Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon DeJay58 » Mo 2. Feb 2015, 02:20

Diese Frage möchte ich mal subjektiv beantworten: Sehr gut!

Ich hatte diesen Winter nun das zweite Mal ordentlich Schnee auf den Straßen. Zum Teil 10cm ungeräumt, zum Teil geräumt und eisig. Es war alles dabei.

Mein Fazit: Der i3 ist ein sehr gutes Winterauto. Er fährt sich auf Schnee sehr ähnlich wie sein Vorgänger ein E46 BMW (318d). Und von dem war ich wirklich begeistert. Der i3 hat ein großes Manko, das man aber wohl nicht ändern kann, aber verbessern könnte. Wenn es wirklich rutschig wird, ist man so sehr von der Elektronik abhängig, dass es soweit kommen kann, dass sich das Auto trotz Vollstrom nicht mehr bewegt. Die Räder dann aber auch nicht.
Das soll heißen, dass auch im Traction Mode bis zum Stillstand herunter geregelt wird und das finde ich persönlich richtig lästig. Ich würde mir hier wünschen, dass etwas mehr Schlupf zugelassen wird, von mir aus mit einer zweiten Einstellmöglichkeit - einem Traction+ Modus oder so. Das wäre auf der einen Seite toll zum Spaß haben, aber eben auch um noch bessere Schnee Eigenschaften zu gewährleisten.

Das geschilderte Problem besteht natürlich nur beim Anfahren. Während der Fahrt regelt die Elektronik sehr gut und fast unmerklich. Etwas aufpassen muss man, wenn man die starke Reku gewohnt ist. Die ist auf rutschigem Untergrund natürlich weg. Sehe ich aber nicht als Nachteil, im Gegenteil. Man merkt so, vorallem beim Bergabfahren sehr frühzeitig, dass es rutschig ist und kann reagieren.

Der Wagen liegt absoulut stabil auf der Straße. Sehr neutral. Nur im Traction Mode kann man leichte Drifts erreichen, wenn man sich geschickt anstellt (am besten durch Lastwechsel). Wobei das DSC dann sofort eingreift. Mehr als 5 Grad oder so sind wohl nicht möglich zu halten.

Am angefügten Video kann man ein paar Eindrücke gewinnen. Gleich zu Beginn sieht man vor mir einen Geländewagen mit leicht ausbrechendem Heck beim Bremsen. Der i3 bremste da deutlich besser und blieb neutral.
Danach einen leichtes Ausbrechen des Hecks bei einer Kreuzung (mit Kommentar der Schwiegermutter ;) ) das aber mehr ein neutrales Rutschen über alle 4 Räder war.
Und dann noch Eindrücke von Steigungen und Gefälle.
Also keine Angst vorm Schnee, Winterreifen sind sowieso Pflichtausrüstung bei solchen Bedingungen, sollte klar sein.

https://www.youtube.com/watch?v=Gqe27KU2_7A
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



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Re: Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon fabbec » Mo 2. Feb 2015, 02:26

Offiziell neidisch will auch Schnee!
mit eAuto rund um die Welt https://www.nomiev.com/80edays/blog/ oder fb /NoMiEVmobility/
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Re: Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon DeJay58 » Mo 2. Feb 2015, 02:27

Komm vorbei, er liegt noch und es kommt Nachschub die Woche ;)

Laden darfst so viel Du willst bei mir :)
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
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Re: Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon JuergenII » Mo 2. Feb 2015, 09:02

Diese Lobhudelei verstehe ich nicht. Der i3 fährt sich wie fast alle Heckantriebler im Winter: Bescheiden.

Auf gerader Fahrbahn hält ihn seine Elektronik in der Spur, bei Kurven tendiert er wie alle diese Fahrzeuge zum ausbrechen hinten. Beim anfahren hilft ihm dass der komplette Antrieb - vor allem beim REX - hinten sitzt.

Was BMW sehr gut gelöst hat, ist dass abbremsen bei Schnee und Eis, vor allem auch bei unterschiedlicher Bodenbeschaffenheiten. Dank Rekuperation kommt er ohne Einwirkung des Fahrers relativ sicher und schnell zum Stillstand.

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Re: Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon Hasi16 » Mo 2. Feb 2015, 10:04

JuergenII hat geschrieben:
Diese Lobhudelei verstehe ich nicht. Der i3 fährt sich wie fast alle Heckantriebler im Winter: Bescheiden.

Grundsätzlich hast du schon recht, dass bei Glätte ein Frontantriebler besser ist als ein Heckantriebler. Für einen Heckantriebler ist der i3 aber sehr sehr gut. Im Vergleich zu anderen (Verbrenner-)BMWs merkt die Elektronik sehr viel schneller, dass was nicht stimmt. Ein Elektromotor ist da wohl ein wesentlich genauerer "Sensor"!

Viele Grüße
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Re: Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon DeJay58 » Mo 2. Feb 2015, 10:07

Also ich kann es nicht ausstehen untersteuernde Fronttriebler auf Schnee zu fahren. Meine Freundin hat gerade ihren BMW gekauft und nun auch einen Frontantrieb und ist enttäuscht wie schlecht sich sowas auf Schnee fährt. Also in meinen Augen gibt es nichts besseres und sicheres als Heckantrieb auf Schnee.
Beim Anfahren Allrad natürlich, aber auch der ist im normaleren Fahrbetrieb nichts für mich.

Aber vielleicht muss man aus den Bergen kommen wie ich um das schätzen zu lernen.

Außerdem lobe ich den i3 nicht nur sondern schrieb ja auch, dass mir die nicht abschaltbare Elektronik nicht sehr taugt so wie sie ist.
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Re: Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon JuergenII » Mo 2. Feb 2015, 11:01

Für 95% aller normalen Autofahrer ist der "untersteuernde" Frontantrieb die sinnvollere Variante des winterlichen Autofahrens. Und ich komme aus den "Bergen" und habe Jahrzehnte lang die "Tragödien" der Mercedes und BMW Fahrer miterlebt, die kaum Steigungen schafften oder in windigstem Neuschnee nicht mehr aus den Parkbuchten kamen. Ohne entsprechendem Sandsack ging da früher gar nichts. Diese Antriebsform hat sich eigentlich nur dank der vielen elektronischen Helferlein bis heute gehalten. Er verbaut die Fahrzeuge innen und schleppt unnötiges Gewicht mit sich herum.

Und die nicht abschaltbare Elektronik wird vielen i3 Fahrern das Leben auf verschneiten und glatten Fahrten deutlich erleichtern. Nicht jeder ist ein kleiner Walter Röhrl, der es liebt (und kann) auf winterlichen Straßen mit Höchstgeschwindigkeit durch die Gegend zu driften.

Wenn ich mir heute den winterlichen Verkehr um München herum anschaue sind eher 80% der Autofahrer selbst bei leicht mit Schnee bedeckter Fahrbahn hoffnungslos überfordert.

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Re: Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon DeJay58 » Mo 2. Feb 2015, 11:30

Nein das hat nichts mit Röhrl und Driften zu tun. Das Auto wird bergauf unter Umständen bis zum Stillstand abgebremst. DAS müsste abschaltbar sein. Nur um das geht es.
Und die Elektronik hat nichts mit der Fahrbahrkeit von Hecktrieblern zu tun, sondern die heutzutage viel bessere Gewichtsverteilung (50:50 bei den meisten BMW). Das war früher anders und daher sind die Autos verschrien.

Ein 1er BMW ist noch immer nicht sehr gut zu fahren auf Schnee, die Dreier und Fünfer sind super. Ich bin jedenfalls in den letzten zehn Jahren kein einziges Mal hängen geblieben und sehr, sehr viel auf Schnee und dabei auch viel in den Bergen unterwegs gewesen. Daher kann ich es nicht nachvollziehen wenn die Leute sagen HEckantrieb wäre schlecht im Winter.

Ich finde meine Freundin ist ein gutes Beispiel. Als sie vor 7 Jahren den E46 kaufte rieten ihr wirklich ALLE davon ab, und meinten wie sie sich sowas nur antun könne in unserer Gegend und blabla. Kein einziger dieser Spezialisten hatte natürlich einen aktuellen BMW. Sie war auch skeptisch und fürchtete sich vorm Schnee, hat jedoch sehr bald die Vorzüge erkannt. Auch sie blieb nie hängen.
Seit einem halben Jahr hat sie einen Citroen. Seitdem Winter ist jammert sie über die Fahreigenschaften auf Schnee und dass sie sich nicht mehr sicher fühlt... Dabei hat sie mit Fahrtechnik an sich nicht viel am Hut.

Bezüglich Sicherheit für die meisten Menschen:

1: Ein aktueller BMW ist kein übersteuerndes Auto! Es ist maximal eine Legende, dass der bei jeder Kurve und jedem Gasgeben hinten ausbrechen würde (um Letzteres kümmert sich auch bei unfähigen Fahrern die Elektronik). Die Autos sind neutral bis untersteuernd ausgelegt und man muss ihn schon zum Schleudern zwingen. Das passiert bei sehr vielen Frontkratzern viel schneller (mein Firmenauto, ein HYundai i30 zb. ist sehr stark übersteuernd bei Lastwechseln zum Beispiel).

2: Übersteuern, wenn es doch mal vorkommt, ist viel einfacher zu korrigieren als ein Untersteuern. Beim Untersteuern kannst Du im Grunde nichts machen außer zu warten und zu hoffen.

Wie gut man mit so einem Heckantrieb auch auf Schnee klar kommt, sieht man zb hier:

https://www.youtube.com/watch?v=37kbHiDnJpI

Und vielleicht noch etwas: Was macht der geübte Schneefahrer wenn er mit dem Fronttriebler mal einen Berg nicht hoch kommt? Richtig, er wendet und fährt rückwärts. Warum wohl?

Aber es geht hier um den i3 und der fährt sich für seinen etwas kürzeren Radstand eben überraschend gut auf Schnee, eben wie jeder andere BMW mit RWD (gibt ja auch schon AWD und FWD). Und das ist einfach positiv zu erwähnen, ebenso wie die gute Gewichtsverteilung (auch ohne Rex übrigens) und die sehr gut abgestimmte Elektronik, bis eben auf das Manko, dass sie nicht mehr Schlupf zulässt. Eine zweite Stufe für zb 50% Schlupf oder so wäre perfekt. Weil ganz ohne geht es auf keinen Fall, damit wird er eher unfahrbar (siehe Erklärungen bei meinen Driftvideos bzw. in den Threads dazu)

Mir ist allerdings auch klar, dass hier die Meinungen auseinander gehen wie bei Benzinern vs Dieseln. Von Deutschland hört man immer wieder von rutschenden BMW und Mercedes. Die gibt es bei uns hier nicht. Jedenfalls stechen sie nicht hervor. ICh habe in zehn Jahren ein einziges Mal einen hängenden Mercedes erlebt. Das war ein Taxi auf einer ordentlichen Steigung. Als ich dann helfen wollte sah ich seine Reifen... kein weiterer Kommentar.
Mir fällt überhaupt auf, dass je ,mehr man in den Alpen ist und je weniger in der Gegend geräumt wird umso weniger Autofahrer damit Probleme haben. Ich kenne es von Voralberg dass ganze Gegenden grundsätzlich nicht geräumt werden. Und kein Mensch hat dort ein Problem. Vor zwei Jahren war ich in Wien, da hat es zehn cm geschneit. Die halbe Autowelt war fertig mit den nerven und rutschte herum und war im Straßengraben... Unglaublich. Ich glaube, dass das alles sowieso mehr mit der Erfahrung als mit den Autos zu tun hat. Und wenn man damit umzugehen weiß, dann ist ein RWD mit guter Gewichtsverteilung auf Schnee einem FWD vorzuziehen.
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



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Re: Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon TOMbola » Mo 2. Feb 2015, 13:11

Deshalb fahren Fronttriebler bei extremen Steigungen auf Schnee oder Eis auch immer Rückwärts den Berg hoch, wenn gar nichts mehr geht.

Und 95% der Autofahrer sind nicht normal, sondern können schlicht und einfach kein Auto fahren!
i3 BEV Weiss 02/2015; E3DC - PV-Speicheranlage 6,8kWp/13,8kWh LiOn Panasonic-Speicher; Wallbox E3DC 22KW Überschussladung EV
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Re: Wie fährt sich der i3 auf Schnee?

Beitragvon Tideldirn » Mo 2. Feb 2015, 20:31

Ursprünglich komme ich aus dem schönen Fichtelgebirge, wo die Winter auch immer mit Schnee gesegnet sind.
Mir wurde auch immer vom Hecktriebler abgeraten. War aber bei der ersten Fahrt auf Schnee mit dem e46 positiv überrascht.
Bin nie im Graben gelandet und nie stecken geblieben. Gute Winterreifen sind natürlich Pflicht.
Ich finde es persönlich ebenfalls einfacher ein ausbrechendes Heck wieder zu fangen als einfach geradeaus zu fahren.
Kontrolliert driften fand ich mit dem Turbodiesel ohnehin immer schwer.
Erst kommt kein Drehmoment, dann bummst der Turbo rein und wenn man vom Gas geht bremst er auch recht stark, was das Einfangen des Hecks erschwert. Ist aber OT.
Die Videos von dejay machen mir das Warten nur noch schwerer :D
Trotzdem danke dafür.
Gruß,

Wolfgang
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