jetzt i3 kaufen oder nicht?

Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon graefe » So 17. Apr 2016, 19:43

Da zu erwarten ist, dass mit der unmittelbar bevorstehenden MOPF die Preise der gebrauchen alten i3's unter Druck geraten werden, halte ich es in der Tat jetzt für einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt, zu kaufen - weder gebraucht, geschweige denn neu. Und das gilt auch für den Fall, dass der kleine Akku und der einphasige Lader für Dich eigentlich ausreichend sind.

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Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon PowerTower » So 17. Apr 2016, 19:54

Die Diskussion um Streckenlänge in Abhängigkeit der Fahrzeuggröße kann ich auch nicht nachvollziehen. Bin mit nem 3 Meter E-Auto 300 km von zu Hause weg eine Woche im Urlaub gewesen, warum sollte das nicht auch mit nem deutlich größeren i3 funktionieren?

Oder gibt es etwa eine festgelegte Formel dafür?
max. Streckenlänge in km = (Fahrzeuglänge in m)³ * 4000

Sachen gibts...

@JuergenII, der Ausdruck "will das der BMW Fahrer wirklich" ist mir befremdlich. Ich bin z.B. absolut nicht der typische BMW Käufer und suche einfach nur ein zu meinem Leben passenden E-Auto. Der überarbeitete i3 passt da zu 100% rein. Er muss sich aber selbstverständlich dem Kostenvergleich stellen, und da fällt er momentan leider durch. Selbst als Gebrauchter nicht unter 26.000 Euro zu bekommen, wo andere E-Autos mit ähnlichen technischen Eigenschaften schon deutlich darunter liegen. Schade, denn nur für eine bestimmte Philosophie kann ich nicht mal eben 8.000 Euro mehr aus der Hosentasche zaubern, obwohl mir der i3 sehr sympathisch ist.
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Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon Sigi » So 17. Apr 2016, 21:24

Danke für die Antworten.
Scheint nicht wirklich ein ja oder nein zu geben.
Ja, der i3 ist im Verhältnis zu anderen Elektrofahrzeugen schon teuer. Es ist bis auf Schiebedach, Leder und Komfortelefonie eigentlich alles drin.
Bin immer noch komplett unschlüssig. Allerdings hat die "Regierung" schon mal das ok gegeben. Wird wohl wirklich eher ein Bauch Entscheid.
Die Frage ist dann auch, ob der neuere wirklich die Fr 20ˋ000.- mehr auch Wert ist. Viel Geld.
Gruss Sigi
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Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon JuergenII » So 17. Apr 2016, 21:30

herrmann-s hat geschrieben:
jaaa das mit dem tesla wissen wir ja alle. das is ein rein auf akkupower hochgezuechtetes auto und hat die megareichweite. das ist aber schlicht nicht mein massstab und ich glaube dass die i3 fahrer schon wissen warum sie sich fuer den i3 entscheiden und nicht fuer den tesla.

Was wollen EV-Fahrer: Eine möglichst praxistaugliche Reichweite in einem bezahlbaren Fahrzeug ohne Ladehemmnisse auch außerhalb des Wohnbereichs!

Kann das der i3 BEV bieten? Eigentlich weniger. Deshalb ja die geniale Idee von BMW ihn mit REX anzubieten. Und damit ist er der einzige "EV" den man im Mini-Akku-Segment bis jetzt als einigermaßen vollwertiges Fahrzeug bezeichnen kann. Rechne mal die i3 REX Käufer aus den Zahlen raus, dann sieht es nicht mehr sehr gut aus für den i3!

Den Tesla als hochgezüchtetes Akkupower Fahrzeug zu bezeichnen ist wenig zielführend. Er bekommt halt den aktuellen Stand der Technik in einem etwas größeren Fahrzeug eingebaut, was ihn für weitere Strecken eignet. Der Bolt u.a. folgt auf seinen Spuren, und wir wissen, dass auch Nissan bereits den Leaf mit deutlich höheren Reichweiten testet.

Und warum sich viele i3 Käufer für den BMW entschieden haben liegt im Fall des Tesla wohl an zwei Dingen: Dem Preis des jetzigen Model S und der Größe des Wagens. Ändert sich aber alles in 2017. Dann hat er "europäische" Masse, und sieht für viele Autokäufer auch noch besser aus.

PowerTower hat geschrieben:
Ich bin z.B. absolut nicht der typische BMW Käufer und suche einfach nur ein zu meinem Leben passenden E-Auto. Der überarbeitete i3 passt da zu 100% rein. Er muss sich aber selbstverständlich dem Kostenvergleich stellen, und da fällt er momentan leider durch. Selbst als Gebrauchter nicht unter 26.000 Euro zu bekommen, wo andere E-Autos mit ähnlichen technischen Eigenschaften schon deutlich darunter liegen. Schade, denn nur für eine bestimmte Philosophie kann ich nicht mal eben 8.000 Euro mehr aus der Hosentasche zaubern, obwohl mir der i3 sehr sympathisch ist.

80% der i3 Käufer mich inkludiert sind keine "typischen" BMW-Käufer. Ohne den i3 REX wäre es auch kein i3 bei mir geworden. Da hätte ich dann eher die "Kröte" Zoe geschluckt und mir weiter einen zusätzlichen Verbrenner geleistet.

Und die Konkurrenz? Was Nissan da für den 30 kWh Akku verlangt ist ja fast schon abenteuerlich (35.000 bis 37.000 Euro sind eine Hausnummer!!). Kommt mir vor als wenn da schon die E-Fahrzeugförderung von 5.000 Euro eingepreist ist. Oder sie meinen lass uns nehmen was geht, ab 2017 müssen wir die Preise senken ob wir wollen oder nicht.

Und ja, ein i3 mit 4 Plätzen und einem relativ kleinen Kofferraum ist nun mal kein "Reisemobil" für mehr als zwei Personen, selbst mit Reichweiten von Bolt und Model 3. Er ist ein toller Wagen, mit vielen guten Ideen und ich werde ihn auch nicht mehr verkaufen. Der bleibt im Bestand.

Aber eins ist auch sicher: Wenn das Model 3 auf dem Markt ist, braucht die konventionelle Autoindustrie bei mir schon gute Argumente, warum es kein Telsa werden soll. Denn ein gutes E-Fahrzeug anzubieten ist nur eine Seite der Medaille. Spaltmaße und Haptik stehen bei mir ganz weit unten, auch wenn ich sagen muss, dass mich die Verarbeitungsqualität des i3 schon beeindruckt. Nur was nützt das, wenn es an wirklich wichtigen Dingen fehlt. An erster Stelle steht da das Fernladenetz. Bei Tesla weiß ich, dass ich ohne große Probleme im Ausland meine Ziele erreichen kann. Beim Rest der Anbieter eher weniger und das dann auch noch zu höheren Fahrzeugkosten - zumindest bei unseren Premiumherstellern. Aber wir bzw. ich kommen vom Thema ab.

Ich bleibe dabei für >30% Nachlass vom Neupreis ist der i3 Rex eine mehr als empfehlenswertes Angebot. Denn wo sind die Alternativen?

Ein Bolt der als Opel irgendwann im JAHR 2017 in homöopathischen Dosen auf dem Markt aufschlägt? Ein Ioniq, der kaum eine größere Akkukapazität haben wird als sein Markenbruder Soul? Die 30 kWh Fahrzeuge von VW, Nissan oder evtl. Renault? Bis auf den Bolt ist der reale Reichweitengewinn bei allen mehr als überschaubar. Für die BEV Fraktion sicher besser als nichts, aber für den Rest wage ich es zu bezweifeln, da ist ein heutiger i3 REX immer noch die bessere Alternative.

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Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon Lindum Thalia » Mo 18. Apr 2016, 09:02

Ein besseres Spassfahrzeug kann man nicht finden am Markt und der i 3 ist jeden Euro wert . Denn es war schon immer etwas teuerer einen besonderen Geschmack zu haben. Wir haben in 8 Monaten 27 k km rein elektrisch gefahren ohne ein einziges Problem in ganz Europa und zu 95 % nur CCS geladen. Es geht schon jetzt und das Ladeproblem wird dann ernst wenn noch mehr E Autos fahren und die Lader nicht mehr werden sollten.
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Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon JuergenII » Mo 18. Apr 2016, 13:36

Hallo Lindum Thalia,

mit Deiner Aussage das man kein besseres "Spaßfahrzeug" auf dem Markt findet hast Du ja Recht. Nur welcher normale Autokäufer gibt für ein "Spaßfahrzeug" 40 bis 50.000 Euro aus, wenn er damit zwischen real 90 und 130 km weit kommt? Klar kann man Touren planen und sich mühselig die Ladestationen auf dem Weg suchen, sich erkundigen wie diese freigeschaltet werden und hoffend das alles so klappt wie geplant. Man kann auch mit diversen Adaptern und mobilem Ladegerät quer durch Europa fahren. Es gibt genügend Restaurants und Hotels die eine Aufladung ermöglichen. Als Pionier und EV-Enthusiast werden wir uns wehmütig an diese Zeit erinnern.

Aber frag mal meine bessere Hälfte, was sie davon hält. Ein Otto-Normalo braucht eine E-Golf-Klasse zum Preis eines jetzigen Diesels, möglichst die Reichweite des Modell S, und eine vernünftige Ladesituation, auch wenn er in einer Hochhaussiedlung wohnt. Er braucht für unterwegs sichere und auch nutzbare Ladepunkte und die Stromkosten an selbigen sollten die des Benzins nicht übersteigen, was leider an so manchem Lader bereits heute der Fall ist.

Ich persönlich hätte gerne ein EV in der Größe der heutigen Kompakt-Vans, mit einem 40 bis 50 kWh Akku, einem bequemen Fahrwerk, und einem hocheffizienten kleinen REX, der mich bei Richtgeschwindigkeit und rund 10 Litern von Garmisch nach Flensburg transportiert. Mit so einem Fahrzeug brauche ich keine komplexe Ladeinfrastruktur, ich kann in meinem Umfeld alles elektrisch fahren, selbst der Wochenendausflug in die Berge wäre damit abgedeckt und für die wirkliche Langstrecke habe ich einen effizienten kleinen Motor an Bord wenn ich keine Lust habe mich an Ladestationen anzustellen oder selbige aus welchen Gründen auch immer nicht funktionieren oder existieren.

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Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon Robert » Mo 18. Apr 2016, 14:09

"Spaltmaße und Haptik stehen bei mir ganz weit unten, auch wenn ich sagen muss, dass mich die Verarbeitungsqualität des i3 schon beeindruckt."

Das finde ich mal wirklich schön und erfrischend zu lesen. Ich sehe das auch so.

Was hilft mir ein deutsches Premiumprodukt wenn vorne der Dieseltrekker-Motor wie ein Sack Nüsse rappelt ?

Deswegen sitze ich auch im Renault ZOE der akustisch einem Kleinwagen total entrückt ist. Sogar so weit, dass man mit einem Mercedes E Diesel nicht tauschen möchte.
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Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon herrmann-s » Mo 18. Apr 2016, 18:08

kommt halt immer auf den radius an den man ansetzt. fuer mich reicht der bmw i3 locker fuer 90% der faelle. wenn es fuer einen anderen nicht reicht muss er eben abstand nehmen von dem bmw.
wir sind ja auch noch mehr oder weniger am anfang des eisberges und bis sich die allgemeinheit mal irgendwann auch dafuer interessiert wird noch ein bisschen zeit vergehen.
ich lege ausserdem einen anderen masstab fuer mich an und kalkuliere mit insgesamt laengerer lebensdauer im verhaeltnis zu einem verbrenner zzuegl reparaturkosten.
am anfang rechnet sich das sicherlich gar nicht aber nach 10 jahren wird es schon eng im vergleich zum verbrenner (zumal es 8 jahre garantie auf den akku gibt). ich trage somit das risiko nach laengerer laufzeit billiger wegzukommen auch mit hinblick auf reparaturkosten die beim verbrenner natuerlich gegen "ende" recht unuebersichtlich sein koennen. das risiko bin ich bereit zu tragen andere vllt nicht.
ich kann mich auch total verhauen mit meiner kalkulation.
deshalb kommt mir zb auch kein e golf ins haus.
REX kommt wie erwaehnt nicht in frage. aus o.a. gruenden zb auch nicht. was bringt mir ein rex wenn die infrastruktur sich in den naechsten 10 jahren explodiert? dieses risiko bin ich auch bereit zu tragen.
dann fahre ich immer mit 125kg mehrgewicht rum und brauch sie nicht. fuer 2016 waere das schon noch eine nette sache gerade bei mir in der gegend siehts mit schnellladen noch ziemlich uebel aus.naja ich gehe auf jeden fall das risiko JETZT ein weil ich u.a. keinen bock habe noch weitere 10 jahre mit verbrenner rumzufahren.
ich bin nur mal gespannt wie sich das ganze entwickelt weil dem staat ja bei einem "elektroboom" eine menge geld floeten geht. die sind da wirklich in einer zwickmuehle. und das ist fuer mich auch ein grund komplett umzusteigen.
aus protest!
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Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon Robert » Mo 18. Apr 2016, 19:18

Wenn ich nur 1 Familienauto hätte und öfters Langstrecke fahren müsste würde ich den REX nehmen. Den Nervenkitzel ob Ladesäule frei/ funktioniert finde ich nicht so prickelnd.

In meinem Fall 1 Familienauto mit Diesel und 1 Pendlerauto ZOE fühle ich mich auch gut aufgestellt.

Ich gestehe aber auch, dass auch nach 3 Jahren hin und wieder Selbstzweifel an den Mikrobatterien aufkommen und einen i3 REX oder Opel Ampera durchaus reizvoll erscheinen lassen. :?
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Re: jetzt i3 kaufen oder nicht?

Beitragvon Sigi » Mo 18. Apr 2016, 20:13

Robert hat geschrieben:
Ich gestehe aber auch, dass auch nach 3 Jahren hin und wieder Selbstzweifel an den Mikrobatterien aufkommen und einen i3 REX oder Opel Ampera durchaus reizvoll erscheinen lassen. :?

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