i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon agentsmith1612 » Di 17. Dez 2013, 22:59

Karlsson hat geschrieben:
agentsmith1612 hat geschrieben:

Mit böser Zunge könnte man auch sagen, dass die Kundschaft, die so viel Geld für ein so kleines Auto zahlt, ja auch wahrscheinlich etwas älter ist und gern höher sitzt :lol:
Analog zur alten A-Klasse, die ja Rentners Liebling wurde.


Hoffentlich nicht, eine Opel Meriva, B-Klasse kann man ja schon gar nicht mehr kaufen, wenn man sieht wer damit hauptsächlich so auf den Straßen rumfährt.

Einige Fahrzeuge habe ich hinzugefügt.

Zur Diskussion: Mein Standpunkt ist einfach, BMW hat soviel Geld in die Carbonbauweise zur Gewichtsreduktion gesteckt und dann wird der Luftwiderstand einfach links liegen gelassen.
Es ist ein Stadtauto ja. Aber ich hätte da mehr gewartet. Wie stark sich dieser im Verbrauch bemerkbar macht hängt ja davon ab wie schnell man fährt. Ich bin auch kein Raser 100 km/h reicht, aber selbst da gibt es schon einen Einfluss des Luftwiderstands.
Wie man nimmt, dass sollte hier ja eigentlich eher eine technische Diskussion werden.
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Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon multipladoc » Mi 18. Dez 2013, 07:59

der i3 ist aus oben genannten Gründen eher vanartig ...und das ist auch gut so :-) ... nix links oder rechts liegen lassen, BMW will das so ..glaube ich :-) ..ich finde den I3 eben auch diesbezüglich toll..prima Raumgefühl dadurch, auch ein Unterschied zu allen anderen Eautos, diesbezüglich sogar besser als ein Tesla.
Das einzige was dadurch wirklich etwas stört, sind die zunehmende Windgeräusche meiner Meinung nach . Ich finde den i3 überraschend laut ab so ca 80 Km/h..eben auch der Bauform geschuldet
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Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon eddie_g » Mi 18. Dez 2013, 10:00

agentsmith1612 hat geschrieben:
Luftwiderstandwert i3: 0,714

Vergleichsfahrzeuge (Werte immer cw*Stirnfläche) [gerne füge ich andere gewünschte hinzu]
Ampera: 0,57 ---- (0,275*2,07)
Leaf: 0,66 --- (0,29*2,27)
Golf VII: 0,59 ---- (0,27*2,19)
Audi A2: 0,55 ---- (0,25*2,18)

Meine These, dass BMW den Vorteil durch Carbonleichtbauweise beim Luftwiderstand wieder verschenkt, bestätigt sich.
Jedes normale Fahrzeug hat bessere Werte als der i3.
Man kann jetzt Argumentieren, dass der i3 ein Stadtfahrzeug ist und oft unter 70 km/h bewegt wird wo der Luftwiderstand eigentlich egal ist.
Aber dann braucht man auch keine 170 PS und wenn man dann doch mal 100 km/h oder mehr fährt schlägt der Luftwiderstand zu.
Schade drum.

Die beste Antwort kann wohl nur BMW geben, aber so wie der BMW aussieht wurde er halt mal vordergründig gegen Rollwiderstand optimiert . Die Frage ist ob die Werte überhaupt vergleichbar sind. Bei Verbrenner Autos könnte es sich nämlich um "Laborwerte" handeln, da meist die Kühler zb. beim Test abgedeckt sind oder - weil Tonmodell - gar nicht vorhanden sind. Beim BMW i3 Rex deutet ja der höhere Wert darauf hin, dass da ein Kühler im Weg steht. Rennwägen haben viel schlechtere cw Werte als Serienautos, weil die eben einen hohen Kühlbedarf haben und die Luft tw. im inneren auch noch andere Aufgaben erledigen muß. Erstaunlich finde ich den Wert des Golf 7 - hier wäre noch die aktuelle Mercedes A-Klasse interessant , den die müßte einen noch besseren Wert haben, da die um 200kg schwerer ist als der Golf (MQB) und bei geringfügig geringerer Leistung höhere Endgeschwindigkeiten erreicht.
Grundsätzlich ist es aber einfacher einer großen Limousine einen Top cw-Wert zu verschaffen als einem Kleinwagen mit gefälliger Optik und Praxistauglichkeit. Bei einer Limo kann man Front und Heck eher strömungsgünstig ausformen als an einem Kleinwagen. Ein Kleinwagen sofern er auch Praxistauglich sein will - tut sich schwer von der Schuhschachtelform abzuweichen. Andererseits muß man bei einem großen Auto mit zb. flachem Unterboden rechnen, dass da viel Abtrieb aufgebaut wird, was wiederum schlecht für den Luftwiderstand ist und auch gerne mal Teile durch den Sog unterhalb aufgesaugt werden. Daher werden bei Stadtrennen von Tourenwagen die Kanaldeckel verschweißt , da diese sonst abheben und gröbere Schäden am Auto - Tesla läßt grüßen - verursachen können !

Interessant wäre es gewesen hätte BMW zb. eine Golfballähnliche Oberfläche an der Karosserie geschaffen. zumindest an bestimmten Teilen wie Dach und vielleicht ehem. Motorhaube. Es ist erwiesen, dass das sehr viel bringt, aber irgendwie traut sich keiner das zu realisieren ;-)
Die 170 PS braucht man genausowenig wie die ca 400 im Tesla , aber beide Autos locken mit Vernunft keinen Hahn aus seine Hütte. Gut der eine hat noch eine teuer erkauft Reichweite - aber das wars dann auch schon was das Auto interessant macht.
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Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon Mike » Mi 18. Dez 2013, 10:56

eddie_g hat geschrieben:
Interessant wäre es gewesen hätte BMW zb. eine Golfballähnliche Oberfläche an der Karosserie geschaffen. zumindest an bestimmten Teilen wie Dach und vielleicht ehem. Motorhaube. Es ist erwiesen, dass das sehr viel bringt, aber irgendwie traut sich keiner das zu realisieren.

Das liegt wohl einfach daran, dass es optisch von kaum einem Kunden akzeptiert würde.
Obwohl, wenn man es als neuen Trend verkauft und besonders teuer macht? Es gibt auch Kunden, die für ein matt lackiertes Auto tiefer in die Tasche greifen. ;)

eddie_g hat geschrieben:
Die 170 PS braucht man genauso wenig wie die ca 400 im Tesla , aber beide Autos locken mit Vernunft keinen Hahn aus seine Hütte. Gut der eine hat noch eine teuer erkauft Reichweite - aber das wars dann auch schon was das Auto interessant macht.
Ein i-miev hat eine vernünftige Motorisierung, reicht für fast alles, außer einem Ampelssprint und einem schnellen Überholvorgang.

Das sehe ich in der Praxis jeden Tag genau so. Laut dem Leaf Verbrauchsmonitor fahre ich die meiste zeit mit 20 bis 25 kW Leistung. Die restlichen 60 kW werden nur sehr selten benutzt, machen dann aber Spaß. Viel abgerufene Leistung schlägt sich im Verbrauch nieder und dadurch auch in der Reichweite.

Den Luftwiderstand bemerkt man deutlich ab 80 km/h, aber auch schon darunter. Schneller als 100 km/h zu fahren gewöhnt man sich bei den heutigen Batteriekapazitäten schnell ab. Nur zwei 10km lange Vollgasfahrten (145 km/h) auf der Autobahn haben bei mir bereits zu dieser Erkenntnis geführt. Die "ich fahre auf der Autobahn hinter einem LKW her Fahrer" wissen wovon ich rede.
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Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon MarkusD » Mi 18. Dez 2013, 11:15

eddie_g hat geschrieben:
Beim BMW i3 Rex deutet ja der höhere Wert darauf hin, dass da ein Kühler im Weg steht.
Ganz sicher nicht. Der REx sitzt an der Hinterachse.

eddie_g hat geschrieben:
Rennwägen haben viel schlechtere cw Werte als Serienautos, weil die eben einen hohen Kühlbedarf haben und die Luft tw. im inneren auch noch andere Aufgaben erledigen muß.

Ja und jein.
Der cw-Wert eines Formel 1-Fahrzeuges liegt bei etwa 1.2.
Ein Teil davon mag den Lufteinlässen für die Kühlung geschuldet sein.
Das Hauptargument ist aber, daß das Fahrzeug bei Geschwindigkeiten ab ca. 150km/h einfach nicht mehr auf der Straße zu halten wäre (gegen ein Formel 1-Fahrzeug ist auch ein i3 ein absolutes Schwergewicht). Ab ca. 200km/h kann ein Formel 1-Fahrzeug kopfüber an der Decke fahren, ohne runterzufallen. Der hohe Anpreßdruck wird über den höheren cw-Wert erzeugt.

Gruß
Markus
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Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon green_Phil » Mi 18. Dez 2013, 11:25

Mike hat geschrieben:
Die "ich fahre auf der Autobahn hinter einem LKW her Fahrer" wissen wovon ich rede.

Darüber habe ich auch schon nachgedacht und wir haben das hier auch irgendwo schonmal diskutiert. Das Ergebnis war, dass es sich erst wirklich lohnt hinter einem LKW herzufahren, wenn man den Sicherheitsabstand deutlichst unterietet. Oder hast Du andere Erfahrungen gemacht?
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Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon eddie_g » Mi 18. Dez 2013, 12:07

MarkusD hat geschrieben:
eddie_g hat geschrieben:
Beim BMW i3 Rex deutet ja der höhere Wert darauf hin, dass da ein Kühler im Weg steht.
Ganz sicher nicht. Der REx sitzt an der Hinterachse.

Ja und ? Ich weiß wo der Motor sitzt. Es ist ein Verbrennungsmotor der Kühlbedarf hat und somit im Luftsrom sitzt. Wo der Kühler sitzt weiß ich nicht, aber da es ein wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor ist benötigt er einen Kühler aber mindestens Luft die ihn umströmt.
MarkusD hat geschrieben:
eddie_g hat geschrieben:
Rennwägen haben viel schlechtere cw Werte als Serienautos, weil die eben einen hohen Kühlbedarf haben und die Luft tw. im inneren auch noch andere Aufgaben erledigen muß.

Ja und jein.
Der cw-Wert eines Formel 1-Fahrzeuges liegt bei etwa 1.2.
Ein Teil davon mag den Lufteinlässen für die Kühlung geschuldet sein.
Das Hauptargument ist aber, daß das Fahrzeug bei Geschwindigkeiten ab ca. 150km/h einfach nicht mehr auf der Straße zu halten wäre (gegen ein Formel 1-Fahrzeug ist auch ein i3 ein absolutes Schwergewicht). Ab ca. 200km/h kann ein Formel 1-Fahrzeug kopfüber an der Decke fahren, ohne runterzufallen. Der hohe Anpreßdruck wird über den höheren cw-Wert erzeugt.

Ich red von Motorsport = GT oder Tourenwägen die vergleichbare Karossen wie Serienautos haben. Ein F1 Auto ist sowieso eine andere Baustelle mit freistehenden Rädern usw...
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Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon Mike » Mi 18. Dez 2013, 12:40

green_Phil hat geschrieben:
Darüber habe ich auch schon nachgedacht und wir haben das hier auch irgendwo schonmal diskutiert. Das Ergebnis war, dass es sich erst wirklich lohnt hinter einem LKW herzufahren, wenn man den Sicherheitsabstand deutlichst unterietet. Oder hast Du andere Erfahrungen gemacht?

Ich meinte einfach nur hinter den LKWs herfahren, um sich an deren Geschwindigkeit anzupassen. Durch die geringere Geschwindigkeit Energie sparen, aber natürlich Abstand halten.
Zuletzt geändert von Mike am Mi 18. Dez 2013, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon MarkusD » Mi 18. Dez 2013, 12:45

green_Phil hat geschrieben:
Mike hat geschrieben:
Die "ich fahre auf der Autobahn hinter einem LKW her Fahrer" wissen wovon ich rede.

Darüber habe ich auch schon nachgedacht und wir haben das hier auch irgendwo schonmal diskutiert. Das Ergebnis war, dass es sich erst wirklich lohnt hinter einem LKW herzufahren, wenn man den Sicherheitsabstand deutlichst unterietet. Oder hast Du andere Erfahrungen gemacht?

Opel Ampera: Bei 95km/h hinter einem LKW (also schon mit Container drauf) in 50m Abstand herfahren oder bei sonst gleichen Bedingungen ohne LKW davor, macht bei 14km Autobahn etwa 0.2-0.3kWh Unterschied aus.

Gruß
Markus
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Re: i3-Luftwiderstandswert - Verbrauchsdiskussion

Beitragvon MarkusD » Mi 18. Dez 2013, 12:47

eddie_g hat geschrieben:
Ich red von Motorsport = GT oder Tourenwägen
Ja, dann schreib das halt auch und nicht nur einfach "Rennwägen". Gedankenlesen gehört zu den wenigen Fähigkeiten, die ich noch nicht beherrsche.
;)
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