Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Beitragvon R400 » Sa 19. Nov 2016, 14:23

Zum Einstieg bin ich immer noch an der ZOE Z.E.40 oder dem i3 interessiert; der i3 fasziniert mich fast auf allen Gebieten mehr. Doch gleichzeitig ängstigt mich dessen Perfektion auch:

Sollte die Karosserie durch Unfall beschädigt werden, wer kann dieses Gerüst aus Alu-Chassis, Carbon-Fahrgastzelle und oberster (Kunststoff-?) Hülle, Lackierung etc. instandsetzen? Der (große!) Händler, den ich heute danach fragte, sagte, sie hätten das schon zwei mal gehabt, sie selbst dürfen das nicht, die beschädigten Fahrzeuge kommen zu einem zentralen Instandsetzungsbetrieb (in unserer Lage nach München); dort werden die beschädigten Carbonteile im vorgeschriebenen Umfang herausgeschnitten, Ersatzteile "eingeklebt", das wäre dann wieder so gut wie im Neuzustand.

Dennoch frage ich mich, ob dieser offensichtlich hohe Aufwand (einschließlich Fahrzeugverbringung - Rückholung, Ersatzfahrzeugt etc.) irgendwo auch ärgerlich spürbar wird (Kosten, Versicherungseinstufung, Reperaturdauer etc.).

Natürlich hoffe ich, dass der Fall nie eintritt (und wir hatten in den Jahrzehnten bisher nie etwas Gravierendes), aber es ist auch ein Entscheidungskriterium - kleine Beulen zum Lackierer bringen, der ausrichtet und lackiert aus einer Hand, scheint dann passe!

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Beitragvon endurance » Sa 19. Nov 2016, 14:29

Hi

kleine Beulen etc. hast du ja nur im Thermoplast außen rum. Beulen vermutlich noch nicht einmal weil sich das wieder zurückverformt, eher Kratzer. Nur die Fahrgastzelle ist Carbon, wenn die beschädigt wird hättest Du bei einem "Normal"Auto auch einen erhelblichen Aufwand. "Überall" sind noch Alupuffer verbaut, also so schnell wird der Fahrgastzelle nichts passieren. Da die Karrossierteile auch nur geschraubt & geklippst sind sollte man diese sogar leichter austauschen können, als bei einem herkömmlichen Fahrzeug.
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Re: Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Beitragvon TeeKay » Sa 19. Nov 2016, 14:58

Ich hatte zwei fremdverschuldete Unfälle mit zwei i-Mievs und einen mit der Zoe. Die beiden i-Mievs waren wirtschaftliche Totalschäden, obwohl die Autos vergleichsweise wenig beschädigt aussahen. Es ist also egal, ob Carbon oder Stahl - ist der Aufprall stark genug, wirds teuer. Bei den i-Mievs gingen nichtmal die Airbags auf - durch die kleinen Knautschzonen waren aber stets genug teure Bauteile betroffen und nicht nur Verformungselemente.

Reparatur von Elektroautos ist unabhängig vom Hersteller ein Problem - denn nur die wenigsten Werkstätten haben die nötigen Schulungen und Zertifikate. Für z.B. Renault ZE gibts in ganz Ostdeutschland genau 2 Werkstätten, die an der Elektronik arbeiten dürfen, die sind beide in Berlin. Wer außerhalb Berlins einen Unfall hat, darf das Auto also auch teils über hunderte Kilometer fahren lassen. Und mindestens eine der beiden Werkstätten hat zwar alle nötigen Schulungen, ist aber trotzdem total unfähig.

Ich würde also die Kaufentscheidung nicht davon abhängig machen, wie teuer oder aufwendig vielleicht (!) ein Unfall werden könnte. In den ersten Jahren hast du wahrscheinlich eh Vollkasko und in 3, 4 Jahren kann das Werkstättennetz schon deutlich dichter sein.

Abgesehen davon erscheint mir das Reparaturkonzept des i3 insgesamt gesehen günstig zu sein. Die häufigen kleinen Schäden können schnell und billig repariert werden. Die seltenen großen Unfälle sind durch die wenigen Carbon-Werkstätten vielleicht teurer.
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Re: Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Beitragvon R400 » Sa 19. Nov 2016, 16:11

In der Tat, auch bei vergleichsweise "alten" Autos, habe ich immer noch Vollkasko, das behalte ich natürlich bei, gerade deshalb frage ich ja.

Ich präzisiere also: Wie sind denn ZOE und i3 im Vergleich zur "Golfklasse" in der Versicherung, v.a. in der Vollkasko eingestuft; da bildet sich ja der Instandsetzungsaufwand am klarsten ab?

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Re: Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Beitragvon Temporär » Sa 19. Nov 2016, 17:48

Die Typklasseneinstufung ist für alle i3 in 2017 gleich: Haftfplicht 17, Teilkasko 18, Vollkasko 21. Der Zoe ist für 2017 in 14/18/19.
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Re: Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Beitragvon herrmann-s » Sa 19. Nov 2016, 18:47

schaust du hier:

bmw-i3-allgemeines/i3-nach-unfall-reperatur-t16049.html

poolcrack hat es sehr gut zusammengefasst
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Re: Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Beitragvon harleyblau1 » Sa 19. Nov 2016, 19:01

Halo miteinander.
Da ich leider was dazu sagen kann :-( , mal eine n paar Infos von mir.

Ich hatte vorher überlegt, ob ich Werkstattbindung mit abschließen soll bei meiner Versicherung.
Ich ging davon aus, dass der Wagen im Zweifel sowie isst bei bmw repariert werden muss.
Ich habe mich geirrt.
Bei mir in der nähe gibt es ein Unternehmen, dass sich auf Karosseriebau spezialisiert hat.
Das kannte ich zwar schon, dachte aber nicht, dass sie auch Elektroauto und auch i3 können/dürfen. Habe mit meiner Versicherung telefoniert, als wir auf die Polizei warteten.
Haben dann innerhalb von 2 std. eine (diese) Werkstatt gefunden. Man hat mir versichert, dass sie auch Elektro und ich 3 können.
Da ich anscheinend ganze Arbeit geleistet er habe, ist der vordere Kofferraum, die Windschutzscheibe und auch beide LED Scheinwerfer in Mitleidenschaft gezogen worden. Zusätzlich zum Frontschaden.
Personenschäden habe es keinen. Airbag blieb zu.
Da ich das Paket mit DAP, etc. habe, ist das auch in der Scheibe integriert.
Das kostet natürlich alles bei der Reparatur. Derzeit sind wir bei da 5.000,00€ netto.
Versicherungseinstufung kann ich noch nicht sagen.
Die Teile müssen bei mir über einen Zwischenhändler bestellt werden. Das heißt, es dauert 3 Tage länger.
Grundsätzlich geht es also.
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Re: Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Beitragvon TeeKay » Sa 19. Nov 2016, 19:15

Ich würd das Auto über die Itzehoer Versicherung (EMC24) zum Pauschaltarif versichern.
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Re: Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Beitragvon fasthd » Sa 19. Nov 2016, 20:16

@ r400

Hallo R400, ist dein Name Programm ? (Caterham)



@HarleyBlau, NR-Nummer :D

Hallo Nachbar, habe meinen CArboneimer in Blau letzte Woche bei der Hanko abgeholt.
Grüsse aus Koblenz.

Frank
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Re: Unfallinstandsetzung - Aufwand?

Beitragvon harleyblau1 » Sa 19. Nov 2016, 20:32

Glückwunsch und viel Spaß. Und das alles heil bleibt.
Bin kurz vor der Grenze zu SU. :-)
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