1000 km e-Golf

Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon JuergenII » Mo 29. Sep 2014, 21:41

energysaver hat geschrieben:
Eins zu Null also für den e-GOLF
Zu beachten gilt allerdings dass sowohl '24.2' wie auch '18.8' die Brutto-Kapazitäten in kWh darstellen.
Zum Fahren effektiv nutzen kann man jedoch nur ca. 85% der Batterie Bruttokapazitäten.
Die meisten Hersteller nennen diese Nettokapazitäten leider nicht

Naja, ganz so stimmt das nicht. Die Brutto-Kapazität der i3 Batterie liegt bei 21,6 kWh, davon nutzbar sind 18,8 kWh. Wobei das nur 13% Ladepuffer darstellt. Besser wären 20%. Ähnliches Bild bei VW, auch da kommt man nur auf 13% Ladepuffer. Das ist in Anbetracht von langlebigen Batterien schon ein etwas kritischer Bereich. Wäre mal interessant zu erfahren, wie VW die Klimatisierung der Akkus realisiert hat, die ja ziemlich wild verteilt im Fahrzeug liegen. Darüber schweigen die sich aus. Das ist beim i3 deutlich besser gelöst. Allerdings versteckt sich das Extra dafür unter der Wahlmöglichkeit Sitzheizung.

Der NEFZ Test bevorzugt den i3, denn der Golf schleppt, dank konventioneller Bauart, deutlich mehr Gewicht mit als der i3. Das macht sich bei dem Test durch doppelt simulierte Stadtfahrten bemerkbar.

VW scheint, was die Leistungsausbeuten angeht ziemlich am Limit des Akkus zu liegen. DC Ladungen sind da auch nur 1 x am Tag erlaubt, was eine Überlandfahrt, selbst mit gut ausgebauten CCS Ladern unmöglich macht. BMW ist da aber auch nicht viel besser, allerdings haben die dank komplett auf ein EV zugeschnittener Konstruktion die Klimatisierung des Akkus besser im Griff.

VW drosselt den Golf eher (140 km/h zu 150 km/h) und auch die Leistungsdaten sind etwas verhaltener. Das dürfte bei Überlandfahrten einen kleinen Vorteil für den Golf darstellen, zumal er auch aerodynamisch etwas besser ist. In Summe dürften beide Fahrzeuge bei ähnlichen Fahrsituationen aber gleich weit kommen.

Aber beide Fahrzeuge reizen die Akkuleistungen deutlich stärker aus als das Model S von Tesla. Galt früher die Devise Hubraum ist durch nichts zu ersetzten außer durch Hubraum (gilt für langlebige Motoren immer noch) ist die Devise beim EV Akkuleistung ist durch nichts zu ersetzen außer durch mehr Akkuleistung.

Schön auch bei der Haltbarkeit der Akkus zu sehen. Geht man von rund 1.500 Zyklen aus und rechnet im Schnitt mit 130 km, so kommt man bei den dt. EV's auf rund 200.000 Km Laufleistung (ähnliches gilt natürlich auch für die B-Klasse, den Leaf oder den Zoe). Das Modell S kommt mit dem 85 kWh Akku theoretisch auf über 500.000 Km, nimmt man 350 km pro Akkuladung an.

Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass ein neuer Akku nach 8 bis 10 Jahren nur mehr ein Bruchteil des heutigen Preises ausmachen wird und dazu auch deutlich leistungsstärker ausfallen wird. Aber eins ist auch klar, die nächste Generation von EV's braucht mindestens die doppelte bis dreifache Akkuleistung um a) den Akku zu schonen und b) die Fahrzeuge deutlich alltagstauglicher zu machen. Immerhin fehlen im europäischen EV-Segment Kombis, Mini-Vans und SUVs inkl. Anhängerkupplung, Dachträger und Fahrradträger. Und diese Fahrzeuge brauchen deutlich mehr Energie als die jetzt auf dem Markt befindlichen EV's.

Zu der ganzen Rechnerei: In der Tat sollte man um realistisch zu vergleichen den voll aufgeladene Akku nehmen. Die Ladeverluste sind zwar da und man darf die auch nicht unter den Tisch kehren, aber je nach Ladesituation können die recht unterschiedlich ausfallen. Es kommt auch immer auf das Streckenprofil, das mitgeführte Gewicht und die Fahrweise im EV an. Da können locker mal bis zu 10 kWh Unterschied auf 100 km liegen, was sich natürlich bei den lächerlichen Akkugrößen dramatisch auswirkt. Und nicht vergessen, in 60 Tagen zeigen unsere EV's dann wieder ihr wahres Gesicht..... Denn Kälte, Regen, Schnee und Dunkelheit mögen sie überhaupt nicht.

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Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon eCar » Mo 29. Sep 2014, 21:56

JuergenII hat geschrieben:
VW scheint, was die Leistungsausbeuten angeht ziemlich am Limit des Akkus zu liegen. DC Ladungen sind da auch nur 1 x am Tag erlaubt, was eine Überlandfahrt, selbst mit gut ausgebauten CCS Ladern unmöglich macht.

Woher stammt denn dieses Märchen? Weder mir noch meinem Verkäufer bei VW ist eine Beschränkung der DC-Ladungen bekannt. Und ich habe mir das Kapitel zum Laden des e-Golf im Bordbuch intensiv durchgelesen.

PS: heute habe ich die 4000er Marke überschritten und bin nach wie vor begeistert. :mrgreen:
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Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon Frank0100 » Di 30. Sep 2014, 05:26

Im Augenblick weiss ich nicht wo ich den post von Jürgen hinstrecken soll. Evtl Mitarbeiter von Tesla.
Möchte nur eins hinzufügen das der Akku des Golfs 15600€ zu Buche schlägt.
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Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon Hamburger Jung » Di 30. Sep 2014, 07:36

Hallo,

ich finde Jürgen hat das gut geschrieben.

Auch wenn ich die 1500 Ladezyklen nicht sehe, auch das VW nur eine DC Ladung am Tag bekommen soll ist mir neu.
Kannst Du das belegen?

Ansonsten ordnet seinen Beitrag bitte neutral ein. Seine Meinung, sehr gut rübergebracht. So gefällt mir ein Forum und ich denke nicht, das Jürgen bei Tesla arbeitet.

Lg HH Jung
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Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon Derpostler » Di 30. Sep 2014, 09:27

Fakten, Fakten, Fakten. Das ist es was die Leser wollen. Damit hat das Magazin Focus mal Werbung gemacht. Jürgen, in Deinem Bericht stecken leider viele Annahmen und Mutmaßungen. Ich halte mich im Zweifel lieber an die (zugegeben dürftigen) Informationen von VW. Die geben für den Akku eine Garantie von 8 Jahren / 160 Tkm bei min. 70 % Restkapazität. Mit dieser Langzeitprognose werden wir also rechnen dürfen. Diese Angaben sind sozusagen das Konzentrat, das Ergebnis der Anstrengungen der VW-Ingenieure. Inwiefern da die Platzierung / Temperierung der Zellen eine Rolle spielt, oder die programmierte Nettokapazität, oder die chemischen Eigenschaften der Zellen: Alles das kriegen wir als Einzelfaktoren nicht raus.

Zum DC laden schreibt VW auf Seite 199 des Bordbuchs: "HINWEIS: Häufiges Laden des Fahrzeugs mit hoher Ladeleistung, insbesondere mit Gleichstrom (DC-Laden) kann zur dauerhaften Reduzierung der Ladekapazität der Hochvoltbatterie führen. Das Fahrzeug überwiegend mit niedriger Ladeleistung laden, insbesondere an einer Heimladestation oder mit dem mitgelieferten Netzladekabel".
Das war's. Keine Rede davon, dass man maximal ein Mal an Tag schnellladen darf. Und: Die oben genannte Garantie beinhaltet keine maximale Anzahl an DC-Ladungen. Das heisst, man darf eben doch oft DC-schnellladen, muss aber mit Einbußen rechnen, jedoch nicht mit so großen Einbußen, dass die obige Garantie nicht gehalten werden kann. Sonst hätte man die Anzahl der DC-Ladezyklen explizit beschränken müssen.
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Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon Frank0100 » Sa 29. Nov 2014, 16:55

Hab zwar jetzt schon 2200 km runter aber passt irgendwo schon.
Hab heute die erste längere Fahrt in Gefrierpunktnähe gemacht. 3/4 Landstraße 1/4 Autobahn bei 2 bis 3 Grad.
Kann die Fahrt sehr gut vergleichen mit früheren Fahrten da die Strecke absolut gleich ist.
Mit etwas Überraschung musste ich feststellen das ich nur 1kw/100km mehr verbraucht habe gegenüber der Fahrt bei 15 Grad. Verbrauch lag bei 13,7 KW/100km. Habe mit mehr gerechnet.
Allerdings hab ich festgestellt das bei Ampelstopps ca 700W verbraucht werden. Es muss also irgendwo eine Heizung aktiv sein.
Denke mal das ich auch deshalb 1 KW / 100km mehr verbraucht habe.
Mache mir also für den Winter keine Sorgen wegen der Reichweite. Daumen hoch für die VW Ingenieure.
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Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon Preben » Sa 29. Nov 2014, 18:10

Sehr interessant. Ein paar Fragen dazu: Ist dein e-Golf mit der Wärmepumpe ausgestattet? Mit welcher Innenraumtemperatur und in welchem Fahrmodus hast Du gefahren?
Vielen Dank.
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Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon Frank0100 » Sa 29. Nov 2014, 20:03

Preben hat geschrieben:
Sehr interessant. Ein paar Fragen dazu: Ist dein e-Golf mit der Wärmepumpe ausgestattet? Mit welcher Innenraumtemperatur und in welchem Fahrmodus hast Du gefahren?
Vielen Dank.


Keine Wärmepumpe, bin im ECO + Modus gefahren. Innentemperatur so um die 10 Grad. Vorklimatisiert.
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Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon e-golfer » So 30. Nov 2014, 21:26

Frank0100 hat geschrieben:
Keine Wärmepumpe, bin im ECO + Modus gefahren. Innentemperatur so um die 10 Grad. Vorklimatisiert.


Respekt. Da würd ich am Lenkrad festfrieren. Ich lass demächst nachsehen, ob die Heizung tut wie sie soll, mir ist es nämlich im eco-Modus deutlich zu kalt im Auto....
Ich würde auch gerne einen Durchschnittsverbrauch feststellen können. Aber von Schritttempo bis 120km/h hab ich jeden Tag was anderes. Dabei hab ich das e-Gölfle jetzt schon einen Monat :mrgreen:

Gruß
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Re: 1000 km e-Golf

Beitragvon eCar » So 30. Nov 2014, 21:59

Im Eco-Modus wird die Heizung eben reduziert. Richtig warm wird es erst im Normal-Modus. Hast du die Sitzheizung? Damit wird man mit wenig Energieaufwand immerhin von einer Seite schön warm. :-)
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