich auftreiben ...

Melde mich bald zu anderen Themen wieder ...

Oh - und Frohe Weihnachten an Euch alle!
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Re: e-golf - alt oder neu?

Beitragvon psychoelektra » So 25. Dez 2016, 09:09

Glückwunsch und noch frohes Fest!
Gruss
Jürgen
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Re: e-golf - alt oder neu?

Beitragvon AndiH » So 25. Dez 2016, 14:29

Wichtig ist erstmal machen. Optimieren kann man später immer noch.

Von daher auch mein Glückwunsch zum Weihnachtsgeschenk und schöne Feiertage noch.

Gruß

Andi
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Re: e-golf - alt oder neu?

Beitragvon Arvid » Mo 26. Dez 2016, 04:41

Danke & Dito!
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