Windschattenfahren

Re: Windschattenfahren

Beitragvon Bernd_1967 » Mi 7. Dez 2016, 14:12

rolandk hat geschrieben:
Schneemann hat geschrieben:
An meinem ersten Tag im E-Auto bin ich auch hinter LKWs hergezuckelt, weil ich dachte, das bringt großartig was. Das tut es aber wohl nur, wenn ich selbst jeglichen Sicherheitsabstand ignoriere.


Stimmt nicht. Gestern von Schleswig-Holstein nach Bremen zwei 2 Fahrzeuglängen hinter einem LKW. Statt 20,5 kW/100km nur 16,3kW/100km Verbrauch.

Der Vorteil liegt neben dem Windschatten aber wohl eher am langsameren und gleichmässigerem fahren.

Der Zeitvorteil ist im Gegensatz zur Energieeinsparung marginal. Hinfahrt: 2:25 (Tempo 125, überholen, abbremsen, beschleunigen), Rückfahrt: 2:35 mit o.g. Werten.

Roland

PS.: ob der i3 das auch so schafft weiß ich natürlich nicht. Würde mich aber wundern, wenn der anders als der Zoe oder der Tesla reagiert.



Bin dafür, dass an LKWs hinten ein großer Fernseher montiert wird in Augenhöhe des 2 Wagenlängen hinter ihm fahrenden Autos. :lol:
Natürlich hat der LKW vorne eine Kamera und projeziert das Bild dann hinten auf seine "Leinwand", zur Sicherheit des nachfolgenden Verkehrs :twisted:
Oder hätte ich lieber nichst dazu sagen sollen ? .....
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Re: Windschattenfahren

Beitragvon Alex1 » Mi 7. Dez 2016, 15:01

preda7 hat geschrieben:
Zwei Fahrzeuglängen sind kein ausreichender Sicherheitsabstand!!
Korrekt!

Auch mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand (2 sec) sparst Du ne Menge, 10-20% sicher.

Wenn ein Brummi beängstigend nahe kommt, das finde ich auch bescheuert. Und beängstigend. Vielleicht kauf ich doch mal ne Dashcam. Nach hinten 8-)
Rational gesehen ist das aber kein großes Risiko. Die Energie, die bei einem Unfall den Schaden anrichtet, kommt ja von der Differenzgeschwindigkeit. Und wenn der also 5 oder 10 km/h schneller ist als ich, entfaltet sich auch nur die entsprechende Energie.

Es ist ja nicht wie am Stauende, wo schlagartig von 80 auf null abgebremst wird. DAS faltet den Pkw. Das Szenario beim Drängler ist ja "nur", dass er mich leicht schubst. Und vielleicht vor sich her schiebt. Schlimm genug, aber das ist was Anderes als gegen ein starres Hindernis gequetscht zu werden.

Ich warte ja auch sehnlichst auf einen Distomaten*) oder wie man das nennt :lol:

*) Haben ja schon Einige, die kann ich mir aber leider nicht leisten. Außerdem würden sie meinem Anforderungsprofil nicht genügen. Das tut (außer dem Tesla...) eben nur die Zoe.
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Re: Windschattenfahren

Beitragvon graefe » Mi 7. Dez 2016, 15:14

Schneemann hat geschrieben:
An meinem ersten Tag im E-Auto bin ich auch hinter LKWs hergezuckelt, weil ich dachte, das bringt großartig was. Das tut es aber wohl nur, wenn ich selbst jeglichen Sicherheitsabstand ignoriere.

Dann bringt es aber wirklich erstaunlich viel! :D
Seitdem ich gelernt habe, dass so ein LKW mindestens genauso stark verzögert wie ein PKW lasse ich den Quatsch aber. :geek:

Im Windschatten eines LKWs würde ich nie von vorausschauender Fahrweise sprechen. Auch würde ich auf Autobahnen nicht 60 fahren, damit ich ständig von LKWs überholt werde. Das birgt für alle Verkehrsteilnehmer nicht unerhebliche Risiken.

Brummifahrer sind doch wirklich arme Hascherl, die für wenig Geld unter Zeitdruck fahren. Die auf der rechten Spur mit 60km/h auszubremsen muss wirklich nicht sein (auch wenn das rein rechtlich erlaubt ist).

Erspart euch den Stress, fahrt eure eigene Geschwindigkeit, die nicht unbedingt zu einem Flaschenhals für den Rest wird. E-Autos, die auf der rechten Spur hinter LKWs herumschleichen, sind keine gute Werbung.

Eigene Geschwindigkeit - haha, der war gut! In D wird rechts 90km/h und links >140km/h gefahren. Wo ist da Platz für eigene Geschwindigkeit (z.B. 110km/h)? Man muss also ständig zwischen links und rechts wechseln und dabei ständig beschleunigen und bremsen. Z.B. in Benelux mit Tempolimit 120km/h sieht das schon ganz anders aus.

Übrigens: Warum sollte ich denn für Elektroautos "Werbung" machen wollen??
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Re: Windschattenfahren

Beitragvon graefe » Mi 7. Dez 2016, 15:16

Bernd_1967 hat geschrieben:
Bin dafür, dass an LKWs hinten ein großer Fernseher montiert wird in Augenhöhe des 2 Wagenlängen hinter ihm fahrenden Autos. :lol:
Natürlich hat der LKW vorne eine Kamera und projeziert das Bild dann hinten auf seine "Leinwand", zur Sicherheit des nachfolgenden Verkehrs :twisted:
Oder hätte ich lieber nichst dazu sagen sollen ? .....

Ja, das gibt's sogar schon: https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... chsichtig/
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Re: Windschattenfahren

Beitragvon Alex1 » Mi 7. Dez 2016, 16:05

graefe hat geschrieben:
Seitdem ich gelernt habe, dass so ein LKW mindestens genauso stark verzögert wie ein PKW lasse ich den Quatsch aber. :geek:
Deshalb ja 2 Sekunden. Damit kannst Du fast am Steuer träumen und rasselst trotzdem nicht auf den Vordermann.
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Re: Windschattenfahren

Beitragvon Helfried » Mi 7. Dez 2016, 16:08

Alex1 hat geschrieben:
Deshalb ja 2 Sekunden. Damit kannst Du fast am Steuer träumen und rasselst trotzdem nicht auf den Vordermann.


Bei automatischer Bremsung via Assi brauchst aber keine 2 Sekunden, oder? Das wären ja 50 Meter.
Wieviel weniger Abstand packt denn der Bremsautomat (sofern vorhanden)?
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Re: Windschattenfahren

Beitragvon Bernd_1967 » Mi 7. Dez 2016, 16:53

Alex1 hat geschrieben:
preda7 hat geschrieben:
Zwei Fahrzeuglängen sind kein ausreichender Sicherheitsabstand!!
Korrekt!

Auch mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand (2 sec) sparst Du ne Menge, 10-20% sicher.

Wenn ein Brummi beängstigend nahe kommt, das finde ich auch bescheuert. Und beängstigend. Vielleicht kauf ich doch mal ne Dashcam. Nach hinten 8-)
Rational gesehen ist das aber kein großes Risiko. Die Energie, die bei einem Unfall den Schaden anrichtet, kommt ja von der Differenzgeschwindigkeit. Und wenn der also 5 oder 10 km/h schneller ist als ich, entfaltet sich auch nur die entsprechende Energie.

Es ist ja nicht wie am Stauende, wo schlagartig von 80 auf null abgebremst wird. DAS faltet den Pkw. Das Szenario beim Drängler ist ja "nur", dass er mich leicht schubst. Und vielleicht vor sich her schiebt. Schlimm genug, aber das ist was Anderes als gegen ein starres Hindernis gequetscht zu werden.

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*) Haben ja schon Einige, die kann ich mir aber leider nicht leisten. Außerdem würden sie meinem Anforderungsprofil nicht genügen. Das tut (außer dem Tesla...) eben nur die Zoe.



Die Differenzgeschwindigkeit könnte aber stark zunehmen, wenn der LKW selbst auf einen stehenden LKW drauf brummt....
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Re: Windschattenfahren

Beitragvon Schwaendi » Mi 7. Dez 2016, 16:55

Na dann viel Spass, vor allem bei uns in der Schweiz. Hatte ein Lupenreines Verkehrsregister.
Was war passiert:

Wollte mal so schauen was welcher Abstand so an Energieersparnis bringt.
Bei 10 Meter Abstand (ich weiss, nicht gerade viel, war jedoch für die kurze Zeit, hochkonzentriert, soll es aber nicht entschuldigen) filmte mich die sehr pflichtbewusste Polizei :x .
Bevor ihr nun urteilt, fahrt mal auf dem Nordring Zürich, da seid Ihr mit 10 Meter aber schon auf der besseren Seite.
Mein Verhängnis war vermutlich, dass ich nicht zur Hauptverkehrszeit unterwegs war.

Aufgrund dessen war ich nachher 3 Monate Fussgänger (das absolute Minimum, da dies als schweres Vergehen geahndet wird; übrigens Fahrerflucht auch :o ). Von der Busse ganz zu schweigen, hätte ganz schöne Ferien gegeben :evil: :evil: :evil: .
300.-- Busse
800.-- Vorverfahrens kosten.
250.-- Einzug des Führerausweises
2000.-- Auf 2 Jahre Bewährung.
(gemäß meinem Anwalt bin ich da noch sehr günstig weggekommen)
Ach ja, und einen Eintrag im Strafregister habe ich nun auch. Jetzt bin ich kriminell.

Desshalb mein Rat an Euch:
Lasst es, es lohnt sich ganz einfach nicht.

Die Erkenntnis die ich daraus gewonnen habe, der Unterschied ist minimal ob ich nun 30 oder 10 Meter Abstand habe. Ziemlich teuer erkauft.

Die Polizei, kann ja letztendlich nichts dafür, sie muss ja denn Schei.. umsetzen welche die Politik beschliesst.

In diesem Sinne, lieber ein wenig mehr Strom "verbraten" als nachher den Ärger.

Gruss und ein Jodeldidüüüü aus der Schweiz ;)
Seit 7. April 2015 stolzer Besitzer eins Soul EV (Schlumpf :lol: ).
Laufleistung ca. 40'000 Km pro Jahr.
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Re: Windschattenfahren

Beitragvon wrzlpfrmft » Mi 7. Dez 2016, 17:06

Ein triftiges Argument gegen das Windschattenfahren... ;)
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Re: Windschattenfahren

Beitragvon graefe » Mi 7. Dez 2016, 17:12

Schwaendi hat geschrieben:
Die Erkenntnis die ich daraus gewonnen habe, der Unterschied ist minimal ob ich nun 30 oder 10 Meter Abstand habe. Ziemlich teuer erkauft.

Nein, auch wenn unbedingt davon abgeraten werden muss, dürfen die Fakten bez. der Einsparung nicht verschwiegen werden: Die Einsparung bei 10m ist enorm, geschätzt 20-25% (zumindest beim Smart mit seinem hohen Luftwiderstand).
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