Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon beemercroft » Mo 17. Okt 2016, 18:13

Als glücklicher Besitzer dieser zwei Fahrzeuge möchte ich euch einen Vergleichsbericht nicht vorenthalten. Eins vorneweg, ja, mir ist klar, das es zwei verschiedene Fahrzeugklassen (Kleinwagen vs. SUV) und zwei verschiedene Preisklassen (50K vs 100K) sind. Trotzdem sind beides Premium-EVs und insofern für EV-Interessenten mangels breiter Auswahl sehr wohl interessant für einen Vergleich. Mit dem i3 hab ich mittlerweile fast 50'000 km abgespult und doch einiges an Erfahrungen gemacht. Nun wird der Tesla Model X zu meinem Alltagswagen und hat nun auch einige Tausend km mit mir verbracht.

Modelle
BMW i3 Jg. 2015, mit REX, mit Suite-Ausstattung, Driving Assistant plus, Schiebedach
Model X75D Jg. 2016, 6-Sitzer, ohne Premium-Package, mit Autopilot

Kaufpreis inkl. Ablieferungspauschale
BMW i3: ca. CHF 52000.--
Tesla Model X 75D: ca. CHF 105000.--

Für den Preis eines Model X gibt es also quasi 2x einen i3.

Fahrdynamik
Sowohl i3 wie das Model X haben mächtig Dampf. Ampelstartspassfaktor 100%. Theoretisch hat das Model X 75D die bessere Beschleunigung (0-100 6,2 Sec statt 7), untendrum merkt man aber keinen grossen Unterschied. Beide haben tolle Beschleunigung. Erst bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn spürt man deutlich, dass der Tesla viel mehr Power an den Achsen hat. Überholvorgänge bei hoher Geschwindigkeit gehen deutlich flotter als beim i3, der ab 100 dann doch merklich zäher zieht. Beide Fahrzeuge sind aber mehr als ausreichend motorisiert und machen sehr viel Spass. Mehr als die 330 PS, die bereits das Model X 75 hat, brauche ich nicht. Das schwächste Model X ist immerhin das stärkste und schnellste Auto, das ich bisher je hatte. :)

Übersichtlichkeit
Sowohl i3 wie auch Model X sind sehr übersichtlich. Hohe Sitzposition und grosse Scheiben gefallen mir. Ein Grund, warum es eben ein Model X und kein Model S sein sollte. Lichtsignale sieht man beim X dank der Panoramascheibe in jeder Position besser. Doch auch beim i3 geht das gut, wenn man das Glasdach hat. Man gewöhnt sich beim i3 dann einfach an, so nahe ran zu fahren, dass man das Signal durchs Glasdach sehen kann. Für den Blick nach hinten ist bei beiden Wagen die Rückfahrkamera zwingend. Diese ist beim Model X dank Riesen-Touchscreen natürlich besser und bietet bessere Weitwinkelsicht. Wer übersichtliche Autos mag, wird grundsätzlich bei beiden Wagen Gefallen finden.

Handling
Klarer Vorteil vom i3. So flink und wendig ist wohl kaum ein anderer Wagen. Relativ geringes Gewicht, tiefer Schwerpunkt, schmale Reifen, minimalster Wendekreis, in der Stadt und im Parkhaus gibt es wohl nix besseres. Auch Überland bewegt sich der i3 perfekt. Auf der Autobahn macht sich dann der kurze Radstand negativ bemerkbar. Bodenwellen bringen den i3 schon mal aus dem Geradeauslauf.
Da ist das Model X schon besser. Der läuft schön spurtreu dahin. Wenig Lenkkorrekturen, sauberes stabiles Fahrverhalten. Niedriger Schwerpunkt. Grundsätzlich ist auch das Model X sehr agil zu bewegen auf der Landstrasse. Lenkung am besten in den Komfortmodus schalten, dann geht die sehr leichtgängig. Man merkt jedenfalls nicht viel von den 2.5 Tonnen, solange man nicht um die Kurven räubert. Der Wendekreis ist aber gar nix, der entspricht gefühlt dem eines Lastwagens. Parkhäuser sind ein Graus und Manöveriermarathon. Das Model X ist gemacht für Draussen.

Effizienz
Auf meiner Pendlerstrecke mit viel Autobahn ist der i3 alles andere als effizient. 20 KWh/100 km für so ein kleines Auto find ich viel. Der Model X zieht mit hohem Autobahnanteil so um die 25 KWh/100 km. Für die Grösse verständlich und akzeptabel. Das entspricht quasi 2.3l Diesel/100 km. Es geht aber auch mit weniger, wenn man will. Und so richtig relevant ist der Unterschied ja nicht bei den relativ preiswerten Stromtarifen in der Schweiz und der Tatsache, dass man ja auf längeren Stecken sowieso zwischendurch gratis am Supercharger lädt.

Sitze
Die Sitze des i3 find ich bequemer. Liegt vielleicht auch dran, dass ich die optimale Einstellung beim Model X noch nicht gefunden habe. Die Model X-Sitze bieten da sehr viele Einstelloptionen (direkt via Schalter am Sitz, nicht via Touchscreen). Sitzverstellung beim Tesla ist auch voll-elektrisch und programmierbar aufs Fahrerprofil. Das fehlt mir beim i3 ganz klar. Immer wieder manuell umstellen, wenn die Frau gefahren ist ist einfach nur mühsam. Vor allem das "Hochstellen", während man auf dem Sitz sitzt, ist einfach nur Pain. Premium-Fahrzeuge müssen elektrische Sitze mit Memory-Funktion bieten, alles andere ist Dacia-Klasse. Unverständlich, wieso dies beim i3 nicht als Option verfügbar ist.

Platz
10:1 für den Tesla? Klar hat das Model X mehr Platz als der i3. Bei meinem 6-Sitzer hat man in der dritten Reihe etwa so viel Platz wie im Fond des i3. 6 Leute haben wirklich sehr bequem Platz im Model X. Dann bleibt immer noch Platz für recht viel Gepäck, das man in den zwei Kofferräumen, Unterböden und zwischen den Sitzen verstauen kann. Model X ist wunderbar ferientauglich mit Familie, auch perfekt für Fahrten für beladene Fahrten zum Ökihof etc.. Der i3 ist halt eher für Singles und Paare ohne grossen Plunder oder eben als Fahrzeug zum Pendeln.

Abstands-Tempomat
Bei der ganzen Fahrassistenzelektronik ist der Vorsprung von Tesla schon eklatant. Der Autopilot war als Option günstiger als das Driving Assistant Plus vom BMW, dabei ist der Autopilot um Welten besser. Der Abstandstempomat ist wirklich fantastisch und wohl das Mass der Dinge in der Industrie - der funktioniert auch bei fast allen Bedingungen. Der Autopilot-Abstandstempomat bremst sehr harmonisch ab und beschleunigt auch so. Da steckt einiges an Intelligenz drin im Autopiloten. Wenn vor einem einer rechts rüber zieht, erkennt das der Tesla viel schneller als der i3 und beschleunigt so weit es geht schon mal auf das eingestellte Tempo, während der i3 lange wartet, bis der andere wirklich auf der anderen Spur ist, um dann nach einigen Denksekunden die Beschleunigung wieder aufzunehmen. Auch wenn man zum Überholen ansetzt und den Blinker setzt, beschleunigt der Tempomat vom Tesla intelligenter als beim i3, bei dem man quasi immer von Fuss eingreiffen muss. Beim i3 will man öfters übersteuern weil der Abstandstempomat "zu langsam" ist oder Fahrsituationen nicht gut erkennt, beim Tesla lässt man das System relaxt arbeiten.
Auch sonst ist der i3-Abstandsregler öfter mal überfordert, da kommt öfters mal der "Gong" und das Teil schaltet unverhofft ab. Schon mehrmals musste ich beim i3 eingreifen, weil er einen vorausfahrenden Wagen nicht erkannt hat. Schwierigkeiten hat er mit niedrigen Sportwagen und Anhängern. Habe immer etwas ein ungutes Gefühl beim i3-Tempomaten. Wirklich ausgereift dünkt mich das Teil nicht. Interessant ist das schon, denn sowohl Tesla wie auch BMW haben eine Kamera vom Hersteller Mobileeye drin. Im Tesla wird diese noch ergänzt durch einen Bord-Radar. Die Software macht da wohl schon einen grossen Unterschied, wie die Sensoren ihre Wirkung entfalten.
Im Stop&Go-Verkehr arbeitet das Model X auch besser. Beim i3 deaktiviert sich das System nach kurzen Stopp, man muss wieder mit dem Fuss auf das Gas oder "Res" drücken, um loszufahren. Beim Tesla dauert es viel länger, bis das System auf "Halten" geht und per Fussdruck wieder aktiviert werden muss. So können viel mehr Stausituationen ohne Eingriff erfolgen. Besser gelöst.

Lenkassistenen
Der Lenkassisten von BMW "funktioniert" bis 60 km/h und nur auf Autobahnen (Erkennung via Navi), jener vom Telsa Model X im kompletten gesetzlich erlauben Geschwindigkeitsbereich und auf allen Strassen mit Linienmarkierungen und einer gewissen Mindestbreite.
Den Autopiloten nutze ich im Moment auf der Autobahn so oft es geht. Entgegen dem Eindruck aus den ersten Berichten funktioniert der Tesla-"Autopilot" mittlerweile nicht (mehr) Hands-Off. Die Software prüft regelmässig, ob Hände am Lenkrad sind. Sonst schaltet sich das System nach einigen Warnungen innerhalb einiger Minuten ab. Das ist sehr schade, weil funktionieren würde das Tesla-System wirklich sehr gut und es wäre natürlich bequemer, man könnte beide Hände immer auf den Beinen halten, statt mindestens eine irgendwie ans Lenkrad zu halten. Die Lenkbewegungen sind sehr natürlich, das Auto hält die Spur ziemlich mittig, bremst vor Kurven leicht ab und beschleunigt nach dem Ausgang wieder. Auf der Autobahn musste ich bisher kaum eingreifen, solange keine besonderen Situationen wie Baustellen oder auf der Fahrbahn liegende Hindernisse auftreten. Dann fahre ich in der Regel die kurze Strecke wieder selbst. Die Regelung mit den Händen am Lenkrad halte ich aber für absolut sinnlos. Man kann genauso gut eine Hand am Lenkrad haben und nicht auf die Strasse gucken, wie man das auch ohne Hände am Steuer machen kann. Nur weil die Hand am Steuer ist, bin ich ja nicht aufmerksamer. Da sollte man sich echt etwas gescheiteres einfallen lassen. Einen Augensensor oder sowas, um zu prüfen, dass der Fahrer noch auf dem Sitz sitzt und wach ist. Wie dem auch sei, der Autopilot empfinde ich als Entlastung, wenn man z.B. mal was am Radio schraubt oder am Navi nachschauen muss. Das ist mit dem Assistenten viel sicherer. Und seid mal ehrlich, für solche Manipulationen fährt doch keiner rechts ran. Mit Autopilot fühlt sich das Fahren fast schon an wie Zugfahren. Man kann auch mal aus dem Fenster schauen beim Überholen oder Überholt-werden. Da fällt einem auf, wie viele Leute (in Autos ohne Lenk- und Bremsassistent!) die ganze Zeit am Handy rumfummeln, texten, simsen. Nicht verwunderlich, dass es so viele Unfälle mit manuellem Fahrern gibt. In Anbetracht dessen hat die ganze (deutsche) Medienhetze gegen die Autopilot-Funktion schon etwas Absurdes an sich. Wie auch immer, im Vergleich mit dem BMW ist der Lenkassistent vom Tesla sicher drei Generationen voraus.
Praktisch ist das Lenksystem im BMW nutzlos. Ich stelle es mittlerweile nicht mehr an, auch wenn die begrenzten Situation es zulassen würde. Die Autolenkung des BMW nervt mehr, als sie nützt. Das Fahrzeug pendelt zwischen den Fahrbahnmarkierungen hin und her, keine Spur von harmonischer Fahrt. Zudem ist die Fahrbahnerkennung mangelhaft. Schon bei kleinsten Ungereimtheiten ist der BMW überfordert und schaltet sich ab. Ich finde es fast schon abenteuerlich, so eine schlechte Lösung auf den Markt zu bringen. Premium geht anders.

One-Pedal-Feeling
Beide Fahrzeuge lassen sich praktisch nur mit einem Pedal fahren. Verzögerungsstärke ist ähnlich. Allerdings muss das Model X zuerst "auf Temperatur" kommen, um die volle One-Pedal-Verzögerung zu bewirken. Am Anfang ist der Verzögerungsbereich an kalten Tagen auf 30 KW limitiert, das wird einem im Display angezeigt. Beim BMW fühlt es sich immer gleich stark an, vmtl. übernimmt dann die mechanische Bremse automatisch den Rest, wenn die Batterie noch nicht ready für mehr Ladestrom vom Generator ist. Aus meiner Sicht hat das BMW besser gelöst als Tesla, ein System sollte sich immer gleich verhalten, nicht den Fahrer zur Verhaltensänderung nötigen.

Scheinwerfer
Das LED-Licht des i3 ist sehr gut, da braucht man fast nie das Fernlicht. Letzteres bringt kaum Mehrwert, die Fernlichter sind auch so niedrig angeordnet beim i3, die Fahrbahnausleuchtung wird mit dem Fernlicht kaum besser.
Das Licht des Model X ist auch ok, aber nicht ganz so gut wie jenes vom i3. Da mein Model X kein Premium-Package hat, habe ich auch kein Kurvenlicht. Hat der i3 auch nicht.
Das Model X im Vergleich zum i3 noch einen Fernlichtassistenten, der automatisch das Fernlicht an- und abschalten kann, basierend auf der Gegenlichterkennung der Autopilot-Kamera. Funktioniert soweit gut und ich frage mich, wieso der BMW das im i3 nicht bietet, ist ja reine Softwaresache und mit der vorhandenen Hardware möglich.
Das System hat hat aber Mühe zwischen Strassenlampen und Gegenverkehr zu unterscheiden und schaltet auch mal bei Strassenlampen aus. Auch geht es eine halbe Denksekunde, bis das Fernlicht nach erkanntem Gegenverkehr ausschaltet, etwas schnellere Schaltung wäre nett. Da sind andere Hersteller vermutlich weiter, mit Matrix-LED-Lichtkegelausblendung.

Dämmung
Die Luftgeräusche werden im Model X bei Autobahntempo besser gedämmt. Beim i3 rauscht es doch recht stark bei hohem Tempo. Aber generell, im Vergleich zu Verbrennern, sind beide Fahrzeuge sehr leise und angenehm.

Audio
Die Musikanlage beim Model X ist besser. Dabei muss ich sagen, dass ich bei beiden Autos die Standard-Anlage verbaut habe, nicht die Premium-Version. Die Klangqualität im i3 ist recht schlecht, laute Musik ist nicht wirklich geniessbar. Das Standard-System im Model X klingt bereits toll. Bedienung des Radios ist beim Model X wegen dem Touchkonzept zwar besser, aber auch nicht perfekt gelöst. Bei DAB-Sendern muss man zuerst einen kryptischen Funkkanal wählen, bevor man sieht, welche Sender in dem Frequenzkanal zur Auswahl stehen. Was soll der Quatsch? Wäre mit besserer Software einfach als direkte Liste der verfügbaren Programme darstellbar, so wie es BMW im i3 gelingt.
Model X hat noch Internet-Radio an Board, das ist ganz nett und Streaming funktioniert über das eingebaute LTE meist problemlos respektiv genauso flächendeckend oder eben nicht wie DAB+. Man kann nach Region oder Stilrichtung browsen.

Klimaanlage/Heizung
Die Klimasteuerung des i3 funktioniert besser. Im Model X arbeitet sie zu träge, man muss z.T. von Hand nachjustieren resp. "übersteuern", um den gewünschten Effekt zu erhalten. Bei kalten Aussentemperaturen heizt sie zu wenig, wenn die Sonne stark reinscheint, kühlt sie zu wenig, und man muss von Hand etwas an der Ziel-Temperatur überregulieren. Auch dann gibt es bei Kälte dann und wann einen kälteren Luftzug. Bezüglich Leistung ist mir aber auch die i3-Heizung im Fussbereich zu schwach. Sitzheizung haben beide, die funktioniert toll.

Navi
Das Navi beim BMW ist ein eigenes Fabrikat, der Model X hat Google Maps und eine eigene Darstellung Armaturenbildschirm vor dem Lenkrad. Die Zieleingabe mit dem Drehrad des i3 ist soweit ok. Kartenanalyse während der Fahrt ist damit aber einfach nur mühsam. z.B. wenn man die Infobox zu einer Ladestation anwählen will. Da ist das Touch-Navi 17" mit Google Maps beim Model X natürlich Klasse. Man kann den vollen Bildschirm dafür nutzen oder nur den halben. Man kann einfach die Ladestationinfos abrufen, Ziele eingeben, Zoomen, drehen, wie beim Smartphone. Klasse. So muss das sein. Auch die Einblendung mit Pfeilen und Symbolen im Armaturenbildschirm ist fantastisch. Sicher hat das Navi des Tesla auch noch Verbesserungspotential (wie ein lokales Karten-Caching), overall ist es aber dennoch deutlich besser als jenes im BMW, auch weil es immer brandaktuell ist und die aktuellsten Karten über LTE zieht. Zudem ist es im Preis inklusive. Beim BMW kostet es ja happig Aufpreis. Mein i3 hat auch nur den kleinen Bildschirm, der "grössere" (mit 10 Zoll immer noch mikrig im Vergleich zum 17" im Tesla) hätte noch mehr Aufpreis gekostet. 1000 Franken für 4 Zoll mehr Bildschirm? Abzocke anyone?

Langstreckentauglichkeit
Mit einem Tesla sind die Reichweitenprobleme vom Tisch. Punkt. Über 300 km praktische Reichweite ist mehr als genug. Damit komm ich praktisch überall im Land hin. Ich hab letzhin über 300 km mit einem angehängten Transportanhänger gemacht. Geht problemlos.
Wenn es nicht reicht, ist sicher ein Supercharger auf dem Weg, wo man schnell mal Tanken kann. Ganz so schnell wie in der Werbung geht es am Supercharger zwar in der Praxis auch nicht, aber sehr schnell ist die Ladung an den Stationen schon. Tesla macht es auch hier dem Rest der Industrie vor, wie man es zu machen hat. Die Supercharger sind gut gelegen, meistens frei und laden so schnell, wie es sein muss. Wirklich eine tolle Sache dieses Supercharger-Netz und ein echtes Alleinstellungsmerkmal für Tesla. Sehr beeindruckend, wie eine kleine Firma hier Massstäbe setzt. Dabei hätten doch vor allem die grossen deutschen Konzerne die Mittel gehabt, so etwas selbst auf die Beine zu stellen.
Das Tesla Model X hat mehr praktische Reichweite als der BMW i3 mit voller Batterie + einer REX-Tankfüllung zusammen. So muss das sein. Beim i3 find ich es ehrlich gesagt mühsam, auf der Langstrecke "zwei" Treibstoffarten aufzufüllen. Mit einem grösseren Tank wäre der i3 REX sicher praktikabler. So ist es mir lieber, halt nur die grosse Batterie des Model X dann und wann aufzuladen. Auf meiner Pendlerstrecke (100 km Retour) habe ich nun den Luxus, auch mal nicht zu laden am Abend. Als ich das beim i3 2-3 mal vergass, durfte ich mit dem REX zur Arbeit tuckern. So viel Reichweite wie beim Model X im Unterboden zu haben, ist wahrer Komfort. Nach 1.5 Jahren i3 muss man sich fast schon wieder daran gewöhnen. ;-)

Türen
Ich habe jetzt kein Auto mehr mit "normalen" Türen. Und ehrlich gesagt, ohne dies zu wollen. Weder i3 noch Model X habe ich wegen den Türen gekauft. Im Gegenteil wären mir bei beiden Modellen wohl "normale" Türen lieber. Denn die Türen war bisher nie ein wirkliches Problem bei meinen Autos. Das Türkonzept vom i3 überzeugt mich nicht wirklich, vor allem, dass man aussteigen muss, wenn die Kinder hinten raus wollen, ist mühsam. Und wenn man aussteigt, wird man eingeschlossen, wenn hinten einer aussteigt. Das Konzept funktioniert eigentlich nur, wenn nebendran keiner steht und genug Platz ist. An einem Längsparkplatz zum Beispiel.
Beim Model X sind die Falcon Wing Doors natürlich ein Blickfang. Coolness pur! Bequem zum Ein- und Aussteigen im Fond ist es auch, wenn die Türen sich ganz öffnen können. Auch in die dritte Sitzreihe gelangt man sehr gut. Im Happy-Case, es ist oben und seitlich nichts im Weg, ist es wirklich viel bequemer zum ein- und aussteigen, als normale Türen. Auch wenn es regnet, dann sind die Falcon Wing Doors nämlich gleichzeitig Regendach. Nett. Man kann aufrecht neben dem Auto stehen und wird nicht nass, während man die Kids oder Material einlädt. Nicht selten ist es aber leider so, dass etwas im Weg ist (Parkhaus, Garage, etc.), und dann ist der Vorteil der Falconwings dahin. Und zu welchem Preis kommt dieser Komfortgewinn? Ob es das beim Model X wirklich gebraucht hat? Schiebetüren wären wohl auch sehr gut angekommen und sicher nicht so komplex gewesen. Bei mir funktionieren die Falkentüren soweit ok, für meinen Geschmack sind sie aber sehr konservativ eingestellt, in vielen Situationen fahren die Türen nicht ganz aus, obwohl noch mehr Platz da wäre. Man geht eher auf Nummer sicher. Habe aber schon etwas Fragezeichen, wie lange diese komplizierte Mechanik und Elektrik durchhält.
Toll dagegen sind die elektrischen Fronttüren. Ich habe zwar kein Premium-Package, somit funktioniert automatisches Öffnen beim Hinlaufen nicht. Aber wenn man den Knopf an der Türe drückt, gehen sie automatisch auf, und zwar gerade soweit sie können, ohne beim Nachbarwagen anzuschlagen. Funktioniert recht gut. Muss man sich aber dran gewöhnen. Nach dem Hinsetzen schliessen sie selbst, wenn man auf die Bremse tritt. Das ist echt komfortabel! Nachmachen bitte!

Optik
Sowohl i3 wie auch Model X sehen fantastisch aus. Zukunftsmässig. Ich finde beide lässig auf ihre eigene Art. Beim i3 ist das Heck gelungen mit den unter Glas versteckten Rückleuchten. Auch die Front ist nicht schlecht mit der schwarzen Haube. Die i3-Seitenlinie hat aber noch Potential, der Knick müsste nicht sein.
Das Model X ist ein beeindruckender Wagen, wenn man ihn in natura sieht. In echt sieht das Model X noch einmal viel besser aus als auf Fotos. Sehr harmonisch, geschmeidig, clean. Zeitlos wie ich finde, ohne modische Extravaganz, die in einigen Jahren peinlich wirken würde. Die versenkten Türgriffe tragen ihren Beitrag dazu bei. Vor allem von vorne und auch seitlich ist das Model X sehr gelungen. Heckansicht hätte Potential, da ist das Model S hübscher. Die Grösse des Fahrzeugs wird gut kaschiert. Der Wagen wirkt nicht so wuchtig, wie man anhand der Abmessungen meinen könnte. Sicher weniger wuchtig als ein X5 und auch nicht so protzig wie ein X6.
Vom Blickfang her ist das Model X im Moment der klare "Sieger". An den i3 hat man sich gewöhnt, das Model X zieht öfters mal Schaulustige an. Der Wagen fällt schon auf, vor allem wenn die Türen geöffnet sind. Das legt sich vermutlich mit steigender Verbreitung.

Laden
Dass die Supercharger super sind, habe ich schon geschrieben? An den Stationen geht es wirklich flott. Dicker Stromschlauch wie früher an der Benzintankstelle. Aber auch sonst hat Tesla alles richtig gemacht. Nämlich 400V-3-phasiges Laden mit 11 KW. Das Model X ist in ein paar Stunden wieder voll. Kein Vergleich mit dem Schnarchlader i3 (3,7 KW). Zu Hause kann man das Telsa-Ladegerät an jeder handelsüblichen CEE-Steckdose einstecken und damit recht flott wieder aufladen. Ein Adapter für 230V ist auch dabei. Der neue i3 kann nun auch 3-phasig laden, geht bei meinem leider noch nicht.
Der Ladeanschluss vom Tesla hab ich noch nicht kapiert. Die Klappe geht automatisch auf, wenn man mit dem Tesla-Ladegerät daherkommt und dort auf den Knopf drückt. Toll. Funktioniert leider nicht immer. Manchmal muss man zuerst eine Türe öffnen, damit der Ladeanschluss aufgeht. Oder man öffnet diesen via Fernbedienung oder App. Manchmal schliesst sie sich auch wieder, bevor man mit dem Ladekabel zurück ist. Geht, aber irgendwie für mich zu kompliziert zu durchschauen. Eigentlich sollte er sich immer öffnen lassen, wenn man mit dem Schlüssel in der Nähe steht. Beim i3 geht das einfach mit Druck auf die Klappe.
Auch die Verriegelung des angeschlossenen Kabels lässt sich beim Model X nur explizit via Fernbedienung oder via Öffnen einer Türe lösen. Irgendwie unpraktisch. Während dem Ladevorgang muss man wie beim Model X auch die Türe öffnen oder den Wagen explizit entriegeln. Auch da wäre eine automatische Entriegelung wünschenswert, wenn der Schlüssel in der Nähe erkannt wird.

App
Die App des Tesla ist besser. Übersichtlicher. Logischer in der Bedienung. Von den Funktionen her sind beide vergleichbar. Da hätte ich von Tesla aber mehr erwartet, z.B. die Übertragung des Naviziels ins Auto.

Bedienung
Die Bedienung des Model X über den Touchscreen ist nun mal intiutiv, weil man alles vom Smartphone her kennt. Für ein Non-Touch-Screen ist das mit dem Drehrad beim i3 auch nicht schlecht gelöst, kommt aber nicht ans Model X heran, vor allem bei der Navi-Bedienung oder den Einstellungsmenüs. Auch das Model X hat einige mechanische Schalter, am Lenkrad oder an den Sitzen, für die wichtigsten Funktionen. Mir gefällt, dass sich das Model X mehr Einstellungen persönlich merkt. Im Model X funktioniert vieles automatisch, die Logik muss man sich aber manchmal zuerst angewöhnen.

Kofferraum
Selbstredend ist da das Model X besser als der i3. Der i3-Kofferraum ist recht klein, etwa vergleichbar mit dem Rest-Kofferraum des Model X mit hochgeklappter dritter Sitzreihe. Auch mit umgeklappter Rückbank hat man im i3 nicht riesig viel Platz, klar bei einem Kleinwagen. Der Frunk ist auch mirkig, da hat es Platz für ein paar Ladekabel und fertig. Hauptproblem des Frunk beim i3 ist, dass dieser nicht dicht ist und das Gepäck dreckig wird. Beim Model X ist das anders, der Frunk ist fast so gross wie der Kofferraum des i3 und ein dichter vollwertiger Kofferraum. Leider öffnet und schliesst die Frontkofferraumklappe des X nicht elektrisch (jene vom i3 auch nicht), so dass man sich am Frunk die Finger dreckig macht. Da gefällt mir die elektrische Heckklappe des Model X. Das Umlegen der dritten Sitzreihe geht beim Model X recht gut, man erreicht den Druckknopf zum Umklappen der Sitze mit etwas Verrenkung. Im Model X hat es noch einen grossen Stauraum im Unterboden des hinteren Kofferaums. Platz hat man im Model X viel, da die Sitze der zweiten Reihe auf einem "Einzelpfosten" stehen, kann man auch gut Material unter den Sitzen verstauen, fast wie im Flugzeug. Leider kann man die Sitze der zweiten Sitzreihe beim Model X nicht umklappen. Das schränkt die Variabilität ein und war einer der Gründe, weshalb ich den 6-Sitzer statt den 7-Sitzer nahm. So kann man lange Gegenstände wenigsten zwischen den zwei mittleren Sitzen durchschieben. Klar ein Minuspunkt für den Model X, da muss man für Transporte öfters auf einen Anhänger zurückgreifen (z.B. für den 65 Zoll UHD Fernseher), als wenn die Sitze variabler wären. Klares Verbesserungspotential für die zweite Generation des X.

Verarbeitungsqualität
Qualität hat ja viele Facetten. Softwarebugs, Antriebskomfort, Geräusche, Dauerhaftigkeit, Materialien, Spaltmasse, etc.. Hier fokussieren wir mal auf die Verarbeitungsqualität, also der Genauigkeit, in der physische Teile verbaut wurden. Und ja, es ist so, das Model X hat hier Defizite bei der Karosserie im Vergleich zum i3. Man sieht es nicht auf den ersten Blick, auch nicht auf den zweiten. Aber beim dritten Blick und wenn man danach schaut, fällt es auf, dass die Chromleisten eben nicht perfekt ausgerichtet sind, dass Dichtungen leicht verschoben sind oder nicht immer da hingeklebt sind, wie sie sollten und dass es leichte Ungleichmässigkeiten bei den Monategeteilen links und rechts gibt, Spaltmasse variieren. Nicht störend, aber es gibt Varianz. Beim i3 sitzt alles perfekt. Anders dagegen im Innenraum. Hier ist das Model X aus meiner Sicht perfekt verarbeitet. Nichts klappert, alles passt, die Nähte sind schön durchgezogen, alles wirkt solide verarbeitet. Auch beim i3 ist die Innenraumverarbeitung gut. Die verwendeten Materialien sind im Model X allerdings deutlich hochwertiger, vor allem im Fussbereich und an den Sitzrückseiten.

Anhängerkupplung
Der Model X hat eine, der i3 nicht. Der Tesla Model X ist im Moment das einzige Elektroauto, das eine Anhängerkupplung hat. Ein Alleinstellungsmerkmal und einer der Gründe, weshalb ich das Auto gekauft habe. Funktioniert problemlos. Der Wagen erkennt automatisch, dass ein Anhänger dranhängt und deaktiviert die Rückfahrsensoren sowie den Lenkassistenten des Autopiloten. Mit der Power des Model X merkt man kaum was vom Anhänger. Tolles Zugfahrzeug. Verbrauch ist natürlich höher, vor allem mit voller Fuhre bergauf. Aber das ist ja auch bei den Verbrennern so. Hätte BMW eine AHK am i3 geboten, ich wäre wohl noch nicht Tesla-Kunde geworden.

Firma: Tesla vs. BMW
Es ist halt schon was anderes. Bei Tesla arbeiten alles junge Typen, im Service-Center, im Showroom, im Call-Center. Man spürt den Groove. Alle machen einen überarbeiteten Eindruck, sind aber voll motiviert und scheinen den Job gerne zu machen. Bei BMW schwingt irgendwie der Abzocke-Gedanke mit, sei es wegen der Parallelimporte in die Schweiz, welche von BMW behindert werden, oder weil man das Gefühl hat, dass einem unter dem "Premium"-Name Billigware verkauft wird, wenn man sich die verwendeten Materialien im i3 mal anschaut, oder an die mangelhafte Qualität der teuren Assistenzsysteme denkt. Tesla ist schon cool mit ihrem Chef, der Vorwärts macht, ein strategisch stimmiges Gesamtkonzept als Vision vor Augen hat und mit seinen Designerjeans und Poloshirt so unpolierte Produktpräsentationen hält. In Musk we trust.

Fazit
Sowohl der Model X wie auch der i3 sind tolle Fahrzeuge in ihrer Klasse. Freude am Fahren machen beide. Für mich und meine Familie sind die zwei Fahrzeuge eine sehr gute Kombination. Das Tesla Model X ist aus meiner Sicht im Moment das beste SUV, das es zu kaufen gibt. Der i3, vor allem der neue mit 3-phasen-Lader und grösserer Batterie, wohl der beste Kleinwagen.

Overall muss ich sagen, dass ich vom Premium-Anspruch des BMW eher enttäuscht bin. Selbstverständnis, Anspruch und Realität stimmen hier nicht überein (Scheibenwischer-Wischqualität, Materialien, Software-Qualität, Audiosystem). Beim Tesla wurde in vielen Bereichen Premium geleistet, im Innenraum, beim Infotainment, beim Ladenetz. Der Tesla bietet durchgängiger Premium in fast allen Bereichen, ausser der äusseren Verarbeitungsqualität und bei der Heizung. Bei den "Spaltmassen" hat Tesla ganz klar Verbesserungspotential. In Bezug auf Assistenzsysteme, Exklusivität, Infotainment, Reichweite und Platzangebot ist der Tesla Model X klar das bessere Fahrzeug.

Der i3 ist für den Fahrer auch recht komfortabel, deutlich wendiger und natürlich viel günstiger in der Anschaffung und im Unterhalt als der Amerikaner. Als Pendler-Fahrzeug ist der i3 sehr gut, spassig.

Im Endeffekt hat mich auch schlicht die fehlende Alternative auch zum Model X bewogen. Gäbe es günstigere Alternativen, hätte ich wohl kaum so viel Geld für ein Auto ausgegeben. Aber das Model X ist nun mal das einzige e-SUV, das einzige e-Fahrzeug mit AHK, das einzige grössere e-Premium-Fahrzeug und das einzige Langstrecken/Ferientripp-taugliche e-Fahrzeug mit grosser Reichweite, welches es zu kaufen gibt. Das stimmige Gesamtkonzept für die Langstrecke, mit dem gut ausgebauten Supercharger-Netz, ist und bleibt auf absehbare Zeit ein Plus von Tesla. Nur mit den Superchargern ist gewährleistet, dass ich mit meiner Familie auch ohne Verbrenner-Zweitfahrzeug längere Ferienreisen unternehmen kann.
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Re: Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon Sigi » Mo 17. Okt 2016, 19:07

Super Bericht. Da hast Du einen schönen Fahrzeugpark.
Vieles kann ich genau so bestätigen. (allerdings habe ich leider keinen von beiden)
Selber bin ich schon lange auf der Suche nach einem passenden Elektrofahrzeug und habe beide dauernd im Fokus und auch schon gefahren. Dazu kommen 24000km mit einem e-Golf der leider wegen Softwareproblemen zurück musste.
Selber hatte ich die Anzahlung für des Model X vor langer Zeit gemacht, konnte mich aber wegen der unflexiblen 2. Sitzreihe und dem Preis nicht dafür entscheiden. Beim i3 fehlen mir einfach viele Dinge, die ich bei meinem bisherigen X3 schon drin habe und nicht mehr vermissen möchte. Ich war auch richtig erschrocken bez. dem Klang der Soundanlage im i3. Es fehlt mir auch ein wenig die Weiterentwicklung bei den Assistenzsystemen etc. beim i3.
Noch ein kleiner Punkt beim Model X. Das Handling der Anhängerkupplung ist nicht wirklich Premium, wenn ich dies mit meiner bisherigen Lösung vergleiche. Aber wenigstens hat das Model X eine.
Weiterhin viel Spass mit den Fahrzeugen.
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Re: Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon kabe » Mo 17. Okt 2016, 19:27

Für meine Familie wäre das ModelX kein Familienfahrzeug, da wir nicht der SUV-Zielgruppe entsprechen. :roll:

Mit 5 Personen und 2 großen Hunden wird es mit dem MX schon eng und die Anhängelast mit 2,25t wäre zu knapp, da schon unser T5 mit 2,5t an der unteren Grenze des Benötigten ist. :shock:
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Re: Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon Joe-Hotzi » Mo 17. Okt 2016, 20:17

Danke für den ausführlichen Bericht - sehr schön zu lesen und sehr informativ!
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
Stromos aber auch!
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Re: Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon JuergenII » Mo 17. Okt 2016, 21:32

Ja, ein interessanter Bericht. Und noch viele unfallfreie Km mit den beiden Fahrzeugen.

Leider ist das Model X wohl auch noch längere Zeit der einzige "Van-artige" E-Crossover. Es wird Zeit, dass man im europäischen Bereich mal Fahrzeuge in der Größe eines BMW 3er Kombis oder eines Grand Picasso bekommt. Man könnte ja auch "intelligente" Anhänger anbieten - z.B mit eigenem Akkupack / Antrieb und unterschiedlichen wechselbaren Aufbauten. Damit könnte man u.a. die Reichweite verlängern.
Gut ist reine Träumerei, aber warum nicht?

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Re: Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon midimal » Mo 17. Okt 2016, 22:27

Super Bericht - danke hierfür!
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Re: Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon fred36 » Mo 17. Okt 2016, 22:33

Danke für den sehr gelungenen Bericht. Meisterwerk...
BMW i3 BEV. Fahrspaß. Nach 55.000 km noch immer...
fred36
 
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Re: Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon BiEmDablju » Di 18. Okt 2016, 07:47

Danke für den tollen Bericht!!

Wobei der Vergleich nicht mal so schlecht ist - viele Fremde haben meinen i3 bereits als SUV bezeichnet! 19" Felgen und die erhöhte Sitzposition rufen gewisse Vorurteile im Gedächtnis auf!
Öhm... Strom in Ohm?! =D
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Re: Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon Hhoffmann » Di 18. Okt 2016, 08:17

Vor Kurzem hab ich einen Radiobericht zur Lebensdauer von Autoakkus angehört. Dort wurden die von BMW mit knapp 21 Jahren/80% angegeben, die von Tesla nur mit 4-8 Jahren. Was ist da dran?
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Re: Vergleichsbericht: BMW i3 vs Model X

Beitragvon Helfried » Di 18. Okt 2016, 08:30

Hhoffmann hat geschrieben:
Vor Kurzem hab ich einen Radiobericht zur Lebensdauer von Autoakkus angehört. Dort wurden die von BMW mit knapp 21 Jahren/80% angegeben, die von Tesla nur mit 4-8 Jahren. Was ist da dran?

Das Gerücht verbreiten BMW-Männer öfters. Ist auch tendenziell durchaus glaubhaft, wenn auch nicht in dem extremen Ausmaß vom Unterschied her. Tesla verwendet meines Erachtens viel zu kleine Zellen, dafür Abertausende. BMW verwendet speziell für Autos designte Zellgrößen mit auch entsprechend angepasster Zellchemie. Zellen, die weniger leisten müssen, leben zudem auch sehr deutlich länger, außerdem kann man die chemische Bauweise besser auf Langlebigkeit hintrimmen. Der BMW fährt ja viel langsamer und hat weniger Gewicht zu schleppen.
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